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Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, Frühling #
# Stark bewölkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal täglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel groß gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nächster Schachzug sein würde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan überlegen. Niemand weiß bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen würde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spüren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren würde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen würde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bewölkt, kühl #
# späte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den Köpfen der Wölfe geprägt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben Rückschläge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor übrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fähe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stürzte sich in die Suche nach der Fähe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg über die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld für die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans düsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch Früchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Während Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kämpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine Söhne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Während Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann höchstpersönlich würde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorüber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprägt von vielen Veränderungen. Der Herbst verlor all seine Blätter und nahm dabei einige Wölfe mit sich. Der Winter klopfte an der Tür, aber die vom Herbst verschlungenen Wölfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungewöhnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der Götter? Möchte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? Für die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen Schützlinge einen kalten Winter nur schwer überleben würden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der Betarüde Leiard sind noch immer nicht zurückkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre Rückkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. Für die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tüchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. Für die Gefährtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters überhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bewölkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden Elín und Leiard zu Gwydions Unterstützung zu den Betawölfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Während Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte Elín sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in Elín Gegenwart aufzutauen. Chaske erklärte sich selbst zum Beschützer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer für sie da zu sein und über ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbändelte, in die Fänge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion über die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das Gefühl für Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tinúviel bemühte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der Höhle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfüllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach draußen zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljäger – jedoch ohne Harlequin – zurückkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gäste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese geführt, welcher diese ins Kreuzverhör nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schützen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die Lüge der Fähe auf und Iyiny erzählte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gespräch trug zwei Tage später seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel für weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurückgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht länger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nämlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der Rücktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespaßten Tsume und Ragnarök die beiden Jungrüden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stärkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu trösten, während Deven und Reza sich näher kamen. Die trächtige Sharon und ihr neuer Beschützer bekamen unerwünschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa tötete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell führte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden Wölfen zum Rudelplatz zurück. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht überfallen von Elín und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafähe versuchte Gwydion seine Schuldgefühle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander näher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurückgeschickt und kümmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit Elín verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Während Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen führen sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fährte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fähe an. Überstürzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kämpfenden – Abigail und Dhiala – zu. Schließlich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Während Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, ließ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwül, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? Über Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der Wölfe. Sowohl über die Nightfalls als auch über die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffälliges geschah, diese Wunden tatsächlich heilen kann, ist fragwürdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein Stückchen näher.

Es sind ungefähr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei Wölfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefährte Zetyr überlebten. Drei Monate ist die öffentliche Demütigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung benötigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ähnliches zugetan. Es war ja auch für beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgängerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog Frühling vor rüber. Sicher war der Frühling keine sonderlich heitere Jahreszeit für die Bewohner von Amdir, doch trug auch er Früchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen können? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner Wölfe legen. Jetzt, wo er weiß, dass Gwydion überlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion müsste sich rüsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlüftet ist. Doch all diese Dinge benötigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den Wölfen aus Amdir.

Nachdem nun der Frühling von dem Sommer abgelöst worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze ließ ein nicht absehbares Unheil über das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betawölfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde Wölfe zum Zuhören zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie würden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verließ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nächsten Regen könnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerstört hatte. So flohen die berüchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. Hlín war mit zwei anderen Wölfen abseits des Flussbettes gefolgt. Hlín trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stieß. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der Rebellenjüngling verirrt. Während Hlín die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu töten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter Hlíns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzählen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion überlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen würde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgelöscht werden sollten, so wäre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die Wölfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fuß des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nächstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten müssen. Dort würden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man hörte öfter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den Wölfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die Wölfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herüber nach Nasval ziehen würden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Veränderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die Wölfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die Wölfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ähnlich sah, doch gab es dort keine Ränge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzählen und um das Bedürfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die Wölfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende Frühling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das Himmelsgemüt beruhigt, doch haben sich auch die Gemüter der Wölfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spür – und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteriöse Pärchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlässt seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr Körper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschätzten Mitgliedes und den eines wichtigen Nachzüglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen führen? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen Jüngern sich im noch wohlbehüteten Lager in den Bergen zurückgezogen hat. Gwydion weiß erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlüpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tinúviel und Gwydion auch zu keiner großen Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins Glück


# Ende Frühling #
# Bewölkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gestoßen ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer Rückzugsort an höchster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Priorität, schließlich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr Glück flüchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
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Murdoch Murdoch ist männlich
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Steckbrief

308 Pfotenabdrücke
Alter: Fünf Jahre
Loyaler Beta bei den Nightfalls
Murdoch
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Name
Murdoch, der Beschützer des Meeres

Geschlecht # Alter # Rudel
» Weitere Informationen «
Rang # Beta durch seine unerschütterliche Loyalität.
Schulterhöhe # 90 cm
Gewicht # 68 kg
# Stärken #
# Loyal
# Direkt
# Strebsam
# Selbstbewusst
# Verlässlich
# Zäh
# Bescheiden
# Schwächen #
# Launisch
# Sehr schnell laut,
# Schlecht einschätzbar
# Rechthaberisch
# Misstrauisch
# Lange Strecken,
# Leises Gehör.
# Vorlieben #
# Gehorsam
# Ein starkes Rudel
# Zusammenhalt
# Treue
# Unterwürftigkeit
# Charakterstärke
# Klugheit
# Abneigungen #
# Verrat
# Heuchelei
# Faulheit
# Diskussionen
# Veränderungen
# Unbedachtheit
# Viel zu leise Worte.

Aussehen
Wer Murdoch zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, bemerkt meistens zuallererst seine blass blauen Augen. Mit jeder dunkler werdenden Nuance ein klein wenig tiefer, bis man glaubt, in den düsteren Abgrund eines Sees zu starren und darin zu ertrinken. Umgeben von einer dunkelgrauen Maske, die diesen Eindruck nur verstärkt. Er hat fast etwas Wildes an sich, wenn er mit seinem dichten Pelz und der hochgewachsenen Statur von 90 cm vor einen tritt. Untermauert von kraftvollen Muskeln, die unter dem grau gestromten und mit Schwarz durchsetzten Fell bei jedem schweren Schritt zu tanzen scheinen. Der äußerlich ruhige Rüde besitzt nicht sehr viel Eleganz, sondern wirkt durch seine Masse eher plump, obwohl seine relativ langen Läufe für einen guten Sprint wie geschaffen scheinen. Was ihn aber zu keinem sehr ausdauernden Langstreckenläufer macht. Er besitzt zwar eine gewisse Kondition um, bei eventuellen Wanderungen Schritt zu halten, setzt aber ansonsten eher auf Geschick und einen abgepassten Moment. Er sticht allerdings nicht nur durch seine stattliche Gestalt oder seine ausdrucksstarken Seelenspiegel hervor, sondern vor allem durch sein Handicap. Murdoch besitzt nur ein einziges Ohr und dort, wo einst ein Zweites gewachsen war, eine hässliche Narbe, die von etwas dunklem Fellkleid bedeckt gehalten wird, wie der Rest kleinerer Blessuren. Mehr oder weniger entscheidend an stets ruhig atmenden Flanken oder im buschigen Nacken. Trotzdem nichts, was ihn so beeinträchtigt, wie sein Gehör. Er ist also stets wachsam und lässt gerne einmal seinen kühlen Blick wandern, um sich mit Augenmerken und Nase von einer herannahenden, möglichen Gefahr selbst zu warnen.
Charakter
Eisern | raubeinig | streng | aufbrausend | rücksichtslos | engagiert | couragiert | argwöhnisch | nachdenklich | loyal | undurchschaubar | ehrlich.


Der Umgang mit Murdoch fällt einigen Wölfen so schwer, weil er schlecht einzuschätzen ist. Im ersten Moment noch vollkommen besonnen und ruhig, lässt ihn ein falsches Wort bereits hochgehen. Seine launische Ader macht es ihm also schwer Kontakte zu knüpfen, obwohl er keinesfalls ein Einzelgänger ist. Der Rüde mag einen festen Zusammenhalt im Rudel und ein gepflegtes Miteinander, solange man ehrlich und loyal ist. Zwei Eigenschaften, die er mit Herzblut vertritt und lebt. Und das setzt er auch bei seinen Gegenübern voraus, denn Heuchler, Verräter und Lügner schlagen ihm ungemein auf den Magen. Letztlich ist er ohnehin jemand, der nur sehr schwer vertraut und seine Mitwölfe erst einmal mit skeptischen Blicken beäugt, bis er selber weiß, ob sie seiner Gemeinschaft oder sogar ihm schaden könnten. Demnach sondiert er auch sehr sorgfältig, ehe er tatsächlich jemanden nahe an sich heranlässt. Dabei ist er niemand mit Vorurteilen. Er hat weder ein Problem mit Rüden, noch mit Fähen, solange sie beweisen das sie Willens sind für ihre Position und ihr Recht auch einzustehen. 

Er ist sehr strebsam in dem, was er tut, aber bescheiden in Dankannahmen oder Lobpreisungen. Seine Strenge und der eiserne Wille verbieten es ihm an einer Stelle zu verharren. Murdoch will etwas erreichen, um sich selbst und vor allem Tyrese etwas zu beweisen. Wobei er doch in vielerlei Fällen immer aufrichtig bleibt - sieht man von dem Verrat von Gwydion ab, dessen Liebste er das Leben nahm, um sich einen Platz zu erkämpfen. Meistens hat er nämlich eine andere Ansicht von Wahrheiten. Sobald er im Glauben ist, jemand gefährdet das Wohl der Gemeinschaft, schreckt er auch nicht vor rücksichtslosen Tadelungen oder Maßregelungen zurück. Wenn sicher die eine oder andere böse Zunge dann behaupten würde, er würde schleimen, um seinem Anführer zu gefallen, hat er genau das nämlich nicht nötig. Der graue Rüde ist selbstbewusst genug, um zu dem zu stehen, was er verbrochen hat und tut noch mehr, um es mit Courage und einer langen Nacht mit unzähligen Gedanken wieder hinzubiegen. 

Generell verbringt er viel Zeit mit seiner Nachdenklichkeit, ist aber kein wirklicher Stratege, sondern viel eher ein impulsiver Wolf, der aus dem Bauch heraus entscheidet. Trotzdem bleibt da immer ein gewisser Argwohn, der ihn hin und wieder einmal zügelt. Ganz anders, als sein vorlautes Maul, das nicht nur im Lärmpegel einmal steigt. Er ist auch noch ungemein rechthaberisch. Abgesehen von den Entscheidungen der Obrigkeit, gibt er nicht gerne zu, dass er auch mal Unrecht hat. Murdoch hasst nämlich Diskussionen, genauso wie massive Veränderungen, die seine gewohnte Umgebung ins Ungleichgewicht bringen. Schlussendlich ist und bleibt er trotz alledem ein verlässliches, schlecht einschätzbares, aber zähes Rudelmitglied mit einer leichten Schwerhörigkeit und einer Schwäche für lange Laufstrecken.
Vergangenheit
"Ich stamme aus einem sehr traditionsreichen Rudel weit außerhalb Amdirs. Dort, wo alte Wölfe noch in den Sternen die alten Wege der Götter lasen und man einen guten Zusammenhalt untereinander pflegte. Nicht anders, wie in anderen Rudeln, obwohl es bei uns nie die Toleranz gab, die ich einst von Wanderern hörte. Wo sich Wolf und Wölfin noch lieben können, ohne den Tod ihrer Jungen einzubüßen, wenn sie nicht als Alphapaar auserkoren wurden. Zumindest war es das, was man uns Welpen stets in den Kopf gesetzt hatte. Waren wir nicht für die Spitze bestimmt, seien wir zwar immer noch wertvolle Mitglieder, aber unsere Liebeleien wären lediglich Ballast und würden unsere Familie nur unnötig Energie rauben. Auch wenn wir immer im Überfluss lebten. Gut geschützt und wohl genährt. Ein verdienter Frieden, wie meine Mutter immer zu sagen pflegte.

Sehr zum Ärgernis der Alten, denn knappe drei Jahre vor meiner Geburt gab es einen Wechsel in unserer Hierarchie. Ein junger Rüde, der seinen Vorgänger im fairen Kampf ablöste und diesen zum Greis degradierte, der sich nun mit unseren Weisen herumschlagen musste. Doch was Galadh, unser neuer Anführer, an Stärke und Köpfchen bewies, konnte er mit Nachkommen nicht untermauern. In all den drei Wintern hatte er es nicht geschafft einen einzigen Wurf mit meiner immer verzweifelteren Mutter zu zeugen. Sie war schon zu Lebzeiten des Vorgängers das Alphaweibchen gewesen und somit auch an der unangefochtenen Spitze. Doch auch an ihr zehrten allmählich die Jahre und es gab viele geifernde Blicke junger Fähen, die sich bisher kein einziges Mal hatten durchsetzen können. Zur Plage der alten Wölfe, die die Schuld an meine Mutter weitergaben. Es herrschte nämlich schon lange das Gerücht ihres Betruges. Sie habe sich einen zweiten Rüden an ihre Flanken gezerrt. Galadh nahm das leichter. Er hatte eine Ansicht, die sich zu späteren Jahren manchmal unterstützte, wenn es um den Fortbestand unserer Gemeinschaft ging. Denn an diesen Vorwürfen war tatsächlich etwas dran. Meine Mutter, Sorcha, besaß seit dem zweiten Jahr mit ihrem neuen Rudelführer einen wilden Geliebten. Der, der ihr im darauffolgenden Februar ermöglichte trächtig zu werden. Ein Aufatmen, wenn man meinen mochte. Galadh war zufrieden. Zwischen ihm und Sorcha hatte stets ein gutes, respektables Verhältnis bestanden. Ehrlichkeit obsiegte eben und so blieb diese Affäre unter einem Deckmäntelchen der Verschwiegenheit gut versteckt. Immerhin erlaubten meine Mutter und er sich selbst natürlich sein junges Herz zu verschenken und niemand, außer unseren Greisen, hinterfragte diese plötzliche Schwangerschaft. Wenn die Angst meiner Mutter doch auch für lange Zeit für Anspannung gesorgt hatte.

Leider zu ihrem Verdruss. Im kommenden Frühling bewahrheitete sich ihre Sorge. Sie gebar zwei zweifellos gesunde Welpen. Meinen Bruder Nodin und mich, Murdoch. Wobei ich erwähnen muss, Sorcha hat uns nicht mit diesen Namen bestückt – das obliegt alleine dem Alphamännchen. Sie war uns zu keiner Zeit eine schlechte Mutter. Nur nicht so liebevoll, wie mein Brüderchen es sich stets gewünscht hatte. Ihr Leichtsinn und ihre Sehnsucht nach einem letzten Wurf hatten schließlich einen hohen Preis gefordert. Würde man uns zeigen, wäre eindeutig, dass zumindest ich nicht von unserem Anführer abstammen konnte. Ich habe ihr nie diesen Vorwurf gemacht, das es doch die Wahrscheinlichkeit gegeben hätte, dass ich nie sein schwarzes Fell erben würde, sondern viel eher nach meinem wirklichen Vater kam, der übrigens zu diesem Zeitpunkt noch im Rudel lebte. Dazu waren ihre Erzählungen über diesen besagten – für mich – Fremden stets zu herzlich gewesen. 

So verbrachten wir also nahezu unzählige Wochen im Bau. Wir waren neugierig. Immerhin waren außerhalb dieses kleinen Erdflecks nicht nur unheimlich aufregende Gerüche, sondern auch viele Stimmen, die uns heißblütig erwarteten. Sorchas Bedenken waren irgendwann so krankhaft, das sie uns einen jeden Tritt hinaus ans Tageslicht verbat. Was sie den Wölfen unserer Gemeinschaft sagte, kann ich nicht mit Bestimmtheit erzählen. Es mussten jedoch Lügen eines kränkelnden Welpen gewesen sein. Wobei es letztlich sie war, die sich damit fast zertrümmerte. Jeder weitere Tag, jede weitere Frage brachte sie im Laufe der Wochen fast um den Verstand. Sie wollte unter keinen Umständen Galadhs Ruf und unser Leben riskieren, die zweifellos auf der Kippe standen. Doch lange verwehren konnte sie es ohnehin nicht. Immerhin wurden sie größer, etwas eigensinniger und sie schließlich immer müder. Wir fanden einen Weg nach draußen. Schneller als uns lieb war. Nodin, aus dem man die Farben unserer Mutter las und mich mit meinem grau gestromten Fell. Ich erinnere mich noch genau an die argwöhnischen, skeptischen Blicke und die Vergleiche an anderen Rüden, die unsere Pelze trugen. Es sorgte für helles Aufsehen. Meine Mutter wurde am Nackenfell vor die Alten gezerrt. Die, die schon länger an ihrer Glaubwürdigkeit gezweifelt hatten. Sie schimpften sie eine Lügnerin. Sehr zur Freude jüngerer Fähen. Zu meinem Bedauern sah ich mit an, wie Sorcha nach stundenlangen Auseinandersetzungen schließlich nachgab. Wie sie einen jeden Fehltritt mit einem besagten anderen Rüden zustimmte, wobei ich glaube, man setzte sie unter Druck. Vielleicht um uns zu schützen. Jedenfalls verbannte man unseren für mich immer noch nicht erwähnenswerten Vater und stimmten zu, meine Mutter in einen offenen Rangkampf gegen andere Wölfinnen zu schicken. Sie verlor, zwar nicht ihr Leben, aber ihre Würde. Galadh hatte nicht eingegriffen. Unsere Regeln besagten, dass ein Rüde sich unter keinen Umständen in die Angelegenheiten unter Fähen einzumischen hatte. Das galt selbstredend auch andersherum. Er machte sich allerdings für uns Welpen stark. Wir überlebten und lernten ein Leben mit einem liebevollen Ersatzvater kennen. Man untersagte uns den Kontakt zu Sorcha nicht gänzlich. Immerhin waren wir damals noch auf sie angewiesen gewesen, aber sie war längst nicht mehr so schön anzusehen, wie früher.

Abgenutzt, ausgebrannt und leer. Verlassen von ihrer Liebe und zerstückelt von Ungerechtigkeiten und Regelbrüchen ist es eigentlich das Bild, das sich in meinem Kopf eingepflanzt hat. Die Erinnerung, die immer bestehen bleibt, obwohl Nodin sicher etwas anderes behauptet hätte. Er war ein wahrer Goldschatz unserer weisen Greise. Sie hatten großen Einfluss auf seine Erziehung, auch wenn sein Herz unheimlich an Galadh hing. So verflog zumindest das Jahr, ohne dass ich etwas Erwähnenswertes hätte hinzufügen können. Wir lernten, wie jeder andere Wolf das Benehmen im Rudel, unsere Traditionen, die alten Wege in den Sternen zu lesen und die Jagd. Zwölf Monaten, die wir nun schon auf unseren Buckeln trugen, wurde mein Bruder allerdings zusehends unausstehlicher. Wo wir früher ein gutes Verhältnis zueinander gepflegt hatten, sah ich mit zunehmenden Wochen immer mehr Groll gegen mich aufwallen. Das Vertrauen in mich versiegte und die Liebe war irgendwann nur noch ein dürres, knorriges Pflänzchen im bitteren Winter. Zuerst konnte ich es mir nicht erklären, bis mich die Tuscheleien der alten Wölfe stutzig machten. Der naive Nodin hatte sich bereden lassen. Einer Gehirnwäsche unterzogen und saugte die Lügen aus ihren Mäulern, wie Welpen Nahrung aus den Schlünden ihrer Eltern. 

Einige Tage darauf eskalierte es zwischen uns. Für ihn gehörte ich nicht mehr zu diesem Rudel dazu. Ich sei ein Aussätziger, ein Verräter und Heuchler. Galadh hatte mich zur Wahrheit erzogen und ich hielt dagegen. Zuerst war es nur eine hitzige Diskussion, dann Gebrüll, eine Rauferei und schließlich ein erbitterter Kampf. Mein Bruder fühlte sich im Recht und in seiner Ehre verletzt. Für ihn gehörte ich mit seinem sonderbaren Aussehen einfach nicht dazu. Erst recht durch meine matten, blauen Augen, die seit meiner Welpenzeit nur einige Nuancen dunkler geworden waren. Im Kampfverlauf unterlag ich ihm schließlich. Gefrustet so behandelt zu werden und das von dem großen Bruder, brach es mir regelrecht das Herz. Leider war er ein genauso großer Feigling. Ich unterwarf mich ihm, wie man es mich gelehrt hatte und er zerriss mir zur Kennzeichnung als Abtrünniger mein Ohr. Wäre unser Ziehvater nicht dazwischen gegangen, hätte er mir womöglich auch die Kehle aufgebissen. Meine bis dahin bereits vollkommen isolierte und orientierungslose Mutter, die in der Zeit als Omega gedient hatte, und ich wurden schließlich aus ihrem Rudel verjagt. Kleinere Narben von resoluten Verfolgern und mein letztes Überbleibsel an meinen Bruder trage ich seither mit mir herum. Danach hörte ich nie wieder etwas von ihm.

Aber das stärkte mich. Ich war entschlossen für die vielleicht letzten zwei Jahre meiner Mutter eine wölfische Gemeinschaft zu finden, die ihr noch einige sanfte Tage bereiteten, bevor sie ihren langen Weg zu den Sternen antrat. Aber wie vergeblich ich auch suchte, wir trafen nur Wanderer oder Rudel, die mit ihrem denkwürdigen, schweigsamen Zustand einfach nichts anfangen konnten. Und so führten mich anderthalb schwere Winter schließlich nach Amdir. Einem wohl genauso fruchtbaren Land, wie meine einstige Heimat. Hier bei dem Rudel der Nightfalls fanden wir schließlich durch Bitten eine Heimat. Nicht zuletzt, weil die Tage der andauernden Wanderungen sehr an Sorchas Kräften gezehrt hatten. Sie fand ihre wohlverdiente Ruhe in keinem festen Rang und konnte mich in den Reihen dieser Wölfe genügend umhören. Freunde oder Bekannte fand ich in dieser Zeit nicht. Ich verschloss mich vor den Augen anderer. Zog mich zumeist in dunkle Schatten zurück und tat nur das Nötigste, um mir mein Recht zu verdienen bei ihnen zu bleiben. Und so lernte ich.

Das darauffolgende Jahr brachte meiner Mutter schließlich den Tod. Gut für sie, denn mit jedem weiteren Monat wurde es hässlicher in diesen Reihen und mir nahm es den letzten Klotz vom Bein, den ich noch an mir trug. So konnte ich mich ganz auf den angeblichen Vatermord des großen Gwydion konzentrieren. Ich hatte für seine Taten, die ständig in allen Mäuler waren, tatsächlich großen Respekt empfunden. Der kluge Entschluss vor der Flut und der Tod des großen Bären hatten sich auch in meinem Verstand verankert, da war diese angeblich verschuldete Ermordung doch fast kaum verständlich. Aber Tyrese, an dessen Lefzen ich eigentlich schon seit meiner Ankunft gehangen hatte, glaubte diese Schande. Der nächste Morgen sollte dem schwarzen Beta schließlich die sichere Vernichtung bringen. Mir wurde zu Ohren getragen, er wurde von unserem Alpha ermordet. Ich wusste aber aus einer zuverlässigen, nichts nennenswerten Quelle, er war in den Fluss gestürzt. So oder so musste er schließlich den Weg zu den Sternen gefunden haben, da war ich mir sicher und ich zweifelte zu keiner Stunde an dem hellen Tyrese. Womöglich, weil er Ordnung und Struktur in dieses Rudel brachte. Weil er nicht an irrsinnigen Traditionen festhielt und den Wölfen den Nachwuchs erlaubten, den sie verdienten. Oder weil mich der Ärger und die Bestürzung über mein eigenes Fleisch und Blut so auffraßen, das es mich fast lähmte und ich beweisen wollte, dass ich mehr war. Was mich auch jemals so sehr an ihn fesselte, es war gleich im Angesicht meiner Chance auf Respekt. 

Gwydion hatte immerhin seine geliebte Míriel hier gelassen. Nicht freiwillig, aber unter einem schwankenden Schutz seines besten Freundes. Ich verbrachte einige Wochen damit dieses seltsame Gespann zu belauschen. Langatmige Tage, von denen ich glaubte, sie konnten nie eintöniger sein, bis endlich das Wort Suche fiel. Ascan, der beste Freund unseres verräterischen Gwydions, zweifelte an dessen Tod. Er verschwand in einer Nacht und Nebelaktion mit der Absicht den einzig wahren Helden zurück zu den Nightfalls zu bringen. Die tapfere Geliebte mimte die Starke und brachte mir schließlich endlich die Gelegenheit sie außerhalb von der Hörweite eines anderen Wolfes zur Strecke zu bringen. Sie hatte ursprünglich ohnehin ihr Leben durch den Schwarzbär lassen müssen. Sie hatte nur Zeit aufgespart und ich brachte nur das zu Ende, was längst hätte geschehen sollen. Am nächsten Morgen, als ihre Glieder schon steif wurden, hatte ich sie an der aufgerissenen Kehle zum Rudelplatz gezerrt. Ich erzählte von ihrem trügerischen Plan den ehemaligen Beta und Vatermörder zu finden und erlangte schließlich das, was auch mir zustand. Einen Platz in einem Rudel, das nicht über das Aussehen entschied, ob ein Wolf würdig sei oder nicht. Hier musste man arbeiten, hier musste man standhaft sein. Meine Loyalität brachte mir schließlich Gwydions alten Rang ein. Ich habe noch lange nicht einen jeden Respekt in diesem Verbund geerntet. Auch hier gibt es sicher den ein oder anderen Zweifler, aber ich bin immerhin hier, um endlich für mich einzustehen und ich habe Tyrese Vertrauen sicher. Ich bin kein Verräter!."
Regeln gelesen? Ja.
Weitergabe? Als Gesuch, ja. Neuer Stecki & Set.
Spieler //
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20.07.2013 13:26 Murdoch ist offline E-Mail Suchen Freunde?
 
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