guest
» Gespielt von
Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, Frühling #
# Stark bewölkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal täglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel groß gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nächster Schachzug sein würde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan überlegen. Niemand weiß bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen würde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spüren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren würde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen würde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bewölkt, kühl #
# späte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den Köpfen der Wölfe geprägt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben Rückschläge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor übrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fähe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stürzte sich in die Suche nach der Fähe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg über die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld für die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans düsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch Früchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Während Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kämpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine Söhne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Während Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann höchstpersönlich würde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorüber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprägt von vielen Veränderungen. Der Herbst verlor all seine Blätter und nahm dabei einige Wölfe mit sich. Der Winter klopfte an der Tür, aber die vom Herbst verschlungenen Wölfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungewöhnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der Götter? Möchte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? Für die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen Schützlinge einen kalten Winter nur schwer überleben würden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der Betarüde Leiard sind noch immer nicht zurückkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre Rückkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. Für die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tüchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. Für die Gefährtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters überhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bewölkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden Elín und Leiard zu Gwydions Unterstützung zu den Betawölfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Während Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte Elín sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in Elín Gegenwart aufzutauen. Chaske erklärte sich selbst zum Beschützer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer für sie da zu sein und über ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbändelte, in die Fänge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion über die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das Gefühl für Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tinúviel bemühte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der Höhle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfüllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach draußen zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljäger – jedoch ohne Harlequin – zurückkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gäste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese geführt, welcher diese ins Kreuzverhör nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schützen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die Lüge der Fähe auf und Iyiny erzählte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gespräch trug zwei Tage später seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel für weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurückgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht länger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nämlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der Rücktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespaßten Tsume und Ragnarök die beiden Jungrüden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stärkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu trösten, während Deven und Reza sich näher kamen. Die trächtige Sharon und ihr neuer Beschützer bekamen unerwünschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa tötete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell führte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden Wölfen zum Rudelplatz zurück. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht überfallen von Elín und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafähe versuchte Gwydion seine Schuldgefühle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander näher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurückgeschickt und kümmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit Elín verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Während Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen führen sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fährte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fähe an. Überstürzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kämpfenden – Abigail und Dhiala – zu. Schließlich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Während Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, ließ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwül, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? Über Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der Wölfe. Sowohl über die Nightfalls als auch über die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffälliges geschah, diese Wunden tatsächlich heilen kann, ist fragwürdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein Stückchen näher.

Es sind ungefähr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei Wölfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefährte Zetyr überlebten. Drei Monate ist die öffentliche Demütigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung benötigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ähnliches zugetan. Es war ja auch für beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgängerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog Frühling vor rüber. Sicher war der Frühling keine sonderlich heitere Jahreszeit für die Bewohner von Amdir, doch trug auch er Früchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen können? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner Wölfe legen. Jetzt, wo er weiß, dass Gwydion überlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion müsste sich rüsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlüftet ist. Doch all diese Dinge benötigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den Wölfen aus Amdir.

Nachdem nun der Frühling von dem Sommer abgelöst worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze ließ ein nicht absehbares Unheil über das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betawölfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde Wölfe zum Zuhören zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie würden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verließ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nächsten Regen könnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerstört hatte. So flohen die berüchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. Hlín war mit zwei anderen Wölfen abseits des Flussbettes gefolgt. Hlín trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stieß. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der Rebellenjüngling verirrt. Während Hlín die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu töten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter Hlíns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzählen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion überlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen würde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgelöscht werden sollten, so wäre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die Wölfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fuß des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nächstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten müssen. Dort würden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man hörte öfter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den Wölfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die Wölfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herüber nach Nasval ziehen würden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Veränderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die Wölfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die Wölfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ähnlich sah, doch gab es dort keine Ränge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzählen und um das Bedürfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die Wölfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende Frühling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das Himmelsgemüt beruhigt, doch haben sich auch die Gemüter der Wölfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spür – und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteriöse Pärchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlässt seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr Körper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschätzten Mitgliedes und den eines wichtigen Nachzüglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen führen? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen Jüngern sich im noch wohlbehüteten Lager in den Bergen zurückgezogen hat. Gwydion weiß erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlüpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tinúviel und Gwydion auch zu keiner großen Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins Glück


# Ende Frühling #
# Bewölkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gestoßen ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer Rückzugsort an höchster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Priorität, schließlich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr Glück flüchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
A B C D E F G H I J K L M N O P
1
ΔΔ×ΔΔΔΔ××××ΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔ××××××××ΔΔΔΔΔΔΔ×××××Δ
2
3
4
5
6
7
8
9
» Übersicht
Posteingang
ungelesene Nachricht(en)
Letzte Beiträge
Raskán#Khazen
Raskán#Raskán
Break the Rules#Deimos
Forentreffen#Khazen
Forentreffen#Kaori
Dreamless » In­play » Rol­len­spiel » Der Druck steigt - Plot 07
» Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (19): « erste ... « vorherige 16 17 [18] 19 nächste » Neues Thema Antworten
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Kayva Kayva ist weiblich
gespielt von Nana aka Mimi | Mitglied



45 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Wochen
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Sie wusste nicht, wie sie es genau beschreiben konnte. Sie war leer. So als hätte man alle Gefühle weg gewischt und zurück blieb nichts. Kayva fühlte sich einfach mürbe, so als würde sie nicht hierher gehören. Tajga war da und das war auch mit ihrer Mutter zusammen der einzige Halt, aber die anderen? Sie hatte noch nie so ein starkes Band zu ihren anderen Geschwistern gehabt, nie so stark wie sie es zu Tajga hatte. Langsam folgte sie also ihrer Mutter, froh über die Schritte ihrer Schwester neben ihr und dennoch mit den Gedanken ganz woanders. Die andere Wölfin, welche auftauchte und welche sie erkannte, die interessierte sie gar nicht. Weder empfand sie Angst, noch Aufregung, noch etwas anderes, da war einfach nichts in ihr drin, außer immer wieder der Gedanke, dass sie es nicht würdig war hier zu sein, neben ihrer Mutter und ihrer starken Schwester zu laufen. Langsam wandte sie den Kopf zu Tajga, die dort neben ihr lief und noch so viel zu spüren schien, denn sie war sie immer. Irgendwie freute es die dunkle Welpin und sie schob, ganz kurz nur, ihre Schnauze in das warme Fell ihrer Schwester, ehe sie ihrer Mutter weiter folgte. Was jetzt wohl geschehen würde? Hatten sie den Abstieg nun endlich ganz hinter sich gebracht? Waren sie dort angekommen, wo das Rudel hatte hingewollt? Waren sie am Ziel angekommen oder was erwartete sie? Die Neugierde konnte sie einfach nicht unterbinden und dennoch war ihr die Antwort eigentlich egal. Sie wollte einfach nur noch ruhen und schlafen. Hatte nicht wie ihre anderen Geschwister eine riesige Sehnsucht nach Tyrese, denn ihre Mutter war bei ihr und das reichte ihr eigentlich an erwachsenen Wölfen, was also sollte sie sich nun beeilen und hetzen?

Angekommen an dem Platz, war es der Geruch, der sie die Ohren leicht anlegen ließ. Ihre Körperhaltung wurde angespannt und sie wurde wachsam. Sie konnte den Geruch nicht zuordnen und die jungen Welpenaugen huschten über die anderen Wölfe. Es war eine seltsame Stimmung hier. Während ihre Mutter weiter lief, trugen auch ihre Pfoten sie weiter und weiter, bis sie schließlich langsamer wurde und stehen blieb. Ihr Blick starr geradeaus gerichtet auf den Alpha, welcher dort, Blutüberströmt stand und sie nur noch mit einem Auge anblickte. Ihre Schwester war auf ihn zugerannt und bombadierte ihn mit Fragen, während sie da stand und ihn anstarrte. Ihr kleiner Körper ganz versteift und sie wusste nicht ob sie Angst oder Ekel empfinden sollte. Wieso sah er so aus? Was war hier geschehen? Gewalt war für sie bis jetzt immer nicht greifbar gewesen und Kämpfen auch nicht. Das Gerangel unter Welpen galt für sie als Spiel, doch wenn das Spiel irgendwann im Erwachsenenalter so aussah, wie es bei Tyrese aussah, dann wollte Kayva es nicht mehr spielen. Mit wem hatte er so gekämpft? Ihr viel kein Wolf ein und sah er dann eventuell genauso aus? Kayva erschreckte sich so sehr vor dem Gedanken, dass sie sogar eher noch einmal ein paar Schritte rückwärts ging, ehe die geflüsterten Worte von ihrer Schwester an ihre Ohren drang. Langsam wandte sie den Blick zu Tajga, ehe sie wieder über die Masse guckte. Deimos suchen? War Deimos hier? „Ja!“ War die kurze und knappe Antwort von Kayva, ehe sie ihrer Schwester weiterhin nahe blieb, sich um sah und sich dann in Bewegung setzte, Deimos zu suchen. Dabei achtete sie aber immer darauf, Tyrese nicht zu nahe zu kommen, denn sein Anblick machte ihr Angst...riesige Angst.

[Bei Tajga (und dem Rudel) | fühlt sich leer, ist froh über ihre Mutter und ihre Schwester, hat Angst vor Tyreses Anblick, bleibt bei ihrer Schwester und möchte Deimos suchen]


__________________
I WILL BE IMMORTAL. I HAVE TO BE IMMORTAL. BUT I AM ONLY ME.

IF I CAN NOT BE IMMORTAL, I WANT TO BE LIKE MY MOTHER. A GODDESS.
08.08.2017 12:26 Kayva ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Razca Razca ist weiblich
gespielt von Khazi | Super Poster



51 Pfotenabdrücke
Alter: 5 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Der Hass, den die beiden erwachsenen Fähen füreinander empfanden, ließ das Wasser in der Luft beinahe gefrieren. Wenn Blicke töten könnten, hätten sich die beiden Schwaren gewiss schon vernichtet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Spannung zwischen ihnen explodieren würde. Doch offensichtlich noch nicht an diesem Tag. Ob es dem Tyrannen wohl gefallen würde, wenn die beiden Fähen einander bekämpften? Sicherlich wäre das nach dem Geschmack des Nightfall-Alphas.
Glücklicherweise verschwand Abigail jedoch, als sie beim Rest des Rudels ankamen. Nur kurz begrüßte sie Tyrese, ehe sie verschwand und sich am Rande niederließ. Razcas flammender Blick folgte dem Leib der Schwarzen noch einen Augenblick, ehe sie sich wieder dem Alpha zuwand. Eyrin machte sich derweil ebenfalls zu eben jenem Wolf auf, während Kayva und Tajga beschlossen nach Deimos zu suchen. Lange würden sie dafür nicht brauchen, befand er sich doch in unmittelbarer Nähe.
Razca hingegen zog es ebenso wie Eyrin zu Tyrese. Wo sonst hätte sie auch hin gehen sollen? Ihre Welpen hassten sie fortan und Freunde hatte sie in diesem Rudel bisher nicht gefunden. Ein ziemlich armes Leben, wenn man es sich so recht überlegte. Aber so war das Leben als frisch gebackene Mutter eben. Leider, verflucht, dache sich die Fähe und unterdrückte ein Grummeln.

Und nun, endlich war der Augenblick gekommen, in dem Tyrese seinen Blick endgültig den Neuankömmlingen zuwandte. Razcas nun freudig lodernden Blick fiel zuerst auf das intakte Auge, das sie im blutverschmierten Antlitz des Alphas fixierte, ehe sie auch die leere Augenhöhle erkannte. Wulstig begrüßte sie die leere Hülle. Geronnenes Blut war alles, was noch in ihr wohnte. Keine Spur von dem Auge, das die Höhle einst ausfüllte. Die schwarze Fähe blieb stehen. Ihre Miene regungslos, verriet nicht, was sie dachte. Tatsächlich wusste sie selbst nicht einmal, was sie dachte. Wohl konnte sie spüren, wie ihr Herz in einen Sog geriet und sich schmerzhaft zusammen zog. Zuerst konnte sie diesen Zustand keiner Empfindung zuordnen. Es brauchte einen Augenblick, ehe sie sich dessen bewusst wurde. Tyrese hätte sterben können., schoss es ihr durch den Kopf. Natürlich nicht wirklich, immerhin war er der mächtigste Wolf Amdirs. Und Nasvals, mittlerweile. Niemand konnte ihn besiegen, doch dieser Gwydion musste tatsächlich ein großer Kämpfer gewesen sein, hatte er es doch geschafft dem Tyrannen sein Augenlicht zu rauben. Kaum gedacht verbot sich die Schwarze diesen Gedanken. Sie wollte - und durfte - keinen Respekt für den Feind empfinden. Erstrecht nicht jetzt, wo er tot war.
Für einen Moment sah sie ihn nur an. Ihn und seine leere Augenhöhle. Noch immer zeichnete sich keine Mimik in ihren Zügen ab. Sie musterte ihn, überflog seinen Körper auf der Suche nach weiteren Wunden. Langsam, Stück für Stück wohnte Sorge, dann Erleichterung in ihren Augen. Sie hatte diesen Gedanken zwar schon vorher erfasst - Tyrese steht, also muss es ihm gut gehen - nun wurde er jedoch deutlich präsenter.

Endlich setzte sich die Schwarze wieder in Bewegung, weiter auf den Alpha zu, ehe sie ihn mit einem demütigen Lecken seiner Lefzen begrüßte. Ganz gleich, was Tyrese auch für sie empfinden mochte - oder auch nicht? - er war noch immer ihr Alpha und sie hatte sich ihm gegenüber dementsprechend zu verhalten. Nach der Begrüßung, während der ihre Rute sachte zwischen den Hinterläufen pendelte, brachte sie etwas Distanz zwischen sich und Tyrese. Wieder sah sie ihn nur an.
"Es ist mir eine Ehre dem Wolf Untertan zu sein, der Gwydion ins Jenseits geschickt hat.", säuselte sie mit tiefer Stimme. Ihr Laut war nur ein Flüstern, das jedoch sicherlich auch von Eyrin gehört werden mochte. Vielleicht war es zu offensichtlich, wie sie dem Alpha Honig ums Maul schmierte, doch sie hatte das Gefühl, dass Tyrese das brauchen konnte - und sie war bereit ihm alles zu geben, wonach er verlangte. Erstrecht nun, da ihr Ehrgeiz dem Alpha zu gefallen wieder angespornt wurde, aus Angst, dass Abigail sie ihres Amtes entledigen sollte. Doch diesen Gedanken schob die Fähe schnell wieder zur Seite. Sie wollte nun, da sie endlich ihrem geliebten Tyrese gegenüber stand, keine finsteren Gedanken mehr haben. Dabei war es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis das Gespräch auf die Welpen kam und Razca Rede und Antwort stehen musste.

{ Tyrese, Eyrin, (Rudel) | Amdir | sieht das Auge, reagiert }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank <3
09.08.2017 19:12 Razca ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Yanthan Yanthan ist männlich
gespielt von Beau | Posting Star


Steckbrief

253 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Sie schwieg einfach! Wie konnte sie?! Yanthans Rute aber wedelte unaufhörlich weiter. Auch wenn die Geduld des Welpen zu versiegen drohte. Dennoch sein nur langsam wütend werdender Blick hing unablässig an der Fähe, die ihn und die Anderen zurück zum Rudel bringen sollte. Und kurz bevor der kleine Welpe voll und ganz aufgebracht war, beugte sich der Fang der Fähe im Lauf zu ihm hinunter und antwortete ihm. Der Alpha hatte gesiegt. Schlagartig erhellten sich Yans Züge. Wenn seine Rute zuvor schon aufgeregt gewedelt hatte, so schlug sie nun umso wilder hin und her. „Der Alpha hat gesiegt…“, wiederholte Yan diese Antwort unnötigerweise aber in vollster Anbetung der Worte. Bewundernd sah er zu der schwarzen Fähe auf. Dass sie das wusste… Und womöglich wusste sie schon, wie genau alles passiert war… Tyrese hatte die Anderen vertrieben. Die, die ihr Zuhause besetzt hatten… Jetzt waren sie weg.

Glücklich trabte Yan neben Abigail her. Zwischen Bäumen hindurch, an Farnen vorbei, die so hoch waren wie er selbst. In einer anderen Verfassung hätte er wohl nach den vorbei ziehenden Spitzen geschnappt. Aber trotz seiner Aufgedrehtheit spürte er noch immer die bleierne Müdigkeit des Abstiegs. Sie war da, ja. Aber er ignorierte sie so gut es ging. Schließlich sollte Razca nichts davon sehen. Oder die schwarze Fähe. Oder das Rudel. Oder sein Vater. Ganz besonders nicht Tyrese. Sie würden wieder beim Rudel ankommen! Da galt keine Müdigkeit! Adrenalin pumpte wild durch die jungen Adern ohne, dass es dem Welpen bewusst geworden wäre. Vertrieb jede Müdigkeit für kurze Zeit.

Yan war so stolz die Nachricht des Sieges, dass er gar nicht bemerkte, dass die Schwarze schwieg, dass seine Fragen unbeantwortet blieben. Erst als sie noch etwas brummte – ihren Namen – fiel Yan die Stille auf und die Tatsache, dass da noch mehr gewesen war. Beeindruckt sah der Kleine zu der Fähe auf. Abigail… Äbigehl… Abigail… Seine Augen begannen ehrfurchtsvoll zu leuchten. „Und ich bin nicht höher gestellt als Murdoch.“ Das war dagegen beinahe ein unwichtiges Detail. Sicher hatte Abigail genauso viel zu sagen wie Murdoch. Vielleicht unter ihm, aber sie war so eine große Fähe, sie würde sicher weit oben im Rang stehen… Über Razca sogar… Razca hatte auf sie hören müssen! Neugierig warf der kleine Rüde einen Blick zurück zu der Fähe, die seine Ziehmutter war. Finster blickte sie drein, trabte stur geradeaus hinter Abigail her.

Beinahe wäre Yan kopflos auf die Lichtung gelaufen, auf der sich die Nightfalls versammelt hatten, während er so nach hinten gesehen hatte und weiter gelaufen war. Erst die Berührung einer weichen Schnauze, holte seine Aufmerksamkeit zurück. Warmer Atem, weiches Fell. Überrascht wandte der Schwarze sich um… und sah Abigail hinterher, die sich raschen Schrittes von ihm entfernte. Für einen kurzen Augenblick war der Kleine verwirrt, dann begannen seine Augen wieder zu leuchten! Abigail! Sein Blick löste sich von der Rute der Fähe und ließ zum ersten Mal die vielen anderen Eindrücke zu. Duft. Der Duft der Nightfalls, viele verschiedene Wolfsgerüche, die einen ergaben, den von Tyrese. Es roch nach Erde und nach Regen, nach Wald und Pilzen, Gräsern und Dingen, die Yan nicht kannte. Es war dämmrig, und er konnte die Anderen erkennen. Murdoch und seine Söhne, Fael dieser arrogante Mistkerl. Aber das war alles unwichtig. Sie waren alle da. Alle wie sie beim ersten Mal auf dem Rudelplatz gewesen waren. Und da war Tyrese. Da war sein Vater! Yanthans Trab wurde langsamer bis er unschlüssig stehen blieb. Er wusste nicht was er tun sollte. Eyrin stob an ihm vorbei, wirbelte Schlamm und Staub auf und raste auf ihren Vater zu um ihn zu begrüßen. Yans Blick wanderte zum Gesicht seines Vaters. Entstellt war die eine Gesichtshälfte dick mit Blut überzogen. Sein Auge wirkte zugeschwollen. Yans Herz setzte einen Schlag aus. Noch nie hatte er so viel Wolfsblut gesehen. Er roch es beißend in der Nase. Vorhin war das noch nicht so gewesen. Das waren die Anderen gewesen. Das hatten die Anderen Tyrese angetan. Und trotzdem hatten sie fliehen müssen! Sie waren damit nicht durchgekommen, sie waren geschlagen, vertrieben! Und Tyrese stand stolz da, er war der Alpha, er war der Sieger! Und das Blut, das die Anderen ihm aufgezwungen hatten, konnte ihm nichts anhaben! Stolz durchflutete Yan. Und sank im selben Augenblick wieder dahin. Er dagegen, er hatte nichts geschafft. Er war von Razca eingefangen worden, hatte sich von Zetyr einschüchtern lassen. Er war nicht beim Kampf dabei gewesen. Sein Blick fiel verdrossen auf Eyrin. Sie hatte es ihm die ganze Zeit gesagt. Sie würde es auch Tyrese sagen. Ganz bestimmt. So wie Yanthan vorgehabt hatte, Razcas Verhalten zu erzählen. Sie würde es ihm sagen. Was würde er denn denken? Von seinem Sohn? Unbehaglich sah Yan sich um, wusste nicht wie er reagieren sollte. Dann fand sein Blick Abigail. Mit großen Augen beobachtete er, wie sie dem Alpha zunickte. Die Geste hatte etwas würdevolles, respektvolles, Unaufdringliches. Dann setzte sie sich unweit des Rudels auf die Erde. Yans Blick wanderte zurück zu Tyrese. Sein Herz schlug bis zum Hals als er Abigails Geste so gut er konnte nachahmte. Den Welpenkopf senkte als sei er ein Großer, und sich dann abwandte, froh das unbehagliche Gefühl irgendwie bewältigt zu haben. Er wollte Tyrese nicht zu nahe kommen, für den Fall, dass Eyrin etwas verriet. Er schämte sich. Auch wenn er das nie laut zugegeben hätte. Und da war Razca, schleimte um Tyrese herum. Leckte ihm die Lefzen. Hass flammte in Yan auf. Wie gerne hätte er von Razcas Verhalten erzählt… Aber er konnte nicht. Wenn Eyrin von seiner Feigheit erzählte… dann würde sein Wort gegen Razca auch nichts bringen.

Schwer wog die Erkenntnis unter seiner Brust. Er atmete tief ein… und witterte seinen Bruder. Deimos! Mit einem Mal fiel ihm wieder ein, weshalb er diesen langen Abstieg überhaupt hinter sich gebracht hatte. Warum Eyrin und er gestritten hatten, warum Razca böse auf sie gewesen war. Und warum Tyrese, Murdoch und Zetyr an ihnen vorbei gerast waren. Deimos! Deimos lebte, beim Heulen hatten sie es schon verkündet! Yans Kopf schoss herum… und entdeckte das kleine dunkle Knäuel, das sein Bruder war. Bevor er daran denken konnte, die Beine zu bewegen, war er schon auf den Anderen zugestürmt, konnte gerade noch rechtzeitig halten. „Deimos!“, sagte er außer Atem und stupste den Anderen an. Zusammen gerollt lag er da. Yan schob die Schnauze tief in das Fell, das so dunkel wie seines war. Er roch anders… sein Bruder roch… fremd… Nach Blut und nach Schlamm, aber auch nach etwas anderem, das Yan nicht kannte. „Deimos?“, fragte er unsicher und schnupperte den Bruder ab, versuchte zu ergründen wonach er roch. Endlich fand der die Fänge des Anderen, wagte es aber nicht darüber zu lecken. Er hob den Kopf, sah sich um, sah zu Fael und zu Gin, die beiden Großen, die sich begrüßten, niemand von ihnen roch wie Deimos oder? Er versuchte zu wittern, dann sah er noch einmal verunsichert seinen Bruder an. Bevor er auf der Hinterhand wendete und davon preschte. Als habe ihn der Teufel gefunden. Rannte dorthin, wo er sich Schutz erhoffte. Zu Abigail. Ließ sich neben ihr zu Boden fallen, rollte sich ein ohne sie zu berühren, und beobachtete aus der sicheren Entfernung seinen Bruder. Hatte noch immer diesen fremden Geruch in der Nase. Und hatte mit einem Mal Angst vor seinem besten Freund. Abigail würde ihn beschützen. Razca würde es sicher nicht tun. Und Tyrese erst recht nicht, da er wusste was für ein Feigling sein Sohn war. Nur Abigail war noch da… jetzt, da sein Bruder… anders… war.

[Amdir | Abigail |nickt Tyrese zu wie Abi | entdeckt Deimos, will ihn begrüßen, riecht Chaske | rennt aus Angst zu Abigail]


__________________
17.08.2017 07:41 Yanthan ist offline Suchen Freunde?
Deimos Deimos ist männlich
gespielt von Jule | Posting Star



288 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

In den letzten Minuten hatte Deimos sich nicht einen Zentimeter bewegt. Auch wenn sein Körper weitestgehend vom Rest des Rudels abgewandt war konnte er doch aus dem Augenwinkel ein bisschen von dem erkennen, was sich auf der Lichtung zutrug.
Alle trudelten wieder ein, Tyrese keifte in die Gesichter, die in das seine starrten. Wunderte ihn das wirklich? Das sie ihn anstarrten? Wenn sie wüssten was er getan hatte... Wenn sie gesehen hätten, was er gesehen hatte, dann würden sie ihn sicher anders ansehen. Oder? Würden sie ihn tatsächlich genauso bewundern, wenn sie seine abscheuliche, monsterhafte Seite kannten? Oder kannten sie sie womöglich sogar? Deimos wurde es flau im Magen. Was, wenn alle hier solche Monster waren wie sein Vater? Bei Zetyr würde es ihn nicht überraschen. Aber was war mit Murdoch? Oder Razca? Waren sie alle tief in ihrem Inneren so wie Tyrese? Die Angst, die er in seinem Magen trug wuchs heran zu einem riesigen, ihm beinahe den Atem raubenden Knäul. Er hatte das Gefühl unter einem Haufen Monster zu liegen, die ihn jederzeit auffressen konnten wenn sie von seiner Tat erfuhren.

Es verging eine elendige Weile, bis er endlich die wenigen Stimmen hörte, die ihn zumindest den Kopf drehen ließen. Seine Geschwister. Da waren Tajga, Kayva, Eyrin... und dann Yanthan. Sein Bruder, oh sein großer, starker Bruder. Alle waren mit irgendwas beschäftigt, keiner beachtete den kleinen schwarzen Deimos auch nur im geringsten. Alle, außer Yanthan. Yanthan kam zu ihm, so schnell er konnte und der Kleinere war so unendlich froh das er da war, er hätte so gern die Nase in seinem Fell vergaben und ihm erzählt, was vorgefallen war. Doch er konnte einfach nicht. Schweigend lag er da und sah seinen Bruder einfach nur an. Blickte ihm entgegen mit traurigen, halbleeren Augen und war nicht im Stande, zu Lächeln oder irgend etwas zu sagen.
Und dann bemerkte er sein Zögern und seine Skepsis. Er roch an ihm, als wäre er ein Fremder geworden. War er das vielleicht auch? Oder wusste Yanthan bereits, was Deimos schlimmes angestellt hatte und verachtete ihn sogar schon? Aber eben hatte er sich doch noch gefreut ihn zu sehen. War es so offensichtlich, das etwas nicht stimmte?
Er öffnete den Fang um etwas zu sagen. Seine Kehle war trocken und die Absicht zu sprechen fühlte sich komisch an in seinem Hals. Luft geholt hatte er schon, doch bevor auch nur ein Ton seine Lefzen verließ wandte sein Bruder, sein bester Freund sich ab und rannte davon.

Es fühlte sich an, als würde Yanthan sein Herz mit sich reißen, als er fort rannte. Der Stich in seiner Brust ließ ihn sogar kurz winseln, ehe er seinem besten Freund nur noch fassungslos hinterher starren konnte. Es hatte also schon begonnen. Er hatte von Anfang an Recht gehabt, alle würden sich von ihm abwenden und ihn verlassen. Er hatte keine Familie mehr und war ganz allein. Sicher würden seine anderen Geschwister ihm auch den Rücken kehren, wenn selbst Yanthan nicht bei ihm blieb. Er war verloren. Resigniert wandte er den Kopf wieder ab und legte ihn in den Matsch zurück. Sollten sie doch kommen und gehen und machen was sie wollten. Es war ihm egal, er konnte nichts mehr tun um das Geschehene ungeschehen und das Gesehene ungesehen zu machen. Sollten sie doch froh sein, das sie nicht wussten, was ihr Vater für ein Wolf war. Für ihn jedoch war die Illusion unwiederbringlich gestorben.

[Amdir / kurz Yanthan, dann wieder allein / nach wie vor traumatisiert]


__________________
17.08.2017 10:28 Deimos ist offline Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Ein Geräusch lenkte seine Aufmerksamkeit von Reza fort. Pfoten, die über den Schlamm hetzten, verbunden mit einem vertrauen Geruch, den er durch jedes Gewitter ausmachen würde. Seine Schwester. Schlammbespritztes, sonst so reinweißes Fell, ein aufgebrachter Blick und… sodann war das Unwetter der kleine Bruder von dem, was aus ihrem Fang folgte. Es bewies mal wieder, dass die Kinder des ehemaligen Rebellenanführers mit einem überbordenden Temperament beglückt waren. Manchmal zum Leidwesen der anderen.
Chaske kam sich jedoch nicht angegriffen vor. Er spürte, dass hinter dem ganzen Zorn, den sie ihnen nun entgegenwarf, nur Schmerz und vielleicht auch Angst steckte.
Tinúviel berührte auch Reza. Auf ganz andere Art und Weise als er vorhin. Und da waren sie wieder, diese so simpel nach außen hin gezeigten Emotionen. Ein leichtes Nicken war alles, was Reza für ihre geflüsterten Worte erntete. Er fand nicht, dass sie jetzt weiter darauf eingehen mussten. Zugleich wollte er ihr nicht das Gefühl geben, es sei… unwichtig gewesen.

Still beobachtete der junge Rüde den Zusammenbruch der beiden Fähen, die Nähe, die die Dunklere sodann bei der Hellen suchte. Er blieb auf Abstand. Ein Wächter neben ihnen, der eigentlich doch gerne, irgendwo in seinem Inneren, dieselbe Schwäche und Suche nach Zuneigung offen zeigen würde. Aber er tat es nicht.
Außerdem kam er nicht umhin, dass seine Gedanken schon längst wieder um die Zukunft kreisten. Sie konnten nicht einfach verweilen und Nichtstun. Die letzten Pläne, die Gwydion mit Khazen und ihm geschmiedet hatte, mussten umgesetzt werden.
Chaske ließ den Fähen den kurzen Augenblick. Dann trat er näher zu ihnen. Er unterdrückte den Drang, seine Schwester anzustupsen. Sie war wütend auf ihn und er hatte irgendwie… Angst, dass sie ihn zurückweisen würde. „Lasst uns zurückgehen.“ Er wartete eine Antwort gar nicht ab, sondern setzte sich in Bewegung. Kein Sprint wie vorhin, sondern ein ruhiger Trott, der sie dennoch schnell und energiesparend voranbrachte.

Der Schwarze ließ seinen Blick über den kläglichen Rest der Rebellion schweifen. Jene, die nicht mehr da waren, fehlten schmerzlich. Aber es waren eben immer noch genug, um nicht aufzugeben.
„Wir mögen keinen Anführer mehr haben, aber deshalb dürfen wir uns trotzdem nicht damit zufriedengeben, uns hier zu verstecken und zu hoffen, nie gefunden zu werden“, wandte er sich an alle Rebellen. Dabei suchte der Blick der eisblauen Augen kurz die Seelenspiegel jedes einzelnen. „Bevor wir auf die Nightfalls trafen, haben Gwydion, Khazen und ich darüber nachgedacht, wie wir unsere Ausgangslage optimieren können. Es geht um Ausbildung, Rückzugspläne, das Revier besser zu kontrollieren und unsere Ressourcen zu verteilen. Ich möchte es nicht den letzten Willen meines Vaters nennen, aber… wir sollten es dennoch umsetzen.“ Sie mochten niemanden haben, der hier die Befehle gab, aber solange sie sich alle einig waren, an einem Strang zogen, könnte es funktionieren, oder?
„Aber jetzt ruht euch erstmal aus und wir warten ab, dass das Unwetter vorbeizieht.“ Würde der Sturm je aufhören? „Ich werde die Umgebung nochmal ablaufen.“ Er war müde, körperlich und seelisch, aber er könnte sich nicht ruhig hinlegen, wenn er nicht nochmal geprüft hatte, dass ihnen keiner gefolgt war. „Möchte mich jemand begleiten?“ Zu zweit war immer besser. Aber er würde niemanden hier dazu zwingen, sich durch den Matsch zu schleppen. Nicht, wo sie alle psychisch gerade einiges zu verdauen hatten. Dennoch blieb sein Blick kurz an Nhor hängen. Er musste den jungen Rüden besser kennenlernen. Jeden hier. Damit er die Talente jedes einzelnen genau einzuschätzen und, so bitter es auch klang, einzusetzen wusste.


{ Tinu, Reza, danach alle Rebellen | kehrt mit Reza und Tinu zu den Rebellen zurück, denkt über die Zukunft nach }


__________________

(c) Yanthan <3
18.08.2017 06:36 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Fael Fael ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster


Steckbrief

95 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Gin lehnte sich, beinahe schon entkräftet gegen den Helleren. Fael hielt dem Gewicht stand, weil er das Gefühl hatte, dass er es musste. Er musste die Stütze sein, die sein Bruder nun offensichtlich brauchte, auch wenn er selbst dazu eigentlich keine Kraft mehr hatte. Es war ein seltsames Gefühl. Diese Erleichterung und all die Freude, dass die Familie endlich wieder vereint war – es fühlte sich an wie ein Trugschluss, ob der Entkräftung, die ihnen alle innewohnte.
Er erwischte sich dabei, wie er nahezu geistesabwesend das Ohr seines Bruders abschleckte, ehe sich die Leiber der Beiden trennten. Die Fragen drangen Dumpf an die Ohren des Eisprinzen. Lyra und Nayara? Er blinzelte, während man zusehen konnte, wie er im Schneckentempo dachte. Die waltende Geräuschkulisse, in der jeder jeden begrüßte, vereinfachte die Lage nicht unbedingt, doch just ertönte Nayaras Stimme hinter ihnen, die bei ihrem Vater ankam.
„ Mama ist dort vorn“, war alles, was er dann noch herausbrachte. Sein Blick deutete mit einer sachten Geste in die Richtung der silbrigen Gestalt, die mittlerweile ganz nah war.

Fael nutzte einen kurzen Augenblick, um sich umzusehen. Der Geruch nach Blut war ihm schon länger aufgefallen, doch bewusst zuordnen konnte er ihn erst jetzt und erstarrte für einen kurzen Moment, als er den Alpha sah. Tyrese war über und über mit Blut und sein eines Auge… es war einfach weg. Gleichermaßen keimte im Eisprinzen Bewunderung, Neid und Furcht auf. Wie gern würde er auch so aussehen – ein befremdlicher Gedanke. Doch jemand, der so offensichtliche Wunden hatte, musste ein wahrer Kämpfer sein. Allerdings bewies dies mehr denn je, dass selbst Tyrese und Gwydion nicht dem Tode gefeit waren. Gwydion war tot und so wie Tyrese aussah, war er dem Sensenwolf nur gerade so von der Schippe gesprungen. Alles war so… vergänglich.

Sein Blick huschte zurück zu Gin, um noch einmal zu überprüfen, ob dieser tatsächlich heil war. Doch sein Bruder trug keinen roten Lebenssaft im Pelz. Gleich doppelte Erleichterung – Gin hatte nicht gekämpft und war dadurch unversehrt und Fael nicht in seiner Erfahrung voraus. Es versetzte ihm einen Stich, dass dieses Konkurrenzverhalten in ihm wohnte. Er wusste doch gar nicht wo hin mit sich selbst, was hätte es dann ausgemacht, wenn Gin in die Verlegenheit eines Kampfes gekommen wäre? Wichtig war nur, dass er am Leben und unversehrt war.
Faels zittrige Hinterbeine knickten ein und er ließ sich dumpf auf seinem Hinterteil nieder, während er zögerlich die Stimme erhob.
„Was… ist passiert?“
Sein neugieriger Blick lag auf dem Silberprinzen. Tyreses Nachricht war eindeutig gewesen – ihr Feind, Gwydion, war tot, doch wie war es überhaupt dazu gekommen, dass es zum Kampf kam?

{ Amdir | Gin | erschöpfte Konversation }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank. <3
18.08.2017 06:57 Fael ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tinúviel Tinúviel ist weiblich
Mitglied



13 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Jungwolf bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Während Tinúviels Worte in Reza einen wahren Gefühlszusammenbruch auslösten, schienen sie Chaske kaum zu tangieren. Viel anderes hatte die Weiße jedoch auch nicht erwartet und so schenkte sie ihre Aufmerksamkeit der Fähe, der auch ihr Bruder eben noch hatte helfen wollen. Die geflüsterten Worte an Chaske lösten zwar ein Stirnrunzeln bei Tinú aus, waren jedoch sogleich wieder vergessen, als Reza vollkommen aufgelöst an sie heran trat und ihre Nähe suchte. Sie ließ es zu, wenn sie sich auch etwas versteifte. Denn in ihrem Kopf schall sie die Braune eine Idiotin. Aber eine Liebenswerte. Sie mahnte sich zur Vernunft, auch, als Reza kundtat, dass sie nicht gewusst hätte, das sie so wichtig sei. Was denkst du denn, du Närrin!, hätte sie ihr am liebsten entgegen geworfen, doch sie blieb still, unterdrückte sogar das Rollen der tränenden Augen, das ihr im Blut war. Manchmal konnte man wirklich meinen, dass Tinúviel eine noch viel größere Zicke war, als Reza.

Ehe Tinu auf die Worte ihrer Freundin einging, war es Chaske, der den Rückweg antrat. Offenbar hatte er schon wieder ganz andere Dinge im Kopf. Das machte die Weiße nervös. Würde ihr Bruder nun wieder ewig keine Ruhe finden? Hauptsache er verschwand nicht wieder, so wie bei Sharon und Freya. Sie würde es ihm nicht verübeln können, doch nun, wo Gwydion tot war, konnte Chaske sich das einfach nicht mehr erlauben. Das Rudel brauchte ihn, mehr denn je. Und vermutlich würde ihr junger, süßer Bruder in die Fußstapfen ihres Vaters treten müssen... Und wollen.

„Komm.“, forderte sie Reza wesentlich sanfter auf, als sie es sich selbst und ihrer Gemütslage zugetraut hatte. Sie stupste die Braune aufmunternd an, ehe sie sich wieder an ihren Bruder hielt. Gemeinsam würden sie zurückkehren.


Es dauerte gar nicht lang, bis sie zurück am Rudelplatz waren. Chaske hatte bereits zu sprechen begonnen, als die zwei Fähen aufschlossen. Soso, es gab also Pläne? Es versetzte ihr einen Stich, dass sie nicht über jene informiert wurde. Sicherlich würde ihr Bruder noch ein paar Worte von ihr zu hören bekommen. Er konnte nicht wieder alles allein machen – auch, wenn der Plan von ihm, Khazen und Vater geschmiedet worden sein mochte. Aber vielleicht sprach dort auch nur die traurige, verzweifelte Fähe in ihr.
„Lass uns in die Höhle gehen, ja?", sagte sie an Reza gewandt. Eigentlich wollte sie nur noch schlafen und ihre Ruhe haben, doch sie hatte das Gefühl, als müsse sie noch immer etwas auf ihre Freundin aufpassen, ehe diese wieder Reißaus nahm. Vielleicht musste sie ohnehin wach bleiben. Wer wusste schon, wer noch alles gehen wollte. Begleiten würden sie ihren Bruder auf jeden Fall nicht, auch, wenn das eine gute Gelegenheit wäre ein paar Dinge zu klären. Irgendwer musste jedoch hier bleiben und aufpassen.

{ Reza, Chaske -> das Rudel | ist durcheinander }


__________________
18.08.2017 16:32 Tinúviel ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Nhor Nhor ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster



50 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Nhor war nicht länger mehr als ein zitterndes Nervenbündel. Erneut war ihm alles zu viel. Gwydions Tod brachte ganz neuen Schrecken in sein Leben, einen Schrecken, den er zuvor beinahe vergessen hätte. Doch der Tod war noch immer gegenwärtig, die Nightfalls real und weiterhin eine Bedrohung. Sie waren nicht so sehr in Sicherheit, wie der Rüde gehofft hatte.
Seine Rute presste sich dicht an seinen Bauch, während er neben der Höhle saß, wie ein begossener Pudel. Die Ohren drängten sich dicht an den zierlichen Kopf, die Haltung war geduckt, als fürchte er, der Tyrann würde gleich aus einem der Büsche springen und ihm die Kehle herausreißen. Seine Läufe zitterten, wenngleich dies auch von dem mieserablen Wetter kommen mochte. Auch, wenn es jetzt nicht mehr regnete, hing die Feuchtigkeit noch immer in der Luft und mit ihr kühle, unangenehme Temperaturen.

Auch, wenn er sich nie als „Rebell“ bezeichnet hatte – denn was konnte er schon gegen die Nightfalls ausrichten? - machte er sich nun Gedanken darum, wie es weitergehen konnte. Er müsste Lügen, würde er behaupten, dass er nicht darüber nachdachte Amdir und der Tyrannei den Rücken zu kehren. In seiner Situation wäre das wohl vernünftig, denn ganz gleich, ob er nun Freunde gefunden hatte oder nicht, dieser Konflikt war nicht seiner, ihn verband nichts mit Amdir und der Familie Gwydions. Wieso gingen sie nicht einfach fort? Alle gemeinsam. Das kam dem kleinen Nhor tatsächlich wie eine gute Alternative vor. Ob er jemanden danach fragen sollte?

Chaske, der zuvor noch hinter Reza her fortgeprescht war, kam gerade wieder, mit etwas Abstand gefolgt von Tinúviel, deren bösen Blick er nicht vergessen hatte, und Reza. Er wich den Blicken der Wölfe aus, auch Chaskes. Er wusste nicht, wie er mit ihnen umgehen sollte. Mit ihnen allen. Das war so eine furchtbar verzwickte Lage und eigentlich wollte Nhor nur noch weg. Weg von allem. Und ganz gleich wie sehr sich das kümmerliche Abbild eines Wolfs dagegen sträubte, hob er den Kopf, als Chaske nach Begleitung fragte. Just trafen sich die Blicke der beiden Wölfe, die nicht unterschiedlicher hätten sein können.
Jetzt bin ich dran., schoss es ihm durch den Kopf, während Chaskes eisiger Blick den seinen festhielt. Auch, wenn es vielleicht nicht so gemeint war, fühlte sich Nhor nun dazu verpflichtet dem Schwarzen Gesellschaft zu leisten. Seine geduckte Haltung beibehaltend erhob sich der Braune und schlich zu dem Jüngeren herüber. Die Rute wohnte noch immer unter seinem Bauch, als er nervös über die eigenen Lefzen leckte und dem Blick Chaskes wieder auswich.
„ Es tut mir leid, was passiert ist.“, sagte er leise und voller Mitgefühl. Seine Angst galt immerhin nicht dem Rüden direkt. Viel mehr der ganzen Situation. Er wartete nun auf weitere Anweisungen, sicher, dass Chaske ihn dazu aufgefordert hatte, mit ihm zu kommen.

{ Chaske, (Rudel) | fürchtet sich mal wieder zu Tode }


__________________
18.08.2017 16:44 Nhor ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Eine heile Welt. Das wünschte sich Reza in dieser Situation von tiefsten Herzen. Und dazu fehlte im Grunde gar nicht soviel. Natürlich saß der Schmerz von Gwydions Verlust tief in ihrer Brust. Dieser stechende, quälende Schmerz würde sich auch die nächsten Tage nicht einfach totschweigen, wegreden oder vergessen lassen. Doch für diesen kleinen Moment, in dem Chaske und Tinu bei ihr waren, war es als hatten die beiden Wölfe eine Insel für sie geschaffen. Eine Insel der Hoffnung, an dessen Ufer sie gerade gepaddelt war, sich dort sicher fühlen und Halt finden konnte. Aufgrund ihrer Trauer und des Schmerzes konnte sie jedoch nicht so ganz zeigen wie sehr sie sich darüber freute. ~Chaske. Tinu. Ihr seid wunderbar!~ stellt sie aber immerhin in Gedanken fest.

Recht plötzlich und unvermittelt kam von Chaske wieder das erste Wort. Sie sollten alle zusammen wieder zurückkehren. Zurück zum Rudelplatz, da wo bestimmt noch andere Wölfe des Rudels verwirrt und verwundert den drei Wölfen nachgeblickt hatten, die eine Show vom Feinsten abgeliefert hatten. Alles nur wegen Reza, die mal wieder aus der Reihe tanzte und zurückgeholt werden musste. So würde die Wölfin ihren Ruf als Dramaqueen wohl nicht so schnell verlieren. Doch tat man ihr damit noch Recht? Sie zum Gespött des Rudels machen? Nein, sicher nicht; darum kam es noch nie in den Rebellen zu einer solchen Aussprache gegenüber der Wölfin. Sie wurde akzeptiert wie sie war und als wichtiges Mitglied wertgeschätzt. Kleinigkeiten, die die Prinzessin wohl immer wieder aus den Augen verlor und mit einem Wink mit dem Zaunpfahl daran erinnert werden musste, genauso wie es Tinu und Chaske gerade eben getan hatten. Sie fühlte sich für diesen kleinen Moment unglaublich wohl und erleichtert. Ihr wurde gar wieder ansatzweise warm ums Herz. Wenigstens hatte sie Chaske und Tinuviel, die sich um sie kümmerten.

~'Komm'~ brachte Tinuviel hervor und lenkte so die Aufmerksamkeit von Reza wieder auf sich. Mit einem gekünstelten Lächeln nickte sie Tinuviel zu und löste sich sanft von ihr. So schloss sich Reza dem Rückmarsch zum Rudelplatz an, ohne meckern, ohne wehleidig zu sein und weitere Tränen zu verlieren. Sie schniefte natürlich weiterhin und kämpfte stark mit ihren Emotionen. Ständig war Gwydion in ihrem Kopf. Wie er wohl über sie denken würde, wenn er nun hier wäre? Wie er mit ihr reden würde? Was würde er wohl mit ihr tun? Doch verdammt nochmal! Er war nicht da, sondern tot! Er würde nie wieder kommen! Eine Tatsache die sie ständig über die Klinge auf der sie tanzte, zwischen Wohlwollen und Trauer hin und her schwankte.

Kaum am Rudelplatz angekommen begann Chaske auch schon wieder zu den anderen Wölfen zu sprechen. Mit aufgerichteten Ohren und feucht glänzenden Augen sah sie zu dem schwarzen Rüden auf. Sie wollte mit ihren Blicken noch einmal Danke sagen und einem ihrer Helden entgegenblicken. Ihn bewundern und tief in ihr Herz einschließen. Auch der Moment mit Chaske; die merkwürdig intime Berührung, würde Reza niemals mehr vergessen.

Die Ansprache die Chaske hielt, klang wie eine Rede die er sich mehrmals durch den Kopf gehen lies. Worte, die sie von ihm kaum erwartet hatte und obwohl sie aus seiner Schnauze kamen, ebenso hätten von Gwydion selbst sein können. Ohne Zweifel würde der schwarze Rüden in die Fußstapfen seines Vaters treten. Die Ohren von Reza stellten sich spitz auf. Was hatte Chaske da gesagt? Er will die Umgebung ablaufen? Aber was wenn die Nightfalls ihren Spuren gefolgt sind? Was wenn sie auf der Jagd nach den Rebellen waren? Was wenn Chaske in eine Falle lief? Angst kroch unter ihr nasses Fell. Kaum sprach Tinuviel sie an, in die Höhle einladend, schnellte ihr Kopf zur weißen Fähe. "Hm? in die Höhle?" wiederholte Reza fragend, ehe sie wieder ein gekünsteltes Lächeln aufsetzte. "Wieder stundenlang lufttrocknen?" scherzte sie anschließend. Was blieb den Fähen denn anderes übrig? Sie würde Tinuviel in die Höhle folgen, wenn sie diese betreten würde. Vorher jedoch lag Reza noch etwas auf der Zunge. "Willst du ihm nicht folgen? Was wenn er allein...?" wieder schwang Sorge in Rezas Worten mit. Erst nachdem sie Tinuviel darauf ansprach, kam Reza der Gedanke dass Chaske diesen Kontrollgang eventuell auch nutzen würde um einen Augenblick lang für sich allein zu sein. Doch da war auch schon Nhor zur Stelle, der sich nach Chaskes Aufruf und Frage, ob ihn jemand begleiten möge, zur Stelle meldete. So schien es jedenfalls in diesem Moment. Etwas das Reza beruhigte. Ein wenig zumindest.


[ Folgt Chaske und Tinuviel zurück zum Rudelplatz | scheint wieder ruhiger | will Tinuviel in die Höhle folgen, aber ist auch besorgt um Chaskes Vorhaben. Anschließend doch erleichtert. ]


__________________
22.08.2017 14:47 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Tyrese Tyrese ist männlich
gespielt von Andre | Super Moderator


Steckbrief Relations

1550 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Jahre
Alpha bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Das heile Auge des Tyrannen verfolgte Abigails Bewegungen nachdem diese Razca zurück zum Rudel gebracht hatte. Ihr Gang wirkte hastiger und steifer. Ihr Nackenfell war zudem leicht gesträubt. Glücklicherweise entging dem Wolfsrüden den kraus gezogenen Fangrücken und die angehobenen Lefzen unter denen die weißen Zähne der Wölfin hervorblitzten. Sonst hätte Tyrese sie sofort aufgehalten und zur Rede gestellt. Hatte seine Aufgabe, sein Befehl die Wölfin etwa an ihre Grenzen getrieben? War Abigail nicht in der Lage ihm so zu dienen, wie er es von ihr verlangte? Sicher würde Tyrese noch einmal mit der Fähe darüber reden müssen, hatte er sie doch bisher immer hoch gelobt.

Kaum war Abigail aus seinem Sichtfeld gewichen, wandte sich das heile Auge wieder an Razca, die einen ziemlich langen Moment einfach nur vor ihrem Alpha stand und scheinbar nicht wusste was sie zu seinem neuen Erscheinungsbild sagen sollte. Der Tyrann wusste nicht was in der Wölfin alles vorgehen musste. Nicht dass der Anblick ihr schaden konnte, ihr Herz sich zusammenziehen und gar einen Stich widerfahren würde. Er hatte schlichtweg keine Ahnung, dass eine solche gravierende Verletzung in der Lage war seine Ansehnlichkeit aus der Sicht eines Weibchens heraus derart zu verschlechtern. Und doch hoffte Tyrese dass Razca ihn weiterhin als Alpha und Anführer akzeptierte. Dass er ihr gefiel; auch nur mit einem Auge. Warum hatte sich der Tyrann nur solche Gedanken gemacht ?

Vielleicht war es ja auch ganz anders? Würde Razca ihn als Helden feiern? Ihn bewundern? Die Verletzung war immerhin Zeuge davon dass sich der Alpha der Nightfalls ohne zu zögern den Abhang hinunter begab, an der Stelle an der die Welpen abgerutscht waren. Er hatte das Rudel Abigail anvertraut, während er sich selbst in größte Gefahr begab und am Ende gegen Gwydion kämpfte. Berechtigt schwillt Tyrese die Brust und präsentiert sich stolz vor Razca.

Ihm entging dabei nicht dass ihre Augen seinen geschundenen Körper musterten und nach weiteren Verletzungen suchten. Diese hatte Tyrese durchaus, aber es war nichts, was nicht zu einem gnadenlosen Kampf zwischen zwei Alphas passen würde. Immerhin konnte er ruhig stehen und wirkte nicht so sehr angeschlagen, wie er es vielleicht war. Ohne Frage: Er war erschöpft, doch noch war nicht der richtige Moment um sich auszuruhen. Er genoss zwar jede Sekunde in der er sich nicht anstrengen musste, doch richtige Entspannung und Ruhe würde er erst wieder finden wenn es darum ging eine Nacht lang zu schlafen. Und doch machte es Tyrese so verdammt einfach. Es sah so einfach aus, wie er da vor Razca stand und wartete.

Noch bevor Razca sich aber mit ihrem geliebten Alpha befassen konnte, kam auch schon Eryin angestürmt. Mit einem ruhigen und gelassenen Schnaufen blieb er einfach eisern stehen, das kleine Fellknäul zu seinen Pfoten lies er einfach ein wenig toben. Er hatte sein Auge fest auf Razca fixiert. Nur einen kurzen Moment senkte er die Schnauze und stupste Eryin kräftig an, drückte sie leicht gen Boden und leckt ihr über das zierliche Köpfchen, über den Nacken, über den Rücken hinweg bis zu ihrem Rutenansatz. "Es tut weh, ja. Sehr sogar. Doch mir geht es gut. Noch atme ich. Mach dir keine Sorgen, Kleines. Spar dir deine Kräfte, noch ist unsere Reise nicht zu Ende." brachte er sanft hervor. Ungewohnt sanft und doch mit der gewohnt rauen Stimme des Tyrannen. Wegschicken wollte er die kleine Fähe nicht, darum beantwortete er ihre letzte Frage nicht. Ohnehin war sein Blick wieder wie gebannt auf den Seelenspiegeln der schwarzen Schönheit gefangen.

Dann: Endlich! Endlich kam sie auf ihn zu. Seine geliebte Razca. Er hob seine Schnauze leicht an als Razca ihn überschwänglich begrüßte und wild über seine Lefzen leckte. Auch seine Rute begann nun zwischen seinen Hinterläufen zu pendeln, gar etwas heftiger als es die Rute von Razca tat. Er genoss ihre Begrüßung und Liebkosung einen Moment lang und schloss dabei gar sein heiles Auge, ein leises wohliges Murren unterdrückend. Doch formte sich auf seinen Lefzen ein Lächeln, das er nun Razca entgegenbrachte. Er genoss ihre Wärme, trotz des verdreckten und nassen Fells. Leider löste sie sich schnell wieder von seiner Seite und trat zurück. Langsam senkte er die Schnauze und seinen Blick wieder und funkelte sie lieblich mit seinem einen Auge an. Zufriedenheit und ein listiger sowie zufriedener Ausdruck ruhte auf Tyreses Gesicht. "Deine Worte ehren mich, Razca. Es war eine wahre Schlacht. Ein Kampf um Leben und Tod. Später werden wir unseren Sieg gemeinsam feiern." antwortete er der Wölfin. Ihm lagen noch ganz andere Worte auf der Zunge. In dem Wohlgefühl des Triumphes wollte er sie die nächste Nacht zu seinem Weib machen, auf das sie ihm wunderbare Welpen zur Welt bringen würde. Als konnte er es einfach als Siegeslohn einfordern. Er fühlte sich ja so männlich in diesem Moment, beschwingt von der Begrüßung und Anerkennung. Allein der Hintergedanke daran seinen Sieg auf diese Art und Weise mit Razca zu feiern befeuerte seinen Leib mit Vorfreude und Gier nach dem Weibchen, so dass er sich gar leicht über die Lefzen leckte, ohne dass Razca den Sinn dahinter wissen konnte.

Doch Razca war ein besonderes Weibchen, das er nicht einfach so behandeln konnte. Oder etwa doch? Er war der Tyrann! Er war der Alpha! Warum also nicht? Ganz einfach: Es war nicht der richtige Moment und der falsche Ort. Zudem musste noch ein Rudelplatz und die passende Höhle dazu gefunden werden.

"Schön dich wieder bei uns zu haben. Ist dir oder..." kurz darauf wandte Tyrese seinen Blick auf die Welpen, die beide Fähen im Schlepptau mit sich brachten. "...den Welpen etwas zugestoßen ? Geht es allen gut?" fragt Tyrese nach. Er wirkte nicht unbedingt besorgt, aber doch war es eine ganz normale Frage die gestellt werden musste. "Wenn du eine Pause brauchst, solltest du dir diese schnell genehmigen. Das Rudel braucht eine Höhle. Einen Unterschlupf. Noch bevor die Nacht anbricht. Dann kann das Rudel ruhen und andere Themen angegangen werden." sprach Tyrese. Es gab viel zu besprechen. Warum das Rudel ausgerechnet die Welpen und Razca ungeschützt abwandern ließ, wie es nun weitergehen sollte und wie es um Amdir und die Nightfalls stand. Die Rebellen, da war sich Tyrese sicher, war nun nur noch eine Randgruppe, die es mit einer weiteren Attacke endgültig zu zerschlagen galt. Bald würde es keine Rebellen mehr geben. Da war sich Tyrese ganz sicher.


[ Entgeht Abigails Verhalten nicht |antwortet Eryin , ist aber wie gebannt auf Razca fixiert | freut sich über Razcas Begrüßung | hat versaute Gedanken | versucht sich kurz und knapp zu halten | besorgt um das Rudel und dem Zustand von Razca und den Welpen | Die Nightfalls brauchen dringend einen Ruheplatz. ]


__________________
( Set by Beau. Thank you! <3 )
22.08.2017 15:47 Tyrese ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP


Sie waren so… still. Sogar die Welpen blieben leise. Als wäre mit Gwydion ein großer Teil des Lebensgeistes der Rebellen verschwunden. Chaske hoffte, dass dies nur vorübergehend so war. Wenn die Lebensfreude starb, dann war auch die psychische Aufgabe und somit der physische Tod nicht mehr fern. Aber das war nichts, was er jetzt besprechen musste. Der Schock saß noch zu tief in ihren Gliedern und ein jeder hatte ein paar Tage der Trauer verdient. Er selbst wusste schließlich auch, dass jedes aufmunternde, motivierende Lächeln von ihm erstmal… aufgezwungen sein würde.
Kurz glitt sein Blick zu Tinu und Khazen. Die beiden würden auf das Rudel aufpassen. Jeder auf seine Art und Weise. Das, was er an Struktur geben konnte, brauchte auch eine weiche Hand. Jemand, der einfach da war, zuhörte und das Innere der Mitglieder berührte. Chaske war sich sicher, dass seine Schwester dazu fähig war. Auch wenn es vielleicht eigentlich die Aufgabe der Gefährtin des verstorbenen Alphas gewesen wäre. Aber dass Reza der Verlust ganz besonders zu schaffen machte, war ja auch irgendwie klar. Er nickte der Weißen also nochmal kurz – beinahe ein wenig entschuldigend, dass er schon wieder gehen würde – zu, ehe die eisblauen Augen nochmal auf Reza ruhten. Vermutlich war es gut, dass sie mit Tinu in die Höhle ging. Etwas hatte ihn verwirrt. Etwas, was ihn nun dazu brachte, erstmal auf Abstand zu gehen. Chaske war es nicht gewohnt, sich allzu sehr zu öffnen. Vor niemandem.

Er glaubte schon, dass er den Kontrollgang doch alleine machen müsste, da gab Nhor seiner Aufmerksamkeit nach und schlich auf ihn zu. Der Schwarze unterdrückte ein innerliches Seufzen. Nun, er hatte gesagt, dass er mit dem vorhandenen Material arbeiten würde, nicht? Und auch der kleine Braune musste irgendwelche Talente haben…
Ihre Körperhaltungen könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Nhor geduckt, die Rute eingeklemmt, voller Beschwichtigungssignale, Chaske dagegen mit breiter Brust, lockerer Haltung, den Blick ungeniert über den anderen wandern lassend. Aber die blauen Augen verloren an Kälte. Er zauberte ein leichtes Lächeln auf seine Lefzen. „Es tut uns allen leid. Aber wir können die Zeit nicht zurückdrehen.“ Und Nhor konnte sowieso absolut nichts dafür. Wenn, dann nur er selbst… Er würde anders handeln, wenn sie nochmal diese Situation durchleben könnten, oder? Es wäre so viel leichter zu sterben, als die Verantwortung zu tragen. Kurz spürte er beinahe so etwas wie Zorn in seiner Brust. Gwydion hatte sie im Stich gelassen. Er war nun bei Mutter und Kilian und hinterließ ihm ein zerrüttetes Rudel und einen geerbten Feind.

Chaske schüttelte den Gedanken fort. „Begleitest du mich?“ Die Art seiner Tonlage machte es zu einer rhetorischen Frage und er wartete auch gar keine Antwort ab, sondern setzte sich wieder in einem leichten Trott in Bewegung. Erst nachdem sie sich ein Stück vom Rudel entfernt hatten und er hoffte, dass Nhor sich etwas entspannt hatte, sah er wieder zu ihm rüber. „Warum bist du bei den Rebellen, Nhor?“ Da war keine harte Prüfung oder ein spöttischer Vorwurf in seiner Stimme, sondern nur freundliches Interesse. Er kannte den jungen Rüden kaum, wusste nichts über seine Beweggründe und Motivationen… Aber er stammte nicht von Amdir und würde somit nicht für sein ‚Zuhause‘ kämpfen wollen, oder?


{ Nhor, (Rudel) | Kontrollgang}


__________________

(c) Yanthan <3
23.08.2017 07:13 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tinúviel Tinúviel ist weiblich
Mitglied



13 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Jungwolf bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Tinú war bereits auf dem Weg in die Höhle, als Reza ihren, scheinbar als Scherz gemeinten, Einwand äußerte. Das Lächeln, das sich auf die Lefzen der weißen Fähe stahl war ganz offensichtlich nicht echt. Ihr war auch einfach nicht zu Lachen zu Mute. Sie fühlte sich ausgelaugt und erschöpft. Und unendlich traurig. Da half ihr auch keine Reza, die an ihrer Seite blieb. Wenn sie ehrlich war, wäre sie lieber bei Chaske. Aber nicht auf einem Kontrollgang, sondern allein, irgendwo in einer trockenen Höhle, in der sie ihre Ruhe hatten. Chaske, Chaske, immer nur Chaske. Aber doch war er wohl der Einzige, bei dem Tinú das Gefühl hatte, dass er ebenso empfand wie sie. Kurz fing sie seinen Blick auf, als er ihr zunickte. Tinú reagierte nicht, wollte lieber der eingeschnappte Teenager sein, der sie nie hatte sein dürfen. Ja, sie war tatsächlich ein wenig beleidigend, da konnte ihr Bruder noch so entschuldigend nicken.

„ Besser als sich in den Schlamm zu legen.“, entgegnete die Weiße der Älteren.
Sie war sich sehr wohl der Tatsache bewusst, dass ihr weißes Fell über und über mit Schlamm besudeld war, ebenso wie das der Braunen. Nur, dass es bei Tinú weit mehr auffiel. Das Kräuseln ihrer Lefzen in diesem Moment verriet auch zu genüge, dass die Fähe ganz und gar nicht von ihrem verschlammten Antlitz angetan war. Ein Bad wäre jetzt sicher genau das Richtige – aber hierfür musste sie das Rudel zurück lassen. Und das ging jetzt nicht.

Wieder wendete sich Tinúviel dem Höhleneingang zu, wollte gerade voranschreiten, als Rezas Stimme erneut ertönte und sie aufhielt. Der Blick der Weißen richtete sich auf Reza und hielt den ihren fest.
„ Er braucht uns nicht, um klar zu kommen. Chaske ist schon ein großer Wolf.“
Ein müdes Lächeln, und diesmal auch ein ernst gemeintes, lag auf ihren Lefzen. Dabei trafen sie ihre eigenen Worte wie der Schlag, als hätte sie diese Erkenntnis eben erst verinnerlicht. Ihr Bruder würde seinen Weg gehen. Er hatte schon Schlimmeres überstanden. Und es schmerzte Tinú zu wissen, dass sie das nicht von sich behaupten konnte. Möglich, dass sie andere Talente hatte, doch fühlte sie sich plötzlich, als wäre sie der Familie nicht gerecht. Ihr Vater – ein Held. Ihr Bruder – ein Überlebenskünstler. Und sie? Eine vorlaute Fähe, die sich besudelt von Schlamm in eine Höhle zurück zog. Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie über sich selbst die Augen verdreht.
Trotzdem wendete sie sich wieder der Höhle zu und schaffte es nun auch endlich dort einzukehren. Weit hinein wollte sie jedoch nicht, so dass sie im geschützten und halbwegs trockenen Eingang liegen blieb. Dort, wo sie möglichst viele der anwesenden Rudelmitglieder im Auge behalten konnte. Erwartungsvoll lag ihr Blick nun auf Reza. Es stand ihr natürlich frei. Wenn sie wollte konnte sie sich auch einfach draußen niederlassen. Aber Reza war anhänglich. Tinú war sich sicher, dass sie ihre Gesellschaft suchen würde. Und dann? Eine Unterhaltung zu führen kam der Weißen unter diesen Umständen so absurd vor, dass ihr kein Thema einfallen wollte. Es war wohl an Reza die Stille zu durchbrechen.

{ Reza | Rebellenhöhle }


__________________
25.08.2017 07:37 Tinúviel ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Nhor Nhor ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster



50 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Nein, die Zeit konnte nicht zurückgedreht werden. Nhor schwieg zu der Aussage des Rebellensohns und ließ sie unkommentiert zwischen ihnen stehen. Ein einfaches „Danke“ hätte ihm gereicht, stattdessen bekam er einen Satz an den Kopf geschleudert, der ihm so schnell nicht aus dem Kopf gehen würde. Was wäre alles möglich, wenn sie die Zeit zurückdrehen konnten? So viele Wölfe waren gestorben, so viel Leid hatte Nhor erlebt. Aber würde es etwas ändern, wenn er sich heute in die Lagen aus der Vergangenheit zurückversetzen könnten? Vermutlich nicht, denn Nhor war noch immer der kleine, sanftmütige Schisser wie damals. Oder?
Er folgte dem Schwarzen, als dieser seinen Weg antrat und ging auch auf die rhetorische Frage nicht weiter ein. Er hatte sich ja bereits als aufgefordert gesehen, weshalb also noch antworten. Er blieb stumm, die Ohren angelegt, die Rute, nun ob der Bewegung etwas lockerer zwischen den Hinterbeinen. Die ängstliche Haltung war jedoch noch immer deutlich. Er lief im Versatz zu Chaske, schräg hinter ihm, so dass deutlich war, dass er den Jüngeren achtete und im Rang weit über sich sah. So wie alles und jeden, eigentlich. Sein Blick war gen Boden gerichtet und hob sich erst, als der Schwarze sein Wort erneut an ihn richtete.

Wieso war er bei den Rebellen. Nhor schluckte, als ihn die Erinnerungen trafen, doch dem Blick Chaskes hielt er stand. Der Kleinere dachte an Bevan. Und daran, wie er ihm zur Flucht verholfen hatte. Ob sein Freund noch immer heil und unversehrt war? Ob es dem Weißen gut ging? Lange hatte er schon nicht mehr an ihn gedacht und schämte sich dafür. Sie hätten ein so großartiges Team werden können – und nun standen Welten zwischen ihnen. Damals, auf der Flucht hatte Bevan von den Rebellen erzählt. Und davon, dass sie ihm vielleicht helfen konnten die letzten Reste des Nasval-Bündnisses zu finden und in Sicherheit zu bringen. Das hatte er beinahe vergessen, hatte all das doch nichts gebracht. Celeste war tot – oh, liebe Celeste -, Dhiala allein bei den Nightfalls zurück geblieben. Ilyn war geflohen. Und von den anderen hatte er nie mehr ein Wort gehört. Er schüttelte den Kopf, um sich anschießend wieder an Chaske wenden zu können.

„ Bevan, er hat von euch erzählt und gesagt, dass ich bei euch sicher wäre.“, gestand er trocken, was ihn selbst überraschte. „ Er... ist ein Nightfall und hat mir zur Flucht verholfen.“
Nhor war sich nicht sicher, ob Chaske die Geschichte kannte. Alles war so unübersichtlich, als der kleine Wolf zu den Rebellen gestoßen war. Er hatte nicht viel über Bevan erzählen wollen. Aus Angst. Vermutlich wussten nur Reza und Elín von dem großen weißen Wolf mit dem freundlichen Gemüt.
„ Aber letztendlich war es mehr ein Zufall. Und jetzt bin ich hier.“
Er wusste, dass ihm das kaum eine Daseinsberechtigung bot. Was wollte Chaske daraus machen? Wollte er den Braunen los werden, weil er keinen Nutzen für das Rudel in ihm sah? Abwegig war es nicht und tatsächlich löste es auch keine Furcht in dem kleinen Rüden aus. Wenn Chaske ihn des Rudels verwies, hatte er immerhin keine Wahl mehr. Dann konnte er einfach fliehen, ohne sich jemandem verpflichtet fühlen zu müssen. Das war vollkommen in Ordnung.

{ Chaske | Kontrollgang }


__________________
25.08.2017 07:55 Nhor ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Murdoch Murdoch ist männlich
gespielt von Tony. | Posting Star


Steckbrief

308 Pfotenabdrücke
Alter: Fünf Jahre
Loyaler Beta bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Sein Blick ruhte ganz alleine auf den voran tretenden Fael in dessen Gesicht er nach einem Ausdruck suchte, den er schon von Welpentagen an sich heften hatte und der ihm deutlich sagte, dass es ihm gut ginge. Zumindest milderte es den angespannten Atem des Vaters, der sein verbliebenes Ohr nach vorne drehte und keineswegs auch nur im Ansatz entgleiste. Er wirkte noch immer starr, angewurzelt und erhaben mit dem zwanghaften Versuch sich den Deut von Müdigkeit nicht anmerken zu lassen, denn da gab es eine schmale Schnauze, die sich mit gedämpfter Stimmung und einem eisernen Schweigen an ihn drückte. Er fühlte die Luft, die aus den Lungen seines Jungen kam und ihn fast im gleichen Moment wieder nur erahnen ließ, dass er seine Nähe gesucht hatte. Nun waren sie beide keine überschwänglichen Kontaktsucher gewesen und er hatte auf eine respektvolle, etwas distanzierte Beziehung bestanden, aber... irgendetwas war anders. Womöglich auch nur die Erschöpfung, die dem Helleren der Brüder anzusehen war, denn immerhin fand er zumindest ein paar Worte für Gin. Das sagte ihm zumindest, dass in diesem Moment alles in Ordnung war, wenn man von dem Fußmarsch absah, der noch vor ihnen lag.

Seine Seelentore sondierten die vielen Augenpaare, die ihn ab und an kreuzten und sich dann wieder wegdrehten, um ihm nicht zu nahe zu treten. Er suchte da nicht nur nach seinem kleinen Töchterchen, sondern auch nach der Fähe, die sein Kinn ein bisschen höher zucken ließ. Nicht das da nicht immer noch das Gefühl war vollkommen unnütz gewesen zu sein, weckte Lyra in ihm trotz alledem den Stolz wie ein Krieger aus einem Gefecht hervorgekrochen zu sein. Niemand wusste von seinem belanglosen Wortgefecht, außer die, die in unmittelbarer Nähe gewesen waren und ihm war überhaupt nicht danach zumute diese Geschichte nun langatmig unter den Mann zu bringen. Stattdessen wagte er einen Schritt nach vorne, wollte an seinen beiden Sprösslingen vorbei gehen, die ihm womöglich mit Abstand folgen würden, als er schon den schwarzen Blitz erkannte, der sich zwischen den Beinen und Leibern vorbei auf ihn zu schlängelte. Hätte er nicht gewusst, wer es war, wäre er wahrscheinlich mit einem Satz nach hinten gegangen. Und da war es, das erste warmherzigere Lächeln auf seinen Lefzen, eine kleine Fähe, die ihn immer noch brauchte und deren Flüstern ihm nicht gegangen war, egal wie schwer er hörte. Ihre Zunge rollte dieses Papa so zaghaft, dass ihm ein Schauer über den Rücken glitt. Genau das hatte ihm gerade gefehlt.

“Yari... Yari, langsam.“ Bat er sie gedämpft und runzelte die breite Stirn bei ihrem aufgewühlten Gemüt, das wohl etwas entdeckt hatte, was ihr Herz noch immer zum stolpern brachte, denn der große Rüde hatte sich ihr soweit in den Weg gestellt, dass sie ihn als Dämpfer für ihre schnellen Schritte nehmen musste, wodurch er ihr Köpfchen auch sanft an seine Brust drückte, wie es Fael zuvor getan hatte. Nur dieses Mal war es seine Schnauze, die sich an ihrem Ohr vorbei drückte und über das Haupt rieb. Zumindest für einen kurzen Augenblick, um ihren vertrauten Duft einzuatmen. Ein bisschen Heimat in dieser Verlorenheit. Hier stand ein gewaltiges Rudel vor den Trümmern eines neuen, alten Zuhauses, die seine Pupillen langsam wieder in die Ferne wandern ließen, das Haupt dabei noch immer ein bisschen geduckt, als würde er in diesem Moment einfrieren. Es war ihm, als fühlte er noch immer das Prickeln des Feuers, das ihn beinahe seinen Pelz und sein Leben gekostet hätte, weil er waghalsig in die Flammen zu seiner Gefährtin gesprungen war. Es war und blieb eben der bittere Beigeschmack, vermischt mit der Gewissheit, dass die Rebellen nicht ruhen würden. Man hatte der Schlange den Kopf abgeschlagen, nur das diese Schlange eine Hydra war... und sobald man ihr den nächsten abtrennte, würden dafür zwei neue nachwachsen. Gram schlich sich dabei zurück in seine Miene, die düsterer und düsterer wurde und von dem Schmunzeln nur noch einen bloßen Schatten zurückließ. “Wie geht es dir? Wie war eure Reise?“ Richtete abwesend an seinen Nachwuchs, dem er nun langsam wieder einen prüfenden Blick schenkte.

Sein Instinkt betrog ihn für gewöhnlich nicht. Es war mehr als nur anstrengend gewesen. Sie traute sich nicht einmal in die Nähe ihrer Brüder, als hätte sie irgendetwas entzweit, wo sie doch sonst so unzertrennlich gewesen waren – oder zumindest den selben Erdfleck teilten. Schon alleine deswegen versuchte er sich tief in die Iriden zu graben und zeitgleich ein Ohr darauf zu haben, wann sich die Meute wieder in Bewegung setzte.


{ nahe Gin & Fael || ist skeptisch wegen der Stille, belässt es aber auf sich beruhen und begrüßt seinen Sohn | entdeckt Lyra und will auf sie zu | wird von Nayara überrascht | erkundigt sich nach ihr und sucht nach einem Grund für ihr Verhalten. }


__________________
27.08.2017 21:57 Murdoch ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Eyrin Eyrin ist weiblich
gespielt von Tamira | Posting Star


Steckbrief

245 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Ein wohliges Seufzen entfuhr dem Maul der kleinen Fähe, als Tyrese ihr die Zuneigung schenkte nach der sie sich so hoffnungsvoll gesehnt hatte. Wie ein Durstiger, dem man ein Glas Wasser reichte, nachdem die anderen ihre Wassergläser vor ihm ausgeleert hatten. Es tat so viel besser als der kurze Schlaf, den man ihnen gegönnt hatte. Nun fühlte sie sich wacher, frischer – neu. Diese Bestätigung von Tyrese erfüllte sie mit neuer Energie, nun machte ihr selbst die Tatsache, dass diese anstrengende Reise noch weitergehen würde, nichts mehr aus. Ihr Papa stand hinter ihr und diese starken Pfoten waren alles was sie brauchte um nicht den Kopf hängen zu lassen. Mit stolz geschwellter Brust richtete sie sich wieder auf, die Wut auf Yanthan und Razca war in ihrem Bauch verpufft, auch wenn gerade letztere die Minuten mit ihrem Vater unterbrach. Ihr Blick wanderte zwischen der Schwarzen und ihrem Vater hin und her. Anscheinend brauchten die Erwachsenen jetzt einen Moment für sich. Auch wenn Tyrese sie nicht mit Worten weggeschickt hatte, so fühlte sich die Kleine Fähe dazu verpflichtet den beiden ihre Zweisamkeit zu gönnen. Wäre sie mit Tyrese alleine geblieben, so hätte sie das vielleicht dazu verführt ihm von den Ereignissen zu berichten. Von ihrem Heldenmut und der sträflichen Schmach die sie dafür bekommen hatte. Doch mit der Schwarzen Schönheit im Rücken konnte sie das Unmöglich angehen. Razca würde sie Lügen strafen, da war Eyrin sich sicher. Und vor ihrem Vater wollte sie sich nicht als etwas Derartiges bezeichnen lassen müssen. Also wählte sie die einzige Möglichkeit die ihr logisch erschien: Sich leise zu entfernen.

Sie drückte ihren Knopf noch einmal gegen den Vorderlauf ihres Vaters, nur um das aus der Mitte der beiden zu entfliehen und ihnen Platz zu geben. Sie wollte nichts von deren Gesprächen mitbekommen. Auch wenn der Zorn in ihr nicht mehr loderte, so hatte sich ihre Meinung zu Razca noch nicht geändert. Noch immer war ihr Stolz gekränkt, doch Eyrin sah ein, dass sie weder in der Position, noch gerade in der richtigen Lage wäre, um irgendetwas daran zu ändern. Ihr war es nicht möglich die Fähe zu strafen. Und Tyrese konnte sie davon nicht berichten. Sie müsste Razca auf ihre eigene Weise zeigen, was sie von ihr hielt. Ignoranz war da momentan eine willkommene Lösung. Sie hatte sich von dem Paar entfernt, als ihr Blick auf ein schwarzes Fellknäul fiel, das über die Bühne vor ihr flitzte. Irritiert blieb sie stehen. War das nicht gerade Yanthan gewesen? Sie verfolgte den Weg zurück, den ihr Bruder gerannt sein musste. Sie waren doch nicht etwa in Gefahr?! Doch anstatt dort etwas zu sehen, dass Yanthans Verhalten vielleicht begründete, lag dort nur Deimos. Yanthans Schatten. Das ließ die ganze Szene nicht weniger konfus erscheinen.

Doch ihr Vater hatte ihr Mut gemacht. Sie hatte gute Laune – vielleicht konnte sie Deimos damit ja auch fröhlicher stimmen? Denn er sah alles andere als glücklich aus. Anstatt sich also von Yanthan weiterhin ärgern zu lassen nahm sie direkten Kurs auf ihren wiedergefundenen Bruder. „Welche Biene hat da denn gerade Yan gestochen?“ rief sie dem Welpen zu, während sie sich noch auf dem Weg befand. Sie lächelte ihrem Bruder freundlich zu, während sie im Augenwinkel Tajga und Kayva wahrnahm, welche sich wohl auch auf dem Weg zu Deimos befanden.

[Schöpft neue Kraft – ist nicht mehr wütend, lässt Tyrese & Razca alleine – läuft auf Deimos zu & wundert sich über Yan]


__________________

Vielen Dank an Gwydion für das Set <3
28.08.2017 14:37 Eyrin ist offline Suchen Freunde?
Nayara Nayara ist weiblich
Posting Star


Steckbrief

351 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

>Yari... Yari, langsam.< Die Stimme ihres Vaters war gedämpft. Sie klang als wäre sie von weit entfernt. Gegenteilig waren die Taten – die Nähe. Seine Wärme sprang geradezu auf ihr Fell, als sie gegen ihn stolperte. Die breite Brust ihres Vaters fing sie sanft und sicher auf. So gleich fühlte die einzige Tochter sich in jüngere tage versetzt. In Tage, als ihr Vater oft mit ihnen zu tun hatte. Öfters als jetzt.
Ihr Herz flatterte als sie den warmen Atem ihres Vaters am Ohr vernahm. In einem stummen Schrei nach Zuneigung, schlossen sich die Sonneniriden. Ihr feines Maul drückte sich an das weiche Halsfell und sie hätte sofort losweinen können. Einfach weinen.
Um das Land weinen.
Um den Weg weinen.
Um das Schicksal weinen.
Um die Wölfe.
Um sich...

Zum Glück blickte Nayara ihren Vater nicht an. Der Gram hätte ihr einen weiteren Schauer über den Rücken wandern lassen. Einen, der ihr Rückenmark gefrieren lassen würde und die soeben gewonnene Zuversicht in flüssiges Quecksilber gerinnen.
Allein seine Stimme riss sie aus dem Quäntchen Glück welches sie beide so sehr gebraucht hatten. Und mit der Stimme war sein Anblick nicht mehr in Gram getränkt sondern in etwas anderes – etwas was seine Frage zu untermauern schien.

“Sie war... schwierig.“, gestand Nayara ein. Ihre hellen Seelenspiegel erhielten einen dunklen Beigeschmack von verbrannter Glut die ihr letztes Licht verlor. Der intensive Blick ihres Vaters ließ ihre Haut prickeln. Einzelne Härchen stellten sich daraufhin auf. Noch nie hatte sie eine solche Intensivität seiner Augen wahrgenommen. Außer vielleicht wenn er Mama so ansah. Aber dann war es anders. Ganz anders. Alleine durch Murdochs Blick wurde der Betatochter bewusst, dass die Lage ernst war. Und das nur durch sie.
Sie wollte ihm ja ausweichen. Die Augen abwenden. Aber sie konnte einfach nicht. Einer geöffneten Bühne gleich tanzten die Schatten der letzten Stunden über das Sonnen gleiche Licht in ihnen. “Ich glaube... Ich habe Fael weh getan.“ Reue klang in ihrer Stimme. Ihre Augen wurden feucht, füllten sich wie ein roter See in der Abendsonne. Die Fänge bissen auf die Lefzen bis der Geruch von Metall sich seicht durch die Luft zogen.

Ein leises Schluchzen konnte sie nicht mehr zurück halten.

“Papa.. Ich habe schlimme Dinge zu Fael gesagt.. Und jetzt.. Jetzt.. Jetzt will er nicht mehr mit mir reden. Ich habe Angst.. Ich.. Ich.. Pa-papa... Glaubst du er will noch mein Bruder sein? Bin ich noch ein Teil der Fa-familie?“ Die Stimme des Rabenpelzes ging im schluchzen fast unter. Sie zitterte und sprach so leise, damit kein anderer Wolf außer ihrem Vater es mitbekam. Sie wollte doch stark sein. Sie wollte doch für ihre Familie da sein. Für ihre Brüder.. Sie wollte doch eigentlich die sein, zu der alle kommen konnten. Sie wollte ihr Fels in der Brandung sein. Und jetzt? Jetzt war sie nicht mehr als ein Blatt in der Strömung. Wurde hin und her gerissen. Gegen Felsen gedrückt und drohte zu zerschellen.
“Sei mir nicht böse Papa... Es.. Es kam so raus.. Ich wollte ihm doch nur he-helfen.. Und adnn.. Dann wurde es fies.. Und jetzt.. Jetzt... Ich glaube er mag mich wirklich nicht mehr... er-er er ist sehr sauer.. oder verletzt.. oder beides... Ich habe Angst – Papa. Nicht – Nicht dass er jetzt keine Schwester mehr will. Ich wollte-wollte ihm doch nicht weh tun. Es-es war ein versehen. Ich habe es ja selbst gesehen... aber.. aber... und Kaori auch.. und Tyrese.. er.. er schaut …“ Nayara verstummte und schluchzte. Tränen rannen über das Nachtschwarze Fell und hüllten es in einen kurzen silbrigen Glanz wo sie ihre Spuren hinterließen. “Vater... Er macht mir Angst.. Er schaut wie ein Monstrum aus...“ Ein gehetztes Hauchen. Eine Angst die sich so offen in den feuchten Augen wieder spiegelten. Ein Anblick, der ihre Zerbrechlichkeit nicht deutlicher hervorheben konnte. Ein Anblick, den Murdoch wahrscheinlich als schwach ansah. Als ein Fehler der Lehren ihrer Mutter.

[Murdoch | fühlt sich so geborgen, dass alles aus ihr heraussprudelt | fängt an zu weinen | findet kein Ende und äußert ihre Sorgen | Spricht aus, dass Tyrese ihr Angst macht]


__________________
04.09.2017 16:56 Nayara ist offline Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP


Chaske wollte das Gespräch nicht zu einer Art ‚Verhör‘ machen, aber seine Stimme hatte trotzdem meist einen leicht fordernd-prüfenden Unterton. Das lag vermutlich einfach daran, dass er sich nun mehr denn je für die Rebellen verantwortlich fühlte.
„Bevan ist ein guter Wolf…“ Der Alphasohn kannte den Weißen. Er hatte nie zu jenen gehört, die gegen seine Familie gewettert hatten. Aber er hatte auch nie eingegriffen, wenn man gegen seine Geschwister und ihn vorgegangen war. Vermutlich aus Angst. Bzw… ja, es war klüger gewesen, sonst wäre der freundliche Bevan früher oder später gänzlich untergegangen. „Er passt nicht zu den Nightfalls.“ Aber wenn man einmal unter die Herrschaft des Tyrannen geriet, entkam man seinen Zwängen nur schwer.

Erst jetzt ging Chaske auf den Teil ein, der eigentlich wichtiger war. „Und nun hast du festgestellt, dass die Sicherheit ein Trugschluss war…?“ Es handelte sich dabei eher um eine rhetorische Frage. Was hatte Nhor erwartet? Dass die Rebellen ihn beschützen würden? Der Schwarze würde ihm verdammt gerne genau das zusichern – aber er wollte nicht lügen.
Auch wenn es so wirkte, als konzentriere er sich ganz und gar auf den Braunen, behielt Chaske doch auch die Umgebung im Blick und ‚in der Nase‘. Bisher wirkte alles ruhig. Oder eben so ruhig, wie man es nach einem Unwetter gewohnt war.
„Ich kann dir nicht versprechen, dass dir nichts passieren wird“, begann er und… ja, ihm gefielen diese Worte selbst ganz und gar nicht. „Die Rebellen sind weder genug Wölfe, um die Nightfalls mit Leichtigkeit zu besiegen, noch werden wir dieses Land verlassen, um fern von unserer Heimat Schutz zu suchen.“ Was er damit sagen wollte, war, dass sie kämpfen würden – nur eben mit sehr ungewissen Aussichten.

„Du wärst vermutlich sicherer, wenn du gehen würdest. Weit fort von hier…“ Das war nun einmal ein Fakt. „Aber was ist schon ein Leben auf der Flucht?“ Immer weiter, immer ins nächste Tal, immer die Nightfalls im Nacken. Nein, das war es nicht, was Chaske für sich wollte – aber er würde Nhor diese Entscheidung nicht aufdrängen.
„Hierzubleiben würde nicht zwanghaft bedeuten, dass du dein Leben in einem Kampf geben müsstest.“ Auch wenn er nicht versprechen konnte, dass Nhor niemals würde kämpfen müssen. „Aber es bedeutet auch nicht, dass du dich in unseren Reihen verstecken darfst.“ Vielleicht waren die Worte etwas hart, aber… die Rebellen konnten es sich nicht leisten Erwachsene zu beherbergen, die keinen Teil zum Rudel beitrugen. „Wir müssen uns auf dich verlassen können, Nhor. Und sei es nur, weil du in brenzligen Situationen die Welpen in Sicherheit bringst oder auf Jagden unterstützt oder nachts mal eine Wache übernimmst.“ Eisblaue Augen suchten den Blick des anderen. „Du musst dich nicht sofort entscheiden.“
Der Schwarze setzte seinen Weg souverän fort. Wie hätte Gwydion das gehandhabt? Er hatte Nhor ohne viele Fragen aufgenommen und bisher nichts von ihm verlangt. Sein Vater war altruistisch gewesen. Auch Chaske wollte am liebsten allen helfen – aber er wollte auch nicht das Leben jener, die ihm wirklich wichtig waren, riskieren, weil er jemandem vertraute, der sich nur selbst der Nächste war.

{ Nhor | Kontrollgang }


__________________

(c) Yanthan <3
05.09.2017 06:18 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tajga Tajga ist weiblich
gespielt von Nicky | Super Poster


Steckbrief

103 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Während des ganzen Weges war Tajga so dicht bei Kayva gelaufen, dass sich ihr Fell bei jeder Bewegung berührte und sie den warmen Körper ihrer Schwester darunter spüren konnte. Ihre Schwester, um die sie so viel Angst gehabt hatte und die lebte. Weil sie stark war. Und weil sie ihre helle Schwester nie allein lassen würde. Ein Lächeln stahl sich auf Tajgas Lefzen und es fühlte sich an, als würde ihr gesamtes Gesicht sich dafür zu unglaublicher Akrobatik verspannen müssen. Sie hatte nicht gewusst, das Lächeln weh tun konnte. Sie hatte so vieles nicht gewusst. Bis heute. Und doch tat es gut. Es war ein Stück von dem Leben, das sie gehabt hatten und das gerde jetzt so unendlich weit entfernt schien. Wie sollte es auch je wieder werden, wie es gewesen war? Jetzt, nach allem, was passiert war? Nachdem ihre Mutter so seltsam war und ihnen nur mit Abneigung begegnete. Jetzt wo Eyrin sie einfach stehen gelassen und kein Wort mehr mit ihr gesprochen hatte. Jetzt wo Yanthan sie geweckt hatte. Sie fragte sich, was wohl geschehen wäre, wenn sie mit ihm gegangen wäre? Weg von ihrer Schwester, dem anderen dunklen Schatten folgend… Der Gedanke hinterließ ein seltsames Gefühl in ihr – und gerade als sie sich fragte, was es sein konnte, blieb Kayva neben ihr stehen. „Was ist denn?“, flüsterte Tajga alarmiert. Sie standen so dicht, dass sie augenblicklich spürte, wie die Dunkle sich versteifte, nur den Grund kannte sie nicht. Dunkle Angst schwappte in ihr über während sie dem starren Blick ihrer Schwester folgte und Tyrese erblickte.

Anders als Kayva erschreckte Tajga der Anblick zwar zutiefst, paralysierte sie jedoch nicht auf dieselbe Art und Weise. Stattdessen wanderte ihr Blick bald zu ihrer Mutter ab, die bei dem Tyrannen stand und schließlich wieder zu Eyrin, die freudig ihren Vater begrüßte, als wären sie einzig von einem fröhlichen Waldspaziergang nach Hause gekommen. Und schließlich entdeckte sie Deimos, der etwas abseits lag. Ganz allein. Seltsam. Und dennoch, es war Deimos! Deimos den sie die ganze Zeit gesucht und endlich gefunden hatten. Doch gerade deswegen… war es nicht… seltsam, dass sowohl Razca, als auch Eyrin einzig Tyrese begrüßten, anstatt sie beide zuerst zu Deimos gingen? Also schlug sie eben dass ihrer Schwester vor. Doch als sie den Blick von Deimos abwandte, bemerkte sie, dass Kayva nicht mehr neben ihr stand, sondern zurückgewichen war. Mit aufgerissenen Augen sah Tajga zu ihrer Schwester, ihre Rute begann besänftigend zu pochen. „Was… was ist denn?“, wiederholte Tajga ihre Frage von vorhin voller Besorgnis. „Ist es wegen Ihm? Wegen… Tyrese?“ – das letzte Wort flüsterte Tajga bloß, als würden sie tatsächlich von einem märchenhaften Schreckgespenst sprechen. Er mochte der Vater von Yanthan, Deimos und Eyrin sein, doch Tajga hatte ihn nie ganz einordnen können und es käme ihr nie in den Sinn auf ihn zuzustürmen, wie Eyrin das getan hatte… oder auch ihre Mutter. Ihre Mutter die… ein dunkles, beißendes Gefühl machte sich in Tajgas Magengegend breit… die sie beide hier zurückließ, um Tyrese zu begrüßen. Während Kayva Angst hatte. Das war doch nicht fair! Tajga senkte den Kopf, kam dann die wenigen Schritte auf Kayva zu, leckte ihr sanft über die Schnauze und dann über die Ohren. „Ich bin so froh, dass du da bist… und es dir gut geht“, wisperte sie kaum hörbar. Die Worte drangen aus ihr heraus, als hätte sie sie viel zu lange zurückgehalten.

{bei Kayva |froh bei Kayva zu sein, bemerkt ihre Angst, fragt was los ist}


__________________
06.09.2017 10:28 Tajga ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Razca Razca ist weiblich
gespielt von Khazi | Super Poster



51 Pfotenabdrücke
Alter: 5 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Es tat der Fähe beinahe ein bisschen leid, dass Eyrin zwischen den Blicken der Erwachsenen unterzugehen schien. Doch Razca war nicht gewillt der jungen Fähe mehr Aufmerksamkeit zu schenken und auch Tyreses gebannter Blick verriet, dass er im Augenblick nur Augen für die schwarze Schönheit vor sich hatte. Es entlockte ihr ein schelmisches Grinsen den „bösen“ Alpha so zu sehen. Er war kräftig, stark, unbesiegbar – aber am Ende eben doch nur ein Rüde, der seinen Trieben unterlag. Ähnlich wie sein Blick, versprühten auch seine Worte wahre Verlockung. Die Ohren der Fähe zuckten, besonders bei seiner Äußerung, dass er den Sieg feiern würde. Sie verstand die Andeutung wohl, wusste mit ihr jedoch nicht so Recht etwas anzufangen. Welpen konnte sie ihm in diesem Frühling nicht mehr gebären, dafür musste er nun schon noch bis zum Winter warten. Doch sicher wollte er wieder die Spielchen spielen. Jene, mit denen Razca den mächtigen Alpha bereits am Tag ihrer Begegnung um die Pfoten gewickelt hatte.
Ihr Grinsen auf den Lefzen behaltend blieb Razca einfach nur still stehen und sah Tyrese an. Ihr fielen tausend Dinge ein, die sie tun könnte, um den Rüden weiter um die Pfoten zu wickeln und es kribbelte in ihrem Bauch all diese Dinge umzusetzen, doch letztendlich war sie im Augenblick nicht mehr, als ein Häufchen erschöpfte Mutter, die Ruhe wahrlich gut vertragen konnte. Ein solches Angebot sollte gleich von Tyrese ausgesprochen werden, doch zuvor kam die Sprache auf die Reise zurück und es wurde nach dem Wohlergehen der Welpen gefragt.

Das Grinsen verzog sich, ehe es verschwand. Ihre Mine wurde wieder emotionslos. Dennoch hielt sie dem Blick des Alphas stand, wenngleich es möglicherweise ratsamer gewesen wäre den Kopf demütig abzuwenden, weil sie nicht den Weg gegangen war, den der Alpha für sie vorgesehen hatte. Sie wusste, dass sie sich erklären musste. Möglichst, bevor Gerüchte aufkamen und verfälschte Worte die Ohren des Alphas trügten. Dabei war Razca sich ziemlich sicher, dass Tyrese in diesem Augenblick nicht viel darüber hören wollte, dass „seine“ Razca möglicherweise eine Versagerin war.
„ Uns allen geht es gut, wir sind nur etwas erschöpft…“, begann sie, während sie sich langsam hinsetzte. Ihre Muskeln dankten es ihr. „ Und möglicherweise etwas verstimmt.“
Ihre Stimme wurde dunkler und auch ihr Blick verhieß für einen Moment nichts Gutes. Ihr Blick wendete sich kurz von Tyrese ab, auf der Suche nach den Welpen, doch ehe sie sie fand, kehrte ihr Augenmerk wieder zu ihrem Alpha zurück.
„ Nachdem ihr an uns vorbei und den Berg hinunter gerannt seid, hat Yanthan beschlossen, dass er an der Seite seines Vaters nach seinem Bruder suchen sollte. Und Eyrin ist ihm gefolgt. Bevor ich reagieren konnte, waren beide Welpen aus meinem Blick verschwunden. Mir war klar, dass ich keine Chance hatte sie nur durch Rufen zurück zu dirigieren. Deshalb habe ich beschlossen ihnen mit Tajga und Kayva zu folgen. Die Welpen zurück zu lassen und Eyrin und Yanthan eigenständig zurück zu bringen, kam für mich nicht in Frage.“
Sie bemühte sich darum so sachlich und emotionslos wie möglich zu schildern, was sich zugetragen hatte. Gewiss würden die Welpen eine andere Version erzählen. Es war an Tyrese sich auszumalen, was wohl der Wahrheit entsprach.
„Wir holten die beiden Streuner ein, nachdem wir bereits ein gutes Stück des Abhangs hinab gegangen waren. Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt bereits angeschlagen. Ich fürchte, ich habe mich nicht gerade beliebt gemacht. Nicht zuletzt, weil ich mich dazu entschied den steilen Abstieg fortzusetzen, statt wieder den Berg hinauf zu klettern, um zum Rest des Rudels zu stoßen. Mir war bewusst, dass ich damit einen gefährlicheren Weg wählte, doch war ich mir ebenso sicher, dass die Welpen es schaffen würden, wenn wir diesen Weg langsam antraten. Und sie haben es geschafft. Auch, wenn ich fürchte, dass sie mich nun hassen, denn Eyrin und Yanthan haben kein Verständnis dafür, dass ich sie mit Worten dafür strafte den Schutz des Rudels ungefragt zu verlassen und sich in eine derartige Gefahr zu begeben.“

Während ihrer Berichterstattung hielt sich Razca wieder am Blick des Alphas fest. Nicht nur, um zu zeigen, dass sie zu dem stand, was sie getan hatte, sondern auch um seine Gefühlsregungen zu erahnen. Sie war genug von sich selbst überzeugt, um davon auszugehen, dass der Alpha größtes Verständnis für ihr Handeln haben würde. Was auch sonst? Jede andere Handlung wäre falsch gewesen, hätte die Welpen unter Umständen mehr gefordert, als der Abstieg es getan hatte und dafür gesorgt, dass sie vor Erschöpfung möglicherweise nicht weiter gegangen wären. Auch so waren sie an ihren Grenzen gewesen, ganz sicher. Doch konnten sie ahnen, wie es anders gewesen wäre?
Auch nun, da Razca geendet hatte, blieb ihr Blick noch an dem Auge des Tyrannen hängen, abwartend, wie er ihre Worte kommentieren würde. Es wäre nicht gelogen, würde man behaupten, dass Razca nicht gern Gebrauch von dem Angebot gemacht hätte für einen Augenblick zu ruhen, doch solange der Alpha, der sicherlich härtere Strapazen durchstanden hatte als sie, sich noch auf den Läufen hielt, würde auch sie nicht einknicken. Selbst, wenn es ihre letzten Kraftreserven foderte.

{ Tyrese | sinniert über die Worte des Rüden, erklärt ihre Abweichung vom Weg }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank <3
15.09.2017 11:58 Razca ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Nhor Nhor ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster



50 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Nhor wurde hellhörig, als Chaske von Bevan erzählte, als würde er ihn kennen. Die Ohren des Braunen zuckten nach vorn und sein Blick wurde etwas wacher. Natürlich kannte Chaske Bevan! Wie konnte es auch sonst sein. Immerhin hatte der Rebellensohn bei den Nightfalls gelebt, da kannte man einander. Und jemanden wie Bevan konnte man als guter Wolf gar nicht übersehen. Weiter darauf eingehen wollte der Ältere dennoch nicht, trafen ihn doch bereits die nächsten Worte des Schwarzen.
Sie traf ihn bitter und schwer, denn genau das war es gewesen, was er sich erhofft hatte. Einen sicheren Platz, ein paar neue Freunde, ein klein bisschen Geborgenheit. Vieles davon hatte er gefunden – nur eben einen Garant für seine Sicherheit, wie ihm die jüngsten Ereignisse bewiesen. Wieder schwieg Nhor zu den Worten seines Anführers. Er wendete lediglich den Blick vom Schwarzen ab, während sie die Ohren wieder an seinen Kopf schmiegten. Als könne er es nicht ertragen überhaupt darüber nachzudenken, denn auch die nächsten Worte waren bitter und trafen ihn hart. Dabei glaubte er längst nicht an alles, was Chaske sagte.

„ Man ist nicht immer auf der Flucht. Wenn man weit genug läuft, dann kann man irgendwo ankommen, wo man bleiben kann.“
Die Bitterkeit in seiner Stimme überraschte ihn. Erst, als er darüber nachdachte, wurde ihm bewusst woher er sie genommen hatte – es war bitter, weil er das alles schon einmal erlebt hatte. Er war weit, sehr, sehr weit vor seiner Familie geflohen, allen voran vor seinem Vater. Und doch war es offensichtlich nicht weit genug gewesen. Seine Zeit in Nasval war nur kurz gewesen, im Vergleich zu der Zeit, die er vielleicht noch vor sich hatte. Und erst, als er darüber nachdachte, wurde ihm bewusst, was Chaske meinte. Vielleicht konnte Nhor vor den Nightfalls weglaufen, wie vor seiner Familie. Aber irgendwo in dieser Welt lauerte ein anderer, grausamer Wolf, ein weiteres, furchtbares Rudel, das dem Rüden nicht zur Ruhe verhelfen würde. Oder?
Immer weiter prasselten die Worte auf ihn ein, während Nhor dem Blick des Jüngeren auswich. Er wollte nicht, dass man ihm ansah, wie sehr er darüber nachdachte das alles hier zu beenden. Welchen Grund hatte er noch hier zu bleiben? Wie er schon festgestellt hatte, mochte er auch anderswo nicht sicher sein, doch bessere Chancen könnte er allemal haben. Wieso also bleiben? Vielleicht, weil er sich fürchtete. Weil Nhor kein Wolf war, der gern allein war und weil er, zugegeben, kaum fähig war auf sich selbst aufzupassen. Sogar das Jagen bereitete ihm Probleme. Damals war es Celeste gewesen, die ihn fand und versorgt hat. Wer konnte es sein, wenn er aus Amdir floh? Celeste war tot…

Er registrierte die Worte Chaskes, weiterhin schweigend. Er fühlte sich bedrängt, auch wenn er Chaske nichts Böses unterstellen wollte. Dennoch, die Lage Nhors war brenzlich und nun war er vor eine Wahl gestellt. Der Rebellensohn hatte deutlich gemacht, wie die Zukunft des Braunen aussehen würde – bleiben und sich nützlich machen, oder fliehen und sehen, ob er überlebte. Wenn man es nur auf diesen Fakt herunterbrach, erschein die Antwort sehr, sehr einfach. Tatsächlich war sie es dennoch nicht.
Nhor war kein Wolf, der nur an sich selbst dachte, doch er sah sich den Problemen der Rebellen gegenüber, die er nicht lösen konnte. Zu deren Lösung er auch nichts beitragen konnte. Denn wenn er ehrlich war, wusste er nicht einmal, ob er tatsächlich dazu in der Lage war die Welpen in Sicherheit zu bringen, oder zu jagen, oder eine nächtliche Wache zu übernehmen. Wenn die Angst in packte, dann war er wie gelähmt. Dann konnte er noch so sehr helfen wollen – das brachte dann nichts. So gern er auch gehabt hätte, dass andere Wölfe sich auf ihn verlassen konnten.
„Wie?“, brach es, beinahe schon zornig aus dem Pazifisten heraus, der sich vor den eigenen Worten erschrak und dennoch weitersprach. „Wie soll ich eine solche Entscheidung treffen?“

Sein Blick funkelte, wobei man nicht sagen konnte, ob es nur die Tränen hinter der Wut waren, oder der erste, richtige Anflug von Verzweiflung. Entscheidungen… er hasste sie.

{ Chaske | Kontrollgang }


__________________
15.09.2017 12:29 Nhor ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Seiten (19): « erste ... « vorherige 16 17 [18] 19 nächste »  
Neues Thema Antworten
Gehe zu:
Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH