guest
» Gespielt von
Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, FrŘhling #
# Stark bew÷lkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal tńglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel gro▀ gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nńchster Schachzug sein wŘrde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan Řberlegen. Niemand wei▀ bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen wŘrde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhie▀en nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spŘren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren wŘrde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen wŘrde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bew÷lkt, kŘhl #
# spńte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den K÷pfen der W÷lfe geprńgt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben RŘckschlńge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor Řbrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fńhe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stŘrzte sich in die Suche nach der Fńhe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg Řber die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld fŘr die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans dŘsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch FrŘchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Wńhrend Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kńmpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine S÷hne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Wńhrend Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann h÷chstpers÷nlich wŘrde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorŘber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprńgt von vielen Verńnderungen. Der Herbst verlor all seine Blńtter und nahm dabei einige W÷lfe mit sich. Der Winter klopfte an der TŘr, aber die vom Herbst verschlungenen W÷lfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungew÷hnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der G÷tter? M÷chte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? FŘr die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen SchŘtzlinge einen kalten Winter nur schwer Řberleben wŘrden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der BetarŘde Leiard sind noch immer nicht zurŘckkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre RŘckkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. FŘr die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tŘchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. FŘr die Gefńhrtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters Řberhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bew÷lkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden ElÝn und Leiard zu Gwydions UnterstŘtzung zu den Betaw÷lfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Wńhrend Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte ElÝn sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in ElÝn Gegenwart aufzutauen. Chaske erklńrte sich selbst zum BeschŘtzer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer fŘr sie da zu sein und Řber ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbńndelte, in die Fńnge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion Řber die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das GefŘhl fŘr Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tin˙viel bemŘhte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der H÷hle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfŘllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach drau▀en zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljńger ľ jedoch ohne Harlequin ľ zurŘckkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gńste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese gefŘhrt, welcher diese ins Kreuzverh÷r nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schŘtzen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die LŘge der Fńhe auf und Iyiny erzńhlte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gesprńch trug zwei Tage spńter seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel fŘr weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurŘckgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht lńnger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nńmlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der RŘcktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespa▀ten Tsume und Ragnar÷k die beiden JungrŘden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stńrkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu tr÷sten, wńhrend Deven und Reza sich nńher kamen. Die trńchtige Sharon und ihr neuer BeschŘtzer bekamen unerwŘnschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa t÷tete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell fŘhrte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden W÷lfen zum Rudelplatz zurŘck. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht Řberfallen von ElÝn und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafńhe versuchte Gwydion seine SchuldgefŘhle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander nńher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurŘckgeschickt und kŘmmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit ElÝn verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Wńhrend Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen fŘhren sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fńhrte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fńhe an. ▄berstŘrzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kńmpfenden ľ Abigail und Dhiala ľ zu. Schlie▀lich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Wńhrend Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, lie▀ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwŘl, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? ▄ber Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der W÷lfe. Sowohl Řber die Nightfalls als auch Řber die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffńlliges geschah, diese Wunden tatsńchlich heilen kann, ist fragwŘrdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein StŘckchen nńher.

Es sind ungefńhr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei W÷lfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefńhrte Zetyr Řberlebten. Drei Monate ist die ÷ffentliche DemŘtigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung ben÷tigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ńhnliches zugetan. Es war ja auch fŘr beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgńngerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog FrŘhling vor rŘber. Sicher war der FrŘhling keine sonderlich heitere Jahreszeit fŘr die Bewohner von Amdir, doch trug auch er FrŘchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen k÷nnen? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner W÷lfe legen. Jetzt, wo er wei▀, dass Gwydion Řberlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion mŘsste sich rŘsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlŘftet ist. Doch all diese Dinge ben÷tigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den W÷lfen aus Amdir.

Nachdem nun der FrŘhling von dem Sommer abgel÷st worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze lie▀ ein nicht absehbares Unheil Řber das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betaw÷lfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde W÷lfe zum Zuh÷ren zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie wŘrden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verlie▀ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nńchsten Regen k÷nnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerst÷rt hatte. So flohen die berŘchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. HlÝn war mit zwei anderen W÷lfen abseits des Flussbettes gefolgt. HlÝn trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stie▀. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der RebellenjŘngling verirrt. Wńhrend HlÝn die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu t÷ten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter HlÝns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzńhlen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion Řberlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen wŘrde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgel÷scht werden sollten, so wńre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die W÷lfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fu▀ des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nńchstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten mŘssen. Dort wŘrden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man h÷rte ÷fter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den W÷lfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die W÷lfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herŘber nach Nasval ziehen wŘrden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Verńnderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die W÷lfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die W÷lfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ńhnlich sah, doch gab es dort keine Rńnge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzńhlen und um das BedŘrfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die W÷lfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende FrŘhling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das HimmelsgemŘt beruhigt, doch haben sich auch die GemŘter der W÷lfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spŘr ľ und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nńhe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteri÷se Pńrchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlńsst seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr K÷rper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschńtzten Mitgliedes und den eines wichtigen NachzŘglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen fŘhren? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen JŘngern sich im noch wohlbehŘteten Lager in den Bergen zurŘckgezogen hat. Gwydion wei▀ erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlŘpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tin˙viel und Gwydion auch zu keiner gro▀en Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins GlŘck


# Ende FrŘhling #
# Bew÷lkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gesto▀en ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer RŘckzugsort an h÷chster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Prioritńt, schlie▀lich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr GlŘck flŘchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
A B C D E F G H I J K L M N O P
1
ΔΔ×ΔΔΔΔ××××ΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔΔ××××××××ΔΔΔΔΔΔΔ×××××Δ
2
3
4
5
6
7
8
9
» Übersicht
Posteingang
ungelesene Nachricht(en)
Letzte Beiträge
Raskán#Khazen
Raskán#Raskán
Break the Rules#Deimos
Forentreffen#Khazen
Forentreffen#Kaori
DreamlessIn­playRol­len­spielDer Druck steigt - Plot 07
╗ Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (19): « erste ... « vorherige 15 16 [17] 18 19 nächste » Neues Thema Antworten
Autor
Beitrag ź Vorheriges Thema | Nächstes Thema
Fael Fael ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster


Steckbrief

95 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Es ging zuende. Zumindest hoffte Fael das, denn letztenendes ging alles zu Ende. Der Sommer, der Winter, der Schmerz, das Leben... Und im Moment wollte Fael, dass ganz viele Dinge zuende gingen. Die Wanderung, das Unwetter, die Nacht, der Tag und seine Gedanken, die in seinem m├╝den Kopf rotierten, ohne richtig Fu├č fassen zu k├Ânnen. Alles kreiste und machte ihn noch schwindliger, als er ohnehin schon war. So leicht der Abstieg zu Beginn noch gewesen sein mochte, so schwerer wurde er doch, je weiter sie hinab stiegen. Das lange Hinauf sa├č ihm noch in den Knochen und Sehnen und das lange Hinab gab ihm den Rest. Er wollte schlafen und mehr nicht, doch sein Geist und das Rudel trieben ihn weiter, stumm schweigend und kaum noch ├╝ber Kaori nachdenkend.
Aber am Ende sollten sie ankommen. Zwei Stunden dauerte es noch, ehe ein Teil des Rudels in Sicht kam. Razca und ihre Welpen fehlten noch, doch da waren Murdoch und Gin. Vater und sein verloren geglaubter Bruder. Faels Herz machte einen m├╝den Satz. Seine Augen leuchteten kurz, ehe sich die Ersch├Âpfung wieder bleiern ├╝ber sie legte. Kaoris Stimme erregte kurz seine Aufmerksamkeit. F├╝r den Moment hatte Fael die F├Ąhe beinahe vergessen, ebenso wie seine Schwester, ruhte doch jeder Gedanke bei sich selbst und seinem Leid. Wie egoistisch, doch Fael war am Ende. Kaori schickte sie zu ihren Eltern. Faels Blick fiel kurz auf seine Mutter, die etwas vor ihm ging. Lyra war ganz und gar auf Murdoch fixiert. Wortlos machte sich der junge Wolf auf den Weg, trabte los, ├╝berholte den Trupp mehr oder minder im Schneckentempo, um Murdoch und Gin nahe zu kommen.
Die langen L├Ąufe wirkten zittrig und wesentlich stolpriger als sonst. Ohnehin musste er noch lernen mit diesen langen Stelzen umzugehen und ging mit eben jenen manchmal noch sehr holprig um, doch nun sah man allein in seinem Gang die Ersch├Âpfung.

Bei dem gro├čen Beta angekommen, vergrub Fael seine Nase kurz in dem dichten Brustpelz jenes Wolfes. Z├Âgerlicher als sonst begr├╝├čte er seinen Vater, wohl, weil er doch irgendwo immer noch bei den Dingen war, die Kaori ihnen erzh├Ąlt hatte. L├╝gen? Fael war es m├╝├čig dar├╝ber nachzudenken.
Kurz darauf wandt er sich von Murdoch ab und Gin zu, der sich direkt in seiner N├Ąhe befand.
"Gin"
Das, was ein freudiger Ausruf werden wollte, kam nur als heiseres Kr├Ąchtzen heraus. Dennoch stahl sich kurz ein erleichtertes L├Ącheln auf seine Lefzen.
" Du bist ja ganz heile! Geht es dir gut?"
Er trat n├Ąher auf seinen Bruder zu und buffte ihm mit der Nase gegen den Nacken. Eigentlich hatte er von sich selbst eine gr├Â├čere Freude erwartet. Doch dieses fiese, elendige M├╝digkeit... Konnten sie alle nun schlafen?

{ Amdir | zu ersch├Âpft, um sich mit irgendwem zu besch├Ąftigen, begr├╝├čt Murdoch, dann Gin }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank. <3
14.07.2017 06:17 Fael ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tyrese Tyrese ist männlich
gespielt von Andre | Super Moderator


Steckbrief Relations

1550 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Jahre
Alpha bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Es waren nahezu zwei qu├Ąlend lange Stunden, die der Tyrese nach seinem Siegesruf wartete, bis sich die Nightfalls wieder vereinen w├╝rden. Geduld war nicht unbedingt einer seiner Tugenden, das war unter den Rudelmitgliedern bereits bekannt, doch dieses Mal w├╝rden die W├Âlfe wohl staunen, als sie ihren Alpha aufrecht an einer Stelle sitzen sahen. Er wartete und wartete, bis der Trupp, angef├╝hrt von Abigail, zu ihnen fand. Kein nerv├Âses Umsehen oder ungeduldiges Geseufze hatte den Alpha verlassen, er war vollkommen konzentriert auf die Umgebung, auf den Fu├č des Berges, an dem sie nun nahe des Waldesrands warteten. St├Ąndig sp├Ąhte er in eine Richtung, aus der er zu wissen schien, dass der Rest seines Rudels hervortreten w├╝rde. Das lange Warten wurde am Ende genau damit belohnt.

Obwohl ihm das nun fehlende Auge, an dessen Stelle sich das Gewebe bereits schmerzend zusammenzuziehen schien, h├Âllische Schmerzen bereitete, vernahm man keinen einzigen Laut vom Tyrannen. Er nahm den Verlust hin, wenn auch er Innerlich f├Ârmlich brodelte und den gesamten Rebellenabschaum verw├╝nschte. Gwydion war tot - und doch hat er es sich nicht nehmen lassen ein Andenken zu hinterlassen. Immer wieder schloss Tyrese reflexartig das noch heile Auge, als er vor geistigen Augen sah wie die F├Ąnge des schwarzen Teufels auf ihn zurasten. Er war ein w├╝rdiger Gegner, fr├╝her einmal ein Kamerad. Obwohl Tyrese sonst nie etwas bereute, konnte er sich dieses Mal selbst dabei ertappen, wie er dem schwarzen R├╝den zum Abschied gedenkte. Zu gern h├Ątte Tyrese damals verhindert dass ausgerechnet Gwydion ihm den R├╝cken kehrte. Sonst w├╝rde er nun eben diesen schwarzen Wolf an seiner Seite wissen, den er versucht h├Ątte nach seinen W├╝nschen und Vorstellungen zu formen. Oh, er w├Ąre ein weltklasse Leibw├Ąchter und Auftragsm├Ârder geworden, ohja! Da war sich Tyrese sicher. Doch abgesehen von dieser Spinnerei war es ihm tats├Ąchlich Ernst sich Gedanklich von Gwydion zu verabschieden. Tyrese w├╝rde doch jetzt nicht etwa senil werden , oder ? Nein, ganz im Gegenteil. Er nahm Abschied von einem Nightfall und von einem Freund und Feind.

Tyrese blieb weiter auf seinen vier Buchstaben sitzen, als die Gruppe von Abigail wieder zu den Nightfalls stie├č. Ein wenig drehte Tyrese den Kopf bereits zur Seite, versuchend sein blutverschmiertes Gesicht zu verbergen; ebenso sein neues Erscheinungsbild mit nur einem Auge. Doch fr├╝her oder sp├Ąter w├╝rden sie es ja doch entdecken! So wandte Tyrese den Kopf wieder frontal in Richtung der Mitglieder. Ein ernster und doch fr├Âhlicher Blick kam den W├Âlfen entgegen. Obwohl die Rute regungslos auf dem nassen Boden lag, sah man durch das verbleibende Auge seine Freude an. Er war froh dass den anderen Nightfalls nichts passiert war.

"Seid ihr vollst├Ąndig?" fragte Tyrese nur wenige Augenblicke sp├Ąter in gewohntem Tonfall , pr├Ązise, kr├Ąftig und direkt. Es schien ihn pl├Âtzlich gar keine Sorgen mehr zu bereiten wie die Nightfalls auf Tyrese mit nur einem Auge reagieren w├╝rden. Tyrese fand sich schnell wieder in seinem gewohnten Trott wieder, in seiner Position als Alpha. Da waren Selbstzweifel fehl am Platz. Schnell ├╝berflog er mit seinem Auge die sich zeigenden W├Âlfe. Die Gruppe schien kleiner als gewollt und schnell wurde f├╝r Tyrese klar dass etwas nicht stimmen musste. "Wo sind die Welpen?" fragte Tyrese gleich hinterher, wobei ihm auch die Begleitperson auffiel, die ebenfalls fehlte. Razca. Die W├Âlfin auf die der R├╝de bereits ein Auge geworfen und seine Welpen anvertraut hatte, fehlte. Sofort str├Ąubte sich das Nackenfell von Tyrese und die Mimik verzog sich leicht. "Wo ist Razca? Wo sind die Welpen? Warum sind sie nicht bei euch?!" fragte der Tyrann zugleich nach. Der R├╝de dachte an Alles andere, als daran dass Razca m├Âglicherweise einen sichereren Weg f├╝r sich und die Welpen w├Ąhlte. War ihr etwas passiert? War sie abgerutscht? Waren ihr die Welpen davongelaufen? War sie von einem Baum erschlagen worden? Wo zum Teufel war sie? Angst beschlich Tyreses Herz, denn es w├Ąre nicht das erste Mal dass die Natur ihm einen schaurigen Streich spielte. Wie oft hatte das Schicksal ihm schon Weibchen und Welpen genommen? W├╝rde das jetzt wieder so sein, wo ihm das Schicksal doch Gwydion auf dem Pr├Ąsentierteller vor die Schnauze trug? Nein, Abigail w├╝rde ihm bestimmt gleich berichten was mit Razca war. Es war bestimmt nichts passiert. Oder etwa doch?


[ Zuerst noch nahe Murdoch, Zetyr, Deimos | wartend nahe dem Waldrand am Fu├č des Gebirges | entdeckt Abigails Gruppe und freut sich heimlich. Entdeckt das Fehlen der Welpen und Razca | beschleicht eine Vorahnung. ]


__________________
( Set by Beau. Thank you! <3 )
15.07.2017 11:42 Tyrese ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

So abwechslungsreich und angenehm die Gespr├Ąche in der H├Âhle auch waren; teils wurden sie niedergeschlagen oder niedergelegt, als der Regen an St├Ąrke gewann und wieder abflaute. Es war ein merkw├╝rdig dr├╝ckendes Gef├╝hl, das die W├Âlfe immer wieder dazu brachte sich in Ruhe und Geduld zu ├╝ben, am H├Âhlenein- und Ausgang zu verweilen und zu warten. Ein kurzer Blick von Reza ging gen Himmel. ~Oh bitte lass es bald wieder aufh├Âren zu regnen. das geht schon Ewigkeiten so...~ dachte sie sich wie eine n├Ârgelnde W├Âlfin , die sie im J├╝nglingsalter gewesen war.

Der pl├Âtzliche Ausruf von Tinu lie├č Reza zusammenfahren. Das laute, nahezu wie ein Hilferuf ausgesto├čene 'Chas...' klang in ihren Ohren klingelnd nach, noch ehe die wei├če Sch├Ânheit aus der H├Âhle heraus rannte und in den Regen hineinst├╝rmte. Kurz darauf durchdrang Chaskes Ansprache den Regen und erreichte gar die zarten Lauscher der braunen F├Ąhe. Auch diese hatte sich eilig erhoben und war hastig aus der H├Âhle getapst. Wenn Chaske zur├╝ck war, dann bedeutete dies doch auch dass Gwydion wieder zur├╝ck war! Freude stieg in ihren K├Ârper auf, mit begeisterten Augen, die im Regen eben noch so m├╝de gewirkt hatten, wedelnder Rute und leichtpf├Âtigen Gang preschte auch sie nun in die Richtung von Chaske, der eine Ansprache halten wollte.

Eine Ansprache? War Reza weggenickt? Hatte sie etwas verschlafen? Waren sie alle schon l├Ąngst wieder zur├╝ckgekehrt? Die Frage wurde nur wenige Augenblicke sp├Ąter erschlagen, als der Blutgeruch sich seinen Weg durch den Regen bahnte und ihre feine Nase erreichte. Von einer Jagd hatte Reza aber nichts gewusst. Waren sie wohlm├Âglich ├╝berfallen worden? Waren sie in einem Kampf verwickelt worden? So viele Fragen und Gedanken fluteten ihr h├╝bsches K├Âpfchen, dass auch sie nun im Lauf langsamer wurde und gar kurz innehielt, still stand, als Khazen sich neben Chaske in Position brachte. Mit spitz aufgerichteten Ohren und fragenden Blicken sah Reza den beiden R├╝den entgegen.

'Gwydion' - Da war er! Sein Name! Sofort machte Reza mehrere Schritte vorw├Ąrts, artig mit ihren Pfoten in kleinere Pf├╝tzen tapsend. Sie rechnete damit dass ihr geliebter Schatten jeden Augenblick neben Khazen und Chaske auftauchen w├╝rde. Ihre Augen gl├Ąnzten und funkelten vor Freude, ihre Rute begann kr├Ąftig nach Links und Rechts zu pendeln. Gwydion! Er war endlich wieder zuhause! Endlich w├╝rde sie sich Zeit mit ihm nehmen K├Ânnen, sich an ihn werfen, an ihn kuscheln und einfach mal etwas Zeit f├╝r sich haben k├Ânnen. Er kann sich ja nicht einmal im Geringsten vorstellen welche Qualen sie durchmachen musste, in der Zeit in der sie sich versuchte abzulenken. Die Rudelmitglieder und ganz besonders Tinu waren eine gute Hilfe sich abzulenken, aber st├Ąndig zog etwas in ihrer Brust , lie├č ihr K├Âpfchen an den eleganten , schwarzen Krieger denken. Es war als w├╝rde ihr eine riesige Last von den Schultern fallen. Endlich war Gwydion wieder da! Juhu!

Kaum hatte Reza mit allen vier Pfoten ein paar Schritte gen Chaske und Khazen gemacht, da sprang Tinu bereits wieder los; Chaske entgegen. Scheinbar hielt auch sie es nicht mehr aus. Reza wollte ihr folgen und ebenfalls zum Spurt ansetzen, als die weiteren Worte Chaskes in die Ohren der braunen W├Âlfin drangen. Gwydion? Er hatte doch gerade Gwdion gerufen, oder etwa nicht? Er hatte ihn angek├╝ndigt! Reza konnte sich nicht verh├Ârt haben. Sie hatte doch eindeutig Gwydion geh├Ârt! Pl├Âtzlich war ihr als w├╝rde ein Blitz ihren K├Ârper treffen, sie erschlagen und ihr das Bewusstsein wegblasen. Sie sp├╝rte einen kr├Ąftigen Schlag, der ihren gesamten K├Ârper durchzog.

'Gwydion ... ist gefallen.'

~...ist gefallen... ist gefallen... ist gefallen...~ hallte es im Echo in ihrem Kopf nach. Ein stechender Schmerz breitete sich in ihrer Brust aus, beraubte sie der Kraft zu Atmen und zu Denken. Es war als h├Ątte etwas ein Loch in ihr Herz geschlagen, als w├╝rden daraus Schlangen hervorschnellen und sich mit Dornen besetzten Leibern um ihr wichtigstes Organ legen, es umschlie├čen, w├╝rgen, l├Âchern und quetschen.

Ihr Herz setzte gar f├╝r einen Schlag aus, in dem sich ihr gesamter K├Ârper leblos f├╝hlte, ehe der gerade entstandene Schmerz sie wieder in das Reich der Lebenden zur├╝ckholte. Sie holte Luft - sie zog diese durch ihren offenen Fang hindurch, und doch f├╝hlte es sich an als w├╝rden sich ihre Lungen nicht mit Luft f├╝llen k├Ânnen. Es kam einfach keine Luft an. Immer und immer wieder, mehrmals, holte Reza kr├Ąftig Luft, ohne auszuatmen. Schnappatmung.

Die gl├Ąsernd wirkenden Seelenspiegel Rezas blickten in Chaskes Richtung. Hatte er sie gesehen? Hatte er sie bemerkt? W├╝rde er sehen k├Ânnen was mit Reza geschah? Wenn er in ihre Augen blicken w├╝rde, w├╝rde er in ihren Augen sehen k├Ânnen, wie der Spiegel, der eine heile, bunte Welt zeigte, mit einem Schlag zersprang. Die sonst so sch├Ânen Augen Rezas f├╝llten sich mit Tr├Ąnen.

Die W├Âlfin sah wie Chaske den Blick gen Boden senkte, als w├Ąre er nicht im Stande zu berichten was vorgefallen war. Bald schon durfte auch ein Jeder der W├Âlfe verstehen warum dies der Fall war. 'Es war Tyrese' - Chaskes Worte waren so leise und dumpf - dennoch so deutlich und klar. Der Tyrann - Tyrese, das personifizierte B├Âse in Gestalt eines Wolfes - ein D├Ąmon , hatte ihr ihren Liebsten, Gwydion , geraubt und ihm das Leben genommen. Mit diesem weiteren Schlag, der ihren K├Ârper durchfloss drang pl├Âtzlich wieder Luft in ihre Lungen, der feste schmerzende Griff um ihr Herz blieb aber bestehen.

'Wenn ihr trauern m├Âchtet, so m├╝sst ihr es leise tun.' - 'Es tut mir leid, ich konnte ihn nicht retten' - Worte, st├Ąndig nur Worte! Immer nur Worte und Worte und Worte, die obwohl sie einen Satz bildeten pl├Âtzlich keinen Sinn mehr f├╝r Reza ergaben. Sicherlich h├Ątte sie sonst dagegen protestiert, nicht trauern zu d├╝rfen, ihren Schmerz laut in die Welt hinausrufen, schreien und heulen zu d├╝rfen. Sie w├Ąre wortw├Ârtlich zur Furie geworden, wenn es sie nicht selbst so sehr getroffen h├Ątte... Selbst die Entschuldigung Chaskes drang ohne jeglichen Sinn und ohne jede Bedeutung in ihre Ohren. Worte, wirre Buchstaben und T├Âne, die einfach nichts ergaben. Reza -konnte- und -wollte- nichts mehr von Gwydions Verlust h├Âren. Sie war fertig mit der Welt. Total.

Unter ihren zusammengepressten Lefzen, ihren kr├Ąftig aufeinandergebissenen Z├Ąhnen, verbarg die W├Âlfin einen undefinierbarer Laut, der vom Regen in dem sie nun stand, gl├╝cklicherweise erschlagen und verschluckt wurde. Nur ein Wolf der direkt neben ihr gestanden h├Ątte, w├Ąre Zeuge dieses Lauts geworden. Es klang wie ein unterdr├╝ckter Schmerzensschrei, der auch einem Heulen und einem Knurren glich, gleichzeitig k├Ąmpfte Reza damit sich nicht zu verschlucken oder sich gar wie aus dem Nichts heraus zu ├╝bergeben. Ein kr├Ąftiges Husten , W├╝rgen und R├Âcheln kam am Ende von Reza, als sie es endlich wieder schaffte ihre verbrauchte Luft aus den Lungen zu pressen, als sich jene mit frischer Luft f├╝llten. Ihr gesamter Brustkorb hatte sich so kr├Ąftig zusammengezogen und gekrampft, dass sie daran fast erstickt w├Ąre. So gro├č war ihr Schmerz ├╝ber die Botschaft, die sie noch gar nicht wirklich begreifen konnte.

Als auch Khazen seine Stimme erhob, um Chaske zu unterst├╝tzen und zu st├Ąrken, drehte sich der Kopf Rezas wie in Zeitlupe in dessen Richtung. Das war doch alles unwirklich. Ein Traum. Ein Albtraum. 'Niemand h├Ątte ihn retten k├Ânnen.' - 'Sein Tod war unvermeidlich.' waren Khazens Worte. Ausgerechnet von Khazen mussten solche Worte kommen. Obwohl Reza l├Ąngst nicht mehr in der Lage war jedes einzelne Wort aufzunehmen und zu verstehen; DAS verstand sie doch noch sehr gut! Ihr Fang ├Âffnete sich. Blankes Entsetzen stand in ihren Augen. Nun f├╝hlte sich Reza als w├╝rde die Welt unter ihren Pfoten jeden Augenblick zu einem Karusell werden; das mit irrwitziger Geschwindigkeit anlaufen und sie von den Pfoten rei├čen w├╝rde. Wie konnte Khazen nur solche Worte finden? Er sprach von Gwydions Verlust und Tod so als w├Ąre es ein notwendiges ├ťbel gewesen; so nahm es Reza n├Ąmlich auf. ~'... unvermeidlich ... unvermeidlich ... unvermeidlich...'~ hallte es wieder in ihrem Kopf nach, w├Ąhrend ihr Blick wieder langsam , ebenfalls in Zeitlupe, zur├╝ck zu Chaske wanderte.

Dort sah sie wie Tinu sich bereits an Chaske warf, sich an ihn dr├Ąngte und kuschelte. Sie hie├č ihn willkommen. Willkommen zur├╝ck. Es war ihr Bruder. Den sie so sehns├╝chtig erwartet hatte. Rezas Kopf neigte sich ein wenig zur Seite - so dass Reza an Chaske vorbeiblickte; dort wo noch Platz neben ihm war. Wo Gwydion h├Ątte stehen sollen. Ihre Gedanken spielen ihr einen unpassenden Streich; sieht sie doch kurz darauf wie ihr Liebling dort steht, und sie selbst, wie sie es Tinu gleichtut und wortw├Ârtlich ├╝ber ihren schwarzen Helden herf├Ąllt, ihn anspringt, ableckt, wie sie sich an ihn dr├Ąngt, an ihn schmust und reibt. Nur in wenigen Augenblicken wieder verblasste die Illusion vor ihrem geistigen Auge. Ihre Krallen dr├╝ckten sich in das lockere, durchn├Ąsste Bodenreich, ehe ihr Blick wieder zu Chaske, Tinu und Khazen wanderte.

Reza kniff die Augen zusammen. "Das ist nicht wahr..." s├Ąuselte sie leise fl├╝sternd, mit sich senkenden Kopf hervor. Unter ihren geschlossenen Augenlidern traten Tr├Ąnen hervor und liefen ihr bereits vom Regen durchn├Ąsstes Wangenfell herab. "...das..." unterbrach Reza mit einem unterdr├╝ckten Fiepsen und Wimmern immer wieder. "...das.. ist nicht wahr. Nein. Das ist..." "...nein..." "... nicht wahr..."

Doch anstatt sich zu beruhigen, w├╝hlte das die arme W├Âlfin immer mehr auf. So weit, bis sie es nicht mehr aushielt. "DAS IST NICHT WAHR!!!" br├╝llte sie Chaske, Tinu und Khazen entgegen, kurz nachdem sie ihren Kopf wieder erhoben hatte und den drei W├Âlfen mit dem Gesicht einer verzweifelten, verlorenen Seele entgegenblickte. Kurz darauf begann Reza aus der Reihe zu tanzen. Ihre Pfoten l├Âsten sich vom schweren, nassen, teils matschigen Boden, ehe sie zur Seite abdrehte und mit geschlossenen Augen losspurtete. Sie wollte weg hier. Sofort.



[ Erschreckt sich leicht bei Tinus Freude | eilt nach Tinu aus der H├Âhle | bleibt ebenfalls kurz stehen und lauscht den Worten von Chaske | bekommt einen Schock und erleidet Herzschmerz bishin zu seelischen Qualen | versteht kurz darauf kaum noch ein Wort und verliert den Bezug zum Hier und Jetzt. | will Gwydions Tod nicht wahr haben | versucht zu fl├╝chten. ]


__________________
15.07.2017 13:00 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Stimmte das, was Khazen sagte? H├Ątte niemand seinen Vater retten k├Ânnen? Was, wenn er eingegriffen h├Ątte? Was, wenn er Gwydion zuvorgekommen w├Ąre und den Kampf selbst aufgenommen h├Ątte?
Doch er konnte nicht in die Vergangenheit zur├╝ckspringen. Es war geschehen, was geschehen war und niemand w├╝rde es mehr ├Ąndern k├Ânnen. Jetzt nicht mehr.
Der Schwarze warf seinem Weggef├Ąhrten einen kurzen, dankbaren Blick zu. Khazen w├╝rde an seiner Seite bleiben. Sie w├╝rden weitermachen. Und mit ihnen auch die anderen, oder?

Aber schlugen die Herzen des Rudels gleicherma├čen f├╝r die Rebellion wie das von Chaske ÔÇô oder schlugen sie nur f├╝r Gwydion? War nun alles vorbei? Er h├Ârte seine Schwester, wie sie mehrmals seinen Namen rief und dann, als er noch kurz das freudige Licht in Rezas Augen bersten und erl├Âschen sah, hatte Tinu ihn erreicht. F├╝r einen Moment war da nur die W├Ąrme ihres K├Ârpers, ihre N├Ąhe, das wei├če Fell, das sich so dicht sie nur konnte gegen ihn presste.
Ein Teil von Chaske wollte nach hinten ausweichen. Er hielt es nicht aus, sie leiden zu sehen und zugleichÔÇŽ zu sp├╝ren, dass er ihr noch immer wichtig war. Da war kein Vorwurf ÔÇô nur Verzweiflung.
Der Alphasohn legte seinen Kopf auf Tin├║viel, zog sie mit seiner Schnauze noch enger an sich. ÔÇ×Ich werde nicht sterbenÔÇť, fl├╝sterte er ein leises Versprechen, von dem er nicht sicher war, ob er es w├╝rde halten k├Ânnen. ÔÇ×Und ich werde auch nicht zulassen, dass dir etwas passiert.ÔÇť Sie war die einzige aus seiner Familie, die ihm noch geblieben war. Auch wenn Khazen und seine Welpen schon l├Ąngst mehr f├╝r ihn geworden waren als lediglich andere Rudelmitglieder. Doch Blut verband ihn nur noch mit der Wei├čen.
ÔÇ×Wir bleiben zusammen.ÔÇť Noch immer sprach er sehr leise, beinahe beruhigend auf sie ein. Gewisserma├čen half ihm die Trauer und Angst seiner Schwester. Denn wenn er f├╝r andere stark sein musste, dann fiel ihm das leichter, als wenn er mit sich alleine w├Ąre. Er konnte nicht schwach sein, wenn man ihn stark brauchte. So einfach war das. Und so schluckte er all die eigenen Schuldgef├╝hle, den Schmerz, runter, um Ruhe auszustrahlen. Zuversicht. Ob er sie selbst f├╝hlte? Er war sich da nicht so sicher. Was er jedoch wusste, war, dass er einen weiteren Verlust nicht packen w├╝rde. Tin├║ durfte nichts geschehen. Niemals.

Sodann rissen ihn leise Worte aus seinen Gedanken. Oder viel eher, sie begannen leise und wurden dann lauter. Ein Fiepsen, dann ein schreien. Chaske sah auf, blickte in die Scherben. Reza war zu etwas f├Ąhig, was er sich selbst nicht erlaubte: Sie lie├č ihrem Schmerz freien Lauf. Ja, vielleicht wurde sie sogar einfach von ihm ├╝bermannt.
Er wollte bei seiner Schwester bleiben. AberÔÇŽ er f├╝hlte sich gewisserma├čen auch verantwortlich f├╝r alle anderen. Gwydion hatte Reza geliebt. Und Chaske selbstÔÇŽ mochte die kleine Diva, die gerade alles andere als hochn├Ąsig wirkte, auch irgendwie. ÔÇ×Ich kann sie nicht laufen lassenÔÇť, murmelte er der Wei├čen zu. BeinaheÔÇŽ entschuldigend. Er w├Ąre gerne weiter f├╝r Tin├║ da, aber er musste auch f├╝r die anderen da sein.
Chaske l├Âste sich von seiner Schwester. Es f├╝hlte sich kalt an, ohne sie.

Der Schwarze holte Reza mit wenigen Spr├╝ngen ein. Er schlitterte durch den Matsch vor sie, um ihr den Weg zu versperren. ÔÇ×Princessita,ÔÇť ÔÇô der sonst im Scherz gemeinte Kosename wurde nun beinahe sanft ausgesprochen ÔÇô ÔÇ×bleib hier.ÔÇť Auch wenn es beinahe so klang, als w├╝rde er sie darum bitten, lag da eine gewisse Unnachgiebigkeit in den eisblauen Augen. Er w├╝rde sie nicht gehen lassen, selbst wenn sie das wollte. Es ging hier um ihren eigenen Schutz. ÔÇ×Es ist wahrÔÇŽÔÇť Er versuchte weiterhin ihrem Blick standzuhalten ÔÇô und sich dabei zur├╝ckzuhalten, nicht einfach die Tr├Ąnen von ihrer Schnauze zu lecken.
ÔÇ×Gwydion wird nicht zur├╝ckkommen. Aber das hei├čt nicht, dass die Rebellen nicht mehr dein Zuhause sind.ÔÇť Nun stupste er sie doch leicht an. Er konnte ihr den Schmerz nicht nehmen. Er konnte nicht Gwydion sein. Aber sie musste wissen, dass sie das hier nur alle gemeinsam durchstehen konnten. ÔÇ×Lass Tyrese nicht gewinnen.ÔÇť Das h├Ątte Gwydion nicht gewollt. Dass sie alle an seinem Tod zerbrachen und deshalb aufgaben.
Noch immer blieb er vor Reza stehen. Ein schwarzes Bollwerk. Wenn sie in ihrem Schmerz nicht vern├╝nftig wurde, w├╝rde er sie trotzdem irgendwie zur├╝ckbringen. Aber vielleicht schloss ja Tin├║ zu ihnen auf und w├╝rde mit ihrer weiblichen Intuition weiterkommen als er mit blo├čer m├Ąnnlicher Kraft?

{ Amdir, Rudelplatz der Rebellen | (Rudel), Tin├╣viel, Reza | spricht leise mit seiner Schwester | folgt Reza }


__________________

(c) Yanthan <3
17.07.2017 08:26 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Kayva Kayva ist weiblich
gespielt von Nana aka Mimi | Mitglied



45 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Wochen
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Der K├Ârper von Kayva schrie immer noch, war m├╝de, war durchger├╝ttelt und als sie in das Gras abgelegt worden war, da kam es ihr so unglaublich unwirklich vor. Es f├╝hlte sich falsch an. Vorher hatte sie die leere um ihren K├Ârper gesp├╝rt und keinerlei Begrenzung gehabt, nun lag sie auf dem Boden und es f├╝hlte sich so unglaublich hart und kalt an, falsch, als h├Ątte sie den Boden noch nie kennengelernt. Doch sie wusste, dass sie sich wieder daran gew├Âhnen musste, denn irgendwann musste sie wieder laufen. Sie war doch die Schw├Ąchste hier, dass sah man ganz klar. Alle anderen hatten es geschafft zu laufen, nicht getragen zu werden und den Weg auf den eigenen Pfoten hinab vom Berg zu schaffen, doch Kayva nicht. Sie war nichts, ein niemand, wusste auch nicht, wie sie es h├Ątte anders tun sollen und musste f├╝r ihr junges Alter feststellen, dass sie sich selbst in diesem Moment nicht leiden konnte. Mit dem Boden unter den Pfoten und dem Bauch hatte auch ihr Kopf wieder begonnen zu arbeiten und das wor├╝ber er nachdachte, dass gefiel ihm und vor allem Kayva nicht. Es gefiel ihr nicht, dass ihre Mutter nun in weiten Kreisen um sie herum gelaufen war, es gefiel ihr nicht, dass ihr K├Ârper immer noch weh tat und es gefiel ihr nicht, dass sie die Schw├Ąchste war. W├Ąre sie ├Ąlter, und w├╝rde sie schon soweit denken, w├╝rde sie sich vor sich selber ekeln, doch dieses Gef├╝hl kannte sie noch nicht und konnte sie auch noch nicht wirklich zuordnen. Aber eins wusste sie und das war die Tatsache, dass sie den anderen nicht mehr in die Augen sehen konnte, was war sie denn? Sie hatte alle entt├Ąuscht, ganz klar.

Erst als sie Tajga neben sich gesp├╝rt hatte, hatte sie kurz aufgeschaut, mit der Nase ihre Schwester angestubst und sich dann wieder flach hingelegt. Tajga stand immer noch zu ihr, doch dabei war es doch Kayva, die die anderen weniger mochten als ihre Schwester, weil sie selber anders war. Weil sie mehr nachdachte, als herumtollte. Langsam wurde der Atem von Kayva tiefer und sie musste zugeben, dass nun die bleiernde Schwere in die Tiefe zog, in das Traumland und sie musste gestehen, dass sie sich gerne fallen lie├č und froh war, endlich ein wenig Schlaf zu finden, vor allem mit der W├Ąrme ihrer Schwester neben sich.
Doch leider hielt der Schlaf nicht lange. Yanthan bemerkte sie nicht, als er zu Tajga kam, aber ihre Mutter, als diese die Welpen anstubste und in die Richtung wies, in die sie gehen sollten. Nur schwer bekam Kayva die Augen auseinander, blinzelte und sah zu ihrer Mutter hoch, ehe ihr Blick leer ├╝ber die Wiese und ihre Geschwister glitt. Sie sagte nichts, was h├Ątte sie auch sagen sollen. Langsam atmete sie aus, testete leicht an, was ihr K├Ârper sagte und sie musste zugeben, dass dieser immer noch schmerzte. Doch diesmal w├╝rde sie sich nicht unterkriegen lassen, dieses eine mal nicht. Sie w├╝rde aufstehen und gehen.

Ganz langsam schob sie ihren K├Ârper mit den Vorderpfoten nach oben, ehe sie kurz sitzen blieb und sich dann ganz erhob. Sie drehte sich kurz, sah zu ihrer Schwester, die Augen betrachteten diese, ehe sie zu ihrer Mutter blickte und zu Eyrin, welche schon bereits neben dieser stand. Sie mussten also weiter. Langsam trat eine Pfote von ihr vor die andere, ehe sie sich wieder daran gew├Âhnt hatte, der Boden wieder ihr Freund war und sie kurz darauf ebenfalls neben der erwachsenen W├Âlfin stand, zu ihr hoch blickte und dann zur├╝ck zu den beiden anderen. Tajga kam mit und Kayva w├╝rde einen Teufel tun weit von ihrer Schwester weg zu sein oder sie wieder aus den Augen zu verlieren. Doch auf der anderen Seite wollte sie eigentlich keinen mehr sehen, wollte sich nicht die Neckereien anh├Âren, die sicherlich kommen w├╝rden, denn Fakt war doch: sie war die Schw├Ąchste hier. Ob ihre Mutter da noch stolz auf sie war?

[Amdir | Eyrin, Yanthan, Tajga und Razca | ist kaputt, h├Ąlt sich f├╝r einen Schw├Ąchling, folgt ihrer Mutter stumm, l├Ąsst Tajga nicht aus den Augen]


__________________
I WILL BE IMMORTAL. I HAVE TO BE IMMORTAL. BUT I AM ONLY ME.

IF I CAN NOT BE IMMORTAL, I WANT TO BE LIKE MY MOTHER. A GODDESS.
18.07.2017 21:05 Kayva ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Die braune W├Âlfin sprang mit geschlossenen Augen quer ├╝ber den Rudelplatz, versuchend den Worten, den L├╝gen, wie sie glaubte und dem qu├Ąlenden, tiefsitzenden Schmerz zu entkommen. Doch bald schon lie├čen ihre Ohren sie auflauschen. Etwas n├Ąherte sich ihr. Pfoten trommelten und peitschten ├╝ber den nassen, schweren Matschboden. Kurz nachdem Reza ihre Augen wieder ├Âffnete, sah sie auch schon wie Chaske vor ihren Augen ├╝ber den Matsch schlitterte und direkt vor ihr zum Stillstand kam. Es war wie eine Szene in einer Jagd, in der die Beute vom Fluchtweg abgeschnitten wurde. Sofort st├Ąmmte die F├Ąhe ihre Pfoten in den matschigen Boden, um ebenfalls schlitternd zum Stillstand zu kommen.

Ihre Augen, zitternd und voller Tr├Ąnen, starrten dem schwarzen R├╝den entgegen, mit einem ungl├Ąubigen und verzweifelten Blick zugleich. Die Ohren regten sich als sich Chaskes Stimme erhob und drehten sich in seine Richtung, kurz spitz aufgestellt, ehe sie langsam zur Seite sanken und der W├Âlfin einen verzweifelten Eindruck verliehen. "Prin..." schluchzte Reza leise hervor. "Princessita...?" wiederholte sie, als hatte sie sich verh├Ârt, das Wort nicht richtig verstanden, oder einfach nicht glauben wollen dass Chaske ihr diesen Kosenamen entgegenwarf. In dieser Situation schien es jedoch dass der Kosename Reza einfach nur aus der Bahn geworfen hatte.

Erneut zuckten die Ohren der W├Âlfin, als Chaske mit einer leisen und sanften Stimme zu sprechen begann. Der junge R├╝de fasste sich kurz und gab nur ├Ąu├čerst pr├Ązise gew├Ąhlte Worte von sich. Sie solle hier bleiben. Es klang wie eine liebevolle Bitte. Eine Bitte in der Angst und F├╝rsorge mitschwang. Allein diese wenigen Worte ber├╝hrten Reza. ~'Gwydion wird nicht zur├╝ckkommen.'~ hallte wiederholt in ihren Ohren nach. Sie konnte nicht glauben dass Chaske, der nun als Sohn Gwydions vor ihr stand, ihr diese Worte sagte. Ausgerechnet der Sohn musste ihr sagen dass Gwydion nicht mehr lebte, ohne dabei selbst auch nur im Ansatz Emotionen zu zeigen. Wie konnte Chaske nur so kalt und ernst in diesem Moment sein?

Das aufgeregtes, schwere und hastige Atmen der W├Âlfin wurde nun klarer, aber auch kr├Ąftiger. Eine G├Ąnsehaut ├╝berfiel ihren K├Ârper und zwang sie dazu das Fell leicht zu str├Ąuben, als Chaske sie mit der Nase vorsichtig anstupste. Ihre Augen zitterten immernoch und starrten dem schwarzen Prinzen ungl├Ąubig entgegen. Versuchte er sie etwa zu tr├Âsten? Diese Ber├╝hrung war irgendwie seltsam, spendete sie doch das Gef├╝hl von Familie und Zusammenhalt, spendete W├Ąrme und Wohlsein, wie es bei Gwydion immer der Fall war. Die W├Âlfin schluckte schwer, als die letzten Worte von Chaske sie besch├Ąftigten. ~'Lass Tyrese nicht gewinnen.'~ nach diesen Worten grub Reza abermals ihre Krallen in den matschigen Boden, die Schnauze zog sich kraus und ihr Blick sank langsam gen Boden.

"Ihn nicht gewinnen lassen?! Gwydion ist tot!" brachte die W├Âlfin hervor. "Wo ist er?" begann Reza mit zittriger, weinerlicher Stimme fortzufahren. "Wo ist Gwydion? Ich will ihn sehen!" warf sie nach und erhob mit einem Ruck ihren Kopf, Chaske erneut mit tr├Ąnenden Augen entgegenblickend. In ihren Seelenspiegeln waren nichts als Scherben zu sehen. Eine aufgew├╝hlte, gebrochene W├Âlfin, die ihre letzte Hoffnung daran klammerte dass alles nur eine unglaublich gro├če L├╝ge war.Ohne auf eine Antwort von Chaske zu warten, zog Reza erneut ihren Fang graus, bis die Lefzen sich zitternd erhoben. Sie wollte ihm nicht drohen, sie wollte ihn nicht anknurren, es war all die Verzweiflung und der Schock der sie zu den Reaktionen trieb. "I-Ich.....Ich... Lass mich gehen!" forderte die W├Âlfin, ehe sie einen Versuch startete an dem schwarzen Bollwerk vorbei zu gelangen. In genau dieser Situation wirkte Chaske wie ein gro├čer, m├Ąchtiger, schwarzer Wolf, genauso wie es Gwydion war. Ein Koloss von einem R├╝den, der sich ihr wie ein Eisberg in den Weg stellte.

Reza kniff erneut die Augen zusammen, den Kopf dabei gesenkt haltend. Sie sprang los; wie sie es zuvor schon tat; direkt auf Chaske zu. W├Ąhrend des kurzen Spurts erhob sie ihren Kopf und sah dem Bollwerk entgegen. Die W├Âlfin t├Ąuscht Links an, ehe sie zur rechten Seite springt und an Chaske vorbeispringen m├Âchte. Wenn sie ihn erst einmal ├╝berwunden hatte, konnte sie endlich laufen, laufen bis ihre L├Ąufe m├╝de wurden und sie nicht mehr tragen w├╝rden. Sie wollte sich ihren Schmerz aus der Brust schreien und einfach nur Laufen.


[ Wird von Chaske abgefangen | scheint vollkommen durch den Wind | voller Trauer und Unglauben | zeigt Chaske Drohgeb├Ąrden | versucht das schwarze Bollwerk zu ├╝berwinden. | Will weiterhin fl├╝chten und ihren Schmerz freien Lauf lassen. ]


__________________
21.07.2017 17:07 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Abigail Abigail ist weiblich
gespielt von Jassy | Super Poster


Steckbrief

88 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Abigail f├╝hrte ihren Trupp in konsequenter Stille voran. Seit sie vor gef├╝hlten zwei Stunden das Siegesgeheul ihres Alphas vernommen hatte, dr├Ąngte es sie zu ihm und dem Rest des Rudels zur├╝ckzukehren. Allerdings sp├╝rte sie auch die Ersch├Âpfung ihres Trupps und wollte diesen nicht allzu sehr antreiben. Ihre eigene Ersch├Âpfung, die sich in schweren Gliedern und M├╝digkeit bemerkbar machte, ignorierte sie dagegen komplett. F├╝r sie war es von h├Âchster Priorit├Ąt, die ihr anvertraute Gruppe zur├╝ck zu ihrem Alpha zu bringen.

Es f├╝hlte sich wie eine Ewigkeit an, die sie liefen, bis sie endlich ihren Alpha und die anderen, nahe des Waldrandes, erblickte und steuerte direkt auf Tyrese zu. Beim n├Ąher kommen neigte sie ihren Kopf, um ihm angemessenen Respekt zu zollen, ihre Rute leicht hin und her schwingend, dann sah sie ihm ins Gesicht. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Blick sein, doch als sie Tyreses zerfetztes Gesicht sah, starrte sie ihn schockiert mit gro├čen Augen an, ehe ein bewundernder Ausdruck in ihren citrinfarbenen Augen aufglomm, den sie nur wenige Herzschl├Ąge sp├Ąter hinter einer ernsten Maske verbarg. Schlie├člich sollte ihr Alpha nicht wissen, wie sehr sie ihn f├╝r seine St├Ąrke bewunderte, denn er musste sicherlich h├Âllische Schmerzen erleiden und doch sa├č er wie entspannt vor ihr und gab nicht ein einzigen Schmerzenslaut von sich. Au├čerdem war er immer noch derselbe, auch mit verunstalteter Gesichtsh├Ąlfte. Als ihr bewusst wurde, dass sie ihn noch immer anstarrte, senkte sie augenblicklich den Kopf und besah sich den Erdboden vor ihren Pfoten.
Nur kurz darauf riss die kr├Ąftige Stimme Tyreses sie aus ihren Gedanken:

ÔÇ×Seid ihr vollst├Ąndig? Wo sind die Welpen? Wo ist Razca? Wo sind die Welpen? Warum sind sie nicht bei euch?ÔÇť

Nat├╝rlich. Die Welpen und die andere F├Ąhe waren ihm wichtig. Wie hatte sie nur so dumm sein k├Ânnen, ohne sie weiter zu gehen? Ohne sie bei ihrem Alpha aufzukreuzen? Sie wusste doch, was die Welpen ihm bedeuteten. W├╝tend auf sich selbst biss sie die Z├Ąhne fest zusammen und ein leises brummen konnte sie nicht unterdr├╝cken.

Aber eigentlich war sie doch gar nicht f├╝r die Welpen zust├Ąndig, oder? Hatte er ihr das nicht sogar selbst gesagt?
Nein, das war nicht ganz richtig, er hatte ihr dir Gruppe samt Welpen und der anderen F├Ąhe anvertraut. Und sie, Abigail, hatte versagt, in dem sie ohne sie hierherkam. Was sagte das ├╝ber Abigail aus? Was zeigte sie ihrem Alpha durch ihr Verhalten? Dass sie nicht f├Ąhig war, von ihm ├╝bertragene Aufgaben ordnungsgem├Ą├č zu erf├╝llen. Ein schwerer ihr unbekannter Druck legte sich ├╝ber ihr Herz, der sie beinahe aufheulen lies. Sie schob die Gedanken beiseite und ignorierte sie samt dem Gef├╝hl der Entt├Ąuschung.

ÔÇ×Die F├Ąhe ist mit den Welpen einen unbeschwerlicheren Weg gegangen.ÔÇť, brummte sie m├╝rrisch, die Lefzen leicht hochgezogen. Sie w├╝rde ihm nicht sagen, dass die Welpen davongelaufen waren. Sie tat es nicht f├╝r die F├Ąhe, was mit ihr war, war Abigail relativ egal, aber sie wollte, nein, musste, die Welpen sch├╝tzen. Abi konnte nicht sagen, was er ihnen f├╝r ihr ungehorsam der F├Ąhe gegen├╝ber antun w├╝rde. Aber warum war sie einfach weiter gegangen? Abi konnte es nicht sagen.
Sie bemerkte bereits, wie ihre Muskeln vor ├ťberanstrengung zitterten, doch sie w├╝rde sich noch nicht setzen und ausruhen. Erst w├╝rde sie ihre Aufgabe erf├╝llen und ihm den gesamten Trupp bringen.

ÔÇ×Ich wollte ihnen den Umweg ersparen und sie direkt zu euch bringen.ÔÇť, brummte die Nachtschwarze und warf einen bedeutenden Blick auf die ersch├Âpfte Gruppe. Abi sah schon fast wehm├╝tig dabei zu, wie einer der jungen Silberpelze seine Familie begr├╝├čte. Abrupt wandte sie sich ab.

ÔÇ×Keine Sorge, ich werde dir deine Welpen und die F├Ąhe noch bringen, AlphaÔÇť, spottete die sonst so Wortkarge W├Âlfin mit hochgezogenen Lefzen. Abi wollte ihm keinesfalls drohen, es war eher ein Ausdruck ihrer eigenen Unzufriedenheit. Damit neigte sie tief den Kopf, wandte sich ohne ein weiteres Wort ab und trabte instinktiv in eine Richtung los. Sie vertraute auf ihren Instinkt, denn dieser hatte sie nur selten betrogen. M├Âglicherweise wirkte ihr Abgang wie eine Flucht, wahrscheinlich war es das auch, denn sie wollte die ihr ├╝bergebene Aufgabe zu seiner Zufriedenheit erledigt haben. Nat├╝rlich wollte sie ihn auch beeindrucken, wollte, dass er stolz auf sie war, aber in erster Linie verbot ihr Stolz ihr jetzt aufzugeben. Daf├╝r, dass sie die F├Ąhe und die Welpen allein gelassen hatte, konnte er Abi schlie├člich immer noch zurechtweisen, aber sie hoffte, dass er dar├╝ber hinwegsehen w├╝rde, oder ihn das immerhin milder stimmen w├╝rde.

Allzu weit konnten sie nicht sein, sie hoffte nur, dass ihnen wirklich nichts zugesto├čen war. Sie lief am Fu├če des Berges entlang, konnte aber weder Razca noch die Welpen wittern, daf├╝r hatte der starke Regen gesorgt.
Das konnte doch nicht sein, sie mussten doch schon l├Ąngst vom Berg runter sein, oder etwa nicht? Waren sie abgerutscht? Lagen sie wom├Âglich verletzt in einer Felsspalte? Das Bild einer schmalen wei├čen F├Ąhe, den Hinterlauf eingeklemmt in einem Felsspalt, schlich sich in ihre Gedanken, die sie sich augenblicklich verbot. Ihnen durfte nicht das gleiche Schicksal zuteil werden. Abigail wurde immer unruhiger und beinahe w├Ąren ihr die Vorderl├Ąufe weggeknickt, als sie ein Loch im matschigen Erdboden ├╝bersah. W├╝tend riss sie sich zusammen, setzte bewusst eine Pfote vor die n├Ąchste, und ignorierte die schlaffen, schweren Glieder. Sie musste erst ihren Auftrag erf├╝llen, dann konnte sie sich immer noch ausruhen. Dennoch blieben die beunruhigenden Gedanken. Was erz├Ąhlte sie ihrem Alpha, wenn den Welpen tats├Ąchlich etwas zugesto├čen war? Sie angegriffen oder die Welpen einfach zu schwach waren? Das durfte nicht sein. Abi jaulte gequ├Ąlt, sie wollte sich gar nicht vorstellen, was Tyrese dann mit ihr anstellte. Angenehm w├╝rde es jedenfalls nicht werden.
Entschlossen lief sie weiter, verzweifelte aber immer mehr, als sie sie einfach nicht wittern konnte.
Zur Not erklimme ich diesen verdammten Berg noch einmal. Ein leises Knurren brodelte tief in ihrer Brust.
Sie hatte gerade ihren Entschluss gefasst, als sie in der Ferne Bewegungen ausmachen konnte. Waren das etwa die schwarze F├Ąhe und ihre Welpen? Abi trabte zu ihnen hin├╝ber, bremste aber zu einem gem├Ąchlichen schlendern ab, als sie nah genug war, dass die F├Ąhe sie als Mitglied des Rudels erkennen konnte. Schlie├člich wollte Abi die ersch├Âpft wirkende W├Âlfin nicht noch mehr stressen oder sich gar mit ihr anlegen m├╝ssen, nur weil Abigail sie erschreckte.

Pure Erleichterung durchstr├Âmte Abigail. Zum einen, dass sie sie gefunden hatte ohne noch einmal den Berg hinaufzum├╝ssen und zum anderen, dass sie, bis auf die Ersch├Âpfung, die sich bei allen anderen ebenso zeigte, unversehrt schienen, wie sie nach einem kurzen Blick feststellen konnte.

ÔÇ×Der Alpha erwartet euch schon sehns├╝chtig.ÔÇť, brummte Abi schon fast sarkastisch anstelle einer Begr├╝├čung.
Aus sicherer Entfernung betrachtete sie die ersch├Âpften Fellkn├Ąule, die sich nur m├╝hsam aufrafften und sich langsam in Bewegung zu setzen schien. Da kam sie ja gerade zum richtigen Zeitpunkt. Irgendwie bezweifelte Abigail es jedoch, dass die Welpen noch genug Kraft f├╝r den R├╝ckweg hatten. Gl├╝cklicherweise w├╝rden sie nicht weit gehen m├╝ssen, dennoch w├╝rden sie ewig brauchen. Hoffentlich w├╝rde ihnen das nicht in irgendeiner Weise zum Verh├Ąngnis werden. Sie wandte sich in die Richtung, aus der sie so eben gekommen war.

ÔÇ×Lassen wir den Alpha nicht noch l├Ąnger warten. Wir brechen auf.ÔÇť, bellte sie und lief langsam los, ihre m├╝den, ├╝beranstrengten Glieder weiterhin ignorierend. Die kleine Gruppe w├╝rde Abigail schon folgen, ansonsten w├╝rde sie schon daf├╝r sorgen, dass sie es taten. Nach einigen Schritten blieb sie kurz stehen und warf einen pr├╝fenden Blick ├╝ber die Schulter, ob die Fellkugeln und die andere F├Ąhe ihr freiwillig folgten.


[Amdir ÔÇô bringt ihre Gruppe zum Treffpunkt ÔÇô erstattet Tyrese Bericht ÔÇô geht die Welpen und Razca suchen]


__________________
24.07.2017 21:02 Abigail ist offline Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Er sah den Unglauben, den Schmerz, die Ersch├╝tterung, all diese Gef├╝hle, die auch in seinem eigenen Inneren tobten, aber nicht an die Oberfl├Ąche kommen durften. ÔÇ×Er ist nur wirklich tot, wenn wir ihn und sein Erbe sterben lassenÔÇť, erwiderte der Schwarze. Wenn sie jetzt fortliefen und die Rebellion verga├čen. Wenn sie Gwydions Existenz verdr├Ąngten ÔÇô oder aufgrund des Verlustes selbst verendeten.
Die n├Ąchste Frage traf ihn unvermittelt. Er hatte ihn zur├╝ckgelassen. Doch was h├Ątte er tun sollen? Mit dem Leichnam zur├╝ckkehren? Dann w├Ąre es ihnen nie gelungen, vor Tyreses H├Ąschern davonzulaufen.
ÔÇ×Der Fluss stieg weiter an. Er wird ihn mitnehmen.ÔÇť Das war ein Begr├Ąbnis, das eines gro├čen Anf├╝hrers w├╝rdig war.
Doch der K├Ârper allein war nicht wichtig. Selbst wenn Raben ihn zerpfl├╝cken sollten. Es war der ewige Kreislauf der Natur. Chaske w├╝rde nicht an einer Leiche jammern, sondern die Seele vermissen, die den K├Ârper lebendig gemacht hatte. ÔÇ×Du kannst ihn nicht sehen. Das ist nunÔÇť ÔÇô er hasste es, das auszusprechen ÔÇô ÔÇ×Gebiet der Nightfalls.ÔÇť Es war viel zu gef├Ąhrlich, dorthin zur├╝ckzukehren.

Reza wollte erneut fortlaufen. Zuerst gedachte der junge R├╝de ihr sofort zu begegnen, dann jedoch entschied er sich dagegen. Er war in seinem Leben schon viel gerannt. Man konnte dem Schmerz nicht davonlaufen, nein. Aber wenn die Ersch├Âpfung einsetzte, der K├Ârper alles Adrenalin abgelaufen hatte, dann konnte man sich leichter beruhigen. Oder man schlief einfach irgendwann m├╝de ein. Also lie├č er sie laufen. Erstmal. Der Alphasohne folgte ihr. Nicht direkt auf den Fersen, aber doch so, dass er sie nicht verlor.
Chaske sp├╝rte, dass es ihm selbst auch guttat. Doch als sie sich zu weit vom Rudel entfernt hatten, nahm er eine Abk├╝rzung. Er erwischte die Braune von der Seite her. Nun brachte er doch einige Kilo mehr auf die Waage und wenn er im vollen Lauf gegen jemanden knallte, konnten nur die wenigsten sich auf den Pfoten halten. Vor allem, wenn der Boden derart aufgeweicht war.

Der junge R├╝de konnte sich selbst nicht richtig halten und landete kurzerhand auf der Gef├Ąhrtin seines Vaters. Sein eigenes Gewicht dr├╝ckte sie zu Boden. Er sp├╝rte ihr nasses Fell dicht an seinem, die W├Ąrme, die darunter von ihrem durchs laufen erhitzten K├Ârper ausging. Es war auf irritierende Art und Weise ein angenehmes Gef├╝hl. Anders, als wenn es sich um seine Schwester oder einen Freund handeln w├╝rde. Zugleich sah er jedoch auch nicht peinlich ber├╝hrt weg oder brachte direkt wieder Distanz zwischen sich und Reza. Stattdessen hielt er sie weiter am Boden. ÔÇ×Du kannst nicht weit genug laufen, um dem zu entkommen.ÔÇť Die Vergangenheit, Erinnerungen, Sehnsucht, sie verfolgten einen, egal wohin man floh. Es gab keinen anderen Weg, als sich zu stellen.
ÔÇ×Er hat gewusst, dass die Rebellion vielleicht sein Ende bedeuten wird.ÔÇť Er sprach die Worte leise, aber mit fester Stimme. ÔÇ×Trotzdem hat ihn das nicht davon abgehalten. Er hat das nicht f├╝r sich getan.ÔÇť Sondern weil Gwydion die Ungerechtigkeit gehasst hatte. ÔÇ×Er hat uns alle, die wir kein Zuhause hatten, eine Familie gegeben. Wirf das nicht weg, nur weil er fort ist.ÔÇť Die eisblauen Augen bohrten sich in die Seelenspiegel der Braunen. ÔÇ×Es wird nie aufh├Âren, wehzutun. Aber man lernt, damit zu leben.ÔÇť Und das von einem jungen WolfÔÇŽ, der jedoch schon mehr verloren hatte, als viele Altw├Âlfe. Dennoch, er stand noch immer. ÔÇ×Wenn du ihn wirklich geliebt hast, dann hilf mir, seinen Traum zur Wirklichkeit zu machen.ÔÇť Es klang gewisserma├čen fordernd. Zugleich f├╝hlte es sich ein bisschen seltsam an, von ihrer Liebe zu seinem Vater zu sprechen und ihr dabei so nah zu sein. Da er sich jedoch noch nicht sicher war, ob sie erneut versuchen w├╝rde, abzuhauen, blieb er weiterhin ├╝ber ihr.



[in der N├Ąhe des Rudels, jedoch au├čer Sichtweite | versucht Reza zur├╝ckzuholen]


__________________

(c) Yanthan <3
26.07.2017 05:54 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Yanthan Yanthan ist männlich
gespielt von Beau | Posting Star


Steckbrief

253 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Yan stupste Tajga an, aber sie reagierte kaum auf ihn, r├╝hrte sich nur langsam. Warum bewegte sie sich denn nicht? Musste er sie erst bei├čen? Razca war wach! Er wollte los! Er zog schon die Lefzen ├╝ber die kleinen spitzen Z├Ąhne um auf diese Art und Weise Tajga dazu zu bringen seinen Weckversuch zu bemerken ÔÇô sie konnte ihn doch nicht einfach ignorieren! Was glaubte sie wer sie war?! ÔÇô als Razcas Ruf erklang. "Wir m├╝ssen los. Tyrese wartet sicher schon sehns├╝chtig auf seine Welpen." Yanthan lie├č die Lefzen sinken und hob den Kopf um Razca unverwandt anzusehen. Da waren keine Emotionen auf dem Welpengesicht als er sie dabei beobachtete wie sie einen Schritt vor den anderen setzte, seltsam steif, sich gerade erst erhoben. Sie sah schwach aus. Sie sah aus wie eine verbitterte alte F├Ąhe. Sie war nicht w├╝rdig die Mutter von TyreseÔÇś Welpen zu ersetzen. Aber Tyrese hatte sie ausgew├Ąhlt. Und zum ersten Mal in seinem Welpenleben fragte sich der kleine schwarze weshalb. Er verstand es nicht. Aber er musste es doch verstehen! Die Erwachsenen taten doch nichts einfach so! Das sagten sie selbst immer. Wahrscheinlich hatte Tyrese Razca noch nie so gesehen wie die Welpen sie heute gesehen hatten. Wie sie mit ihnen umgegangen war, wie sie SEINE Welpen angeschrien hatte. Er konnte es nicht wissen! Yanthan w├╝rde ihm so schnell wie m├Âglich davon berichten. Wenn sie ihn zu ihm lie├čenÔÇŽ Wenn er ├╝berhaupt mit ihm sprechen durfteÔÇŽ Sie mussten! Er war TyreseÔÇś Sohn! Und so packte den Welpen eine grimmige Entschlossenheit, die ihn ├╝ber jede M├╝digkeit und jeden verbliebenen Schmerz hinweg sehen lie├č. Er beobachtete Razca wie sie einmal reihum ging um sie an zu stupsen. Eine Vers├Âhnung? Aber nat├╝rlich. Sie durfte nichts wissen, sie w├╝rde ihn nicht mehr zu Tyrese lassen die alte Hexe. Und so lie├č er die Ber├╝hrung ├╝ber sich ergehen als sie bei ihm ankam. Seine Rute schwang ein wenig aufgeregt hin und her als sie ihn mit der Schnauze ber├╝hrte und mit folgsam angelegten Ohren sagte er kein Wort. Sah ihr nur mit den bl├Ąulich schimmernden Augen hinterher als sie sich von ihnen abwandte. Sollte sie glauben sie seien vers├Âhnt. Er w├╝rde sich seinen Weg zu Tyrese wenn n├Âtig frei bei├čen. Und er zog nur kurz die zarten Lefzen ├╝ber die kleinen wei├čen Z├Ąhne, um sie sofort wieder fallen zu lassen als sei nichts gewesen.

Erst als Eyrin an Yanthan vorbei tapste, l├Âste Yan seinen Blick wieder von der Stiefmutter. Er sah seiner Schwester dabei zu wie sie der F├Ąhe folgte. Tr├Ąge und m├╝de aber so als sei nichts gewesen. Dann waren sie also wieder alle Freunde? Aber Yans Pl├Ąne standen fest. Er w├╝rde zu seinem Vater gehen. Er w├╝rde nicht so einfach vergessen wie seine Geschwister. Mit teilnahmslosem Blick beobachtete er Kayva und Tajga dabei wie sie Eyrin und Razca folgten. Ohne ihn auch nur eines Blickes zu w├╝rdigen. Der kleine R├╝de schnaubte. Dann setzte auch er sich in Bewegung.

Aber sie waren noch keine zwei Schritte gegangen als sich ein Duft n├Ąherte. Und kurz darauf eine Gestalt dazu. Eine F├Ąhe. So dunkel wie Razca. Aber irgendwie athletischer. Daf├╝r waren ihre Bewegungen abgehackter. Pr├Ąziser vielleicht. Hatten nicht diese seltsame Eleganz, die Razca aufwies selbst wenn sie sich aufregte. Elegante Hexe. Yanthan kannte die F├Ąhe. Sie war eine von ihnen. Sie war eine von denen die um seinen Vater waren. Aber er kannte ihren Namen nicht. Zumindest konnte er sich nicht an ihn erinnern. Aber er musste sich nicht lange wundern woher sie kam oder weshalb sie hier war oder warum Razca noch nicht Alarm geschlagen hatte. Wo sie ├╝berhaupt alle waren ÔÇô sein Blick glitt hinter die F├Ąhe zwischen die B├Ąume, in der Hoffnung das Rudel zu sehen. Vielleicht seinen Vater zu sehen um endlich berichten zu k├Ânnen. Aber zwischen den B├Ąumen blieb es leer, nur die F├Ąhe war da. ÔÇ×Der Alpha erwartet euch schon sehns├╝chtigÔÇť, brummte sie. Yans Ohren drehten sich unwillk├╝rlich nach vorne und seine Rute begann aufgeregt zu pendeln. Nat├╝rlich erwartete der Alpha sie! Sie waren seine Welpen! Sie waren die Nachfolger, die Erben. Und Razca hatte sie nicht besch├╝tzt! Das Rudel w├╝rde ihre R├╝ckkehr feiern. Yan wurde allein schon bei dem Gedanken ganz stolz. Sein Blick huschte nur kurz zu Razca, aber seine Aufmerksamkeit verlie├č sie bereits wieder als die andere F├Ąhe harsch bellte sie sollten aufbrechen und sich zum Gehen wandte. Sie war eine Kriegerin! Sie bellte wie eine Kriegerin! Eine starke F├Ąhe von Tyrese geschickt um sie zum Rudel zu bringen! Yans Rute wollte gar nicht mehr still stehen. Freudig bellte der kleine Schwarze auf, mobilisierte seine schmerzenden Glieder und hastete an seinen Geschwistern und seiner Ziehmutter vorbei um in einen stolpernden Galopp zu verfallen, solange bis er an der Seite der F├Ąhe angekommen war und neben ihr her trabend den steifen Hals zu ihr reckte. ÔÇ×Tyrese hat dich geschickt, nicht wahr? Nur f├╝r uns, nicht wahr? Er hat gesiegt, das bedeutete das Heulen doch, oder? Sind die Anderen weg? Haben sie sehr k├Ąmpfen m├╝ssen? Sie werden unsere Ankunft doch feiern, oder? Wir sind jetzt wieder zuhause, oder? Amdir ist wieder Nightfall Gebiet oder? So ist es doch nicht wahr? Wie hei├čt du eigentlich? Bist du h├Âher gestellt als Murdoch?ÔÇť, ├╝bersch├╝ttete der Welpe die fremde F├Ąhe mit den Fragen, die er Razca nicht im Traum stellen wollte. Die F├Ąhe kam von Tyrese, das machte sie anders, das machte sie ehren- und hoheitsvoll. Und er war der Sohn des Alphas. Sie musste ihm antworten! Ihr konnte er die Fragen stellen, sie war keine Razca! Sie war keine Hexe. Vergessen war seine Ziehmutter, vergessen seine Geschwister. Sie w├╝rden zur├╝ck zum Rudel gef├╝hrt werden, nichts anderes war mehr f├╝r den kleinen Schwarzen wichtig. Die Anderen w├╝rden schon nachkommen. Sie brauchten seine Hilfe ja nichtÔÇŽ

[Amdir | Eyrin, Razca, Kayva, Tajga, Abigail | will Tajga bei├čen | l├Ąsst sich von Razca anstupsen | entdeckt Abigail, folgt ihr und fragt sie aus]


__________________
26.07.2017 15:48 Yanthan ist offline Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Schon l├Ąngst hatte ihr ihr Kopf den Befehl zur Flucht gegeben. Der Schmerz in ihrem Herzen und in ihrem Leib war so extrem, dass sie nur noch laufen wollte. Fort. Weit weit fort, solang bis dieser Schmerz aufh├Âren oder der Schmerz ihrer k├Ârperlichen Ersch├Âpfung sie zur Ruhe zwingen w├╝rde. Zuvor versuchte Chaske sie noch mit Worten aufzuhalten oder zu beruhigen. Doch nichts davon versprach die W├Âlfin an Ort und Stelle zu halten. 'Er ist nur wirklich tot, wenn wir ihn und sein Erbe sterben lassen.' klang in ihren Ohren nach. Sie wusste sofort was damit gemeint war. Die Rebellion. Wenn sie sich jetzt aufl├Âste und die W├Âlfe fl├╝chteten, hatte Tyrese gewonnen. 'Du kannst ihn nicht sehen. Das ist nun ... Gebiet der Nightfalls.' folgte von Chaske. Sie w├╝rde Gwydion also nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nie mehr w├╝rde sie ihn sehen und Abschied von ihm nehmen k├Ânnen. Zus├Ątzliche Qualen brechen in Rezas Herzen aus.

Ihr Plan schien zu funktionieren; sprang sie doch ungehindert an Chaske vorbei. Wohin? Das wusste sie selbst nicht. Doch wo sie das hastige und kr├Ąftige Trommeln zweier W├Âlfe, die durch den matschigen Boden sprangen, erwartet hatte, waren nur ihre eigenen Pfoten zu h├Âren. Verfolgte sie Chacke ├╝berhaupt nicht? Wieso fragte sie sich das? Warum k├╝mmerte es sie? Es war doch genau das, was sie wollte! Also sprang Reza weiter. Immer weiter fort vom Rudelplatz, so dass sie bald nicht mehr zu sehen war. Obwohl sie nur wenige Sekunden , wenn nicht sogar Minuten rannte, f├╝hlte es sich an als w├╝rde sie nichts anderes tun als bereits den ganzen Tag zu rennen.

Pl├Âtzlich zuckten ihre Ohren auf - DA war es! Das fehlende Trommeln der Pfoten. Gerade als Reza ihren Kopf in die Richtung von Chaske drehen konnte, sprang dieser sie auch schon wie ein schwarzer Schatten an. Ein warnendes Knurren kam von Reza, wollte sie doch verdeutlichen dass sie allein gelassen wollte. Jetzt griff der R├╝de sie an, da konnte Reza nicht anders als ihm giftig entgegen zu knurren. Mit einem kr├Ąftigen Aufprall riss er sie von den Pfoten und warf sie zu Boden, so dass sie auf der Seite landete, aber mit dem Schwung gar drohte ├╝ber den matschigen Boden zu rollen. Doch da fiel Chaske auf ihren K├Ârper, sie auf den Boden pressend; so dass sie auf dem R├╝cken lag und Chaske punktgenau auf ihr drauf. Reflexartig hatte sie ihre Vorderpfoten gegen die Schultern von Chaske gepresst und versucht mit den Hinterl├Ąufen nach dem R├╝den auszutreten. Die Hinterl├Ąufe verfehlten Chaske, dessen K├Ârper sich regelrecht auf sie presste und zwischen ihren Hinterl├Ąufen lag. Die Vorderl├Ąufe zitterten, w├Ąhrend immernoch mit Tr├Ąnen gef├╝llte Augen dem schwarzen Wolf entgegenblickten. Doch zwischen der Trauer und dem Schmerz in ihren Augen war nun auch deutlich Verwunderung zu sehen. Er hatte sie ├╝berrascht, ├╝berw├Ąltigt, sie zu Boden geworfen und effektiv auf selbigen festgenagelt.

Kein Knurren kam von ihr. Kein Jammern, kein Winseln; es herrschte fast schon erdr├╝ckende Stille in diesem Augenblick, als Chaske auf ihr lag, sie seinen kr├Ąftigen K├Ârper auf ihrem Leib liegen sp├╝ren konnte. Sein ebenso schweres und durchn├Ąsstes Fell lag auf ihrem, und doch konnte sie ebenso wie er, die W├Ąrme des erhitzten Leibes des anderen sp├╝ren. Es war eine seltsame vertraute und angenehme W├Ąrme. Das Herz in ihrer Brust machte einen gewaltigen Schlag gegen ihre Brust, lie├č ihren Atem einen Augenblick lang stocken. Von Gegenwehr war keine Spur mehr zu erkennen. In dieser ungewohnten und f├╝rchterlich unpassenden, intimen Situation.

Ihre Ohren zuckten leicht und richteten sich sachte auf, als Chaske begann ihr weiter ins Ged├Ąchtnis zu reden. Er hatte es nun doch geschafft sich ihr aufzuzw├Ąngen, so dass die Aufmerksamkeit nun ganz ihm allein galt. 'Du kannst nicht weit genug laufen, um dem zu entkommen.' fl├╝sterte er ihr nahezu entgegen. Wieder schlug ihr Herz etwas kr├Ąftiger gegen die Brust, hatten die Worte des Chaske doch scheinbar einen einschlagenden Erfolg. Weiter lauschte Reza den Worten von Chaske. Alles was er sagte war wahr. Absolut alles. Sie glaubte ihm und ├Âffnete sich ihm. Immer wieder signalisierte die F├Ąhe ihm mit gesenktem Blick oder gar leichten Kopfnicken dass sie seine Worte verstand und dass sie ihm Recht gab, mit dem was er ihr sagte. Dennoch: Der Schmerz und die Trauer; selbst wenn sie in diesem Augenblick verborgen waren; Reza w├╝rde irgendwann einmal Zeit f├╝r sich brauchen, um die Sache zu begreifen und zu verarbeiten.

"Es wird... nie aufh├Âren weh zu tun? Aber man lernt damit zu leben?" wiederholte sie seine Worte im fragenden Tonfall. "Wie? Wie kann man sowas nur lernen?" fragte sie zugleich, wobei ihre Frage nicht nur als Vorwurf, sondern auch als ernste Frage gemeint war. W├╝rde der R├╝de ihr zeigen k├Ânnen mit dem Schmerz umzugehen? Mit ihm zu leben? Sich daran zu gew├Âhnen? Oder gar ganz andere Dinge? 'Wenn du ihn wirklich geliebt hast,. dann hilf mir, seinen Traum zur Wirklichkeit zu machen.' hallte in ihren Ohren nach. Es waren sorgf├Ąltig gew├Ąhlte Worte gew├Ąhlt, genauso wie sie sie von Gwydion kannte. Wieder blickte Reza in die Augen von Chaske , wechselte vom linken Auge zum rechten Auge und wieder zur├╝ck. Sie suchte ihn seinen Augen nach der Wahrheit und begann in ihnen zu lesen. Sie verlor sich f├Ârmlich in den sch├Ânen blauen Auge des jungen Chaske. Obwohl er sie angegriffen und zu Boden geschmissen hatte, f├╝hlte sie sich wohl. Sie war nicht allein, denn er blieb bei ihr und tat alles daran sie aufzuhalten. Ein Funke Freude und Hoffnung keimt in der W├Âlfin auf, deren halbes Fell von Matsch bedeckt war.

Noch immer pochte es kr├Ąftig unter ihrer Brust, w├Ąhrend Chaske auf ihr liegen blieb und sie auf dem matschigen Boden weiterhin festgenagelt hielt. F├╝r einen kurzen Augenblick war ihr sogar, als w├╝rde sie ihrem geliebten Gwydion in die Augen schauen. Doch diese Augen waren nicht gelb, sondern blau. Und dennoch f├╝hlte sie sich so unheimlich wohl und geborgen, bei dieser nahezu aufdringlichen und doch wohligen W├Ąrme und N├Ąhe.

F├╝r einen kurzen Augenblick lies Reza ihren Kopf zur Seite sinken. Sie blickte in die Ferne und sah nichts als Dunkelheit, K├Ąlte , Regen und Matsch. Als sie ihren Kopf wieder in die Ausgangsposition drehte, blickte sie abermals in die blauen Augen des schwarzen R├╝den. Wie es jetzt wohl weiterging? Sicher war dass Chaske ihr keine Chance lassen w├╝rde erneut die Flucht zu ergreifen.


[ Wird von Chaske gestoppt | wird von Chaskes Worten ber├╝hrt und beruhigt | f├╝hlt sich pl├Âtzlich ungewohnt wohl und sicher | ist peinlich ber├╝hrt | liegt auf dem R├╝cken unter dem kr├Ąftigen R├╝den. ]


__________________
30.07.2017 12:14 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Chaske hatte Widerstand erwartet, doch es geschahÔÇŽ nichts. Vielleicht hatte er sie ├╝berrascht. Vielleicht lie├č er ihr auch einfach keine M├Âglichkeit. Jedenfalls lag Reza nach dem ersten Knurren und Schreckmoment ruhig unter ihm. Wom├Âglich h├Ątte er sofort wieder aufstehen und so mit ihr reden k├Ânnen, aberÔÇŽ das tat er nicht.
Aufmerksam ruhte der Blick der tiefblauen Seelenspiegel auf ihr, w├Ąhrend er sprach. Noch immer sah er den Schmerz in ihr toben, aber er hatte das Gef├╝hl, dass sie ihm nun zumindest zuh├Ârte ÔÇô verstand ÔÇô und nicht s├Ąmtliche Worte einfach an ihr vorbeirauschten wie ein Wasserfall in weiter Ferne.

Die Bunte fragte ihn eine schwierige Frage. Chaske war deutlich besser darin, seine Gef├╝hle zu kontrollieren und nichtÔÇŽ dar├╝ber zu sprechen. Aber wenn er Reza helfen wollte, musste er sich ihr ein wenig ├Âffnen. Selbst wenn das bedeutete, dass er sich damit selbst ins Fleisch schnitt.
Trotzdem schwieg er f├╝r einen Moment, ehe er den Fang wieder ├Âffnete. ÔÇ×Alleine w├╝rde man es nicht aushalten. Als meine Mutter starb, musste ich weitermachen, weil meine Geschwister mich brauchten. Als Kilian starb, war es Freya, der ich helfen wollte. Als Freya fortging, zog es mich zur├╝ck, um Sharon beizustehen. Als Sharon verschwand, musste ich f├╝r ihre Welpen da sein. Und jetzt, ohne Gwydion, sind es alle Rebellen, die ich nicht alleine lassen kann.ÔÇť Er versuchte zu l├Ącheln, doch das fiel ihm gerade nicht leicht. Es war die Wahrheit. Er rettete sich ├╝ber andere. Indem er wusste, dass jemand ihn brauchte, fand er die Kraft weiterzumachen.

Er verfolgte Rezas Blick. Chaske war jemand, der Blickkontakt nur selten auswich. Gerade wollte er den Schmerz in ihren Augen nicht sehen, zugleich war er jedoch davon auch irgendwie gebannt. So viele Gef├╝hle. So vieles, was er auch sp├╝rte, hier jedoch zum ersten Mal sehen konnte.
ÔÇ×Auch du solltest f├╝r die anderen weitermachen. Ich wei├č nicht, ob El├şn bleiben wird. Das Rudel braucht aber eine starke W├Âlfin.ÔÇť Und seine Schwester eine Freundin. Und er selbst brauchte sie irgendwie auch. Aber das war etwas, was Chaske nicht sagen w├╝rde. Er sprach nie von sich, immer nur f├╝r andere.
ÔÇ×Wir sind keine gro├če Gruppe. Je mehr wir verlieren, umso schwieriger wird es f├╝r uns, ein Revier zu halten und die Welpen zu besch├╝tzen.ÔÇť

Langsam erhob er sich. Sofort sp├╝rte er die fehlende W├Ąrme. Verwirrung zog sich kurz durch ihn. Warum fiel ihm das so auf? Fehlte es ihm an N├Ąhe? Aber er war doch selbst schuld, wo er sich so oft so distanziert gab ÔÇô zumindest emotional -, sodass nie jemand auf die Idee kommen w├╝rde, dass auch er wom├Âglich Trost brauchte.
Chaske sch├╝ttelte den Gedanken fort, machte zugleich aber einen Schritt mehr von Reza fort. Beinahe als h├Ątte die Ber├╝hrung etwas Verbotenes an sich gehabt. Immerhin war sie Gwydions Gef├Ąhrtin gewesen und er hatte sich ihr aufgedr├Ąngt. Wenn auch nur, um sie zur├╝ckzuhalten. Es h├Ątte sich nicht gut anf├╝hlen sollen.
ÔÇ×Rei├č dich zusammen, Princessita. So wie wir alle.ÔÇť Die jetzigen Worte klangen deutlich harscher als eben noch. Er wusste, dass sie das nicht verdient hatte. Vielleicht war er gerade nur grob zu sich selbst und zeigte es deshalb so nach au├čen.


[ Amdir, n├Ąhe der Rebellen| versucht Reza zur├╝ckzugewinnen | ist verwirrt ├╝ber sich selbst ]


__________________

(c) Yanthan <3
31.07.2017 07:23 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Razca Razca ist weiblich
gespielt von Khazi | Super Poster



51 Pfotenabdrücke
Alter: 5 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Eyrins Blick lag ausdruckslos auf ihr, Kayva sah sie, beinahe schon von Schande ber├╝hrt an, Tajga reagierte kaum, bis darauf, dass sie sich ebenfalls in Bewegung setzte. Sie waren wirklich schon ein k├╝mmerlicher Haufen. Und eben diesen k├╝mmerlichen Haufen erblickte eine andere schwarze F├Ąhe. Razca brauchte einen Moment, um den Leib der F├Ąhe zu erkennen. Einen Moment, in dem sich ihr ganzer K├Ârper versteifte. Was, wenn sie nun doch noch auf Rebellen stie├čen und die Mutter ihre Welpen mit kaum noch vorhandenen Kr├Ąften verteidigen musste? Doch zum Gl├╝ck war es nur Abigail.
Die Freude dar├╝ber, dass ein Rudelmitglied bei ihnen war, hielt nur kurz. Was sollte das hier werden? Wollte Abigail Razca ihres Amtes entheben? Ihr die Welpen wegnehmen und zeigen, dass sie alles besser konnte? Nur ihre Manieren waren st├Ąrker, als der aufkeimende Zorn. Und ihr Ehrgeiz noch dazu, der sie dazu verleitete ihre Ersch├Âpfung so gut es ging zu verstecken. Sie wollte nicht, das irgendwer sehen konnte, dass sie ersch├Âpft war. Vermutlich lie├č sich dies jedoch nicht mehr vermeiden, ganz gleich, wie viel M├╝he sie sich gab.

Eine Begr├╝├čung blieb aus, daf├╝r wurde ihn ein sarkastischer Kommentar zuteil. Razca sch├╝rzte einen Augenblick die Lefzen und ihr Blick wurde finster.
" Hallo Abigail, sch├Ân, dass ihr es heil den Berg hinab geschafft habt."
Ihre gek├╝nzelt freundliche Stimme t├Ąuschte nicht ├╝ber den Eiszapfen hinweg, der in ihrem Rachen schlummerte. Es war anstrengend die Fassade der h├Âflichen F├Ąhe aufrecht zu erhalten, doch durfte man nicht auch darauf hinweisen, wenn ein Anderer seine Manieren verga├č? Ja, lautete Razcas innere Antwort, lie├č es jedoch bei ihrem bisherigen, bissigen Kommentar beruhen.

Und so folgte sie wie ein L├Ąmmchen der Anweisung Abigails, die, Razcas Wissen nach, nichts weiter war als ein gew├Âhnliches Rudelmitglied. Razca senkte den Kopf und unverholener Zorn wurde f├╝r einen Augenblick in ihren Z├╝gen deutlich. Sie mochte h├Âflich und freundlich sein, doch herumkommandieren lie├č sie sich nicht so einfach. Sie war etwas besseres. Besser als diese herrenlose F├Ąhe vor ihr allemal. Immerhin hatte Tyrese sie daf├╝r auserkoren auf seine Welpen aufzupassen und solange sie von ihrem Alpha nichts anderes h├Ârte, w├╝rde sie einen Teufel tun und sich herumkommandieren lassen. Tja, soweit das Gedankenspiel, denn so kr├Ąftig und siegessicher Razca sonst auch sein mochte, in diesem Augenblick war sie schwach und ersch├Âpft. Ihr K├Ârper, noch immer Geschunden von den Strapazen der Geburt und dem kr├Ąftezehrenden Ern├Ąhren der Welpen, schmerzte und verwies sie darauf, dass sie nicht in der Lage war hier und jetzt einen Kampf zu gewinnen. Nicht, nach ihrem Sturz und der dadurch verursachten Verletzung. Nicht, nach der langen Wanderung, von der ihr die Muskeln und Knochen schmerzten. Nicht, nach ihrem inneren Aufruhr, der noch immre bleiern auf ihren Nerven lag. Und zum Gl├╝ck siegte die Vernunft, auch wenn dieser Konflikt sicher nur auf sp├Ąter verschoben sein w├╝rde. Sp├Ąter, wenn sie ausgeruht war und Abigail die Kehle herausrei├čen konnte, wenn sie es wollte.
Und wenn Tyrese Abigail geschickt hatte, um Razca ihres Amtes zu entheben? Wieder war es nur Zorn, statt Furcht, der Razcas Herz umklammerte. Wenn ihr Alpha so etwas wagen sollte, dann w├Ąre er seines Titels nicht w├╝rdig und ihrer sowieso. Die Welpen waren lebendig, Razca hatte sie ohne Verluste zur├╝ckgebracht. Dass sie ihre Mutter nun hassten, spielte in dem Angesicht keine Rolle.

Sie hatte sich bereits wieder in Bewegung gesetzt, als Yanthan sie ├╝berholte und zu Abigail aufschloss, die sogleich mit Fragen ├╝bersch├╝ttet wurde. Ach so war das also? Die Schw├Ąchlinge waren mehr was f├╝r den feinen kleinen Prinzen. Sollte er machen. Razca w├╝rde in diesem Augenblick nichts dagegen unternehmen. Auch, wenn das Feuer, dass sie w├Ąhrend ihrer Rast m├╝hevoll gel├Âscht hatte, nun wieder lodernd in ihr brannte.
Sie schwieg, w├Ąhrend der kleine Trupp sich vorw├Ąrts bewegte. Es war keine weite Strecke und bald schon hatten sie es geschafft und erreichten den Rest des Rudels, der dort versammelt stand. Razca befand sich noch immer hinter Abigail, driftete nun jedoch langsam ab, um besser sehen zu k├Ânnen - und sich nicht in Abigails Schatten verkaufen zu m├╝ssen. Sie erkannte Tyrese, der nicht unwesentlich mit Blut befleckt war. Doch er stand und war sichtlich am Leben. Gleich darauf fiel Razcas Blick auf Deimos, der seltsam apathisch wirkte. Dennoch schwang die Rute der Mutter einen kurzen Augenblick zwischen ihren L├Ąufen hin und her. Die beiden wichtigsten Rudelmitglieder hatte sie nun gefunden. Doch noch hatte sie nicht das Ausma├č des Kampfes erblickt, denn Tyrese hatte sein entstelltes Gesicht noch nicht zu ihnen herum gewandt. Ganz gewiss w├╝rde dies jedoch gleich geschehen, wenn sein gesundes Auge erkannte, dass seine Welpen sich n├Ąhrten. Und was dann geschah, w├╝rde vielleicht ├╝ber viele Schicksale entscheiden...

{ Abigail, Eyrin, Tajga, Kayva, Yanthan -> Rudel | w├╝tend auf Abigail, folgt stumm, erreichen die Nightfalls }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank <3
31.07.2017 07:32 Razca ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tin├║viel Tin├║viel ist weiblich
Mitglied



13 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Jungwolf bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Wir bleiben zusammen - Ich kann sie nicht laufen lassen.

Tin├║s kleine, feine Welt, die f├╝r einen Augenblick nur noch aus sich und ihrem Bruder bestand, der ihr die wohltuende W├Ąrme gab, die sie so dringend brauchte, zerbarst in tausend St├╝cke. Eben noch hatte Chaske sie enger zu sich gezogen und es hatte der wei├čen F├Ąhe auch tats├Ąchlich geholfen, aber da war er auch schon wieder fort. Fort, weil das Herz Chaskes f├╝r das ganze Rudel schlug und nicht nur f├╝r die eigene Familie. Beinahe fassungslos stand Tin├║ dort, zwischen den entgeisterten Rebellen und starrte dem schwarzen Pelz hinterher, der zwischen den B├Ąumen und B├╝schen verschwand. Sie wusste, dass das normal f├╝r Chaske war. Sie wusste, dass sie ihm verzeihen wollte, musste, weil es nunmal sein Charakter war. Doch so sehr sie es versuchte, konnte sie es doch nicht aus vollem Herzen. Gwydion, ihr Vater, war tot und Chaske hatte nichts besseres zu tun, als der bl├Âden Zicke hinterher zu laufen, die lieber vor der Wahrheit floh, als sich gemeinsam mit ihren Freunden dem Schmerz zu stellen, der sie alle wie eine Welle ├╝berrollte. Aber nein! Reza brauchte wieder eine Extrabehandlung, musste unbedingt ihren melodramatischen Abgang machen, damit jemand sie retten kam. Tin├║s Tr├Ąnen flohen aus ihrem Pelz, als sie ver├Ąchtlich schnaubte.
Mit staksigen Schritten entfernte sie sich von der Erh├Âhung, zu Nhor, der beinahe wehm├╝tig hinter Chaske und Reza hinterher sah. Er war drauf und dran ihnen zu folgen, traute sich aber vermutlich nicht, weil Chaske bereits das Ruder in die Hand genommen hatte. Tin├║ bedachte ihn mit einem warnenden Blick - ehe sie selbst ihrem Bruder und der doofen Zicke folgte.

Wesentlich langsamer, als die beiden vorausgerannt waren, ging sie ihnen trotzig hinterher. Keine Frage, sie wollte auch Reza nicht verlieren. Doch in erster Linie wollte sie die Geborgenheit ihrer Familie, die ihr soeben davongelaufen war. Wegen Reza. Wieder ein ver├Ąchtliches Schnauben. Es war nicht schwer den Spuren zu folgen, die die Beiden hinterlassen hatten. Im aufgeweichten Boden waren die Fu├čabdr├╝cke nur allzu deutlich zu erkennen. Hoffentlich w├╝rde ihnen das nicht zum Verh├Ąngnis.
Das wei├če Fell war bereits nach wenigen hundert Metern bis zum Bauch ├╝berzogen mit Schlamm. Sie konnte so vorsichtig und behutsam gehen, wie sie nur konnte, doch der Matsch spritzte doch in alle Richtungen. Generevt wurde sie schneller, bis die Ger├╝che der beiden W├Âlfe deutlicher wurden und Tin├║ Chaskes Stimme h├Âren konnte. Sie war hart. Damit hatte die Wei├če nicht gerechnet. Einen Augenblick hielt sie inne und wusste nicht, ob sie tats├Ąchlich weiter gehen wollte. Sie hatte eine ganze Menge Wut im Bauch und war eigentlich drauf und dran auf ihren Bruder los zu gehen, ebenso wie auf Reza. Doch Chaskes harte Worte, die an Reza gerichtet waren, waren nicht fair. Nicht in diesem Tonfall. Sie konnte ja nicht ahnen, wie intim das Gespr├Ąch vorher gewesen war. Nun ging sie davon aus, dass sie drauf und dran war in einen Streit zu geraten. Sie entschloss sich, dennoch zu den Beiden aufzuschlie├čen, ehe diese noch weiter fort laufen konnten.

Als sie in Sichtweite kam, war das erste, was Tin├║viel tat, ihrem Bruder einen bissigen Blick zuzuwerfen. Weil er sie, seine Familie, allein lie├č. Und weil er Reza derart anbluffte. Dann wandt sich Tin├║s Blick an die "doofe Zicke", die von oben bis unten voll mit Matsch war und noch immer in Selbigem lag. Es sah beinahe so aus, als h├Ątten... die beiden gek├Ąmpft? Ungl├Ąubig sah sie von Reza zu Chaske und wieder zur├╝ck.

" Es sieht aus, als m├╝sstet ihr euch beide zusammenrei├čen!", entfuhr es ihr giftig, wobei ihr Blick haupts├Ąchlich auf Chaske lag.
Ein Augenblick der Stille folgte, in dem Tin├║ zwei Mal herzhaft einatmete, ehe sie fortfuhr.
" Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid? Alle Beide! Das Letzte, was wir uns jetzt erlauben k├Ânnen, ist uns von der Rudelh├Âhle und unseren Freunden, unserer Familie zu trennen. Wenn alle wie die Hasen auseinanderpreschen, ist es ja kein Wunder, wenn von der Rebellion nichts ├╝brig bleibt."
So sicher und fest ihre Stimme zu Beginn noch gewesen war - sicherlich, weil der Wut ihren Verstand zusammenhielt - so sehr br├Âckelte sie mit jedem Wort. Als sie erneut die Stimme erhob, war es nur noch ein Fl├╝stern, das ihren Fang verlie├č, w├Ąhrend ihre Augen schimmernd die n├Ąchsten Tr├Ąnen verrieten.
" Vater h├Ątte das nicht gewollt... Wenn ihr weglauft, macht ihr alles kaputt. Du - ihre Stimme nun laute an Chaske gewandt.- Bist mein Bruder und alles, was mir noch geblieben bist. Und du - nun glitt ihr Blick zu Reza - bist eine Freundin, die ich nicht missen will. Also rei├čt euch jetzt zusammen und kommt mit zur├╝ck zu dem, was euch hier h├Ąlt, was euch f├╝r immer im Guten an Vater, an Gwydion, erinnern wird. Zu euren Freunden, zu denen, die des K├Ąmpfens wert sind."

Emp├Ârt blickte sie zwischen den beiden W├Âlfen hin und her, in der Hoffnung, dass sie ihr folgen und zur├╝ckkehren w├╝rden, ehe auch der Rest des Rudels wie vom Winde verweht w├╝rde. Vielleicht h├Ątte sie den beiden gar nicht folgen sollen, sondern viel lieber Acht geben, dass nicht noch irgendein Dummkopf die Flucht ergriff. Und ganz sicher sollte sie hier keinen ebenso melodramatischen Auftritt fahren, wie Reza es gewollte oder ungewollt getan hatte. Sie wusste, dass sie nicht ganz fair gewesen war. Nicht zuletzt, weil Chaske nicht Schuld daran war, dass Reza die Flucht ergriffen hatte. Sicherlich hatte er es nur gut gemeint. Aber sie wollte sich nicht erkl├Ąren, konnte es vielleicht auch gar nicht, bei all den Gef├╝hlen, die in ihr wohnten. Sie wollte nur, dass sie zusammen waren und schleunigst wieder gen Rudelh├Âhle sprinteten. Hoffentlich w├╝rden die beiden dem folge leisten.

{ Chaske, Reza | denkt Chaske hat Reza angegriffen, ist emp├Ârt, will die beiden zur Vernunft dr├Ąngen und zur├╝ckkehren }


__________________
31.07.2017 09:22 Tin├║viel ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tyrese Tyrese ist männlich
gespielt von Andre | Super Moderator


Steckbrief Relations

1550 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Jahre
Alpha bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

In Sachen Geduld war Tyrese nich nie ein gro├čer Sportler oder Freund davon gewesen. Da machte es die Tatsache dass er Razca und die Welpen nicht erblicken konnte nicht unbedingt einfacher. Ganz im Gegenteil. Nachdem er bereits seine Fragen Abigail entgegen geschickt hatte, beobachtete er ihre Bewegungen. Die schwarze W├Âlfin schien ersch├Âpft zu sein. Ihr Fell war durchn├Ąsst und verdreckt vom schlammigen Untergrund. Ohne Frage: der Abstieg vom Gebirge war bestimmt kein Zuckerschlecken. Doch was sollte Tyrese dazu sagen? Er selbst war wie ein Steinbock den Abhang herunter gerannt und hatte Zick-Zack - Spr├╝nge vollzogen um m├Âglichst schnell dem Tal entgegen zu kommen. Das war die einzig richtige Entscheidung, sonst w├Ąren die Welpen der Nightfalls dezimiert worden. Get├Âtet oder verschleppt. So sah sich Tyrese nicht nur darin als Held, dass er den elendigen Mistkerl von Verr├Ąter ermordet hatte, sondern auch verhindert hat dass man ihn seiner Welpen beraubte. Deimos sorgte dahingehend selbstverst├Ąndlich f├╝r Kopfschmerzen; hatte der Welpe doch genau das gesehen, was sein kleines K├Âpfchen nicht verstehen wollte. Er war noch jung, frisch und unschuldig. Doch genau das sollte doch den helfen das Fellkn├Ąuel zu radikalisieren? Wollte er denn gar nicht wie sein Vater werden? Oder war es einfach nur der Schock der das junge Wolfsherz in St├╝cke riss? Die Zeit wird es zeigen was aus der armen Seele des Welpen werden w├╝rde. Tyrese hoffte es doch sehr dass Razca und das Rudel es schaffen w├╝rden, den R├╝den zu beruhigen und auszubilden, um zu leben wie ein Nightfall, als der er geboren wurde.

Doch nun zur├╝ck zu Abigail. Tyrese bemerkte nat├╝rlich auch wie die L├Ąufe von Abigail leicht zitterten. Ob er ihr eine Ruhe g├Ânnen sollte? Doch wer w├╝rde dann nah Razca und den Welpen blicken? Ein jeder Wolf des Rudels musste nun ersch├Âpft sein und Tyrese selbst versuchte sich m├Âglichst wenig seiner Schmerzen anmerken zu lassen. Kein leichtes Unterfangen, denn es brannte noch immer so h├Âllisch, als h├Ątte man ihm das Auge herausgerissen oder ver├Ątzt. Es w├╝rde ihm definitiv noch einige Tage und N├Ąchte Kopfschmerzen und andere Leiden bescheren. Daran bestand gar kein Zweifel. Doch jetzt musste er stark sein. Die Nightfalls mussten stark sein. Nun waren sie in Amdir, hatten aber noch immer kein Lager. Das galt es so schnell wie nur m├Âglich zu finden oder aufzuschlagen. In den Augen von Abigail erkannte der Nightfalls soetwas wie Bewunderung. Dieser Blick. Er war unverkennbar. Es war einfach kein entsetztes Starren, obwohl kurz vor dem gedeuteten Blick etwas Angst zu lesen war. Klar, Tyrese musste sich selbst erst einmal daran gew├Âhnen, dass ihm nun ein Auge fehlte. Da w├╝rde jeder Nightfall ebenfalls ein wenig daran zu nagen haben.

Die Ohren des Tyrannen lauschten gespannt den Worten, die ihm zugetragen wurden. Razca hatte einen unbeschwerlicheren Weg gew├Ąhlt? Einen Umweg also. Was dachte sich die F├Ąhe dabei blo├č? Jetzt war sie ganz allein auf sich gestellt und sollte ihre eigenen Welpen und die des Alphas am Leben halten? Obwohl Razca zum Wohl der Welpen gehandelt haben musste, erz├╝rnte es den R├╝den. In Gedanken stempelte er sie sogar als verantwortungslos ab. H├Ątte sie sich nicht wenigstens noch Geleit mitnehmen k├Ânnen? Was wenn sie einen Fehltritt macht und verungl├╝ckt? Die Welpen h├Ątten nicht die geringste Chance zu ├╝berleben. Wut stieg in Tyrese auf, das sah man ihm an, als sich der Kopf leicht zwischen die Schultern senkte und das Nackenfell zur Geltung kam, als es f├Ârmlich zu Berge stand. Aber doch brach kein weiteres Wort aus ihm heraus. Er nahm es hin wie es gerade war; hatte er doch den ganzen Tag nichts weiter getan als sich darauf vorbereitet dass dieser Tag Unheil ├╝ber ihn bringen w├╝rde. Bis jetzt hatte sich dieses Unheil jedoch eher zu seinem Vorteil gewandelt. Hoffentlich war dem auch so bei Razca.

Gerade noch registrierte der Alpha wie Abigails Lefzen bebten und leicht angezogen wurden, kurz bevor sie auch schon lossprang um nach Razca zu sehen. Damit hatte die F├Ąhe ihm das Problem zu entscheiden wen er nach Razca suchen lie├č, abgenommen. Ein leicht am├╝siertes Grinsen zog sich ├╝ber den Fang des R├╝den. Wieder einmal setzte Abigail Alles daran ihren Alpha zufrieden zu stellen. Ihre bebenden Lefzen mussten ein Indiz daf├╝r sein dass sie mit sich selbst k├Ąmpfte und haderte. Vielleicht verfluchte sie sich selbst in Gedanken , als Tyrese ihr so offen vor den Kopf warf, dass das Rudel nicht vollz├Ąhlig war. Wo Tyrese ihr doch die Leitung anvertraut hatte, w├Ąre das ein grober Schnitzer gewesen. Ein Fehler, den Tyrese nicht so leicht vergeben w├╝rde. Normalerweise. Er hoffte inst├Ąndig dass sie bald mit Razca und den Welpen zur├╝ckkehren w├╝rde. Die Unruhe in ihm gefiel ihm garnicht!

So blieb Tyrese an Ort und Stelle, mit einem Nicken auch die anderen Ank├Âmmlinge begr├╝├čend. Er selbst als Alpha vermied nun in dieser Situation in die Gruppe zu laufen und sich nach den W├Âlfen umzusehen und zu erkundigen. Viel zu offensichtlich war es dass man ihn nun anstarrte und das verletzte Auge, die klaffende Wunde mit Schrecken und Staunen begutachtete. Doch keiner traute sich so recht sich ihm zu n├Ąhern. Wo sich sonst F├Ąhen um ihre R├╝den k├╝mmerten, sie vor Sorge mit den Nasen bestupsten, fiepsend wissen wollten ob alles in Ordnung war, sah sich Tyrese einem gro├čen Nichts ausgesetzt. Razca war nicht da. Stattdessen staunende und erschrockene Gesichter, die sich erst noch an das neue Antlitz des R├╝den gew├Âhnen mussten. Mit einem Seufzen und einem kehligen, missmutigen Brummen wandte Tyrese seinen Kopf schlie├člich zur Seite, um sich den Blicken zu entziehen. "H├Ârt auf mich anzustarren!" brachte er fast schon b├Âsartig hervor. Doch einen Vorwurf konnte man Tyrese daraus nicht wirklich machen, oder? Er ├╝berlegte gar bereits zu den Nightfalls zu sprechen, vom Kampf zu berichten und ├╝ber den glorreichen Sieg, den sie an diesem Tage errungen hatten. Doch Tyrese zog es lieber vor zu warten, bis das Rudel wieder vollst├Ąndig sein w├╝rde. Bis dahin konnte ein jedes Rudelmitglied sich ausruhen. Zwar war der kalte , aufgeweichte Boden dabei absolut kein Trost, daf├╝r mussten die W├Âlfe aber auch keine Berge mehr erklimmen oder ├╝berwinden.

Es dauerte wohl eine Zeit, in der Tyrese weiterhin auf Razca wartete. Ab und an erwischte man den R├╝den wohl, wie er sein heiles Auge schloss, sich selbst eine Erholungspause g├Ânnte, seine Sinne und Ohren jedoch blieben scharf. Bewegte sich ein Wolf, oder h├Ârte Tyrese etwas, war er sofort wieder da, wach und bereit. Es war so die einfachste und effektivste Art das Warten zu verk├╝rzen. Einfach das Auge schlie├čen und einen kurzen Augenblick entspannen. In der Ferne waren Pfoten zu h├Âren. Langsame aber deutliche Schritte. Aufgeregte Schritte, die st├Ąndig schneller und langsamer wurden. Dann wurden es mehr. Zwei W├Âlfe. Gefolgt von Regen. Nein, kein Regen; leisen Trommeln. Pf├Âtchen. Konnten das Welpen sein? Mit aufgespitzen Ohren schreckte Tyrese auf. Er war doch einen kleinen Moment einem kurzen Schlaf verfallen. Mit dem heilen Auge erblickte Tyrese die zur├╝ckkehrende Abigail aus dem Augenwinkel heraus. Ein Schatten begleitete sie; eine weitere schwarze F├Ąhe, die deutlich versetzt neben ihr lief. Gefolgt von vielen kleinen tapsigen Schatten. Das waren die Welpen! Gesteinsbrocken fallen Tyrese gedanklich von der Brust und lassen ihn einen tiefen Atemzug nehmen. Er wollte schon aufspringen und Razca entgegenspringen; doch da fuhr es Tyrese wie ein kleiner Blitz durch den Kopf. Konnte er so wie er nun aussah Razca entgegenblicken? Wie w├╝rden die Welpen wohl reagieren? Mit Angst? Eine Frage, die Tyrese selbst ein wenig Furcht einfl├Â├čte. Nicht umsonst war Deimos so aphatisch und das Rudel so verhalten. Doch wollte er auch nicht so tun als w├╝rde er die R├╝ckkehr von Abigail, Razca und den Welpen ignorieren. Das h├Ątte wom├Âglich ein falsches Licht auf ihn geworfen oder f├╝r allgemeine Verwirrung gesorgt. Aber doch z├Âgerte Tyrese so lang, dass Abigail, Razca und die Welpen dem Alpha sehr sehr nahe kamen.

Langsam drehte Tyrese sein Ohr zur Seite, und begann seinen Kopf in die Richtung von Razca zu drehen. In einer eleganten, fast zeitlupen├Ąhnlichen Bewegung wandte sich Tyrese in die Richtung der schwarzen F├Ąhen. Dabei machte Tyrese ein paar Schritte nach Vorn, bis Razca sein noch heiles Auge zu Gesicht bekam. Als sich Tyrese weiter in ihre Richtung dreht, konnte die F├Ąhe erkennen wie ein kurzes, freudiges L├Ącheln auf der ihr zugewandten Lefze lag, das aber nach und nach schmolz, als sich die Nase und der Fangr├╝cken nun ebenfalls ihr zugewandt hatte. Es w├╝rde nur einen kurzen Moment dauern, bis Tyrese Razca frontal entgegenblickte. Das klaffte sie nun. Die gro├če Narbe, die sich noch zusammenzog. Dort, wo das zweite Auge einst war. Mit blut- und schlammgetr├Ąnkten Fell stand er nun vor ihr; sie mit nur einem Auge anblickend. Obwohl der Anf├╝hrer Freude ├╝ber ihre R├╝ckkehr und das scheinbare Wohlbehalten der Welpen empfand, blieb seine Rute nahezu emotionslos h├Ąngen. Er war angespannt, wie Razca nun auf sein neues Erscheinungsbild reagierte. "Willkommen zur├╝ck, Razca." sprach Tyrese mit seiner ruhigen, rauchigen Stimme aus, fast so als w├Ąre nichts gewesen.


[ Zuerst ratlos | l├Ąsst Abigail losziehen | schnauzt die Gaffer an | wartet auf die R├╝ckkehr der Welpen, Abigail und Razca. | wendet sich ihnen zu, Razca langsam sein Gesicht zuwendend. | Begr├╝├čt Razca. ]


__________________
( Set by Beau. Thank you! <3 )
02.08.2017 20:56 Tyrese ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

Quote Edit Melden       IP

Es f├╝hlte sich absurd an. Absurd und Falsch. Und doch so verdammt gut. Gut und wohlwollend. Famili├Ąr. Wie konnte es dann falsch sein? Es f├╝hlte sich richtig an. Zumindest starrten Reza und Chaske sich gegenseitig in die Augen, ohne den seltsamen Moment zu zerst├Âren. Es war als w├╝rde sie sich in seinen blauen Augen verlieren; als w├Ąre eine Miniversion ihrer selbst durch die Seelenspiegel hindurchgesprungen und w├╝rde nun auf dem Grund der blauen Seen, die Chaskes Augen waren, etwas suchen. Doch die Frage die Reza zuvor gestellt hatte durchschnitt am Ende die Stille zwischen Chaske und Reza, brauchte Chaske doch scheinbar nur einen kleinen Moment um sich zu sortieren und wohlgeformte Worte f├╝r Reza zu finden. Wie ausgewechselt blieb Reza ruhig unter Chaske liegen und lauschte seiner Antwort. Das war sie h├Ârte, ber├╝hrte sie. Allein w├╝rde man es nicht aushalten. Da hatte Chaske Recht. Es versetzte sie in Staunen aber auch in Mitgef├╝hl, als Chaske von seiner Vergangenheit berichtete. Von seiner Familie, die er nach und nach verlor. Der stolze, junge Krieger verlor einen nach dem Anderen. Und das obwohl er so sehr daf├╝r k├Ąmpfte sie nicht zu verlieren. Seine Mutter, Kilian, Freya, Sharon und die Welpen. Reza brauchte sich gar nicht die Frage stellen warum er davon erz├Ąhlte. Zweifelsohne geh├Ârte sie, ebenso wie Tinuviel, nun zu Chaskes Familie. Doch bis hierher war dies nur eine wage Vermutung.

Das gezwungene, gek├╝nstelte L├Ącheln auf den Lefzen des schwarzen R├╝den blieb nicht unbemerkt. So sp├╝rte Reza dass seine Worte vorsichtig gew├Ąhlt wurden und er versuchte ihr eine Botschaft zu ├╝berbringen. Er wollte sie beruhigen. Sie in Sicherheit und in seiner N├Ąhe wissen; das verstand Reza nun. Sie selbst war so erstaunt dar├╝ber, dass ihr Kummer, ihr Schmerz, aber auch ihr ├ärger f├╝r einen Augenblick lang verflog. Hatte Chaske es geschafft? Hatte er Reza aufgehalten und zur Besinnung gebracht? Hatte er sie beruhigen k├Ânnen? Vielleicht hatte er es geschafft, vielleicht konnte er ihren Schmerz lindern und f├╝r einen Augenblick lang ausschalten. Doch selbst der R├╝de w├╝rde wissen, dass es mehr als kleine Pflaster brauchte um klaffende Wunden zu heilen. F├╝r den Moment gen├╝gte es jedoch wohl. ~'Auch du solltest f├╝r die anderen weitermachen. Ich wei├č nicht, ob Elin bleiben wird. Das Rudel braucht aber eine starke W├Âlfin.'~ warf Chaske ihr entgegen. Mehrmals blinzelte Reza. Eine starke W├Âlfin? Wer? Reza? Meinte er wirklich sie mit diesen Worten? Es folgten weitere Worte dar├╝ber, dass es wichtig war dass die Rebellen als Gruppe zusammen blieb und weiterexistierte. Die Welpen brauchten Schutz und W├Âlfe die mutig und kr├Ąftig genug waren das Revier gegen die Nightfalls zu verteidigen. Wieder brachte Chaske Reza sichtbar zum Nachdenken.

Doch die sich ├╝berschlagenden Gedanken stoppten, als Chaske sich erhob und unangenehmer k├╝hler Wind zwischen beiden Leibern hindurchglitt und durch das nasse Fell fuhr. Es war kalt. Furchtbar kalt! Auch Reza begann sofort die angenehme W├Ąrme zu vermissen, die ihr Chaske bis eben zuteil werden lie├č. Sie beobachtete seine Bewegungen und registrierte dabei wie er einen Schritt zur Seite machte. Er distanzierte sich. Vermutlich musste er sich sammeln. Mit kr├Ąftigerer, ja sogar harscher Stimme forderte Chaske sie auf sich zusammen zu rei├čen. Es war ein kr├Ąftiger Tonfall, der an einen starken R├╝den mit Alphaqualit├Ąten erinnerte. Als Antwort erntete Chaske jedoch nur ein Schnaufen. Ein Schnaufen, hinter dem sich ein leichtes und inniges L├Ącheln auf die Lefzen von Reza zog. Ja: Sie l├Ąchelte. Chaske hatte es geschafft sie zu beruhigen. Vorerst.

Gerade wollte Reza sich zur Seite drehen um sich wieder aufzurichten, da durchschnitt die garstige, giftige Stimme von Tinuviel die Luft. Reza erschrak sogar und sank ein wenig in sich selbst zusammen, Tinu mit erschrockenen, leicht geweiteten Augen entgegenblickend. Was war denn jetzt los? Rezas Ohren schnippten nach Vorn, als Tinuviel anfing ihre Standpauke zu halten. Die braune W├Âlfin rechnete stark damit dass der Wei├čpelz anfangen w├╝rde sie in Grund und Boden zu stampfen, doch befasste sich die W├Âlfin nicht nur mit ihr, sondern auch mit Chaske. Wut schwang in der Stimme der wei├čen W├Âlfin mit; so wie Reza sie noch nie bei dieser W├Âlfin erfahren hatte.

Wieder wollte Reza ihre Stimme erheben, Tinu entgegenbringen, dass alles in Ordnung sei. Dass Chaske sie gefangen hatte und sie mit ihm zur├╝ckkehren wollte. Reza wollte sich sogar entschuldigen, stammelte bereits die ersten Silben ├╝ber ihre Lefzen hinweg voran, versuchend einen Einspruch in die Klagesprache der wei├čen W├Âlfin einzubringen. Doch die wei├če W├Âlfin sprach wie ein tosender Wasserfall mit seinen unb├Ąndigen Urm├Ąchten. Was dann folgte, ber├╝hrte Reza erneut und trieb ihr erneut die Tr├Ąnen in die Augen. Der w├╝tende Tonfall verschwand schlagartig und ein leises Fl├╝stern, das sich wie ein herzzerrei├čendes Winseln und Jammern eines Welpen anh├Ârte erf├╝llte die Luft. Das Kinn der braunen W├Âlfin begann zu zittern, als ihr Tinuviel sofort anfing Leid zu tun. Noch nie, absolut NIE, hatte Reza Tinuviel so fl├╝stern h├Âren. Ihre mickrige, zittrige, von Trauer erf├╝llte Stimme durchdrang Rezas Ohren und ersch├╝tterte ihren K├Ârper bis ins letzte Glied. Ein kr├Ąftiger Ruck zog sich erneut durch Rezas Herz, als Tinuviel den Kopf mit einem Ruck wieder in ihre Richtung drehte und Reza nun auch Tr├Ąnen in den Augen von Tinuviel sehen konnte.

~'Und du ... bist eine Freundin, die ich nicht missen will.'~

Mit offenem Fang , halb schluchzend, sah Reza Tinuviel entgegen. Noch nie hatte Reza so sch├Âne Worte geh├Ârt! Sie war eine Freundin von jemand? Von Tinuviel? Erneut fing das Gef├╝hlschaos an mit ihrem Herzen Pinball zu spielen. ~'Also rei├čt euch jetzt zusammen und kommt mit zur├╝ck zu dem, was euch hier h├Ąlt, was euch f├╝r immer Im Guten an Vater, an Gwydion, erinnern wird. Zu euren Freunden, zu denen die des K├Ąmpfens wert sind."~ sprach Tinuviel weiter. Reza brachte in dieser Situation absolut gar nichts mehr fertig. Sie nickte Tinuviel mehrmals eifrig entgegen, wobei ihr eine Tr├Ąne ├╝ber das Wangenfell ran, ehe sich die braune W├Âlfin erhob und einen schuldbewussten Blick in Richtung von Chaske warf. Sie wollte schon in seine Richtung tapsen um sich bei ihm mit einem Stupsen zu bedanken, doch erinnerte sie der Moment an dem Chaske zur Seite getreten war, daran, dass der R├╝de vorerst keine weitere N├Ąhe von ihr brauchte oder akzeptieren w├╝rde. Vor allem nicht vor Tinuviel. Das war in diesem Moment sowieso klar. Mit einem leisen, aber doch deutlich h├Ârbaren "Chaske...? Entschuldige..." fiepste sie in die Richtung des schwarzen R├╝den. "Ich danke dir." warf sie noch hinterher, denn sie wollte dem R├╝den nicht das Gef├╝hl geben dass er etwas falsch gemacht hatte. Ganz im Gegenteil.

Kurz darauf wandte sich Reza der wei├čen Prinzessin zu, mit einem Schnaufen versuchend zu verhindern, dass weitere Tr├Ąnen aus ihren Augen hervorquollen. Mit schnellen, weiten Schritten tapste Reza zu Tinuviel her├╝ber, um sich in nur wenigen Augenblicken knapp vor sie zu stellen. Reza sah mit ihren zittrigen, traurigen Augen in die von Tr├Ąnen erf├╝llten Seelenspiegel von Tinuviel. Einen kurzen Augenblick lang schwieg sie, legte die Ohren an und senkte den Blick. "Verzeih, Tinu. Ich habe nicht gewusst... dass...ich dir... dass ich euch so wichtig bin. Es tut mir leid." brachte sie leise fl├╝sternd hervor, fast genauso wie Tinuviel es zuvor getan hatte. Dann hob sich die Nase von Reza und stupste gegen das Kinn von Tinuviel. Sie wollte sie tr├Âsten und anschlie├čend ihre Schnauze an der der wei├čen W├Âlfin entlangreiben. Sie wollte sich mit ihr vers├Âhnen und sie zugleich beruhigen. Hoffentlich lie├č Tinu dies zu, bevor die Trauer in ihrem reinen Herzen zu Wut umschlug. "Bitte nicht weinen..." fiepste Reza ihr entgegen. "...ich bleibe bei dir." murmelte die braune W├Âlfin. Wenig sp├Ąter wiederholte sie ihre Worte etwas lauter, damit auch Chaske sie h├Âren konnte. "Ich bleibe bei euch. Wir m├╝ssen doch ... zusammen bleiben..." schluchzte Reza, die sich wieder zu fangen versuchte und dabei n├Ąher an Tinu herantrat, um ihren Kopf tr├Âstend in den Nacken der anderen W├Âlfin zu legen. Gleichzeitig suchte sie mit dieser Geste auch bei ihr Trost. Bei Tinu. Ihrer Freundin, dessen sie sich bisher nicht so sehr bewusst war, als jetzt.

Wer konnte ihr schon ├╝bel nehmen, dass sie ihre Emotionen nicht zur├╝ckhalten konnte? Zuerst der Bericht ├╝ber Gwydions Tod. Dann die seelischen Qualen, Chaskes Worte und dieser seltsame intime Moment. Nun auchnoch Tinu, f├╝r die Reza eine gute Freundin war. Diese positiven Eindr├╝cke und Gef├╝hle vermischten sich nun mit den negativen Eindr├╝cken in einen undurchschaubaren Brei, in dem ein Sturm und Krieg tobte. Ein unstetiges Auf und Ab. Blieb zu hoffen, dass es die positiven Eindr├╝cke waren, die Reza beruhigen w├╝rden und wieder zur Besinnung brachten...


[ Vollkommen emotional durcheinander | vermisst Chaskes W├Ąrme | ist von Chaske ger├╝hrt | erschrickt bei Tinuviels Auftreten | ist noch mehr ger├╝hrt, als sie Erf├Ąhrt ihre Freundin zu sein | emotional total durch den Wind | Scheint sich zu beruhigen und bleibt bei Chaske und Tinu ]


__________________
02.08.2017 20:56 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Gin Gin ist männlich
gespielt von Izzie | Treue Seele


Steckbrief

522 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Zitternd stand der junge Silberling dar. Ihr Alpha hatte gesiegt, der schwarze Rebell war tot und dessen ebenso schwarze Sohn floh mit seinem braunen Psycho-Freund an der Seite in das Unwetter hinein. Eigentlich h├Ątte er sich doch auch freuen k├Ânnen? Wenn die ganze Situation nicht so schrecklich w├ĄreÔÇŽ und DeimosÔÇŽ Ja Deimos.
Gin blickte zu dem schwarzen Alphasohn, was war es mit der Fellfarbe schwarz nur? Brachte sie Ungl├╝ck? Machte sie verr├╝ckt? Musste wohl so sein. Tyrese schien jedenfalls wie erwartet alles andere als erfreut als er seinem Sohn entgegentrat. Was h├Ątte er auch anderes sein k├Ânnen?
Gin wandte den Blick ab und fixierte sich wieder auf seinen Vater, dem Wolf von dem er dankbar F├╝hrung annahm.
M├╝de nickte er als Murdoch ihm Auftrug zu seiner Mutter und seinen Geschwistern zu gehen. In Sicherheit, zu seiner Familie.
Kurz fiepte er als er den ersten Schritt tat und die Schmerzen in seiner Schulter sich stechend meldeten, aber er biss die Z├Ąhne zusammen und hinkte los. Zum Gl├╝ck er musste gar nicht weit laufen.
Mit verschleiertem Blick sah er die anderen Nightfalls auf sie zukommen. An der Spitze Abigail, noch ein schwarzer WolfÔÇŽ
Er ignorierte die Anderen und konzentrierte sich darauf seine Geschwister und Mutter zu finden.
Wei├čsilbernes Fell sah er zuerst, Fael. Sein Bruder kam auf ihn zu.
ÔÇťFael.ÔÇť
, keuchte der silberne Bruder dem helleren entgegen als dieser ihn heiser gr├╝├čte.
Man sah Fael an wie ersch├Âpft auch dieser war, kein Wunder bei diesem Gewaltmarsch den alle hinter sich hatten.
ÔÇťIrgendwie ist alles noch dran, auch wenn mir alles weh tut.ÔÇť
, versuchte er irgendwie seine Kondition zu beschreiben.
Gin reckte den Hals und sein steif werdender Nacken meldete sich unangenehm: Morgen w├╝rde er sich noch viel weniger bewegen k├Ânnen. Das unangenehme Gef├╝hl ignorierend dr├╝ckte er seinen Kopf einfach nur gl├╝cklich gegen seinen Bruder. Jetzt kochten so langsam andere Gef├╝hle in ihm hoch, die er nicht genau benennen konnte. Um seinem Bruder nicht zu zeigen das ihm Tr├Ąnen in die Augen schossen schloss er diese, als er sich scheinbar nur m├╝de gegen Fael lehnte und versuchte Fassung zu waren.
Er hatte gedacht er s├Ąhe seinen Bruder und seine Familie niemals wieder. F├╝r kurze Zeit war er davon fest ├╝berzeugt gewesen.
Fael jetzt zu sehen und hoffentlich bald seine Mutter l├Âste tief in ihm etwas aus das mehr war als blo├č Erleichterung.
ÔÇťWo ist Mama? ÔÇŽ Und Nayara?ÔÇť
, fragte er etwas belegt. Etwas peinlich ber├╝hrt richtete er sich auf, sch├╝ttelte und r├Ąusperte sich.
Tief einatmend ├Âffnete der Betasohn die Augen, die gl├╝cklicherweise klar waren und schaute Fael fragend an.

[nahe Murdoch und Deimos, h├Ârt auf seinen Vater, geht Fael entgegen, spricht mit ihm]


__________________
03.08.2017 12:39 Gin ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Eyrin Eyrin ist weiblich
gespielt von Tamira | Posting Star


Steckbrief

245 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Es dauerte nicht lange, bis Eyrin nicht mehr die Spitze der ersch├Âpften Truppe darstellte. Denn ein vertrautes Gesicht war zwischen den Baumst├Ąmmen erschienen, ein Gesicht, dass Eyrin das Gef├╝hl gab endlich nicht mehr alleine zu sein. Bei dem Anblick von Abigails Gestalt, die nun zu ihnen trat, bildete sich kein Wutklumpen in ihrem Magen, so wie er es bei ihren Geschwistern derzeit tat. Ganz im Gegenteil: Pure Erleichterung durchstr├Âmte ihre Glieder, als Abigail ihnen verk├╝ndete, dass der Alpha auf sie wartete. Papa. Eyrins Herz machte einen Satz vor Freude. Endlich durfte sie ihren Papa wiedersehen. Den gro├čen, starken Wolf, der ihre Handlungen bestimmt gutgehei├čen h├Ątte! Der sie nicht so anblaffte, wie Razca es tat. Der wusste, dass Eyrin nur Gutes im Sinn hatte. Ihre Rute fing an zu wedeln, doch bevor sie zu Abigail sto├čen konnte, dr├╝ckte sich Yanthan nach Vorne, die schwarze F├Ąhe regelrecht anhimmelnd. Die Z├Ąhe zusammenpressend lie├č sie die Rute wieder schlaff h├Ąngen. Ihr Bruder machte sie so unglaublich w├╝tend, alleine sein Antlitz reichte, um Eyrin zum Kochen zu bringen. Yan war so ein verdammter Heuchler. Sollte er doch Abigail ganz f├╝r sich in Besitz nehmen, dann w├╝rde sich Eyrin eben weiter in Schweigen h├╝llen. Allen anderen konnte ihr Bruder anscheinend Anerkennung schenken, nur ihr nicht. Seiner eigenen, leiblichen Schwester. Diese Gedanke machte sie rasender, als sie es zugeben wollte. Yanthan war einfach ein Idiot. Und mit dieser Tatsache versuchte sie ihren Bruder aus ihrem Kopf zu verdr├Ąngen und lief im Abstand, blo├č nicht in der N├Ąhe des schwarzen Fellb├╝ndelns, neben Abigail her. Immer versuchend durch die B├Ąume schon einen Blick auf den Rest des Rudels ÔÇô und vor allem auf ihren Vater ÔÇô zu erhaschen. Seit Tyrese erfolgsverk├╝ndenden Ruf war ihr Herz nicht mehr schwer um Sorge ├╝ber Deimos und Gin. Sie wusste nun, dass die beiden in Sicherheit waren. Tyrese war ja schlie├člich da.

Und dann war dieser lang ersehnte Moment da. Der Moment, in dem Eyrin das Fell ihres Vaters erblickte. Nun konnte die kleine F├Ąhe nichts mehr halten. Ersch├Âpfung hin oder her, dort war ihr Vater! Sie rannte los, ├╝bergl├╝cklich den R├╝den zu erblicken. ÔÇ×Papa!ÔÇť Nur im Augenwinkel erkannte sie das kleine schwarze Fellb├╝ndel, Deimos, der auf dem Boden lag. Sie dachte gar nicht daran ihm einen intensiveren Blick zu schenken, nahm sie doch einfach an, dass er schlief. W├Ąhrend sie auf ihren Vater zust├╝rmte, begann er den Kopf zu drehen. Und mit seiner Kopfdrehung wurde Eyrin pl├Âtzlich langsamer. Sie hatte das Blut gesehen, doch nun erst sah sie das komplette Ausma├č das ihren Vater ereilt hatte. Eine wulstige Furche war an der Stelle, an der einst ein Auge sa├č. Das kleine B├╝ndel blieb wenige Meter von ihrem Vater stehen und blickte ihn an. Weder Ekel, noch Angst erf├╝llten sie. Einzig Sorge tr├╝bte die Freude ├╝ber den Anblick ihres Vaters. ÔÇ×Papa! Ich bin so froh dich wiederzusehen!ÔÇť Und mit diesem Ausruf ├╝berwand das Fellb├╝ndel die letzten Meter und schmiegte sich behutsam an die Vorderpfoten ihres Vaters. Sie wollte ihn nicht verletzen, aber sie brauchte diese N├Ąhe jetzt. Sie wollte ihren Vater. Und hier war er. Auge hin oder her. Selig seufzend rieb sie ihren Kopf an dem borstigen Fell der Vorderl├Ąufe von Tyrese. Danach verrenkte sie ihren Kopf um nach oben zu gucken, doch sie sah nur die Unterseite seiner Schnauze. ÔÇ×Tut es sehr doll weh? Magst du dich ausruhen? Wenn du mit Razca alleine sein magst, dann kann ich auch gehen. Geht es dir gut Papa?ÔÇť Die F├Ąhe wusste gar nicht recht wie sie mit ihrem Vater reden sollte. Sie wollte das es ihm gut ging und daf├╝r brauchte er wohl Ruhe, oder zumindest keine quirligen Welpen um ihn, aber sie wollte ihn auch nicht alleine lassen. Eine Mischung aus Besorgnis, Freude und Unsicherheit lag in ihrer Stimme. Aber sie hatte ihren Papa wieder und das z├Ąhlte.

[W├╝tend auf Yanthan ÔÇô sehnt sich nach Tyrese ÔÇô st├╝rmt auf ihren Vater/Tyrese zu ÔÇô irritiert wegen seinem Auge, l├Ąsst sich davon aber nicht lange abhalten ÔÇô schmiegt sich an sein Vorderl├Ąufe]


__________________

Vielen Dank an Gwydion fŘr das Set <3
04.08.2017 12:01 Eyrin ist offline Suchen Freunde?
Abigail Abigail ist weiblich
gespielt von Jassy | Super Poster


Steckbrief

88 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Stumm lief die Nachtschwarze der kleinen Gruppe voran. Sie wollte das Ganze so schnell wie m├Âglich hinter sich gebracht haben, um endlich f├╝r sich zu sein und vor allem das Alleinsein und die Stille genie├čen.
W├Ąhrend sie marschierte, dachte sie einen Moment lang an die zickige Begr├╝├čung RazcaÔÇÖs, in der un├╝berh├Ârbar ein eisiger Hauch mitschwang. Augenblicklich richtete sich ihr Nackenfell auf.
Was hatte sie eigentlich f├╝r ein Problem? Schlie├člich war Abigail nur hier, um sie und ihre Welpen sicher zu ihrem Alpha zu bringen und um ihnen Schutz bieten zu k├Ânnen. Das war jedenfalls ihre Aufgabe und alles andere interessierte Abi nicht. Wenn Razca damit ein Problem hatte, sollte sie sich bei Tyrese beschweren und Abigail in Frieden lassen. Diese arrogante Hexe.

Die Gruppe lief schweigend hinter ihr her und Abi genoss die Stille, die zu ihrem bedauern nicht allzu lange anhielt. Einer der Welpen, ein R├╝de, kam auf sie zugest├╝rmt und ├╝bersch├╝ttete sie regelrecht mit Fragen. Es schien fast so, als w├Ąren doch nicht alle zu ersch├Âpft vom Abstieg des Berges. Leider. Genervt seufzte sie leise auf und schielte zu dem kleinen schwarzen Wicht hinunter. Merkw├╝rdiges Kerlchen, er schien sie nicht zu kennen, zumindest ihren Namen nicht, und doch freute er sich ungemein, dass sie da war. Abigail musterte ihn leicht verwirrt. Ein leises Schmunzeln, das nur kurz auf ihren Lefzen weilte, konnte die Schwarze allerdings nicht unterdr├╝cken. Er sah schon ziemlich putzig aus, wie er mit wedelnder Rute neben ihr her galoppierte und voller Energie wirkte.
Allerdings, Pech f├╝r ihn, Abigail konnte so gar nichts mit Welpen anfangen. Es geh├Ârte schon gar nicht zu ihren Aufgaben sich um diese zu k├╝mmern oder sie sonst in irgendeiner Weise zu bespa├čen.

Zun├Ąchst ignorierte sie den Schwarzen, schlie├člich konnte er genauso gut seine Mutter fragen. Abigail wunderte sich, wieso er das nicht tat und lieber sie, Abi, damit nervte. Oder hatte er sie schon gefragt und keine Antwort erhalten? Das konnte sie sich nicht vorstellen. So waren M├╝tter nicht. Selbst Razca nicht.
Oder war etwas zwischen ihnen vorgefallen? Abigail warf der Anderen, die hinter ihr lief, einen kurzen, misstrauischen Blick zu. Wieder richtete sich ihr Nackenpelz auf. Irgendwie konnte sie Razca nicht ausstehen und diese Situation machte es nicht besser. Eher im Gegenteil. W├╝rde sie den Welpen ihres Alphas etwas antun, hatte die F├Ąhe ein gro├čes Problem. Sie unterdr├╝ckte ein Knurren.
Ihr wurde bewusst, dass der kleine R├╝de noch immer auf eine Antwort wartete und beugte sich leicht zu ihm hinunter, er w├╝rde ihre Ignoranz ihm gegen├╝ber vermutlich eh nicht verstehen und einfach weiter bohren.
ÔÇ×Der Alpha hat gesiegt.ÔÇť, grummelte Abigail ihm mit leisem Stolz in der Stimme ins Ohr. Das beantwortete immerhin einige seiner Fragen, zumindest nach ihrem Ermessen. Damit musste er sich zufrieden geben. Einen Moment musste sie an ihren Alpha, vor allem an sein entstelltes Gesicht denken. Die Welpen w├╝rden wom├Âglich bei seinem Anblick erschrecken, aber w├╝rde es etwas ├Ąndern, wenn sie vorher davon wussten? Wahrscheinlich nicht.

Als Abigail bemerkte, dass der kleine Schwarze noch immer neben ihr her lief und seinen d├╝nnen Hals reckte, um sie ansehen zu k├Ânnen, fragte sie sich gereizt, was er denn von ihr wollte, warum er hier bei ihr lief statt bei der Mutter. Weshalb er so begeistert schien Abigail zu sehen. Wartete er noch immer auf Antworten von ihr? Wieso lief er nicht bei Razca? Abi konnte ja nicht ahnen, was kurz vorher zwischen ihnen vorgefallen war.
ÔÇ×Abigail.ÔÇť, brummte sie schlie├člich noch ihren Namen. ÔÇ×Und ich bin nicht h├Âher gestellt als Murdoch.ÔÇť, f├╝gte sie nach kurzem z├Âgern hinzu, in der Hoffnung, er w├╝rde sich zufrieden geben und zur├╝ck zu seiner Mutter gehen und Abigail in Ruhe lassen. Man sollte ihr nicht nachsagen k├Ânnen, zu viel mit den Welpen zu tun gehabt zu haben. Also schwieg Abigail, starrte gerade aus und marschierte weiter.

Kurze Zeit sp├Ąter erreichten sie das Rudel. Endlich! Endlich w├╝rde sie die Stille genie├čen und sich ausruhen k├Ânnen. Ihr Alpha w├╝rde sich sehr wahrscheinlich erst um die F├Ąhe und die Welpen k├╝mmern, bevor er ├╝berhaupt auf die Idee kam, sie f├╝r ihr Verhalten, dass sie ohne die Welpen weiter gegangen war, zu schelten.
Sie beugte sich hinunter und stupste den kleinen R├╝den mit der Schnauze an. Verwirrt ├╝ber ihre Geste beschleunigte sie ihre Schritte. Was sollte das? Abigail konnte nicht einmal beschreiben, was sie bedeutete. Bedeutete sie Abschied? Aufmunterung? Oder war es einfach eine liebevolle Geste? Abi schnaubte abf├Ąllig. Nein, letzteres konnte es definitiv nicht sein.
Beim Rudel angekommen, neigte sie an Tyrese gewandt den Kopf, um ihn zu begr├╝├čen, blieb aber nicht einen Moment stehen. Sie bezweifelte, dass er etwas anderes wahrnahm, als die Andere und seinen Nachwuchs.
Abi eilte auch an den anderen Mitgliedern des Rudels vorbei, wollte einen m├Âglichst gro├čen Abstand zwischen sich und ihnen gebracht haben, wollte nicht mit ansehen, wie ihr Alpha die kleine Gruppe begr├╝├čte, wollte nicht die N├Ąhe zwischen ihnen sehen. Sie zog die Lefzen hoch, dass sich das Fell ihres Fangr├╝ckens kr├Ąuselte, ehe sie wieder ihre ernste Maske aufsetzte.
Sie lie├č sich unweit vom Rudel nieder, ihre ├╝beranstrengten Muskeln dankten es ihr, denn sofort machte sich eine bleierne Schwere in AbigailÔÇśs Gliedern breit. Es war ihr egal, dass der Boden kalt und matschig war, denn durch den Regen und den matschigen Weg war ihr Fell ohnehin schon komplett von Matsch durchzogen. Da machte es keinen Unterschied, wenn sie sich eine Weile hinlegte. Abi ging davon aus, dass ihnen zumindest eine kleine Pause geg├Ânnt wurde, bevor sie einen geeigneten Platz suchen gingen.

Zwar lag sie nah genug, um nicht einsam, aber weit genug entfernt, um allein zu sein. Denn genau so mochte und brauchte sie es. Dachte sie zumindest und doch beneidete Abigail in diesem Augenblick diejenigen, die herzlich von jemandem aus dem Rudel begr├╝├čt wurden. Denn ganz pl├Âtzlich f├╝hlte sie sich doch sehr einsam und sie konnte nicht einmal sagen weshalb. Sie bezweifelte, dass es etwas ├Ąndern w├╝rde, l├Ąge sie n├Ąher bei den anderen. Sie seufzte leise.
AbiÔÇśs Blick fiel auf den kleinen R├╝den, der neben ihr her gelaufen war, und ein ungewohntes Ziehen machte sich in ihrer Brust breit. Mit einem ver├Ąchtlichen Schnauben rollte sie sich zusammen, schloss die Augen und blendete alles, so gut es ging, aus.


[verwirrt wegen Yanthans Verhalten - "beantwortet" seine Fragen - bringt Razca und die Welpen zum Rudel - ruht sich unweit des Rudels aus]


__________________
05.08.2017 22:34 Abigail ist offline Suchen Freunde?
Tajga Tajga ist weiblich
gespielt von Nicky | Super Poster


Steckbrief

103 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Kayva hatte sie angestupst, das hatte Tajga noch bemerkt, bevor sie eingeschlafen war. Kayva ihre Schwester, um die sie so viel Angst gehabt hatte, sie war am Leben. Diese ganze schreckliche Reise. Der Regen. Der Blitz. Deimos Absturz. Der schreckliche Weg hier hinunter. Die Ersch├Âpfung. All das z├Ąhlte in diesem Moment nicht mehr. Selbst wenn sich in einem Winkel in ihrem Gehirn noch immer die wenigen Worte abspielten, die sie mit Yanthan gewechselt hatte. ÔÇ×Sie hassen uns beide.ÔÇť ÔÇô ÔÇ×Das tun sie alle.ÔÇť Es machte ihr Angst, selbst wenn sie noch nicht ganz sagen konnte, was es bedeutete. Vielleicht auch gerade deswegen. Die Worte klangen so weit entfernt, ihr Inhalt so gro├č und kaum zu fassen in seiner Tragweite. Und deswegen versuchte sie ihn so weit wie m├Âglich von sich zu schieben. In diesem Moment, da sie an Kayva gekuschelt dalag, f├╝hlte Tajga sich wie der gl├╝cklichste Welpe auf Erden und das warme Gef├╝hl in ihrem Bauch trug sie hin├╝ber in den Schlaf. Sie waren wieder beisammen. Trotz alles was geschehen war. Sie waren wieder beisammen und nach all den Strapazen schlief sie mit der Nase im Fell ihrer Schwester ein, so wie sie das jeden Abend tat.

Es war ein Stupsen das sie weckte und das Gef├╝hl, dass nur Sekunden vergangen waren, seit sie die Augen geschlossen hatte. Angst. Zum ersten Mal in ihrem Leben erwachte sie mit Angst in der Magengrube und die Tatsache allein verwirrte sie, fast ebenso sehr, wie der Fakt, dass sie nicht in der Welpenh├Âhle lag, selbst wenn Kayvas dunkles Fell an das ihre gepresst war. Doch davon abgesehen war nichts normal. Endlich bekam sie ├╝berhaupt einen Ahnung, weshalb sie Angst hatte. Die Erinnerung an die vergangenen Ereignisse kam in ihr hoch wie eine dunkle Welle der ├ťbelkeit. Sie wagte kaum sich zu r├╝hren. Ihre L├Ąufe f├╝hlten sich bleiern an. Gel├Ąhmt von der Angst und der noch immerw├Ąhrenden Ersch├Âpfung. Aber Kayvas W├Ąrme war noch immer neben ihr und die Neugier, dar├╝ber, wer sie angestupst hatte, siegte. Sie drehte sich um, lag noch immer auf dem Bauch dabei und sah hoch. Dunkles Fell. Aber es war nicht Kayva, denn diese schlief noch, sie sp├╝rte ihre tiefen Atemz├╝ge neben sich. Und es war auch nicht ihre Mutter. Es war Yanthan. ÔÇ×Sie hassen uns beide.ÔÇť ÔÇô ÔÇ×Das tun sie doch alle.ÔÇť Die kleine F├Ąhe ├Âffnete den Fang, wollte etwas sagen, doch die Worte erstickten in ihrer Kehle wie der zaghafte Schlag eines entkr├Ąfteten Vogels. Stattdessen starte sie nur zu dem jungen R├╝den auf mit ihren orangefarbenen Augen, welche denen ihrer Mutter so ├Ąhnlich waren. Und schwieg. Weil ihr die Worte fehlten. Weil die vergangenen Worte und Ereignisse zu schwer wogen. Und dann hob er die Lefzen, offenbarte spitze Welpenz├Ąhne und sie wandte den Kopf ab. Schuldbewusst. In Erwartung eines Bisses. Doch nichts. Als sie wieder aufsah war er verschwunden und ihre Mutter kam, um Kayva zu wecken und sie selbst kurz anzustupsen. Sie wusste kaum darauf zu reagieren, so schnell war sie wieder verschwunden.

Tajga wandte sich wieder ihrer Schwester zu und erwiderte ihren Blick, w├Ąhrend sie etwas mit der Rute auf den Boden pochte. Mit einem Mal n├Ąherte sich eine dunkle W├Âlfin der Gruppe. Tajga kannte sie nicht, doch sie roch nach Rudel. Die wildfarbene Welpin bemerkte sie erst richtig, als sie laut genug zu sprechen begann, als dass auch die Welpen sie h├Âren konnten. Das war ungew├Âhnlich, normalerweise sprachen Erwachsene nur unter sich oder wandten eine verstellte Stimme und einfache Worte an, um direkt an Welpen adressiert zu sprechen. Aber die Stimme der schwarzen W├Âlfin war rau und bestimmt und sie sprach im selben Atemzug zu ihnen und ihrer Mutter. Tajga beobachtete, wie ihre Mutter etwas erwiderte und sich dann in Bewegung setzte. Yanthan schloss zu der dunklen Rudelw├Âlfin auf und auch Eyrin ging mit ihr voran, wenn auch in Abstand. Sie selbst folgte an der Seite ihrer Schwester. Noch immer schweigend. Sie liefen noch eine Weile, bis sie schlussendlich das Rudel erreicht hatten.

Da waren viele W├Âlfe und der Geruch, der in der Luft hing war komisch und unbekannt. Tajga presste sich an Kayvas dunklen K├Ârper. Ihre Mutter lief voraus und als Tajgas Blick ihr folgte, erkannte sie Tyrese. Mit einem Mal schoss Eyrin voran und begr├╝├čte ihren Vater und als Tajga wieder zu Tyrese aufsah entdeckte sie es. Die eine Gesichtsh├Ąlfte des gro├čen Wolfes war blutig und entstellt. Tajga begann zu zittern. Er sah aus wie der Schatten, der direkt aus einer gruseligen Geschichte entsprungen war. Sie war bereits im Abstand zu den W├Âlfen stehen geblieben, unsicher was sie tun sollte und ├╝berw├Ąltigt von all den Eindr├╝cken. ÔÇ×Was sollen wir tun?ÔÇť, fl├╝sterte sie ihrer dunklen Schwester zu, ÔÇ×Sollen wir Deimos suchen gehen?ÔÇť

{bei Kayva (Razca, Yanthan, Eyrin, Abigail -> Rudel) | schl├Ąft, erwacht mit Angst, starrt wie gel├Ąhmt Yanthan an, folgt der Gruppe an Kayvas Seite, bleibt in Abstand stehen, unsicher}


__________________
06.08.2017 15:04 Tajga ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Nayara Nayara ist weiblich
Posting Star


Steckbrief

351 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Irgendwann erreichten sie den Boden. Kurz darauf ihr Rudel. Der Regen hatte nachgelassen. Es blitzte nicht mehr und auch der Donner war vergangen. Nichts war wie es einst gewesen ist. Die Worte Kaoris drangen schwach an die schwarzen Ohren. Der Rabenpelz hatte sich so weit es ging zur├╝ck fallen lassen und dennoch war sie nah genug an Kaori. Ihre matten Iriden sahen zu Fael. Ihr Bruder bahnte sich bereits seinen Weg und leitete damit den Blick der einzigen Tochter der Silberr├╝cken zur Familie.
Sehnsucht legte sich in den Blick.
Dennoch blieb der Glanz aus.
Ein leises Seufzen, dann wandte sie ihren Kopf ab und wartete. Ihr K├Ârper drang sie zu der Familie, doch ihr Geist wollte weg bleiben. Uneins mit sich und ihren W├╝nschen bewegte sie sich in der Trance langsam voran. Fael... Er hatte sie nicht mitgenommen. Aber da war Gin. Endlich Gin. Ihre Augen blickten wieder zu ihrem Bruder, an ihrem Vater vorbei. Mehr als f├╝nf Schritte war sie noch nicht gegangen, als sie wieder inne hielt.

Ihre Seelenspiegel nahmen nichts anderes mehr wahr als ihre beiden Br├╝der. Es gab kein Rudel. Auch keine Eltern. Nur ihre Br├╝der. Der eine der wirkte als w├Ąre alles wie immer und der andere, der ihr deutlich genug mitgeteilt hatte, dass nichts mehr war wie zuvor. Sie sog die Luft ein und stie├č sie wieder aus.
Vielleicht... sollte sie doch nicht zu ihren Br├╝dern. So sehr sie es sich auch w├╝nschte. Ihren Blick den sie nicht abwenden konnte verriet es. Auch ihre L├Ąufe die z├Âgerlich voran schritten. Nur das stetige Z├Âgern vor jedem Schritt und die Unsicherheit sowie die Mattheit ihrer Augen verrieten, dass dieser Wunsch getr├╝bt wurde.

Nach einem weiterem Z├Âgern entschied sie sich dagegen sich ihren Br├╝dern zuzuwenden. Ihr Blick streifte ├╝ber die versammelte Menge. Ihr Herz setzte zwei Schl├Ąge aus, als sie Tyrese erblickte der auf seine Familie wartete. Wie Bienen sich an den Honig heftete, klebte ihr Blick an seinem Gesicht. Dieses wandte sich bald schon ab und das erste Grauen verschwand. Wenn man ihn von dieser Seite betrachtete wirkte alles normal. Doch das war es nicht. Sie hatte es gesehen. Dieses tiefe schwarze Loch. Eine Dunkelheit aus der Blut gesickert war. Ein Schauern glitt ihr R├╝ckenmark entlang.
Schneller als die F├Ąhe nachdenken konnte rannte sie los und auf ihren Vater zu. Jener war noch alleine und der einzige an den sie sich nun wenden konnte ÔÇô oder etwa nicht? Nayara wusste nicht was sie sich erhoffte oder was sie glaubte was der Beta erf├╝llen konnte. Etwas besseres fiel dem Hasenherz gerade nicht ein und so versuchte sie sich ihm flink zu n├Ąhern. ÔÇťPapaÔÇť, rief sie leise aus. Die Unsicherheiten von vor zwei Stunden noch immer in den Knochen steckend.

Nayara schnellte an ihrer Mutter vorbei die an Ort und Stelle angewurzelt zu sein schien. Einen Bogen um die Br├╝der herum schlagend, zwischen dem Getummel der anderen untertauchend eilte sie auf Murdoch hinzu.

[Amdir | Wei├č nicht wohin mit sich | Beobachtet Gin und Fael | Erblickt Tyrese und rennt vor Angst zu Murdoch]


__________________
07.08.2017 13:21 Nayara ist offline Suchen Freunde?
Seiten (19): « erste ... « vorherige 15 16 [17] 18 19 nächste »  
Neues Thema Antworten
Gehe zu:
Powered by Burning Board Lite 1.0.2 ę 2001-2004 WoltLab GmbH