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Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, Frühling #
# Stark bewölkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal täglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel groß gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nächster Schachzug sein würde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan überlegen. Niemand weiß bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen würde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spüren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren würde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen würde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bewölkt, kühl #
# späte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den Köpfen der Wölfe geprägt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben Rückschläge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor übrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fähe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stürzte sich in die Suche nach der Fähe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg über die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld für die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans düsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch Früchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Während Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kämpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine Söhne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Während Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann höchstpersönlich würde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorüber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprägt von vielen Veränderungen. Der Herbst verlor all seine Blätter und nahm dabei einige Wölfe mit sich. Der Winter klopfte an der Tür, aber die vom Herbst verschlungenen Wölfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungewöhnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der Götter? Möchte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? Für die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen Schützlinge einen kalten Winter nur schwer überleben würden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der Betarüde Leiard sind noch immer nicht zurückkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre Rückkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. Für die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tüchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. Für die Gefährtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters überhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bewölkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden Elín und Leiard zu Gwydions Unterstützung zu den Betawölfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Während Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte Elín sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in Elín Gegenwart aufzutauen. Chaske erklärte sich selbst zum Beschützer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer für sie da zu sein und über ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbändelte, in die Fänge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion über die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das Gefühl für Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tinúviel bemühte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der Höhle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfüllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach draußen zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljäger – jedoch ohne Harlequin – zurückkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gäste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese geführt, welcher diese ins Kreuzverhör nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schützen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die Lüge der Fähe auf und Iyiny erzählte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gespräch trug zwei Tage später seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel für weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurückgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht länger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nämlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der Rücktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespaßten Tsume und Ragnarök die beiden Jungrüden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stärkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu trösten, während Deven und Reza sich näher kamen. Die trächtige Sharon und ihr neuer Beschützer bekamen unerwünschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa tötete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell führte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden Wölfen zum Rudelplatz zurück. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht überfallen von Elín und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafähe versuchte Gwydion seine Schuldgefühle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander näher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurückgeschickt und kümmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit Elín verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Während Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen führen sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fährte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fähe an. Überstürzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kämpfenden – Abigail und Dhiala – zu. Schließlich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Während Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, ließ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwül, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? Über Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der Wölfe. Sowohl über die Nightfalls als auch über die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffälliges geschah, diese Wunden tatsächlich heilen kann, ist fragwürdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein Stückchen näher.

Es sind ungefähr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei Wölfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefährte Zetyr überlebten. Drei Monate ist die öffentliche Demütigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung benötigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ähnliches zugetan. Es war ja auch für beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgängerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog Frühling vor rüber. Sicher war der Frühling keine sonderlich heitere Jahreszeit für die Bewohner von Amdir, doch trug auch er Früchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen können? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner Wölfe legen. Jetzt, wo er weiß, dass Gwydion überlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion müsste sich rüsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlüftet ist. Doch all diese Dinge benötigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den Wölfen aus Amdir.

Nachdem nun der Frühling von dem Sommer abgelöst worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze ließ ein nicht absehbares Unheil über das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betawölfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde Wölfe zum Zuhören zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie würden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verließ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nächsten Regen könnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerstört hatte. So flohen die berüchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. Hlín war mit zwei anderen Wölfen abseits des Flussbettes gefolgt. Hlín trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stieß. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der Rebellenjüngling verirrt. Während Hlín die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu töten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter Hlíns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzählen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion überlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen würde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgelöscht werden sollten, so wäre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die Wölfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fuß des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nächstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten müssen. Dort würden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man hörte öfter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den Wölfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die Wölfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herüber nach Nasval ziehen würden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Veränderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die Wölfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die Wölfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ähnlich sah, doch gab es dort keine Ränge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzählen und um das Bedürfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die Wölfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende Frühling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das Himmelsgemüt beruhigt, doch haben sich auch die Gemüter der Wölfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spür – und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteriöse Pärchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlässt seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr Körper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschätzten Mitgliedes und den eines wichtigen Nachzüglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen führen? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen Jüngern sich im noch wohlbehüteten Lager in den Bergen zurückgezogen hat. Gwydion weiß erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlüpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tinúviel und Gwydion auch zu keiner großen Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins Glück


# Ende Frühling #
# Bewölkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gestoßen ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer Rückzugsort an höchster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Priorität, schließlich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr Glück flüchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
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Gin Gin ist männlich
gespielt von Izzie | Treue Seele


Steckbrief

522 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

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Die Brust stolz raus gestreckt und den Kopf erhoben nickte Gin.

“ Ja es war unser Kaninchen! Wir durften es sogar deinem Vater zeigen... also eigentlich hatte er sogar beobachtet wie wir es erlegt haben.“

, sprach er aus. Die letzten Worte hauchte er nur noch, dann sah er sich verstohlen in Richtung Tyrese um.
Er hatte schon begriffen das wenn er erfolgreich werden wollte und ein großer Krieger, dann würde er sich mit dem Alpha gut stellen müssen. Er würde sich vor Tyrese beweisen müssen und er hoffte da bereits auf einem guten Weg zu sein.
Anders als Tsume verehrte er den Wolf nicht wie einen Gott, aber er hatte schon eine Menge Respekt und Achtung vor dem mächtigen Tyrese.

“Ich hoffe er bemerkt wie hart Fael und ich arbeiten um gute Krieger zu werden.“

, bemerkte er fast sehnsüchtig.
Das Eyrin ja die Tochter des Alphas war bedachte er dabei fast nicht, irgendwie war das in seinem Hirn nicht so gut angekommen oder fest verankert. Im Moment war sie einfach ein anderer Welpe mit dem er reden konnte.

“Nayara hat noch nichts gefangen. Ich glaube sie wollen ihr noch etwas Zeit geben.

Auch wenn es toll war zu jagen, das Töten war gar nicht so einfach. Fael hatte es etwas... mitgenommen.“


, raunte er der Braunfelligen leise zu.
Es war tatsächlich im Nachhinein doch ein grausames Ereignis gewesen das ihn so stolz gemacht hatte und es immer noch tat und er wusste nicht wie seine Schwester damit umgehen würde.
Für ihn war es seltsam... einfach. Er tötete Beute um sein Rudel am Leben zu erhalten und er würde im Notfall oder auf Befehl sogar im Kampf töten um sein Rudel zu schützen. Doch wie sah seine schwarze Schwester das? Vermutlich könnte sie niemals einen anderen Wolf verletzten, Gin sah sie nur als das verträumte, plüschige Mädchen das alles und jeden liebte.


“Ich kann dir gerne zeigen wie wir uns angeschlichen haben! Und wie wir gesprungen sind.
Dann kannst du auch an deinen Brüdern üben, das erschreckt sie bestimmt.“


, gab er dann schon wieder fröhlicher von sich. Das könnte Spaß machen, das wäre wie ein Spiel aber auch gleichsam eine gute Übung. Wie damals Ragna mit ihm und Fael es gehalten hatte. Nur das er keine alte, weiße Fähe war sondern selbst noch im Training.

[J3 mit Eyrin auf patrouille, erzählt]


__________________
20.08.2016 15:45 Gin ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Fael Fael ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster


Steckbrief

95 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

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Die enttäuschte Frage Deimos‘ traf ihn wie ein Schlag. Zuerst wollte er die Rute einklemmen und sich entschuldigen, doch dann rekapitulierte er, was der Schwarze gesagt hatte. Ob er die Rebellen kannte und wieso er sie bekämpfen wollte. Das war doch ganz klar! Für Fael zumindest und er hatte nie daran gezweifelt und war in diesem Konstrukt auch nicht allzu leicht aus der Fassung zu bringen.
Na die Rebellen sind gegen uns! Sie wollen das kaputt machen, was uns Sicherheit und Geborgenheit bringt. Ich will nicht, dass das alles auseinander bricht.“, gab Fael gefasst von sich. Seine Mine war ernst und er ließ keinen Zweifel daran, dass er die Rebellen los werden wollte. Vielleicht begriff er einfach noch nicht so ganz, dass das bedeutete, dass man viele Wölfe töten musste. Doch wer Murdoch zum Vater hatte, lernte bald die Fremden Wölfe zu hassen und zu verachten. Immerhin waren die Rebellen allesamt Verräter.
Das der Silberprinz den Alphasohn nun ans Messer liefern konnte, war Fael gar nicht so recht bewusst. Die Frage an sich war auch nicht verkehrt. Das „warum“ der ganzen Sache war immer ein interessanter Punkt, einer, nach dem man gern Fragen sollte. Gab es da nicht die Behauptung, dass schlechte Fragen nicht existieren würden? Jedenfalls hatte Deimos vor dem Größeren nichts zu befürchten, wenngleich er einen tadelnden Blick geschenkt bekam.

Die Spielaufforderung verlief sich im Sand, als der Zwilling noch in Gedanken war und den richtigen Moment verpasste. Fael richtete sich bereits langsam auf, als Deimos wieder zu sprechen begann.
Solange Yanthan nur Yanthan ist und von seinem Vater keinen anderen Rang zugewiesen bekommt, darf er uns aber gar nichts sagen.“, stellte Fael kleinlaut fest. So viel hatte er über die Hierarchie im Rudel mittlerweile gelernt – und er hatte keine Lust sich von so einem Wichtigtuer wie Yanthan etwas befehlen zu lassen. Auch, wenn er ihm das gewiss niemals sagen würde. Später, wenn der böse Zwilling ausgewachsen war, würde Fael sicher alles tun, was ihm gesagt würde, ehe er Ärger bekam, oder sich mit dem Rüden anlegte. Im Moment hoffte er nur, dass er mit ihm nicht in Konflikt geraten würde.
Gin ist fehlerfrei.“, antwortete Fael ganz schnell auf die gestellte Frage. „ Ich würde niemals auf die Idee kommen etwas Schlechtes über ihn zu sagen. Da gibt es nichts.
Ihm fiel schlichtweg nichts ein, was er an seinem Bruder auszusetzen hatte. Er mochte ihn so, wie er war. Soweit er sich erinnern konnte, hatten die beiden sich auch noch nie gestritten.
Einen Augenblick überlegte er noch über sich und seinen Bruder, bis seine Vorderläufe von Deimos Pfoten getroffen wurden. Beinahe erschrocken, aber auf jeden Fall verwundert blickte er den Kleineren an. Etwas neben der Spur nahm er seine Worte auf und nickte lächelnd.
Ja, die machen wir fertig.“, bestätigte er. Sein Blick glitt über den Rudelplatz, als er sich seiner Aufgabe erinnerte. „ Komm, wir müssen weiter. Wir sind ja noch gar nicht fertig!
Er wollte die Runde fortsetzen, damit sie vielleicht bald einmal um den Rudelplatz herumgekommen waren. Dann konnten sie vielleicht ein bisschen spielen, wenn Fael sich diesen Spaß zugestehen wollte. Bald würden ihnen aber auch Gin und Eyrin entgegen kommen, die ebenfalls um den Rudelplatz patroulierten.

{ J3 | Deimos | antwortet, will weiter }


__________________

Set von Beau. Vielen Dank. <3
22.08.2016 07:00 Fael ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Eyrin Eyrin ist weiblich
gespielt von Tamira | Posting Star


Steckbrief

245 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

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Tyrese hatte sie sogar bei der Jagd beobachtet! Ihr Blick wanderte staunend zu ihrem Vater herüber, der sich mit ihrer Mama zu besprechen schien. Hieß das, dass Tyrese auch ihr bei ihrem ersten Fang zuschauen würde? Eine Mischung aus freudiger Erregung und Nervosität durchströmte die Fähe. Sie würde so liebend gerne ihren Papa stolz machen, aber wenn sie in dem Wissen wäre, das er sie dabei beobachtete, wurde ihr etwas mulmig. Ob sie das dann noch schaffen würde? Immerhin würde dann ein mächtiger Erwartungsdruck auf ihr liegen. Doch noch konnten keine Zweifel der Fähe wirklich etwas anhaben. Sie würde das schon schaffen und das wusste sie. Kneifen oder gar aufgeben war Eyrin schon immer ein Fremdwort gewesen. „Das bemerkt Papa ganz bestimmt,“ versicherte die kleine Alphatochter selbstsicher dem Silberfell, „denn Papa ist sehr aufmerksam.“ Ja, für sie war ihr Vater noch der Held des Rudels. Sie merkte nicht, das einige Tyrese zu fürchten schienen, denn für sie gab es für eine solche Annahmen einfach keinen Grund. „Und falls er es nicht schon längst bemerkt hat, dann werde ich dafür sorgen.“ Zuversichtlich blickte sie zu Gin hinauf. Sie war sich sicher das Tyrese schon längst wusste was für tüchtige Jungwölfe er in seinem Rudel hatte.

Etwas Zeit? Verwundert suchten ihre Blicke die schwarze Betatochter. Wofür brauchte Nayara denn noch Zeit? Hatte sie ihr Training nicht zu Genüge absolviert? Oder lag ihr das Jagen einfach noch nicht im Blut? Dann müsste sie doch nur härter trainieren! „Es hat ihn mitgenommen?“ wiederholte Eyrin verwundert. Dadurch das Gin leiser gesprochen hatte wusste sie das es um etwas Wichtiges ging, aber sie verstand es nicht ganz. Wieso sollte Fael durch den Tod eines Kaninchens betrübt sein? „Aber durch Jagd hilft er dem Rudel, da gibt es keinen Grund für Trauer. Oder doch?“ fragend legte sie ihre Ohren zur Seite. Natürlich, Leben war wertvoll. Das wusste sie. Das wusste jeder Wolf. Aber Eyrin würde das Wohl ihres Rudels jederzeit über das Leben eines Kaninchens stellen. War das falsch? Sie selbst sah darin keinen Egoismus und keine falsche Handlung. So lief das nun einmal.

In der nächsten Minute wurde sie jedoch wieder vollkommen vom philosophischen Denken abgelenkt, als Gin ihr anbot ihr einige Tricks zu zeigen. Sie konnte an ihren Brüdern üben?! Ein schelmisches Glitzern trat in ihre Augen. „Au ja!“ Es machte ihr Spaß sich mit ihren Brüdern zu raufen. Und wenn sie nun auch noch von Gin die ersten Grundzüge einer Kaninchenjagd beigebracht käme wäre das wunderbar. Auch wenn Eyrin nicht wusste worauf sie sich nun mehr freuen sollte. Darüber, tatsächlich etwas nützliches zu lernen oder lieber darüber das sie ihre Brüder dann erschrecken könnte. Wobei sie bei diesem Training vielleicht nicht alleine sein würden, denn immerhin patrouillierten Deimos und Fael genauso um den Rudelplatz – ein Treffen der beiden Parteien war nicht auszuschließen.

[J3 - mit Gin, freut sich über das angebotene „Training“]


__________________

Vielen Dank an Gwydion für das Set <3
22.08.2016 08:03 Eyrin ist offline Suchen Freunde?
Deimos Deimos ist männlich
gespielt von Jule | Posting Star



288 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

Quote Edit Melden       IP

Fael hatte so selbstsicher und selbstverständlich geantwortet, dass Deimos ihm zu gern einfach zugestimmt hätte. Natürlich klang das ziemlich logisch und einleuchtend, und wahrscheinlich konnte man wirklich nichts akzeptieren, was die eigene Heimat gefährdete. Aber was wollten die Rebellen denn ausrichten, sie waren sooo viele Wölfe, selbst er kleiner Knirps wusste, dass ein Kampf da völlig unsinnig wäre. Also wenn dem so wäre und die Rebellen so schlau wie ein kleiner Welpe, würden sie sein Heimatrudel nicht angreifen. Das wiederum bedeutete doch vorerst, dass von ihnen keine akute Gefahr für das Leben seines Rudels ausging, oder?! Deimos war völlig verwirrt und verunsichert. Wahrscheinlich sah man ihm das auch an, er konnte seine Gefühle längst nicht so gut verbergen, wie seine ausgewachsenen Artgenossen. Oder konnten die Rebellen gar mehr Wölfe sein, als sie selbst?! Nein, das konnte er nicht glauben, oder? Im Grunde hatte er außer den Nightfalls noch kein anderes Rudel kennen gelernt, wer weiß wie groß die so im Durchschnitt waren?
Deimos wollte Fael zu gern all diese Dinge fragen, doch so recht traute er sich nicht, darauf loszuplappern. Vor allem nicht, als er Faels tadelnden Blick bemerkte. Er bemühte sich um einen beschwichtigenden Blick, ehe er nochmal seine Gedanken ordnete und schließlich mit leiser Stimme antwortete.
"Naja, ich glaube so richtig verstehe ich das alles noch nicht. Aber ich hoffe ich bekomme keinen Ärger, wenn ich solche Dinge frage. Papa hasst diese Rebellen wirklich sehr und ich verstehe einfach nicht, wieso. Ich würde soo gern ein paar von ihnen kennen lernen, dann würde ich vielleicht verstehen warum man sie hassen muss." erklärte er. Fügte dann aber noch eilig hinzu. "Aber ich weiß das Papa das nie zulassen würde und man das nicht darf!

Hoffentlich hatte er jetzt nicht schon wieder etwas falsches gesagt, er wollte Fael nicht weiter verärgern, schließlich sollte er doch sein super cooler Verbündeter werden! Seine Rute pendelte hängend von links nach rechts, als er den folgenden Worten von Fael lauschte.
Yanthan konnte ihnen nichts sagen? Oh, na wenn er das hören würde. Deimos kicherte leise in sich hinein. Aber im Grunde klang das, was Fael sagte ziemlich einleuchtend. Sein Vater war der Chef und solange er niemandem irgendeine Macht gab, hatte auch niemand irgendeine Macht. Ziemlich einfach soweit. Yanthan glaubte aber trotzdem, der Mächtigste von allen zu sein. Vielleicht musst eer mal jemanden treffen, der ihm die Stirn bot? Sicher würden das aber nicht er oder Fael sein. Er dachte eben noch über Yanthans Macken nach, als Fael auf seine Frage zu Gin antwortete. Seine kurze, knappe Antwort war so präzise, dass sie Deimos fast erstaunte. Fehlerfrei? Wow, was musste das ein toller Wolf sein! Auf Deimos Zügen breitete sich ein dickes Grinsen aus.
"Das Gin so ein toller Bruder ist, wussste ich gar nicht! Du musst ihn mir unbedingt mal vorstellen, ich möcht eihn kennen lernen! Unbedingt, Fael!" rief er begeistert aus und hüpfte ein paar mal auf der Stelle, ja drehte sich glatt im Kreis vor lauter Aufregung.
Fael erinnerte ihn während dessen noch an die eigentliche Aufgabe und Deimos folgte brav und lernwillig. Er musste doch auch so ein guter Wolf werden, unbedingt! Wenn Gin so perfekt war, durfte er sich doch in seiner Gegenwart keine Fehler erlauben. Sein Blick lag noch auf Fael, als er darüber nachdachte wie perfekt er eben jenen schon fand. Wie konnte Gin da noch besser sein? Fael war so klug und erwachsen... Er war wirklich gespannt auf Gin und hoffte, Fael würde seiner Bitte nachkommen und ihm seinen Bruder mal genauer vorstellen. Bisher hatte Deimos nur flüchtigen Kontakt zu ihm gehabt, und ihn auch gar nicht so wirklich wahr genommen. Aber wenn er so ein spannender Wolf war wie Fael, hatte er da wohl eine Menge verpasst.
Und plötzlich erblickte er Gin und seine Schwester – sie schienen ebenfalls um den Rudelplatz zu patrouillieren. Seine Augen wurden ganz groß und er rannte völlig außer sich ein paar mal um den Silberprinzen herum. "Fael, Fael guck doch mal, dahinten kommen sie!! Oooh, können wir mit ihnen spielen, wenn wir fertig sind? Das wäre doch toll, oder?!" plapperte er begeistert und hüpfte voller Energie um den Älteren herum. Zugegeben, er tat sich nun schwer, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren, obwohl er doch so gern etwas lernen würde. Noch eine Runde, nein zwei hüpfte er noch um den Älteren herum, dann konnte er sich langsam wieder zur Ruhe zwingen, und ließ seinen Blick über den Rudelplatz schweifen, auf dem immer noch nicht mehr los war, als vorher auch.
Trotzdem würden sie ihre Aufgabe erst beenden müssen, soviel hatte Deimos natürlich schon verstanden.

[J3 , Fael , spricht mit ihm, geht weiter und erblickt Gin und Eyrin]


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22.08.2016 19:16 Deimos ist offline Suchen Freunde?
Cerberus
Gast



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Er hatte Rabenhain hinter sich gelassen. Von jetzt an für immer. Seine Begegnung mit dem Fettwolf hatte zu rein gar nichts geführt und ihn nur halb in den Wahnsinn getrieben. Er wollte sich lieber nicht daran erinnern, wie die Begegnung ausgegangen war. Es hatte ihm lediglich gezeigt, dass Rabenhain und alles, was zu diesem ehemaligen Revier gehörte, rein gar nichts mehr für ihn übrig hatte. Er war ein unwillkommener Gast und auch, wenn Cerberus sich nur zu gern nahm, was er haben wollte, beschloss er dem Tal den Rücken zu kehren, das einst an seine Heimat grenzte.
Er war nun ein wilder, ein Fremder. Ein Wolf ohne Heimat und ohne Zugehörigkeit. Eine ganze Weile lang hatte dieser Zustand etwas für sich, doch bisweilen ödete seine einsame Existenz ihn nur noch an. Nachdem das Veilchenauge ihn so arg provoziert hatte, hatte Cerberus beschlossen sich Fremden nicht weiter zu nähren, wenn er welche witterte. Er jagte für sich, schlief für sich, lebte für sich – und lernte damit zu leben. Die Hoffnung irgendwo auf seine Schwestern oder seine Mutter – oder beide –zu treffen, verscharrte er ganz tief in seinem Inneren. Wesentlich tiefer noch, als sie bisher gelegen hatte. Er wollte sich nicht weiter damit auseinandersetzen, was ihn erwarten konnte, oder was nicht. Ja, was wollte er eigentlich überhaupt? Nicht sterben, war die einzig sinnvolle Antwort, die er auf die innerlich gestellte Frage erwidern konnte. Und weiter?

Nichts weiter. Bisher zumindest. Ohne Sinn und Zweck streifte er durch die Lande und ging, soweit ihn die Pfoten tragen konnten. Manchmal mochte man munkeln Cerberus versuchte so viele Kilometer wie möglich zwischen sich und seine ehemalige Heimat zu bringen, sicher sein konnte man sich da jedoch wohl nicht. Es war schwer einzuschätzen, ob er damit zufrieden war, immerhin sah der hünenhafte Rüde nie sonderlich begeistert aus. Vor allem bei diesem Wetter konnte man sich für nichts begeistern. Wenn es gerade nicht regnete, waren die nächsten dunklen Wolken bereits in Sicht. Es war zum Speien.
Strammen Schrittes und mit dem wie üblich gesenkten Kopf stapfte Cerberus durch den aufgeweichten Boden. Er befand sich in einem lichten Wald und wenn es nach ihm ginge, könnten die Bäume ruhig wesentlich dichter aneinander stehen. Vielleicht wäre es dann auch nicht so nass. Seit geraumer Zeit folgte er nun einem Fluss von Norden gen Süden und war an verschiedensten Landstrichen vorbei gekommen. Stets begleiteten ihn die riesigen Berge zu seiner Rechten, die ihn an die Heimat erinnerten. Eigentlich wäre das Anreiz genug auch diesem Landstrich zu verschwinden, doch vor Bergen zu flüchten war nicht ganz nach Cerberus‘ Geschmack. Er würde einfach weiter gen Süden gehen und schauen, was ihn erwartete. Dabei ahnte nicht, dass ihn etwas wahrhaft unglaubliches erwartete – zumindest wenn der Einzelgänger das Zweiergespann nicht knapp verfehlte. Die beiden Fähen, die gerade den Fluss überquert hatten, befanden sich nicht so nah an selbigem, dass die Stimmen für Cerberus in Hörweite waren. Ob sie ihn jetzt jedoch riechen würden?

{ Amdir | I8 | allein, Tyra & Ceres in Riechweite }


23.08.2016 11:01
Fael Fael ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster


Steckbrief

95 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Monate
Welpe bei den Nightfalls

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Fael beobachtete den kleinen Schwarzen, während dieser sichtlich verwirrt nach Antworten suchte. Er schien mit der ganzen Thematik nicht ganz die Orientierung halten zu können, wenngleich er versuchte beschwichtigend auf den Blick des Größeren zu gucken. Mit seinen folgenden Worten erntete Deimos jedoch nur noch mehr tadelnde Blicke des Silberprinzen. Er verstand nicht, was der Zwilling eigentlich wollte und wieso er derartige Zweifel daran haben konnte, dass die Rebellen wirklich böse waren und das Rudel der Nightfalls zerstören würde. Der Helle schüttelte den Kopf und wendete sich ab. Er wusste nicht, was er dazu noch sagen wollte. Erstrecht nicht, als Deimos äußerte, er würde gern mal einen von diesen Rebellen treffen. Fael glaubte nicht einmal daran, dass Deimos das überleben würde.
Umso froher war der Helle, als das Gespräch auf Gin kam. Vielleicht hätte er erwähnen sollen, dass sie einander früher häufig gegenseitig geneckt hatten, doch dem Silberprinzen kam dies nie wie ein Fehler vor. Es war eben das Spiel der Welpen und das, was die Beziehung zwischen den beiden Wölfen ausgemacht hatte. Und trotz alle dem, trotz dieses kleinen, spielerischen Konkurrenzkampfes zwischen den Brüdern konnte Gin trotzdem sagen, dass sein schmächtigerer Bruder ihm am Herzen lag. Das war toll, einzigartig, wundervoll. Fehlerfrei, so wie Faels ganze Familie eben.
Bestimmt wirst du bald mal mit ihm spielen können.“, sagte er freundlich aber knapp.
Der Hellere schien etwas mitgenommen davon zu sein, dass Deimos so viel von den Rebellen redete. Schwer zu sagen, ob Fael sich dadurch seine eigenen zweifelnden Gedanken machte, oder ob er es einfach so extrem befremdlich fand zu den Verrätern Sympathie zu hegen. Jedenfalls war er unbewusst wesentlich weniger gesprächig als bis vor kurzem noch.

Sein Blick fiel auf Gin und Eyrin, die ihnen entgegen kamen. Sie standen dort und planten scheinbar irgendetwas. Faels Rute pendelte erfreut zwischen den Hinterläufen, während er vergas weiter zu gehen. Erst nach ein paar Sekunden fiel ihm sein Stillstand auf und er ging rasch weiter. Sein Blick glitt noch einmal zum Rest des Rudels. Sollte er sich erlauben sich erneut ablenken zu lassen? Ihre Runde war noch immer nicht vollständig, doch Gins Anwesenheit lud so sehr zum Spielen ein! Wie lange sie nicht mehr getollt hatten…
Gerade plante er, wie er seinen Bruder am besten überraschen konnte. So wie früher eben – aus dem Hinterhalt angreifen und den mächtigen Krieger überwältigen. Darin war Fael schon als kleiner Welpe ganz gut gewesen. Da jedoch begann Deimos seinen Freudentanz und machte wahrscheinlich das ganze Rudel auf die Gruppe aufmerksam. Seufzend blickte Fael zu dem kleinen Nervenbündel herunter. Sollte seine Geduld bald ein Ende finden? Jedenfalls bemühte sich der junge Rüde nun darum sich zusammenzureißen und den Welpen nicht merken zu lassen, dass er seine Ruhe wollte. Ruhe war eigentlich das falsche Wort, er mochte die Gesellschaft ja, nur die Tatsache mit den ganzen Fragen, die Rebellen, die Tatsache, dass seine Attacke auf Gin vereitelt worden war… All diese Dinge schienen ihn plötzlich wieder zu erdrücken. Nie hatte man eine Möglichkeit das zu tun, was man tun wollte.
Fael setzte sich hin und sah zu Gin und anschließend zurück zu Deimos.
Du kannst zu ihm gehen.“, begann er. „ Du könntest zumindest. Niemand steht dir im Weg. Theoretisch müsstest du mich nicht einmal fragen, immerhin bist du ein freier Wolf. Nur musst du dir vorher überlegen, was die Konsequenzen sind.
Begann er belehrend zu erzählen und kam sich dabei furchtbar altklug vor. „ Ich hab mal gehört, dass man häufig vor Entscheidungen steht – und dass es immer zwei verschiedene Wege gibt. Den leichten und den richtigen. Der leichte führt rasch zum Ziel, ist aber im Endeffekt gar nicht so gut, während der schwere immer der bessere ist. Wenn du jetzt zu Gin gehst, wirst du mit ihm spielen können. Aber wenn dich dann jemand fragt, wieso du nicht lieber eine Pflicht übernommen hast, wird jeder sehen, dass du dein eigenes Wohl über das der anderen stellst. Was, wenn in Zwischenzeit ein Feind dem Rudel näher kommt?
Immer diese schweren Wege. Fael hasste sie, doch den leichten wollte er gewiss nicht nehmen. Er hatte sich schon viel zu lang aufhalten lassen. Die Hälfte seiner Runde war bereits geschafft, die andere Hälfte würde er rasch hinter sich gebracht haben, dann konnte er noch immer mit Gin spielen, wenn dieser überhaupt Zeit für ihn hatte. Mit einem letzten, beinahe wehmütigen Blick in Gins Richtung stand Fael auf.
Ich gehe jetzt weiter meine Pflicht tun, kommst du mit?“, fragte er, bereits zum Weitergehen ausgerichtet. Was würde Deimos tun? Den leichten oder den richtigen Weg wählen?

{ J3 | Deimos | entscheidet sich weiter zu gehen }


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Set von Beau. Vielen Dank. <3
23.08.2016 13:55 Fael ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tyrese Tyrese ist männlich
gespielt von Andre | Super Moderator


Steckbrief Relations

1550 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Jahre
Alpha bei den Nightfalls

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Er hob eine Augenbraue an, als das magische Wort durch seine Ohren hallte, das ihm zur Verwirrung verhalf. Dass ausgerechnet ein solches Wort von der schwarzen Schönheit kam, der er ein gesundes und grundsolides Ego zugedacht hatte; damit hatte Tyrese nicht gerechnet. Ihr "Verzeih" hallte in seinen Ohren nach. Vielleicht war es richtig so, dass Razca dieses Wort ausgesprochen hatte, aber doch hatte er wohl ebenso wenig wie sie selbst damit gerechnet dass sie dieses Wort an ihn richten würde. Und doch war das Wort ein Bote einer versteckten Botschaft. Von Zuneigung und Sympathie. Etwas, das die beiden Wölfe schon längst untereinander und füreinander entdeckt hatten. Am Ende treibt es doch nur ein Schmunzeln auf die Lefzen des Alphas.

Seit der Ankunft Razca's schien Tyrese sowieso wie ausgewechselt. Abgesehen von den üblichen Launen und Aggressionen die Tyrese schon immer an den Tag legte, zierte seither immer öfter und deutlicher ein Lächeln und Grinsen seine Lefzen. die Fähe tat ihm wortwörtlich gut.

Jetzt, wo Tyrese neben Razca stand und ihren Antworten in Ruhe lauschen konnte, blickte er beiläufig erneut um sich, die Anzahl der sichtbaren Wölfe im Umkreis zählend. Viele Wölfe des Rudels waren in unmittelbarer Nähe, auch wenn sie sich voneinander distanzierten und versuchten sich der immer enger ziehenden Schlinge der Anspannung und Aggression zu entziehen. Man konnte es fast schon zwischen den Wölfen knistern hören. Es würde gewiss nicht mehr viel fehlen, um Unruhen entstehen zu lassen. Sich gegenseitig ankeifende oder gar anfallende Wölfe waren jetzt genau das allerletzte das Tyrese gebrauchen konnte. Es musste also eine Veränderung her - und zwar bald.

"Sehr gut. Nichts anderes habe ich erwartet." gab Tyrese bestätigend von sich, als Razca davon berichtete dass die Welpen keine Probleme damit haben würden über das Gebirge zu wandern. Ob sich die schwarze Schönheit bewusst war, welch Aufgabe sie sich selbst und damit auch den Welpen auferlegte? Würde Tyrese sogar soweit gehen und die Bergwanderung als erste Auslese betrachten? Würde der Alpha soweit gehen und schwächelnde oder erschöpfte Wölfe zurücklassen? Verstoßen? Verkommen lassen? Nicht auszumalen, was das für ein Chaos in den Herzen der Wölfe stiften würde, wenn der Tyrann an einem solchen Gedanken festhalten würde.

"Ich möchte dass du dich mit unserem Nachwuchs in der Mitte unseres Trupps aufhältst. Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet und vor Gefahren gefeit sein. Dort erwartet dich, euch, der beste Schutz, den das Rudel bieten kann. An deiner Seite werden dich Murdoch, Lyra und Zetyr begleiten. Ich hätte Murdoch gern an meiner Seite an der Front, doch da seine Geliebte ebenfalls im Mittelfeld laufen soll, ist er dort besser aufgehoben und für mich mehr von Nutzen. Zetyr wird als Unterstützung dienen und an deiner Seite bleiben. Auch Vivani wird zu euch stoßen. An der Spitze werden mich Abigail und Envy begleiten. Bevan, Kaori, Chetan und Henna werden die Nachhut bilden. Das ist die bestmöglichste strategische Aufteilung für unser Vorhaben." teilte er seiner schwarzen Schönheit mit, um damit ihre Frage zu beantworten wer Tyrese begleiten und wer die Nachhut bilden würde.

Kurz wandern seine Seelenspiegel in ihre Richtung, legen sich sanft auf die Iriden des Weibchens. Mit einem sanften Lächeln und Blinzeln, hebt Tyrese seinen Kopf, ehe er sich neben der Wölfin zu strecken beginnt. Er drückt dabei die Vorderläufe durch und lehnt sich nach vorn, seine Hinterläufe dabei lang nach hinten ausstreckend, so dass er kaum noch auf den Pfotenballen stand und nur die Krallen seine Hinterläufe noch auf dem Boden hielten und vor einem Wegrutschen bewarten. Das Nackenfell sträubt sich dabei leicht und auch die Rute wird dabei leicht geschwungen angehoben. Gerade wollte Tyrese seine Dehnübung beenden, da fiel ihm ein Regentropfen auf die Nase. Der Rüde schüttelte sich daraufhin neben Razca und beendete sein Strecken. mit seinem Blick deutete er in Richtung der Bergkette, die der ähnlich sah, von der Razca gekommen war. "Hinter den Bergen dort liegt Amdir. Sie haben bislang die natürliche Grenze von Amdir bestimmt und haben auch verhindert dass das Feuer sich bis hier hin ausbreiten kann. Ich gehe davon aus, dass wir in Amdir ankommen, sobald die Sonne untergeht. Sollten wir uns verspäten, kommen wir mit großer Wahrscheinlichkeit in dunkelster Nacht an." antwortete er auf die letzte Frage der Fähe.

"Ich werde das Rudel bald zusammenrufen, dann ziehen wir gemeinsam los." ergänzt der Rüde noch, ehe er sich abermals umschaute. Ihm schien nicht wohl mit dem Gedanken zu sein noch länger zu warten, aber doch war da etwas, das ihn zögern lies. Immerhin hätten die Nightfalls längst schon auf dem Weg sein können. Dabei kämpft der Rüde tatsächlich mit den Gedanken seine Entscheidung zu überdenken. Die Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Der Weg über die Berge ist eine Herausforderung, selbst für ausgewachsene Wölfe. Wenn Tyrese eines verhindern wollte, dann dass die Nightfalls unnötigen Gefahren ausgesetzt waren. Auf der anderen Seite war aber die Wahrscheinlichkeit groß dass die Rebellen ein solches Wetter ebenfalls meiden würden. Demnach auch die Chance auf einen Hinterhalt wesentlich geringer. Noch rang Tyrese mit sich selbst um eine passende Entscheidung geben zu können.


[ Bei Razca | Weiht sie in seine Planung ein | antwortet auf ihre Fragen | streckt sich und bereitet sich innerlich auf den Aufbruch vor. ]


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( Set by Beau. Thank you! <3 )
23.08.2016 15:47 Tyrese ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Reza Reza ist weiblich
gespielt von Andre | Posting Star


Steckbrief

300 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

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Überrascht zuckten die Ohren von Reza, als Nhor sie nahezu mit panikgetränkter und quietschender Stimme begrüßte. Er lud sie zu sich in die Höhle ein, als wäre sie genau zur richtigen Zeit gekommen um den "kleinen Pazifisten" vor Unheil zu bewahren. Kurz fragte sich Reza, was dem Rüden eine solche Angst einjagte, immerhin hatte sie nur die Stimmen von Ceena und Nhor gehört, nicht jedoch wovon die Erzählungen handelten. Doch es schien ziemlich sicher zu sein, dass Nhor es mit der Angst zu tun bekam. Nicht umsonst, warf dieser wenige Momente später Ceena entgegen ihm nicht noch einmal so etwas schreckliches zu erzählen.

Die braune Fähe kam näher in die Richtung von Nhor und setzte sich unvermittelt neben diesen, um angespannt der weitere Unterhaltung zu lauschen. Auch Ceena begrüßte sie, woraufhin ein Nicken mit freundlich aufgesetzten Lächeln folgte. Da sie scheinbar nicht störte, machte sie sich keine weiteren Gedanken darüber ob ihr Auftauchen nun wirklich gerade recht oder einfach nur unglaublich ungünstig getimed war. Kurz legte die Fähe den Kopf schief, mit einem hängenden und einem aufgestellten Ohr, den Worten und Erzählungen von Nhor lauschend.

"Nun, Nhor. Ein jeder Wolf von uns hat so seine Päckchen zu tragen. Um ehrlich zu sein hat kein einziger Wolf von uns, den Rebellen, eine gute oder schöne Geschichte zu erzählen. Irgendwann tauchen immer die Nightfalls auf und nehmen uns das was uns wichtig ist." erklärte Reza und versuchte damit auf Ceena und Nhor einzuwirken. Sie wollte ihr Beileid irgendwie zum Ausdruck bringen, den beiden Wölfen verständlich machen, dass sie ebenso mitfühlen konnte, wie jeder einzelne der Rebellion. Gerade wollte sie ihre Schnauze näher in Nhor's Richtung schieben, da drehte dieser sein Köpfchen auch schon um in ihre Richtung zu blicken und sie nach ihrer Herkunft zu fragen. Sie wollte Nhor über den Hinterkopf lecken, ihm Trost und Nähe schenken, doch von der plötzlichen Bewegung wurde sie förmlich überrascht, so dass sie kurz zusammenschreckte und Nhor mehrfach entgegen blinzelte.

"Wo ich herkomme?" fragte Reza nach und begann sich an ihre Geschichte zu erinnern. "Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich gern in der Nähe von Wasser mit meinen Geschwistern gespielt habe. Da war auch irgendwo ein Wasserfall. Das hat immer Spaß gemacht. Wir haben so viel getobt und gespielt. Mein Zuhause... es war wunderschön... Leider weis ich nicht in welcher Richtung es genau liegt, aber ich weis dass es ein benachbartes Land von Amdir ist. Man erzählte sich Geschichten über andere Rudel und Länder. So gern ich mich an die Jugend zurück erinnere; es kam irgendwann der Moment an dem man aufhören musste verspielt zu sein und anfangen erwachsen zu sein. Ich wollte immer eine Jägerin werden, da ich es geliebt habe Sträucher, Büsche, Äste und Bäume an mich vorbeirauschen zu sehen. Man fühlt sich so unglaublich frei." fuhr Reza weiter fort, von ihrer Vergangenheit und Herkunft schwärmend.

"Die Nightfalls. Sie kamen auch in unser Land, Griffen wie aus dem Nichts an. Wie eine Plage, wie ein Fluch, rissen sie einen Wolf nach dem anderen... Ich flüchtete aus den Fängen der Nightfalls. Noch heute kann ich genau spüren wo mich ihre Krallen und Zähne verletzt haben." gab Reza mit einem Schnaufen von sich. "Nach meiner Flucht, Tage nach dem Überfall, stieß ich auf einen Späher der Rebellen. Ich wurde eingeladen und durfte vor Gwydion treten. Ein wunderbarer Moment. Einer von vielen...." säuselte Reza vor sich her, wobei man fast glauben konnte sie würde jeden Augenblick zu sabbern beginnen. In Gedanken verfing sie sich gerade an die Erinnerungen, in denen sie sich mit Gwydion unterhalten durfte, ihre Gefühle offenbaren durfte und sich in Gwydion verliebte. Welche Kosenamen sie sich damals zuwarfen. Vor Wonne begann Reza ihr Fell leicht aufzufächern, ehe sie wieder zurück in das Hier und Jetzt geworfen wurde. Ein kurzes Kopfschütteln folgte. "Und nun bin ich hier!" gab sie stolz zum Abschluß von sich.

Ihre Aufmerksamkeit wurde wenig später wieder auf Ceena gelenkt. Dabei machte es "klick!" bei Reza. Sie blinzelte mehrmals und sah Ceena entgegen, als hätte sie den Schuß nicht gehört. War das wirklich ihr Ernst? Nhor war verängstigt von ihrer Geschichte und nun begann sie mit einem Loch in der Höhle, durch das noch mehr Wasser kommen und die Höhle überfluten würde? Wieder sträubt sich das Fell der Fähe , doch diesmal wanderte auch ein Grollen die Kehle Reza's hinauf. "Schluß damit!" stößt sie kurz und knapp aus, damit Ceena ermahnend. Kurz darauf folgte ein kontrollierender Blick zu Nhor. Würde dieser gleich ausreißen ? Vor Angst und Panik, dass die Höhle über ihn einstürzen und ihn gefangen nehmen oder ertränken würde, nach Draußen eilen? Reza hoffte dass es nicht soweit kam.

"Das wird nicht passieren!" gab Reza kurz und knapp, fast schon in gewohnter zickiger Manier von sich. Egoistisch und Naiv zugleich, wie man es von Reza eben gewohnt war. Sie hätte auch ganz anders reagieren können, doch die Situation lies zumindest für Reza keine andere Möglichkeit zu. "Diese Höhle besteht bestimmt schon mehrere Jahre. Sie hat Stein- Lehm- und Erdschichten, die sich einander halten. Da wird die Höhle bestimmt auch noch ein paar weitere Jahre stehen bleiben, ohne ein größeres Loch zu bekommen." gab Reza mit etwas garstiger Stimme von sich. Streng, bewusst und ein klein wenig patzig. Rezalike eben.

Erst einen kurzen Moment später folgte ein langes Schnauben, womit auch das Grollen aus ihrer Kehle verschwand. "Und wenn die Höhle hier zum Schwimmbad wird, dann lassen wir uns wie Fische einfach rausspülen!" gab sie von sich , drehte den Kopf und hob ihn so an, dass die Nasenspitze gespielt egoistisch nach oben ragte. Ein Scherz, ein Witz, mit dem sie am Ende hoffte und versuchte sich selbst und auch Ceena und Nhor zu beruhigen. Eigentlich wollte sie Ceena nicht anfahren oder anschnauzen. Doch irgendein Instinkt hatte sie da wohl getriggert. War es ein Beschützer- oder gar Mutterinstinkt? Ausgerechnet bei Reza?



[ Ceena & Nhor | Gesellt sich zu Nhor |erzählt auch von ihrer Herkunft | patzt/fährt Ceena an , versucht danach die Situation aufzulockern. ]


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23.08.2016 16:24 Reza ist offline E-Mail www Suchen Freunde?
Abigail Abigail ist weiblich
gespielt von Jassy | Super Poster


Steckbrief

88 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

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In den letzten Tagen hatte sie das Dunkle gesucht. Ihre Schatten, die ebenso finster waren wie ihre eigene Gestalt. Ebenso dunkel wie ihre Gedanken und die durchschnittliche Stimmung vieler Rudelmitglieder. Die Schwarze hatte sich von dieser dunklen Atmosphäre anstecken lassen, was angesichts der Umstände nicht besonders schwierig war. Sie hatte inzwischen leider festgestellt, dass sie sich durch ihre vergangene Freundschaft mit einem Verräter im Rudel recht stark isoliert hatte. Nicht das Abigail ein auffallend sozialer Wolf war, sie hatte andere schon immer stark auf Distanz gehalten, doch ihre Isolation schlug selbst ihr auf das Gemüt. Was bedeuteten die meisten dieser Wölfe ihr schon noch? Natürlich wünschte sie niemandem zwangsläufig etwas schlechtes und die Welpen würde sie bis zum letzten Atemhauch verteidigen, aber dennoch… hielt sie mehr als Pflichtgefühl in diesem Rudel? Mehr als der Wunsch nach einer passenden Aufgabe für jemanden ihrer Art? Sie wollte den Wolf verfluchen, der diese Gedanken ins Gang gesetzt hatte und sich anschließend davon gemacht hatte.

Die Schwarze stand auf und schüttelte sich ihre nur scheinbare Schläfrigkeit aus dem Leib. Ruhe im Schatten des Rudelplatzen war ihr in diesen Tagen nicht vergönnt, nicht wenn sie die Stimmung eines jeden Wolfes einfangen und registrieren wollte. Sie analysierte ihre Rudelgefährten und stellte anschließend Thesen auf. Es war absurd. Wann war sie zu diesem ‚was wäre, wenn’-Wesen geworden? Früher einmal hätte sie nie gedacht, dass sie sich in diese Richtung entwickeln würde, doch hier war sie. Jemand, der in seinem Leben Hypothesen eventueller Geschehnisse aufstellte, anstatt sein Leben zu leben. Es war… beschämend! Ihr Ohr schnippte. Hatte sie da ihren Namen gehört? Ihr Kopf fuhr herum. War ihr Name im Gespräch von Tyrese und Razca gefallen? Es schien so. Desinteressiert wandte sie sich ab. Das war keine Unterhaltung, in die sie eindringen wollte, aber ebenso wenig war sie jemand, der zum Zeitvertreib die Spiele der Welpen und Jungwölfe unterbrach. Sie hatte den Nachwuchs nicht ohne Belustigung beobachtet, aber sie ließ die Jungen zufrieden. Vorbereitung für das spätere Leben hin oder her, Abigail war niemand, der ein Soldatendasein wirklich gut hieß. Das war der Grund, weshalb sie sich selbst eher als Kämpfer- oder Kriegerin bezeichnete. In ihrem Kopf erlaubten ihr diese kleinen Wörter deutlich mehr Freiheit. Ob sie irgendwann einmal einen der Jungwölfe an diesem Gedanken teilhaben lassen würde? Vielleicht, wenn sie jemanden sah, der nicht in seine Rolle passte und mit dem sie sympathisieren konnte. Okay, nach diesem kleinen Gedanken erschien es ihr unwahrscheinlich, dass sie ihre eigenen ‚Weisheiten’ jemals mit der Jugend teilen würde.

Sie schritt ohne Eile über den Rudelplatz und mied einen schnarrenden Zephyr. Armer Irrer, aber immerhin bot er Unterhaltung…
“Hallo Vivani“, grüßte Abigail die andere Fähe. Vivani war akzeptable Gesellschaft, anders als Henna, die Abigail seit ihrem unbefriedigenden Ausflug misstrauisch im Auge behielt. Sie brauchte keine Feinde, die dieses nicht auch offen ausleben würden und Henna… nun, Abigail schätzte sie nicht so ein, als würde sie Abigail offen anfeinden. Nein, die Fähe war eher der Typ, der jemandem im Stillen diskreditierte, bis es keine zu rettenden Beziehungen mehr gab. Spiele. Abigail hatte innerpolitische Spiele.
Vivani machte es einem leichter und für einen Moment überlegte Abigail, ob sie aus ihrer Isolation ausbrechen sollte, um sich mit der jüngeren Fähe zu befassen.


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23.08.2016 20:06 Abigail ist offline Suchen Freunde?
Chaske Chaske ist männlich
gespielt von Moja | Treue Seele


Steckbrief

1113 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

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Sie kamen tatsächlich produktiv voran. Chaske mochte solche Gespräche. Er war ein Stratege, auch wenn er all seine Taktiken nur allzu häufig über Bord warf, weil… eine Emotion dazwischenkam. Aber darin hatte er sich gebessert. Er ließ sich nicht mehr von Gefühlen leiten. Außer es ging um seine Schwester oder die Welpen. Der junge Rüde überlegte kurz. „Ein Hauptsammelplatz klingt nicht schlecht. Vielleicht sollten wir den weiter weg legen, womöglich sogar außerhalb des Reviers, damit die Nightfalls dort nicht direkt nach uns suchen“, schlug er vor. Diese Art des Brainstormings zeigte, wie wichtig ein Rudel war. Jeder hatte irgendwelche Ideen und nur gemeinsam kam man auf die beste Lösung. Ein guter Alpha setzte nicht nur seine eigenen Vorschläge durch, sondern nahm auch die der anderen Mitglieder an – oder zog sie zumindest in Betracht. Gwydion wehrte nicht einmal mehr das Vogel-Alarm-system vollkommen ab. Auch wenn Chaske sich nicht sicher war, ob ihn seine Argumente überzeugt hatten oder er einfach keinen Streit beginnen wollte. „Ich werde das im Auge behalten und erstmal keinem davon erzählen“, ließ er sich also auf den Kompromiss ein. Er wollte schließlich nicht für Panik sorgen, sondern nur… höchste Wachsamkeit zeigen.

Khazen führte an, dass sie am besten mal mit dem gesamten Rudel sprechen sollten. „Ja, sobald das Konzept steht… Umso sicherer wir…“ – sein Blick glitt zu seinem Vater – „du es ihnen erklärst, umso wohler werden sie sich fühlen. Manchmal reicht schon die Illusion, vorbereitet zu sein, damit sich im Ernstfall keiner von Furcht leiten lässt.“ Chaske wusste, wie viel der Wille und vor allem die Überzeugung zählte. Oft mehr sogar als jede gute Vorbereitung.
Das ganze würde natürlich umso reibungsloser ablaufen, umso besser das Rudel in der Zusammenarbeit war. Ein Problemfall schien da Nhor darzustellen. Der Schwarze erwiderte fest den Blick seines Erzeugers. „Gib mir ein paar Wochen und du wirst Nhor nicht wiedererkennen.“ Damit bejahte er, dass er den anderen Wolf trainieren würde. Nicht nur bei der Erkundungstour, nicht nur für eine kleine Jagd… Er wusste, dass irgendwo in Nhor sicher auch Potential versteckt ruhte. Es hatte sich bisher nur niemand bemüht, es zutage zu fördern.
Chaske war gewissermaßen stolz, dass sein Vater ihm das zutraute. Es zeigte ja doch, dass er ihn nicht für einen völlig missratenen Sohn hielt. Vielleicht… konnten sie ja doch lernen, mehr aufeinander zu bauen?

Es fiel ihm schwer, sich nicht einzumischen, als es um die Welpen ging. Ja, er hatte selbst gesehen, ab welchem Alter die Kleinsten schon bei den Nightfalls gedrillt wurden. Diese Art Zwang gefiel ihm nicht. Aber er konnte Khazen nur beipflichten, dass das ‚wie‘ viel wichtiger war. Sie sollten sich nicht dazu verpflichtet fühlen, sondern es tun wollen.
Er ließ den wahren Welpenvater erst aussprechen, bevor er dann doch noch seinen Senf dazugab. „Es ist gar nicht so schwer, es ihnen auf spielerischem Weg beizubringen. Sie rangeln jetzt schon, weil es ihnen Spaß macht. Anstatt sie immer nur untereinander spielen zu lassen, können auch die Erwachsenen hin und wieder mit toben. Sie da mal hier und mal da darauf hinzuweisen, dass sie einen zum Beispiel besser erwischen würden, wenn sie auf ihre linke Seite achten oder dass sie es nichts bringt, sich einem größeren Wolf frontal entgegenzuwerfen, werden sie gar nicht als Training sehen, sondern als Hilfe, um so ein Spielchen vielleicht gewinnen zu können.“ Chaske selbst hatte diese Welpenphase nie gehabt. Für ihn war das Leben kein Spiel gewesen. Trotzdem war er jung genug, um sich vorstellen zu können, wie es besser hätte laufen können. „Und wenn sie dann alt genug sind, um zu verstehen, was hier passiert, wird der Umschwung zu richtigem Training für sie ein Kinderspiel.“

Der Braune führte an, dass er eigentlich gar nicht wusste, wie man kämpfte. Und dann kam… ein Vorschlag. Für einen Moment schwieg Chaske und suchte den Blick seines Vaters. Er wusste, dass er das konnte, dass er anderen beibringen, zeigen, könnte, wie man sich richtig verteidigte. Wie man ein System in seine Bewegungen brachte und nicht einfach nur wild um sich biss. Aber… würde Gwydion ihm das zutrauen? Bisher hatte er ihn nie mitkämpfen lassen und bis auf die Sache mit der Raubkatze auch nie gesehen, wie er kämpfte. Khazen ruderte auch gleich schon wieder zurück. Warum? War die Anspannung zwischen Vater und Sohn so offensichtlich? „Ich habe schon mit Reza geübt“, begann er, für seine Verhältnisse geradezu vorsichtig. „Ich denke, wenn wir beide unser Wissen zusammenwerfen…“ Mh, das klang schon wieder so, als würde er sich anmaßen, Dinge zu wissen, die sein Vater vielleicht nicht kannte… Chaske holte tief Luft. Es fiel ihm immer noch extrem schwer, sich unterzuordnen. „Wenn du einen Plan entwickelst, wäre ich gerne dabei, mitzuhelfen. Dann können zumindest zwei gleichzeitig den anderen beim Üben Tipps geben.“ Somit hatte er sich nicht als gleichgestellten Trainer erhoben, sondern nur als… Mithelfer für Gwydion. Wenn er es denn wollte…


{ F13 | Gwydion & Khazen | führt die Ideen weiter aus, bietet sich an, als Co-Trainer zu helfen}


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(c) Yanthan <3
24.08.2016 06:49 Chaske ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Cýr Núin Cýr Núin ist männlich
gespielt von Jacky | Super Poster


Steckbrief

57 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Monate
Welpe bei den Rebellen

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Offenbar kannte seine Schwester ihn besser als er gedacht hatte. Doch das war dem Weißen ganz recht. Zwar hieß das, dass sie seine Schwäche kannte, doch so musste er sich auch nicht großartig verstellen. Auch wenn er lieber den großen, starken Bruder mimen würde. Als seine Schwester zu ihm kroch, zauberte sich ein glückliches Lächeln in sein Gesicht. Er war froh, dass er Nayeli hatte. Dass sie sich hatten.

„Wir haben auch nur noch uns. Familie ist sehr wichtig, weißt du.“, sprach er sanft zu ihr. „Eigentlich sind wir alle eine große Familie, aber am wichtigsten sind die Blutsverwandten.“ Und dem war so. Für Cýr waren seine großen Freunde Elín und Chaske auch sehr wichtig, aber Nayeli würde er immer an erster Stelle setzen. „Dennoch müssen wir alle auf uns gegenseitig aufpassen. Wir müssen also auch auf die großen Faulpelze da aufpassen.“ Cýr blickte zu Rhaja und Travan. Sie machten sich das Welpensitten sehr bequem.

„Und soll auch niemand ersetzen. Ich hab‘ dich auch lieb.“, flüsterte er ihr zu und rieb seinen Kopf an den ihren. „Weißt du noch wie sie war?“, fragte er flüsternd. „Unsere Mutter.“, ergänzte er nach einer langen Redepause. In Zeiten wie diesen vermisste er seine Mutter. Sie waren eine so glückliche Familie und doch verschwand ihre Mutter. Cýr hatte die Hintergründe nie wirklich verstanden und hatte gehofft, dass sie wiederkommen würde, doch sein eigener Vater war er, der ihm die Hoffnung nahm. Dann jedoch verglich er sich manchmal mit Chaske. Chaske hatte auch keine Mutter mehr, aber seine Schwester und seinen Vater im Rudel. Und irgendwie gefiel ihm der Gedanke, dass er ähnliche Familienverhältnisse hatte wie sein schwarzfelliger Freund.

[Amdir | unterhält sich mit Nayeli, denkt über seine Familienverhältnisse nach und vergleicht sie mit Chaskes | Nayeli]


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24.08.2016 14:39 Cýr Núin ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Murdoch Murdoch ist männlich
gespielt von Tony. | Posting Star


Steckbrief

308 Pfotenabdrücke
Alter: Fünf Jahre
Loyaler Beta bei den Nightfalls

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Murdoch blinzelte langsam gegen den dichten Pelz seiner Liebsten an. Sie sprach selbstredend von Ruhe und Tatenlosigkeit, um das rasende Herz zu beruhigen. Nur das dieses keine Beruhigung wollte. Es waren Tage wie diese, die seinen Verstand so überreizten, dass er sich keine Zeit gönnte. Dann suchte der Silberling Aufgaben, die es wert waren am Ende des Tages sagen zu können, dass man sich schlafen legen dürfte. Meistens verbrachte er nämlich sogar noch die späten Abendstunden damit seine Runden zu gehen, sich zu erkundigen und ein wachsames Auge auf den Rudelplatz zu werfen. Nur um dann bei Einbruch der Nacht, sofern er es sich gönnte, zu Lyra zu kriechen und sie zu beobachten. Ihre langsam atmenden Flanken, die er dann dicht an den seinen spürte und ihn viel zu schnell zum Schlaf verführten. Erst wenn die Sonne sich dann mühsam bis zum Horizont räkelt und der Himmel in ein warmes, leuchtendes Orange getaucht wird, ist er vor jedem anderen wieder wach. Als würde seine innere Uhr seine Untätigkeit verfluchen. Trotzdem spürt er, wie sich ein schmallippiges, eher dumpfes Lächeln auf seine Lefzen quält. Sie wusste, worauf sie sich einließ und versuchte ihn trotzdem an seine Gesundheit zu erinnern. Obwohl er in den Jahren stets bewiesen hatte, dass er ganz hinten stand. Selbst wenn seine ständige Präsenz und sein arrogantes Auftreten all das eine Lüge schimpfen. “Darüber lässt sich problemlos streiten. Immer ganz die sorgsame Mama. Sogar bei Rüden, die dem Welpenfell entwachsen sind.“ Spottete er trocken.

Bei der Erinnerung an den gemeinsamen Nachwuchs, dessen Tun er möglichst genau begutachtete, um mögliche Fehler und Vergehen auszumerzen, hob er sein Kinn wieder so hoch, als wollte er sich geradewegs vor jemanden aufbauen. Mit einem tiefen Schnaufen und einer Zuversicht, die seine Strenge rechtfertigte. “Ich bin streng, Lyra. So streng, wie sie es brauchen und von Nöten ist. Wir können keine Wölfe gebrauchen, die halbherzige Arbeit erledigen. Zumal sie wahrscheinlich niemals die Möglichkeit haben werden etwas anderes zu sehen und zu erleben. Die Nightfalls sind bindend.“ Was ihm durchaus bewusst machte, dass seine Welpen niemals eine Wahl gehabt hatten. Sie lebten hier unter Tyrese Herrschaft. Im Unwissen, dass sie hier ihren Partner finden und sterben würden. Auf natürliche Art und Weise oder... bei einer strengen Maßregelung. Denn selbst sie waren nicht von den Gesetzen ausgeschlossen. Was seinem sonst sehr kühlen Blick eine düstere Note verlieh. Gerade im Bezug auf seine kleine Nayara, die in ihrer naiven, kunterbunten Welt lebte. Bald würde man sie nicht mehr abschotten und verschonen. Womöglich jemanden zugeschoben werden, um das Rudel zu bereichern. Der Gedanke ließ ihn innerlich erschaudern. Sein Herr und Meister hatte solch eine Moral bisher noch nie vertreten, aber alleine daran zu denken rief eine ekelerregende Übelkeit in ihm hervor. Er wusste nicht, wie es mit dem Rudel weiterging. Sie waren groß, sie waren mächtig. Aber nicht allmächtig.

Lyra rief ihn kurzerhand aus seinen Gedanken zurück. “Hmm?“ Für eine Sekunde hatte er nicht zugehört und runzelte erstaunt die Stirn, als er ihr wieder offen in das hübsche, schlanke Gesicht sah. “Ja... Ja, sie arbeiten zusammen. Meistens jedenfalls. Zurzeit habe ich nur das Gefühl, dass Fael der zielstrebigere von beiden ist. Und Gin womöglich der, der die Herzen der Wölfe eher erreicht. Also ganz in deinem Sinn. Ganz davon abgesehen.“ Was seinen ursprünglich gedämpften Gesichtsausdruck zurück brachte. Wobei er mit seinen verengten Lidern versuchte ein wenig in denen seines Graupelzes zu forschen. “Du wolltest mir doch jetzt irgendetwas damit sagen? Doch wohl keine Kritik? Oder wird es Zeit, dass sie sich von dir belehren lassen?“ Raunte er spitzbübisch. Er bezweifelte zu keinem Moment, dass sie nicht dazu in der Lage war. Sie hatten nur andere Lehrpläne für ihren Nachwuchs. Und bemängelten vielleicht die ein oder andere Vorgehensweise des jeweils anderen. Jedenfalls weckte es seine Neugierde und seine Vorsicht.


{ [i]Nasval, J3 || lässt sich ein wenig zu Emotionen hinreißen | versinkt trotzdem für einen Moment in seinen dunklen Gedanken | versucht Lyra auszuhorchen. }


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24.08.2016 18:54 Murdoch ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Ceres
Gast



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Sie hatte Rabenhain keine einzige Träne hinterher geweint. Als ihr gemeinsamer Entschluss gefallen war und sie Distanz zum Rudel gesucht hatten, war ihrem dumpfen Herzen immer klarer geworden, wie leicht es sich anfühlen konnte. Wie einfach es war etwas dem Rücken zuzukehren, wo noch nie die Faser einer einzigen Emotion dran gehangen hatte. Weder ein Wolf, noch ein Ort hätte sie jemals noch einen Moment länger an den Mutterbaum ketten können, der ihr immer noch bedrohlich und warnend in ihren Träumen erschien. Umrahmt von einem Scharm tiefschwarzer Krähen, die sich kreischend wie das Auge eines Sturmes vor die warme Sonne schoben und die Welt in absolute Finsternis tauchten. Das hatte nicht einmal geendet, als sie Amdir betreten hatten. Irgendetwas schrie noch immer in ihr und ermahnte sie dazu umzukehren. Sich ihrer Pflicht anzunehmen, die sie jämmerlich winselnd bei Fremden zurückgelassen hatte. Ihrem eigenen Schicksal überlassen. Sie war nur zu stolz, um den Titel der Schildmaid nicht abzulegen. Das waren ihre tief verankerten Wurzeln, die sie genauso wenig abstreifen konnte wie ihr braunes, durchfeuchtetes Fellkleid. Das in langen Strähnen an ihrem sehnigen Körper klebte. Der einzige Vorteil war, dass sich dadurch ihr Muskelkleid abbildete und bei jeder schwunghaften Bewegung zur Schau stellte, dass man sie nicht unterschätzen dürfte. Und vor allem nicht ihr Mundwerk!

Ihre goldenen Seelentore streiften immer mal wieder das gesenkte Köpfchen ihrer Schwester. Selbst wenn sie es nicht zur Sprache brachte, bettelte ihr Körper nach ein wenig Ruhe. Und sie verstand sie. Sie und ihren Stolz, den sie genauso wenig in Frage stellte wie sie den ihren. Es weckte nur ein bisschen Besänftigung in ihren kühlen, berechnenden Augen, die bereits seit gut einer halben Stunde nach etwas Ausschau hielten, was ihre Köpfe vor den donnernden Regentropfen bewahrte. Sie blinzelte, seit der Himmel sich ergoss, jedes Mal um ein bisschen freiere Sicht. Kniff sogar die Lider zusammen, als würde es ihr das leichter machen. Tat es aber nicht. Und Ceres unterdrückte dafür ein immer wiederkehrendes Seufzen. Sie konnte die Wolken dafür verfluchen oder die Starke mimen, um für Tyra jegliche Erschöpfung im Keim zu ersticken. Sie fühlte sich noch immer als die Ältere. Als die, die beschützen und behüten musste und damit war es auch an ihr dem Vorschlag, der nur dumpf an ihre nach hinten gerichteten Ohren drang, gerecht zu werden. Ihr ernster, verkniffener Blick traf damit wieder die Gleichfarbige. “Das wäre ganz in meinem Sinn.“ Sie wollte dranhängen, dass dieses ständig wechselnde Wetter nichts für sie war, aber das wäre Jammern auf hohem Niveau gewesen. Sie war eine Kriegerin. Eigentlich machten ihr da solche Gegebenheiten nicht aus.

Sie holte noch einmal tief Luft. Ließ die kühl gewordene Luft ihre Lungen fluten, zirkulieren und... hielt sie an! Ihre sonst sehr glatte Stirn legte sich augenblicklich in Falten, während sie mit dem schlammigen Untergrund verwurzelte. Für einen Moment hatte sie geglaubt ein Stückchen fehlende Heimat gerochen zu haben. Diese hauchfeine Note an, was auch immer es war. So vollkommen unbeschreiblich und wahnwitzig, dass sie sich schon selbst für verrückt erklärte und es mit einem Schnauben wieder verwarf. Ceres wagte es sich nicht auszusprechen, was sie geglaubt hatte zu wittern. Obwohl da wieder eine kleine Welle ihre Nase kitzelte. Dieses Mal ein wenig kräftiger. Sie brachte es immer noch nicht zur Sprache. “Ich würde jetzt mit allem Vorlieb nehmen. Sind wir ja bereits gewohnt.“ Brummte sie und machte wieder einen Schritt voran. Sie waren ewige Vagabunden geworden, die wohl kein Glück mit einer zweiten Heimat hatten. Vielleicht auch, weil sie akribisch versuchte jedes Quäntchen, was ihnen entgegen gestreckt wurde, auseinander zu rupfen und es als mangelhaft zu betiteln. Nichts war gut genug für ihre Zwillingsschwester, die sie beiläufig mit ihrer immer noch feuchten Flanke berührte. Als kleine Aufmunterung und Ansporn die letzten Meter zurückzulegen. Die nächste Überdachung würde sie nehmen. Was auch immer es war...

Nur die Vertrautheit entging ihr nicht. Dieses Gefühl von Wärme und Zuversicht das sich mit diesem einzigartigen Duft vermischt hatte. Und irgendwie lenkte es sie ganz automatisch in diese Richtung.


{ [i]Nasval. I8 || lässt sich von ihren Gedanken mitreißen | verschweigt ihre eigene Müdigkeit, sieht sie Tyra aber an | versucht mit ihr einen Unterschlupf zu finden und sie still zu motivieren weiterzugehen | wird auf den Duft von Cerberus aufmerksam, kann ihn aber vorerst nicht deuten. }


24.08.2016 19:37
Lyra Lyra ist weiblich
gespielt von Jacky | Super Poster


Steckbrief Relations

176 Pfotenabdrücke
Alter: 6 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

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Vermutlich würde sie ihren liebsten Silberling nie belehren können. Eigentlich sollte sie längst aufgegeben haben Murdoch versuchen seine Gesundheit ans Herz zu legen, doch sie versuchte es dennoch immer wieder. „Auch große Rüden brauchen manchmal die tadelnden Worte einer sorgsamen Mutter.“, entgegnete sie ihrem Liebsten mit einem Lächeln. Natürlich machte die Mutterschaft eine Fähe immer sorgsamer um Andere, aber sie hatte schon vor der Geburt ihrer Kinder stets Sorge um ihren Gefährten gehabt. Er hatte eine Position im Rudel, die ihn oft in Gefahr bringt. Lyra war froh, wenn sie um die Sicherheit und das Wohlergehen ihres Gatten und ihre gemeinsamen Kinder wusste. Er war ein Krieger, eine ruhelose Seele gefangen in einem turbulenten Rudel. Ruhe war hier eine Rarität insbesondere, wenn sie Nachwuchs in ihren Reihen hatten. Und doch war es ruhiger als sonst. Eine Ruhe, die Murdoch hätte nutzen können, um seinem Körper eine Pause zu gönnen. Die Silberfähe seufzte. Sie konnte genauso gut mit den Bergen sprechen. Vermutlich würden die noch eher antworten.

Murdoch sprach etwas an, was Lyra durchaus bewusst war. Sie würden niemals ein anderes Leben kennenlernen als dieses hier. Sie hatten keine Wahl. Nicht einmal die das Rudel zu verlassen, um sich selbst neu zu erfinden. Diese Freiheit hatte Lyra damals gehabt und hatte sie auch genutzt. Jetzt, wo sie ein Teil der Nightfalls war, hatte sie diese Freiheit nicht mehr. Und ihre Kinder auch nicht. „Ich glaube, sie wollen auch nichts Anderes sehen. Sie sehen recht zufrieden hier aus.“ Nur bei Nayara war die Fähe sich nicht sicher, ob sie sich hier arrangieren würde. Doch sie musste. „Ich weiß um deine Strenge, Liebling. Sie sind noch Kinder. Ich weiß, dass sie nicht mehr mit Samtpfoten angefassten werden dürfen, aber dennoch wünsche ich mir, dass sie wenigstens etwas ihre Kindheit genießen können.“ Natürlich würden sie immer mehr in die Mangel genommen werden, aber noch hatten sie vielleicht ein paar Monate, um auf gewisse Art und Weise ihre Kindheit auszuleben. Und wenn es nur darin lag die Welpen zu bespaßen.

Ihr entging nicht, dass ihr Liebster in Gedanken versunken war, aus denen sie ihn rausriss. „Worüber denkst du nach?“, fragte sie direkt neugierig nach. Wenn er Kummer oder Sorgen hatte, wollte sie es als Erste wissen. Doch als er begann über Gin und Fael zu reden, schmunzelte sie. „Scheint als würde Fael ganz nach seinem Vater kommen.“, stellte sie mit einem Lächeln fest. „Es steht auch in meinem Sinn, wenn sich unsere Söhne gut machen in ihrer Ausbildung. Auch Faels Werdegang steht in meinem Sinn. Womöglich könnte er in deine Fußstapfen treten. Das würde mich als seine Mutter mit Stolz erfüllen.“, erklärte sie ihm. Natürlich war es ihr recht, dass Gin eine soziale Ader entwickelt hatte. Dennoch war sie auf alle gleichermaßen stolz.

„Keine Sorge. Ich wollte dich in keiner Weise kritisieren.“, flüsterte sie ihm zu ehe sie ihren Liebsten zu umgarnen begann. Langsam wanderte ihre Schnauze zum Halsfell ihres Gatten, um sich darin vergraben zu können. Sie ließ sie langsam hochgleiten zum einzig verbliebenen Ohr des Rüden, um sich an diesem wieder entlang des Halses zu wenden. Lyra holte tief Luft, um möglichst viel des ihr allzu vertrauten Duftes aufzunehmen. „Ich wollte mich lediglich nach der Ausbildung meiner Söhne erkundigen.“, flüsterte sie in sein Ohr. „Oder darf die Mutter deiner Welpen sich nicht um ihre Söhne sorgen?“, fragte sie mit einem verschmitzten Lächeln. Es lag nie in ihrem Sinn Murdoch auf den Schlips zu treten. Und doch nutzte sie die Situation zu ihren Gunsten. Sie wusste, wie sie ihren Liebsten aus der Reserve locken konnte, wie sie in Rage bringen konnte, aber auch wie sie ihn beruhigen konnte. Demnach fürchtete sie sich nicht Kritik zu äußern, wo sie angebracht war. Ein Niemand ist perfekt.

[Nasval | J3 | wünscht ihren Kindern eine angenehme Kindheit, erkundigt sich nach Murdochs Gedanken, umgarnt diesen & beginnt schalkhaft zu antworten | Murdoch]


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25.08.2016 14:57 Lyra ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Tyra
Gast



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Die durchnässte Braungraue musste nicht lange auf die Antwort ihrer geliebten Schwester warten. Das Gefühl von Erleichterung machte sich breit, dass sie nun eine Pause einlegen würden. Doch eine Pause wovon? Liefen sie nicht eigentlich nur davon? Vor dem weg, was Unheil über sie und ihre Familie brachte. Rabenhain und seine Götter. Es würde kein Zurück mehr geben. Aber wo war das nächste Ziel? Wohin sollten die beiden Fähen noch gehen? Sie konnten sich wohl kaum den Rest ihres Lebens von ihren Läufen tragen lassen. Sicher würde das ihre ohnehin schon stählerne Muskulatur nur stärken, doch würde es auf Dauer die Seele der Schildmaid angreifen. Doch irgendetwas sagte ihr, dass sie nicht mehr lange auf der Reise sein würden. Sie hatten genügend Meilen zwischen sich und Rabenhain gelegt. Hier würde der Schmerz, den sie mit ihrer alten Heimat verband, sie nicht heimsuchen können. In Tyras Innerem war kein Platz mehr für den Schmerz und das Leid der Vergangenheit. Es gab jetzt nur noch die Schildmaiden. Dachte sie. Sie würde sich alsbald irren und sich eines Besseren belehren lassen müssen.

Auch der jungen Fähe stieg der altbekannte Duft in diese Nase. Sie stockte. Ihre Pfoten weigerten sich weiterzulaufen. Erst dachte sie, dass sie am Ende ihrer Kräfte angekommen war und ihr Körper nach Erholung schrie. Doch schnell wurde ihr klar, dass ihr Körper sich weigerte, weil er etwas wahrnahm, was er nicht für möglich hielt. Fantasierte sie gerade? Für einen kurzen Moment schloss Tyra die Augen und hatte das Bild ihrer Familie vor Augen. Dieser vertraute Duft. Er erinnerte sie an alles, was sie gerade hinter sich gelassen hatten. Rabenhain. An ihre Familie. Und an den mit ihr verbundenen Schmerz. Das Herz der Fähe schlug so stark als wolle es aus der Brust heraushüpfen. Verwirrt blickte sie um sich. Doch es war niemand zu sehen. Nur Ceres. War sie jetzt schon so ermüdet, dass sie begann zu fantasieren? Dabei hatte sie ihre Ermüdung gar nicht so hoch eingestuft. Mit einem tiefen Schnauben begann sie ihre Pfoten wieder in Bewegung zu setzen. Ihre Paralyse hatte sie etwas hinter ihrer Schwester fallen lassen. Mit ein paar großen Schritten war sie jedoch wieder gleich auf. „Mir auch.“, stimmte sie grummelnd zu. Und immerzu wehte eine Brise des vertrauten Geruchs in ihre Nase, den sie zu ignorieren versuchte. Sie wollte nicht an den Schmerz und den Anblick ihrer sterbenden Mutter erinnert werden. Verkrampft schüttelte sie den Kopf. Immer wieder stiegen diese Bilder in ihren Kopf. Und je weiter sie gingen, desto intensiver wurde der Geruch.

Obgleich sie sich weigerte die Erinnerungen ihren freien Lauf zu lassen, bahnte sie sich ihren Weg in Tyras Kopf. Ihr Körper fühlte sich ungewohnt schwer an. Jeder Schritt war noch beschwerlicher als zuvor. Ihre Muskeln waren angespannt als wollten sie sich sogleich nützlich machen, um jemanden anzugreifen oder abzuwehren. Für einen Moment glaubte sie vielleicht irre geworden zu sein. „Da.“, stieß sie erleichtert aus. Ihre in Bronze getauchten Augen erblickten ein trockenes Plätzchen. Eine große Eiche, welche eine erfreulich breitgefächerte Baumkrone hatte. Und noch dazu umgaben ihre großen Wurzeln eine Baumhöhle. Hoffentlich war diese auch unbewohnt. Tyra hatte allerdings auch kein Problem damit um diese Höhle zu kämpfen. Wer sollte sich dort schon Großartiges aufhalten. Womöglich war sie auch unbewohnt, da die Fähe keinen besonderen Duft wahrnahm. Jedoch war es auch dieser vertraute Duft, welcher ihre Sinne schwächte. Erneut blickte sie mit verkniffenen Augen um sich. Als würde ihr Körper nicht schon genug Scherze mit ihr spielen, begannen auch ihre Augen sie zu trügen. Erneut versteifte sich ihr Körper. Sie wusste, dass es nicht wahr sein konnte. Und doch war es ihr Wunschdenken, was daran glauben wollte. Nur einige Meter trennte sie und ihre Halluzination. Aus einer Silhouette formte sich immer mehr ein wahrer, großer Wolf, dessen Abbild es nicht zweimal auf der Welt gab. War es doch Realität?

[Amdir | I8 | nimmt Cerberus' Duft auch wahr, verbindet diesen mit Schmerz, glaubt verrückt zu werden, erblickt Cerberus hält ihn jedoch für eine Halluzination | Ceres & Cerberus]


25.08.2016 16:10
Kayva Kayva ist weiblich
gespielt von Nana aka Mimi | Mitglied



45 Pfotenabdrücke
Alter: 4 Wochen
Welpe bei den Nightfalls

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Die Unsicherheit ihrer Schwester sprach auch ihr aus der Seele. Auch sie wusste nicht, wie es weiter gehen sollte oder was los war. Wieso war die Luft so dick, dass man sie mit dem Maul hätte erfassen können? Es war so seltsam, auch ihre Mutter war in diese seltsame Stimmung verfallen. Kayva machte es nachdenklich, weswegen sie ja auch vorher den Angriff ihrer Schwester nicht mitbekommen hatte und wieso sie nun auch wieder sofort in Gedanken versank. Der Donner holte sie wieder zurück ins Hier und Jetzt und ihr Blick wanderte nach oben zum Himmel. Sie merkte, wie Tajga neben ihr zusammen gezuckt war, doch keine der beiden Schwestern hatte Angst vor einem Gewitter. Sie waren die Töchter von Razca, einer stolzen und starken Wölfin, sie hatten niemals Angst vor irgendwas, sie waren voller Mut.
„Ja, der Donner. Es ist fast so, als würde sich auch der Himmel mit aufregen, über was auch immer sich aufgeregt wird. Er passt sich der Stimmung an, oder? Denn so einen Donner habe ich wirklich auch noch nie gehört!“ Und Tajga hatte Recht. Die Stimmung war seltsam auf dem Platz. Die schwarze Welpin sah wieder rüber zu ihrer Mutter die dort mit ihrem Ziehvater stand und sich unterhielt und doch drehte sich ihr Ohr sofort zu ihrer Schwester und wandte ihr dann die Schnauze zu. „Vielleicht, ich weiß es nicht so genau, aber es kann doch sein...!“ Auch Kayva redete leise, wusste sie doch, dass ihre Mama gute Ohren hatte und sie wollte mit ihrer Schwester nun keinen Ärger bekommen, weil sie darüber sprachen. Doch glaubten die Erwachsenen, dass sie es wirklich nicht mitbekamen was hier lief? Kayva jedenfalls hatte es mitbekommen und auch Tajga war nicht auf den Kopf gefallen. Dafür liebte die schwarze Welpin ihre Schwester. Sie war ihr sehr wichtig, wichtiger als ihre anderen Geschwister, welche gar nicht wirklich ihre Geschwister waren. Tajga und sie verband ein anderes Band, niemals würde sie sich mit ihr Streiten, niemals von ihr trennen, dass nahm sie sich strickt vor.

Doch nun wanderten ihre Gedanken zu Nayara und sie war froh über die Ablenkung die sie damit wohl bekommen würde. Tajga hatte eine gute Idee gehabt und sie erhob sich langsam vom Boden und sah sich um, bis sie die andere schwarze Wölfin erblickte. Es war lustig mit ihr zu spielen, vor allem weil sie auch älter war und Erfahrung mitbrachte. Das fand Kayva super. Ihre Schwester mochte sie auch, sie war wohl dann mittlerweile eine treue Spielgefährtin geworden.
Den Vorschlag von Tajga nahm Kayva nur kurz auf, ehe sie ihrer Schwester mit aufgestellter Rute und gespitzten Ohren hinterher sah und sich dann ebenfalls nur langsam in Bewegung setzte und ihr folgte. Hasch-mich hatte es Tajga wohl wirklich angetan. Die schwarze Welpin fand es auch ganz lustig, doch am liebsten lag sie irgendwo und beobachtete die Umgebung. So hatte sie viele Wölfe kennengelernt und so hoffte sie auch viele Wölfe einschätzen zu können. Sie wollte es lernen, wollte jemand sein, der andere Wölfe lesen konnte, doch das verriet sie niemanden, war es doch ihr eigenes, kleines Ziel. Nun aber schlich sie hinter ihrer Schwester her und während diese sich schon im „Angriffsmodus“ befand, tapste Kayva immer noch auf großen Tabsen leise an Nayara heran, immer bereit dazu zum Sprung anzusetzen und sich auf die größere Wölfin spielerisch zu stürzen.

[J3 | Tajga, Nayara | ist in Gedanken versunken, redet mit ihrer Schwester, macht sich Sorgen, schleicht sich mit Tajga an Nayara an]


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I WILL BE IMMORTAL. I HAVE TO BE IMMORTAL. BUT I AM ONLY ME.

IF I CAN NOT BE IMMORTAL, I WANT TO BE LIKE MY MOTHER. A GODDESS.
25.08.2016 17:30 Kayva ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Deimos Deimos ist männlich
gespielt von Jule | Posting Star



288 Pfotenabdrücke
Alter: 2 Monate
Welpe bei den Nightfalls

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Deimos bekam deutlich zu spüren, wie die Stimmung zwischen den beiden Jungen kippte. Unbehagen machte sich in ihm breit und sein quierliges Umherhüpfen wich einem verhaltenen neben Fael herumstehen. Er hatte ihn sicher mit seinen Gedanken zu den Rebellen verärgert, und obwohl er das nicht richtig begreifen konnte wusste er, dass er mit seinen ausgesprochenen Gedanken wirklich vorsichtiger werden musste. Nun aber war er einmal zu weit gegangen und musste mit dem Schlamasel leben. Dabei bewunderte er Fael doch so sehr! Es missfiel ihm, nun dessen Missgunst auf sich gezogen zu haben und er konnte damit nicht richtig umgehen. Daher entgegnete er nichts auf Faels knappen Worte, sondern schrit nur wortlos ein paar Schritte um den Älteren herum, sah nicht einmal mehr zu ihm hoch. Was für eine blöde Situation, das machte überhaupt keinen Spaß! Enttäuscht stieß er ein leises Schnauben aus. Was war so verkehrt daran, die Dinge zu hinterfragen? Er hätte wissen müsssen, dass der Silberprinz mit seinem Pflichtbewusstsein Deimos denken nicht für gut heißen würde. Der schwarze Welpe spürte förmlich, wie trotzige Bockigkeit langsam von ihm Besitz ergriff.
Als Fael dann erneut das Wort ergriff, hörte er ihm zwar zu, war aber kaum noch im Stande, dieses altkluge Gerede wirklich aufzunehmen. Irgendwo klang es ziemlich sinnvoll, was Fael erzählte, aber Deimos hatte nun einfach keine Lust mehr, sich mit solchen schwierigen Dingen auseinander zu setzen. Der Ältere Wolf verstand es jedoch, so manipulierende Worte zu sprechen, die dem Welpen ein schlechtes Gewissen machten. Seufzend ließ er die Ohren hängen und erhob sich, als Fael dies ebenfalls tat.
Er wusste immer noch nicht, was er sagen sollte, hatte vor allem aber Angst, noch einmal etws falsches zu sagen. Natürlich würde er den schweren Weg wählen, nun da Fael ihm so deutlich gesgat hatte, wie schlecht es war Spaß zu haben. Irgendwann würde er sicher noch mit Gin spielen können, der Tag hatte noch ein paar Stunden und Gin würde ihm auch nicht davon laufen, so hoffte er zumindest.
"Ja, ich komme mit" antwortete er Fael knapp und machte sich bereit, dem Älteren weiter zu folgen. Dabei memühte er sich, gegen seine kindliche Bockigkeit anzukämpfen, und sich erneut auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Er sah sich um und schüttelte den Ärger aus seinem Fell, atmete einmal tief durch und sah Fael dann das erste mal wieder an.
"Also hier scheint mir die Luft rein zu sein, Chef!" stellte er fest und musste auch schon wieder grinsen.
"Wenn du also bereit bist, dann los, zeigen wir allen wie wichtig uns das Wohl des Rudels ist!" dieser Gedanke motivierte ihn tatsächlich wieder und er tapste einmal um Fael herum, um mit ihm losgehen zu können.

[J3 , Fael , zum Aufbruch bereit]


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25.08.2016 19:49 Deimos ist offline Suchen Freunde?
Nhor Nhor ist männlich
gespielt von Khazi | Super Poster



50 Pfotenabdrücke
Alter: 3 Jahre
Mitglied bei den Rebellen

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Ein Ohr nach vorn gedreht, das Ceenas Entschuldigung lauschte und eines noch immer verunsichert an den Schädel gepresst, blickte Nhor die Neue an. Er versuchte zu verstehen, wie Ceena das alles in anderthalb Jahren verdaut haben mochte – er selbst hatte mittlerweile sogar zweieinhalb Jahre Zeit gehabt und dennoch konnte er nicht so gelassen über all das hinwegblicken. Jede Form von Gewalt versetzte ihn in Angst und Schrecken und manchmal gab es Wochen, in denen er nicht schlafen konnte, weil er fürchtete, dass sein Vater ihn doch noch finden mochte und ihm sein Leben nahm, weil der zierliche Rüde einfach zu nichts taugte. Es war schwer zu sagen, ob Nhor seit jenem Tag, an dem er vor seinem Vater geflohen war überhaupt irgendetwas dazugelernt hatte. Er war noch immer ein zurückgebliebener kleiner Hosenscheißer, der nur zu gern bemuttert wurde und sich um nichts Sorgen machen wollte.
Du brauchst dich doch nicht entschuldigen.“, entgegnete er nur. Einen Augenblick lang sah es aus, als würde der Pazifist noch etwas sagen wollen, doch dann klappte sein Fang zu. Er hoffte, dass das Thema mit dieser Aussage einfach beendet werden mochte.
Da hatte sich der zierliche Wolf bereits an Reza gewandt, die sich nun neben ihm niedergelassen hatte. Etwas perplex beobachtete er, wie die Fähe ihn mehrmals anblinzelte. Hatte sie gerade etwas vorgehabt? Nhor wusste es nicht, da begann sie bereits zu erzählen. Die Worte darüber, das jedes Mitglied der Rebellen schon mal irgendetwas verloren hatte, stimmte den Kleinen noch immer nachdenklich, auch wenn er sich nun versuchte auf Rezas Worte zu konzentrieren. Vor allem Rezas Aussage, dass irgendwann der Punkt kommen musste, an dem man erwachsen wurde, ließ Nhor aufhorchen. Für ihn war dieser Moment noch nie gekommen – oder hatte ihm das nur einfach niemand mitgeteilt? Dumpfes Unbehagen regte sich, als er sich erneut daran erinnerte, dass er, wie sein Vater immer gesagt hatte, zu absolut gar nichts von Nutzen war. Er lebte vor sich hin und ließ sich versorgen, ohne jemals eine Gegenleistung erbringen zu können. Erst Rezas Schlusssatz brachte ihn zurück ins Hier und Jetzt. Mist! Da hatte er doch glatt verpasst, wie die Geschichte weiterging.

Als Ceena das Wort erneut erhob, glitt Nhors Blick etwas verunsichert zu der Fähe und dann zu besagtem Loch, das sich oben in der Decke befand. War das möglich? Konnte die Höhle voller Wasser laufen? Oh Schreck. Nun kam endlich doch ein Winseln aus Nhors Fang, als dieser sich wieder ganz klein machte. Sollten sie dann nicht besser schnell von hier verschwinden, bevor es zu Regnen anfing? Aber wo waren sie dann überhaupt vor den Wassermassen von oben sicher? Schnaufend überlegte er sich, was er sagen oder tun sollte, als zum Glück Reza erneut die Rettung war. Es war eine Überlegung wert der größeren Fähe wie ein Küken der Glucke unterzukriechen, doch das Grollen, das aus dem Fang Gwydions Gefährtin kam, hielt ihn davon ab. Sie wies Ceena zurecht und warf ihm einen prüfenden Blick zu, von dem Nhor nichts mitbekam. Sein Blick hing auf dem Ausgang, während er noch immer liebäugelte diesen zu benutzen.
Reza versuchte derweil zu erklären, wieso es nicht passieren würde, dass die Höhle voll lief. Erheitert und nett klang sie bei ihren Worten nicht gerade, doch der empfindliche Rüde wollte ihr trotzdem glauben – bis Reza dann sagte, dass das alles doch passieren konnte und sie dann wie Fische herausgespült würden. Nhor wusste nicht, ob er lachen oder weinen wollte und tat wahrscheinlich beides gleichzeitig. Die Vorstellung in seinem Kopf war amüsant, aber mit ihren letzten Worten hatte Reza all die Sicherheit der vorhergegangenen widerrufen und nun wusste der Rüde gar nicht mehr, was er denken sollte. Konnte die Höhle nun einstürzen oder nicht? Nhor wusste es nicht, blieb verunsichert und hielt den Fang, bevor nur weiteres Winseln aus diesem herauskommen würde.

{ F13 | Ceena & Reza | weiterhin verunsichert, bleibt still }


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26.08.2016 06:00 Nhor ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Razca Razca ist weiblich
gespielt von Khazi | Super Poster



51 Pfotenabdrücke
Alter: 5 Jahre
Mitglied bei den Nightfalls

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Von eventuellen Plänen der Selektion ahnte Razca natürlich nichts. Sie hatte sich noch keine Gedanken darüber gemacht, was tatsächlich passieren mochte, wenn einer der Welpen schwächelte. Sie wusste auch nicht, wie sie selbst reagieren würde. Ihr innerer Instinkt hatte bisher immer geschworen, dass ihre Welpen nur stark sein konnten – und sie hatte auch nie überlegt, ob es verschiedene Arten von Stärken geben mochte. Wenn wirklich einer der Welpen zu schwach war, um die Reise anzutreten, wäre Razca dann fähig ihn auszusondern? Gar zu töten?

Aufmerksam lauschte sie der Ausführung des Rüden und gab sich alle Mühe den genannten Wölfen auch die Gesichter entsprechend zuzuordnen. Sie tat sich noch immer etwas schwer mit einigen Wölfen, hatte sie doch noch immer nicht mit allen gesprochen. Das Leben einer Mutter war so beanspruchend, dass sie ihr eigenes Rudel nicht kannte.
Lyras Welpen werden ebenfalls bei mir sein?“, fragte sie interessiert. „ Sie verstehen sich gut mit den Kleinsten. Kayva und Tajga haben eine Schwäche für Nayara und Fael und Gin scheinen sich gut mit den anderen dreien zu amüsieren. Bis auf Yanthan vielleicht…
Über den störrischen Welpen hatte Razca mit Tyrese bisher noch nicht großartig gesprochen. Sie wusste noch nicht, was sie von diesem überdominanten Halbstarken halten sollte. Es konnte gefährlich werden, wenn er sich für irgendetwas auserkoren hielt. Es blieb abzuwarten, wie er sich entwickelte.

Als der Blick des Rüden mit einem Lächeln auf sie fiel, wirkte sie im ersten Augenblick überrascht, ehe sie es mit einem breiten Grinsen erwiderte. Der mächtige Alpha war sich wirklich zu fein dafür in der Öffentlichkeit Körperkontakt zu zeigen, wenngleich so ein Lächeln zwischendurch nicht zu schaden schien. Eine Frage der Zeit, bis sich das ändern würde, oder? Ihr Blick folgte dem Strecken des Rüden. Razca wusste ja nicht, wie der Rüde sich vorher gegenüber Iyiny verhalten hatte. Sie schüttelte sich innerlich. Jetzt hatte sie den Namen dieses widerlichen Miststücks ja doch noch einmal gedacht! Höchste Zeit sich Wichtigerem zuzuwenden.
Passend kam da Tyreses Ausführung über Amdir und seine geplante Wanderung. Bis Sonnenuntergang wollte er dort sein. Prüfend warf die Fähe einen Blick gen Himmel. Sie konnte nicht genau sagen wie weit der Tag bereits vorangeschritten war. Bei den dicken Wolken, die den Himmel verhingen, konnte man ja nicht einmal erahnen, wann es tatsächlich Tag geworden war.
Dann sollten wir wohl bald los.“, stellte sie fest. „ Im Dunkeln über die Berge zu klettern erscheint mir als nicht sonderlich angenehm.
Ihr Blick glitt über den Rudelplatz und dann gen Himmel. Auch ihr kam nun ein Regentropfen entgegen, dem sie im letzten Moment gerade noch so ausweichen konnte. Sie hasste Regen abgrundtief. Er machte das Fell nass und triefend und sorgte dafür, dass sie aussah, als hätte man sie mit irgendetwas übergossen. Ihre Haare würden sich kräuseln und wenn sie wieder trocken war, würde jedes Haar kreuz und quer liegen und sie hatte Mühe alle zu ordnen.

{ J3 | Tyrese | antwortet, nicht amüsiert vom Regen }


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Set von Beau. Vielen Dank <3
26.08.2016 06:25 Razca ist offline E-Mail Suchen Freunde?
Cerberus
Gast



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Ab und an frischte der Wind auf. Kühle Luft trug er mit sich, während er über den nassen Pelz des Rüden streifte. Er hätte wohl gefröstelt, hätte er sich an dieses grauenvolle Wetter nicht bereits gewöhnt. Der Wind kam vom Fluss, trug seinen Geruch fort, weiter zu jenen beiden Fähen, die sich nicht unweit von ihm aufhielten und bisweilen glaubten, dass ihre Sinne sie trügen wollten. Cerberus roch sie nicht, nicht, solange der Wind nicht drehte und ihren Geruch an ihn heran trug.
Es war vielmehr etwas anderes, das seine Aufmerksamkeit erregte. Eine Bewegung, am letzten Rand seiner Wahrnehmung, ließ ihn verharren und seinen Kopf herumschwenken. Die verschiedenfarbigen Augen traktierten die beiden Wölfe, die nicht unweit von ihm verharrten. Eine von ihnen blickte ihn an, direkt und ungläubig, beinahe, als wäre er ein Gespenst. Hah, das war ganz nach seinem Geschmack, sollten sie doch Zittern vor seiner Größe und seiner Stärke! Mit finsterem Blick wandte er sich ihnen und ging ein paar Schritte auf sie zu – bis er erneut verharrte. Seine Mimik verriet, dass er stutzte. Irgendetwas an den Fremden wirkte alles andere als fremd. Doch was war es? Die beiden Fremden sahen einander ähnlich, mehr als das, sie wirkten so gut wie identisch. Braun meliertes Fell zierte ihren nahezu stählernen Körper. Bernsteinfarbene Augen starrten ihn an und dieses Knickohr. Bei dem einen Wolf auf der rechten Seite, bei dem anderen spiegelverkehrt.
Erinnerungen durchzuckten seine Gedanken. Der Kopf, der sonst immer dem Boden nah war, erhob sich mit einer Mischung aus Entsetzen und Erstaunen. Die Ohren zuckten mal vor, mal zurück, verrieten die Unschlüssigkeit im inneren des Wolfes. Bilder von Blut, von kämpfenden Wölfen fanden in seinem Kopf eine Reihenfolge. Leiber, die miteinander rangen. Wölfe, die den beiden Fremden alles andere als unähnlich sahen rangen mit Fremden, die voller Rachsucht auf den Rudelplatz gestürmt waren. Mal wie in Zeitlupe, mal nahezu im Zeitraffer spielte sich der Kampf aus seiner Jugend vor dem geistigen Auge ab, wiederholte sich ein ums andere Mal, bis sich Realität und Vergangenheit mischten.
Cerberus wusste kaum mehr, wo ihm der Kopf stand. Zorn, Wut, Rachsucht und Trauer mischten sich, bis er knurrend den Kopf schüttelte. Sein Nasenrücken kräuselte sich, als er den Kopf erneut senkte, die beiden Fremden fixierte und auf sie zu kam. Es war eindeutig eine Drohung, die ihm ins Gesicht geschrieben stand. Er führte sich an der Nase herumgeführt, veralbert und verspottet. Da waren zwei fremden Wölfe, die hier nicht sein durften. Zumindest nicht so, wie Cerberus sie in Erinnerung hatte. Seine kleinen Schwestern waren tot, das wusste er – hatte er beschlossen, als er Rabenhain für immer den Rücken gekehrt hatte. Diese hier sahen nur wie eine größere Ausgabe der beiden aus. Der Rüde hatte seine Schwestern nie erwachsen werden sehen, wusste nicht, wie sie ausgesehen haben mochten, wären sie ausgewachsen. Diese hier waren gewiss Fremde. Solche, die wie durch Zufall genau an den gleichen Stellen geknickte Ohren hatten.
Diese verdammten Knickohren! In seiner Bewegung trieb es den Rüden beinahe zur Raserei. Eben diese rührte jedoch mehr aus der Verzweiflung, aus seinem Hass und der Trauer über das, was er verloren hatte. Er konnte nicht glauben, dass es sich tatsächlich um eben jene zwei Fähen handelte, die er in seiner Kindheit zu schützen geschworen hatte. Sein eigenes Blut, Verwandte, die denselben, schaurigen Kampf miterlebt hatten, wie er selbst. Wenn da nur nicht diese scheiß Knickohren wären, dann könnte er sich auch wirklich weis machen, dass diese beiden Fähen fremde waren.
Umso näher er kam, desto weniger Zweifel blieben ihm. Ihr Aussehen, die Augen, das Bernstein, an das er sich nur so gut erinnerte. Es war so eindeutig und traf den Rüden dennoch hart. Vor allem traf ihn die Verwirrung. Wie konnten sie hier sein? Nein, konnten sie nicht, es sind Fremde. Wie hatten sie es geschafft so lange zu leben? Haben sie nicht. Tyra und Ceres sind tot. Wieso hatte er sie nicht schon viel früher gefunden? Weil das zwei Fremde waren, die nicht des Findens wert gewesen wären. Die wütende Maske, das Knurren und die Aggression bröckelten, während Cerberus auf Gedeih und Verderb versuchte seine böse Fassade aufrecht zu erhalten. Er wusste selbst nicht, wie er reagieren sollte, glaubte der Großteil seiner selbst noch immer nicht daran, dass er tatsächlich seine Zwillingsschwestern wiedergefunden hatte. Würden sie ihn erkennen? Hatten sie es längst schon? Wie würden sie reagieren?

{ Amdir | I8 | Ceres & Tyra | denkt er hätte es mit Fremden zu tun, kommt mit der Ähnlichkeit nicht zurecht. }


26.08.2016 10:05
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