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Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, Frühling #
# Stark bewölkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal täglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel groß gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nächster Schachzug sein würde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan überlegen. Niemand weiß bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen würde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spüren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren würde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen würde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bewölkt, kühl #
# späte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den Köpfen der Wölfe geprägt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben Rückschläge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor übrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fähe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stürzte sich in die Suche nach der Fähe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg über die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld für die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans düsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch Früchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Während Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kämpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine Söhne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Während Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann höchstpersönlich würde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorüber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprägt von vielen Veränderungen. Der Herbst verlor all seine Blätter und nahm dabei einige Wölfe mit sich. Der Winter klopfte an der Tür, aber die vom Herbst verschlungenen Wölfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungewöhnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der Götter? Möchte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? Für die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen Schützlinge einen kalten Winter nur schwer überleben würden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der Betarüde Leiard sind noch immer nicht zurückkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre Rückkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. Für die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tüchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. Für die Gefährtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters überhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bewölkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden Elín und Leiard zu Gwydions Unterstützung zu den Betawölfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Während Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte Elín sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in Elín Gegenwart aufzutauen. Chaske erklärte sich selbst zum Beschützer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer für sie da zu sein und über ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbändelte, in die Fänge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion über die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das Gefühl für Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tinúviel bemühte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der Höhle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfüllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach draußen zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljäger – jedoch ohne Harlequin – zurückkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gäste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese geführt, welcher diese ins Kreuzverhör nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schützen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die Lüge der Fähe auf und Iyiny erzählte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gespräch trug zwei Tage später seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel für weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurückgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht länger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nämlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der Rücktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespaßten Tsume und Ragnarök die beiden Jungrüden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stärkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu trösten, während Deven und Reza sich näher kamen. Die trächtige Sharon und ihr neuer Beschützer bekamen unerwünschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa tötete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell führte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden Wölfen zum Rudelplatz zurück. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht überfallen von Elín und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafähe versuchte Gwydion seine Schuldgefühle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander näher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurückgeschickt und kümmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit Elín verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Während Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen führen sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fährte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fähe an. Überstürzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kämpfenden – Abigail und Dhiala – zu. Schließlich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Während Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, ließ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwül, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? Über Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der Wölfe. Sowohl über die Nightfalls als auch über die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffälliges geschah, diese Wunden tatsächlich heilen kann, ist fragwürdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein Stückchen näher.

Es sind ungefähr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei Wölfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefährte Zetyr überlebten. Drei Monate ist die öffentliche Demütigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung benötigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ähnliches zugetan. Es war ja auch für beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgängerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog Frühling vor rüber. Sicher war der Frühling keine sonderlich heitere Jahreszeit für die Bewohner von Amdir, doch trug auch er Früchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen können? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner Wölfe legen. Jetzt, wo er weiß, dass Gwydion überlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion müsste sich rüsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlüftet ist. Doch all diese Dinge benötigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den Wölfen aus Amdir.

Nachdem nun der Frühling von dem Sommer abgelöst worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze ließ ein nicht absehbares Unheil über das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betawölfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde Wölfe zum Zuhören zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie würden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verließ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nächsten Regen könnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerstört hatte. So flohen die berüchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. Hlín war mit zwei anderen Wölfen abseits des Flussbettes gefolgt. Hlín trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stieß. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der Rebellenjüngling verirrt. Während Hlín die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu töten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter Hlíns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzählen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion überlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen würde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgelöscht werden sollten, so wäre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die Wölfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fuß des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nächstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten müssen. Dort würden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man hörte öfter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den Wölfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die Wölfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herüber nach Nasval ziehen würden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Veränderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die Wölfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die Wölfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ähnlich sah, doch gab es dort keine Ränge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzählen und um das Bedürfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die Wölfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende Frühling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das Himmelsgemüt beruhigt, doch haben sich auch die Gemüter der Wölfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spür – und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteriöse Pärchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlässt seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr Körper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschätzten Mitgliedes und den eines wichtigen Nachzüglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen führen? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen Jüngern sich im noch wohlbehüteten Lager in den Bergen zurückgezogen hat. Gwydion weiß erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlüpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tinúviel und Gwydion auch zu keiner großen Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins Glück


# Ende Frühling #
# Bewölkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gestoßen ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer Rückzugsort an höchster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Priorität, schließlich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr Glück flüchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
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Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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17.09.2017 10:06 Forum: Rol­len­spiel

Leere, nichts als kalte, schwere Leere füllte nunmehr das Herz des kleinen Alphasohnes. Yanthan war vor ihm geflohen und er war allein, genau so wie er es befürchtet hatte. Seufzend sah er in die Ferne, blickte in die Richtung, in die Chaske und Khazen verschwunden waren. Sein Blick viel auf ein paar Spuren die sie hinterlassen hatten. Riesige, tiefe Abdrücke im Matsch, den seinen um einiges überlegen. Beide Wölfe waren ungefähr ebenso groß und stark gewesen, wie Murdoch und Tyrese, und doch hatten sie den Kampf nicht aufgenommen, nachdem Gwydion ermordert worden war. Zum gefühlten hundertsten mal spielten sich die Szenen des grausamen Kampfes wieder vor seinem inneren Auge ab. Wie gebannt starrte er in die Ferne, sein Körper zitterte vor Kälte und den Schauern, die die Erinnerung ihm über den Rücken laufen ließen. Nichts würde je wieder so sein wie es war, am liebsten wäre er aufgestanden und davon gerannt. Dahin, wo die Spuren ihn hinführen würden.
Doch so sehr er seinen Sohn wahrscheinlich verachtete, würde sein Vater ihn dennoch suchen und dann hatte er im schlimmsten Fall auch noch Chaske auf dem Gewissen wenn Tyrese mit den Nightfalls die Rebellen fand. Und dennoch... wäre er nicht so gelähmt von allem was um ihn herum geschehen war, wäre er vermutlich aufgestanden und hätte es versucht.

Plötzlich ruckte ihn eine vertraute Stimme aus seinen Gedanken. Er warf den Kopf rum und starrte Eyrin mit großen Augen entgegen. Sie näherte sich ihm freundlich und beinahe ausgelassen. Wahrscheinlich hatte man ihr also noch nichts erzählt, doch das machte es nicht besser. Ein selten empfundenes Gefühl machte sich in ihm breit und ließ seine Miene finster werden. Wie sie da so fröhlich auf ihn zukam und einfach so tat als wäre alles in Ordnung. Nichts war in Ordnung! Wütend und neidisch über die Leichtigkeit die Eyrin empfinden konnte, setzte er zu einer Antwort an.
“Was weiß denn ich, vielleicht ist er einfach ein Feigling!“ wetterte er und wandte den Blick wieder ab. Mehr hatte er dazu nicht zu sagen, er brachte es nicht übers Herz Eyrin zu erzählen was vorgefallen war. In ihm fühlte sich alles nur noch verkrampft und schlecht an und ihm war, als würde er nie wieder lachen können.
“Geh doch hin und frag ihn, vielleicht erzählt er es dir ja“ schlug er gleichgültig vor und legte den Kopf wieder auf seine Pfoten.
“Mit mir willst du sowieso nichts zu tun haben“
Seufzend schloss er für einen Moment die Augen, um die darin aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Es würde nichts bringen und Eyrin würde es nicht verstehen, wozu es also unnötig schwer machen.
Als er die Augen wieder öffnete sah er in einiger Entfernung Kavya und Tajga, die sich zu nähern schienen. Dann wären alle hier, außer Yanthan. Erneut durchzuckte der schmerzhafte Stich seine Brust und das erste mal seit Chaske gegangen war fragte er sich, ob seine Geschwister ihm nicht vielleicht fehlen würden, wenn er mit dem Rebellen fortging. Ja, wahrscheinlich wäre dem so, aber für den Moment waren hier alle zufrieden und konnten ein glückliches Leben führen, alle, außer ihm selbst. Es fühlte sich nicht mehr so an, als würde er dazu gehören und was er gesehen hatte ließ ihn das auch nicht mehr wollen. Er wollte nicht so grausame Dinge tun wie Tyrese, wieso konnten sie nicht einfach in Frieden miteinander leben und sich aus dem Weg gehen?
Nur, weil sein 'Vater' unbedingt alles an sich reißen und beherrschen wollte. Das war doch nicht fair?! Gwydion hatte seinen Vater beinahe niedergestreckt, wie hätte er das ganze wohl gesehen, wenn Tyrese der Verlierer dieses Kampfes gewesen wäre? Genau anders rum? Erneut seufzte er leise. Er wusste es nicht, doch es spielte auch keine Rolle. Er hatte gesehen was er gesehen hatte. Und er würde nie vergessen wie achtlos und widerwärtig Tyrese über den Leichnam von Gwydion hinweg getrampelt war, ebenso wenig wie er das ganze Blut und die fetzenden Geräusche jemals wieder vergessen würde. Es spielte also keine Rolle mehr, er hatte das Monster in Tyrese gesehen und er würde es nie, nie, nie wieder gut machen können.

[Eyrin, antwortet ihr knapp und durchlebt immer noch seine Krise]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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17.08.2017 10:28 Forum: Rol­len­spiel

In den letzten Minuten hatte Deimos sich nicht einen Zentimeter bewegt. Auch wenn sein Körper weitestgehend vom Rest des Rudels abgewandt war konnte er doch aus dem Augenwinkel ein bisschen von dem erkennen, was sich auf der Lichtung zutrug.
Alle trudelten wieder ein, Tyrese keifte in die Gesichter, die in das seine starrten. Wunderte ihn das wirklich? Das sie ihn anstarrten? Wenn sie wüssten was er getan hatte... Wenn sie gesehen hätten, was er gesehen hatte, dann würden sie ihn sicher anders ansehen. Oder? Würden sie ihn tatsächlich genauso bewundern, wenn sie seine abscheuliche, monsterhafte Seite kannten? Oder kannten sie sie womöglich sogar? Deimos wurde es flau im Magen. Was, wenn alle hier solche Monster waren wie sein Vater? Bei Zetyr würde es ihn nicht überraschen. Aber was war mit Murdoch? Oder Razca? Waren sie alle tief in ihrem Inneren so wie Tyrese? Die Angst, die er in seinem Magen trug wuchs heran zu einem riesigen, ihm beinahe den Atem raubenden Knäul. Er hatte das Gefühl unter einem Haufen Monster zu liegen, die ihn jederzeit auffressen konnten wenn sie von seiner Tat erfuhren.

Es verging eine elendige Weile, bis er endlich die wenigen Stimmen hörte, die ihn zumindest den Kopf drehen ließen. Seine Geschwister. Da waren Tajga, Kayva, Eyrin... und dann Yanthan. Sein Bruder, oh sein großer, starker Bruder. Alle waren mit irgendwas beschäftigt, keiner beachtete den kleinen schwarzen Deimos auch nur im geringsten. Alle, außer Yanthan. Yanthan kam zu ihm, so schnell er konnte und der Kleinere war so unendlich froh das er da war, er hätte so gern die Nase in seinem Fell vergaben und ihm erzählt, was vorgefallen war. Doch er konnte einfach nicht. Schweigend lag er da und sah seinen Bruder einfach nur an. Blickte ihm entgegen mit traurigen, halbleeren Augen und war nicht im Stande, zu Lächeln oder irgend etwas zu sagen.
Und dann bemerkte er sein Zögern und seine Skepsis. Er roch an ihm, als wäre er ein Fremder geworden. War er das vielleicht auch? Oder wusste Yanthan bereits, was Deimos schlimmes angestellt hatte und verachtete ihn sogar schon? Aber eben hatte er sich doch noch gefreut ihn zu sehen. War es so offensichtlich, das etwas nicht stimmte?
Er öffnete den Fang um etwas zu sagen. Seine Kehle war trocken und die Absicht zu sprechen fühlte sich komisch an in seinem Hals. Luft geholt hatte er schon, doch bevor auch nur ein Ton seine Lefzen verließ wandte sein Bruder, sein bester Freund sich ab und rannte davon.

Es fühlte sich an, als würde Yanthan sein Herz mit sich reißen, als er fort rannte. Der Stich in seiner Brust ließ ihn sogar kurz winseln, ehe er seinem besten Freund nur noch fassungslos hinterher starren konnte. Es hatte also schon begonnen. Er hatte von Anfang an Recht gehabt, alle würden sich von ihm abwenden und ihn verlassen. Er hatte keine Familie mehr und war ganz allein. Sicher würden seine anderen Geschwister ihm auch den Rücken kehren, wenn selbst Yanthan nicht bei ihm blieb. Er war verloren. Resigniert wandte er den Kopf wieder ab und legte ihn in den Matsch zurück. Sollten sie doch kommen und gehen und machen was sie wollten. Es war ihm egal, er konnte nichts mehr tun um das Geschehene ungeschehen und das Gesehene ungesehen zu machen. Sollten sie doch froh sein, das sie nicht wussten, was ihr Vater für ein Wolf war. Für ihn jedoch war die Illusion unwiederbringlich gestorben.

[Amdir / kurz Yanthan, dann wieder allein / nach wie vor traumatisiert]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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28.06.2017 20:54 Forum: Rol­len­spiel

Deimos hatte einfach so da im kalten Schlamm gelegen und leise vor sich hin gewimmert. Die Worte seines Vaters hatten ihn durchaus getroffen, sodass er trotzig den Kopf von der schauerlichen Gestalt seines Vaters abwandte und eine Pfote über die Nase legte.
'Keine Sorge...' dachte er bei sich, 'Du wirst nichts mehr von mir hören' er war Herr seiner Sinne genug, um diese Worte nicht auch noch auszusprechen.
Als Tyrese dann fort ging, wurde es still. Nur das prasseln des Regens in die Pfützen um ihn herum nahm er noch wahr und eine leere, kalte Ruhe umfing ihn. Niemand kam zu ihm, er war ganz allein.

Als er die Augen wieder öffnete, war das Geräusch des Regens verklungen und sein Fell hatte bereits aufgehört zu tropfen. Kurz hob er den Kopf, seine Position hatte sich nicht verändert. Er war immer noch ganz allein. Er konnte Murdoch und Gin einige Meter weiter weg entdecken und dann auch einige Wölfe in der Ferne, die sich näherten.
Wo war seine Mutter und seine Geschwister? Ging es ihnen gut? Schwerfällig suchte sein Blick die Umrisse der Wölfe ab, aber er konnte einfach niemanden genau erkennen. Müde lies er den Kopf also sinken, er konnte jetzt sowieso nichts mehr tun. Tyrese, Gin und Murdoch würden allen erzählen wie er sich benommen hatte und dann mochte ihn sowieso niemand mehr. Seufzend schloss er die Augen nochmal und ging in sich. Doch da war nichts, nichts als reglose Leere hatte sich in ihm ausgebreitet. Er konnte und wollte nichts mehr fühlen, vorerst. Er wollte sich nicht an das erinnern, was er vor kurzem erlebt und gesehen hatte. Er wollte fort, einfach nur in den untiefens des Bodens unter sich versinken.
Und doch blitzten diese Bilder immer wieder auf. Er sah den leblosen Körper vor sich liegen, der sich schwerfällig unter dem Gewicht des achtlos darüber schreitenden Tyrese bewegte. Er sah vor sich, wie die zwei Kolosse reißend und geifernd ineinander hingen und das Grinsen im Gesicht seines Vaters, als er Gwydion tötete. Hinrichtete.
Mit zusammengekniffenen Augen schüttelte er die Bilder bei Seite und es wurde wieder still.

Tyrese hatte von seiner Mutter gesprochen, zuerst hatte er ganz selbstverständlich an Razca gedacht, doch jetzt viel ihm ein, warum sein Vater den Satz nicht beendet haben könnte. Razca war nicht seine Mutter. Auch, wenn sie es der Fellfarbe nach durchaus hätte sein können. Tyrese muss seine leibliche Mutter gemeint haben. Tatsächlich kannte er nicht einmal ihren Namen, oder er hatte ihn vergessen wenn man ihn ihm gesagt hatte.
Wie hätte sie wohl auf sein Verhalten reagiert? Er konnte es nicht wissen, er wusste nichts über seine Mutter, außer das sie tot war. Bitter zog sich der Beigeschmack dieser Gedanken durch seinen Kopf.
Wichtig für ihn war ohnehin nur, wie Razca darauf reagieren würde. Sie war für ihn seine Mutter und würde irgendwie darauf reagieren müssen. Wahrscheinlich wird sie empört und wütend sein, spekulierte er. Oder ihm einen langen Vortrag halten, warum das nicht okay war? Irgendwie konnte er auch die Mutter die er kannte nicht richtig einschätzen. Er seufzte leise. Wann war er zum Außsenseiter geworden? Für den Moment war er sich dieser Rolle absolut bewusst, aber vielleicht war er insgeheim schon immer ein Außenseiter gewesen? Er wusste nicht, wie ihn seine Geschwister und die anderen Welpen sahen. Doch an den Streit mit Fael vor dem Aufbruch konnte er sich noch gut erinnern. Fael, ob es ihm auch gut ging? Nur weil er ihn retten wollte war er überhaupt diesen blöden Abhang hinabgestürzt. Seine Seite zog wieder heftig, als er sich daran erinnerte. Er hatte Gin für Fael gehalten und wollte ihm helfen. Fael würde das wahrscheinlich niemals wertschätzen, nach ihrer letzten Unterhalung.

Alles schien völlig sinnlos und feindseelig zu sein, Deimos sah seine Welt plötzlich nur noch schwarz-weiß und hässlich vor sich.
Alles, was am Beginng des Tages noch etwas wert gewesen war, schien plötzlich nicht mehr zu zählen. Zumindest glaubter er nichts mehr von alledem sei wirklich von Bedeutung. Ein Loch tat sich auf, in das der Welpe sich zu verkriechen vorzog. Er wandte wieder den Kopf ab und verharrte in genau der Position, aus der er erwacht war - Allein.

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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29.05.2017 16:50 Forum: Rol­len­spiel

Es war einfach nur grausam, die Szenerie die sich dem Welpen bot übertraf alles, was er sich für seine schlimmsten Alpträume hätte vorstellen können. Sein Vater sah aus wie eine furchtbare Schreckensgestalt und wie er da über den toten Wolf hinweg trampelte, ließ den kleinen Körper erzittern und sich noch enger an die starken schwarzen Läufe von Chaske pressen. Das Blutverschmierte Monster trat direkt auf sie zu und kam immer näher. Panik breitete sich in ihm aus. Was würde jetzt passieren? Würde Chaske nun gegen seinen Vater kämpfen? Würde er ihn dann auch noch töten?
Noch ehe er sich diese schreckliche Szenerie ausmalen konnte, spürte er Chaskes Kopf auf der Höhe seines eigenen und lauschte seinen Worten. Seine Augen wurden groß, als er verstand was dieser ihm da zuflüsterte und er drehte den Kopf so, das er den großen Schwarzen ansehen konnte.
“Wieso nimmst du mich nicht gleich mit? Alle werden mich hassen, ich bin ein Verräter“ jammerte er und ließ die Ohren hängen. Verräter... Ein Wort, das er noch nicht oft gehört hatte, doch eines von jenen, dessen Bedeutung er bereits kannte. Verräter waren die, die Tyrese hasste. Gwydion war ein Verräter und Deimos hatte gesehen, was sein Vater mit ihm gemacht hatte.

Er hatte den Satz grade beendet, da spürte er auch schon wie Chaske sich entfernte. Hatte er gehört was er gesagt hatte? Er sah ihm nach, wie er dem unsympathischen Khazen mit Zetyr half und kurz mit ihm sprach. Alles deutete darauf hin, dass sie dabei waren die Flucht zu ergreifen. Dann würde es wenigstens keine Toten mehr geben.

Doch plötzlich bedrückte ihn etwas anderes viel mehr. Er war allein. Mutterseelen allein. Chaske war fort und der Welpe saß ganz allein im Matsch, zitternd und zusammengekauert.
Er sah wie sein Vater immer näher kam und das einzige, was er empfand war panische Angst. Er wollte nicht, das dieses blutverschmierte Monster zu ihm kam. Er sollte weg gehen, ihn einfach alleine lassen. Ja, lieber wäre er alleine hier mitten im Nichts, als zusammen mit seinem Vater, der eben einen anderen Wolf hingerichtet hatte und jeden sehen ließ, was es ihm für eine kranke Freude bereitet hatte.
“Geh weg!“ kläffte er verzweifelt und wandte sich geduckt ab. Lief ein paar Schritte, nur um mit dem Gesicht voran seitlich im Matsch zu landen. Alles tat ihm weh, vor allem seine Seite schmerzte so sehr, das es ihn einfach von den Pfoten riss. Natürlich versuchte er aufzustehen, aber da war einfach keine Kraft mehr. Die Anstrengung des Marsches, der lebensgefährliche Sturz und vor allem der grausame Kampf und die Erkenntnis über das wahre Ich seines eigenen Vaters schienen den kleinen Schwarzpelz einfach zu Boden zu drücken. Er konnte nicht mehr. Er war so allein. So unendlich allein. In seinem tiefen, schwarzen Loch in das er gestürzt war kam ihm nicht einmal der Gedanke, das seine Geschwister oder Razca ihn vielleicht suchten, sich Sorgen machten und zurück holen wollten. Sein kleines Herz war so voller Schmerz, Angst und Verzweiflung, das nichts anderes mehr Platz hatte.
Keiner würde ihn jemals wieder mögen oder gar lieben. Alle würden einen Bogen um ihn machen, weil er nicht gehorcht hatte und weil er Chaske mochte. Weil er die Rebellen mochte. Und seinen Vater verabscheute. Nein, das war zu viel. Wie eine Welle überrollten ihn all diese erdrückenden Emotionen und er fing hemmungslos zu weinen an. Klagendes, fiebsig klingendes Heulen entwich seinem kleinen Körper und ließ ihn mehr und mehr erzittern. Er wollte aufstehen und davon laufen, einfach in den Wald hinein, doch er konnte einfach nicht, seine schwachen Beine versagten ihm einfach den Dienst.
“Monster, Mörder, geh weg! Ich hasse dich!“ wimmerte er, nicht einen Gedanken daran verschwendend, ob sein Vater ihn bereits hören konnte. Sollte er doch, vielleicht würde er ihn dann auch noch töten und er müsste das alles nicht mehr ertragen. Ein Gedanke, der ihn zusammen fahren ließ. Nein, so richtig sterben wollte er dann doch nicht, auch wenn der innere und äußere Schmerz beinah unerträglich war.
“Ich werde dich suchen... hallte es in seinen Gedanken wieder. Chaske würde zurück kommen um ihn zu holen. Und vielleicht würde man ihn bei den Rebellen mögen. Als Sohn desjenigen, der ihren Anführer getötet hatte. Erneut heulte er auf, es war zum verrückt werden. Ihm schien es, als wäre er nirgends auf der Welt jemals wieder willkommen. Alles schien für immer verloren, und alles nur weil sie unbedingt über diesen blöden Berg zurück in dieses blöde Amdir wandern mussten. Heute früh war noch alles in bester Ordnung gewesen und jetzt? Jetzt lag seine kleine Welt in Trümmern vor ihm. So zerstört, dass er noch nicht glauben konnte, dass es jemals wieder gut werden würde.

[Murdoch, Gin, Zetyr, Chaske, Khazen, Tyrese, bricht endgültig zusammen]

Thema: Raskán
Deimos

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21.05.2017 16:36 Forum: Rebellen

Von mir auch ein herzliches herzliches Willkommen, ich wette Raskán wird sich prima mit meiner Sharon verstehen! *-*

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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04.05.2017 20:39 Forum: Rol­len­spiel

Alles war so unendlich schrecklich und grausam. Die kleine Welpenseele litt und winselte und fiebste, doch niemand schien sie zu hören. Deimos stand so nah an den Kämpfenden, das deren Grollen und Brüllen beinahe jedes andere Geräusch übertönte. Lediglich der Wind und Regen peitschten noch lauter an seinen Ohren vorbei, sodass jedes Wort das vielleicht an ihn gerichtet wurde einfach im Getöse ertrank.
Vom Kampf aufgewirbelter Matsch flog durch die Luft und an seinem kleinen Körper vorbei, der da ungeachtet beinahe in Mitten des Geschehens stand, viel zu sehr auf das grausige Geschehen fixiert bekam der kleine Welpe auch nicht mit, was sich hinter ihm zutrug, er machte sich auch keine Gedanken mehr über das, was er vielleicht ausgelöst haben könnte. Er konnte einfach nicht mehr denken. An nichts, außer diesem Grauen das dort vor ihm beinah gewaltiger als der Sturm tobte. Längst hatten Tränen der Angst und Verzweiflung seine Augen geflutet und ihm die klare Sicht genommen. Wahrscheinlich war das auch besser so, denn der Kampf der beiden Giganten spitzte sich mehr und mehr zu. Hier und jetzt würde einer von ihnen sterben und Deimos war drauf und dran, es ganz genau mit anzusehen.

Dann spürte er aber, wie jemand direkt hinter ihm auftauchte. Er hatte nicht mitbekommen das und wer sich da genähert hatte, doch schließlich vernahm er eine ruhige Stimme, die zu ihm sprach.
Sie werden nicht aufhören.
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Und doch das einzig richtige, was es in diesem Moment zu sagen gab. Mit all der Trauer über seine zerbrochene Welt in den Augen blickte er hinauf zu Chaske. So viel, das er fragen wollte, so vieles über das er schimpfen und weinen wollte. Doch kein einziges Wort schaffte es über seine Lefzen. Bloß eine Träne suchte sich ihren Weg hinab, als der große schwarze Rüde ihn sacht vom Boden aufhob und vom Geschehen fort trug.
Er fürchtete den Schwarzen nach wie vor nicht, und während dieser ihn wieder auf den Boden absetzte bemerkte er auch Murdoch, der nicht weit von der Stelle entfernt war, an der Deimos eben noch gestanden hatte. Er wusste nicht, ob es gut oder schlecht war, dass Chaske ihn zuerst erreicht hatte, er war einfach so unendlich verwirrt und überfordert.

Scheinbar war es dem Welpen auch nicht vergönnt genauer darüber nachzudenken, denn ein furchtbarer grollender Schrei durchzuckte seine Ohren und unbewusst drückte er sich an Chaskes kräftigen Vorderlauf, an dem er sich befand.
Das war sein Vater gewesen, und Deimos traute sich nicht mehr hin zu sehen. Starb da gerade sein Papa? Geschah das alles wirklich oder war das nur ein furchtbarer Traum? Wie sehr wünschte er sich die warme Höhle zurück, aus der er am besten niemals gekrochen wäre.
Es war ihm egal, ob Chaske zu den Rebellen gehörte und man von ihm wollte, das er ihn hasste. Der Rüde stellte in diesem Moment den einzigen Halt in der Welt dar, den er finden konnte. Er drückte sich noch fester an ihn und wandte seinen Kopf vom Geschehen ab. Er wollte nicht mehr sehen wie sich diese zwei Riesen bekämpften. Wie sein Vater versuchte jemanden zu töten und wie jemand anderes wiederum versuchte seinen Vater umzubringen.
Er wollte nicht, das jemand jetzt und hier starb, das ergab doch überhaupt keinen Sinn! Und doch war es wohl unabwendbar.
Einige Augenblicke später schien es jedoch ruhiger zu werden. Die Stille war fast noch erdrückender als das Kampfgetöse und so wagte Deimos einen erneuten Blick hinüber zu den Rivalen.
Ein Fehler, den er wohl nie wieder aus seinen Gedanken würde verdrängen können. Gwydion lag am Boden, mehr tot als lebendig und schwer atmend. Das allein wäre schon grausam genug gewesen, aber nein, sein eigener Vater setzte noch einen drauf.
Deimos Fang öffnete sich zu einem Schrei, der ihm als leises Krächzen im Hals stecken blieb.
Tyrese's linkes Auge, ja beinah sein halbes Gesicht schien zu fehlen. Stattdessen war da Blut, Blut und noch mehr Blut. Doch auch das war nicht das schlimmste für den Welpen.
Das, was einen Teil seines Herzens wie totes Laub zerbröseln lies, war etwas anderes. Nicht der Blutgetränkte Boden oder die Blutgetränkten Leiber. Auch nicht der sterbende Wolf am Boden. Nein. Es war das böse, diabolische Grinsen seines eigenen Vaters der dort über dem Sterbenden stand.
Nichts, aber auch gar nichts auf der Welt würde ihn das je wieder vergessen lassen. War das der große, starke Tyrese? Der sich über einen Sterbenden stelle und ihn nieder drückte mit seiner mächtigen Pranke?
Das war sein Vater?! Jede Emotion war für den Moment aus dem Gesicht des Welpen gewichen und ließ nichts als kalte, tote Leere zurück.
Es vergingen Sekunden, die sich wie Tage anfühlten und niemand schien sich zu regen.
Gwydion würde sterben. Kaum zu glauben, das er vor wenigen Minuten noch ganz aufgeregt seine Ankunft bemerkt hatte. Und jetzt hatte sein Vater ihn umgebracht.
Er traute sich nicht, sich zu rühren. Was würde als nächstes Geschehen? Würden sie weiter kämpfen? Würde Chaske nun Tyrese angreifen?
“Bitte nicht...“ fiebte er tonlos, vermutlich nicht mal für Chaske hörbar.
Eine weltenzerstörende Tragödie hatte sich hier zugetragen, Deimos glaubte nicht seinem Vater je wieder in die Augen sehen zu können, ohne dieses Monster dort vorne darin zu sehen.

Da standen sie nun also, zwei Schwarzpelze in mitten von Regen und Blut, zwei Söhne dessen Väter sich gegenseitig auslöschten.
Dem einen wurde der Vater vollständig genommen, und der andere verlor ihn, weil er vor seinen Augen zum Monster wurde.

[Chaske (Gin, Murdoch, Tyrese, Gwydion, Zetyr, Khazen), Kampf um Amdir, Trauma seines Lebens Teil 2]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
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02.04.2017 12:17 Forum: Rol­len­spiel

Es passierte so vieles so schnell auf einmal, das dem kleinen Alphasohn gar nicht genug Zeit blieb, alles so richtig zu verstehen und aufzunehmen.
Fakt war, dass er diesen schwarzen Chaske gut fand und den braunen Khazen ziemlich blöd und gefährlich. Doch blieb ihm leider keine Zeit, seine Unterhaltung mit ersterem fortzusetzen, denn plötzlich spitzte sich die ohnehin schon angespannte Stimmung noch mächtig zu. Ein großer, schwarzer Wolf tauchte auf, von dem selbst der junge Deimos wusste, wer es sein musste. Gwydion! Ohne dass er es wollte, begannen seine Augen zu leuchten. Der echte, wahrhaftige Gwydion war da, das war der reine Wahnsinn! Ihm war egal, wie oft viele andere Rudelmitglieder den Nachwuchs vor diesem Verräter warnten. Er hatte keine Angst, das einzige was er empfand, war unglaubliche Aufregung und Begeisterung. Das war alles so furchtbar neu und spannend! Sogar die Rute des kleinen Zwilling konnte sich ein, zwei Wedler nicht verkneifen. Er wurde durch Chaske in seinem Glauben bestätigt, dass die Rebellen gar nicht so blutrünstig und schlimm sein können wie alle sagen. Auch, wenn dieser Khazen wirklich einen gestörten Eindruck machte. Außerdem war er wahrscheinlich einfach noch jung genug, als das ihm die erwünschte Abneigung und der angestrebte Hass gegen die Rebellen schon tief genug in ihm verankert sein konnte. Selbst der so furchtbare, ach so feige Gwydion machte auf ihn nicht den Anschein, als müsse man sich als Welpe vor ihm fürchten.
Es dauerte allerdings einen Moment, bis Deimos aus den Worten des großen Rebellen geschlussfolgert hatte. Er runzelte die Stirn und lenkte seinen Blick auf den Abhang.
Sein Vater! Erneut leuchteten die Augen des jungen Nightfall auf. Auch Murdoch und Zetyr waren gekommen, und das in so kurzer Zeit. Einfach unglaublich. Stolz blickte er für einen Moment zu seinem Vater empor, ehe er dessen Worte und seine Erscheinung genauer wahrnahm. Ein drückendes, unangenehmes Gefühl breitete sich wie zäher schleim in ihm aus und beinahe angewidert legte er die Ohren nach hinten an. Die Worte seines Vaters trieften vor Hass und Wut, der Geifer sprühte nur förmlich aus seinem Fang, während er seine hasserfüllten Worte keifte. Der eben noch da gewesene Stolz erlosch augenblicklich und wich einem Gefühl, das er sonst nur kannte wenn sein Zwilling Yanthan mal wieder zu weit ging oder jemanden ärgerte. Scham. Er schämte sich für den bösartigen und seiner Meinung nach unnötig aggressiven Auftritt seines Vaters. Warum war er so heiß aufs Blutvergießen?! Das konnte einfach nicht der richtige Weg sein, Deimos wollte das einfach nicht glauben. Wenn er den Auftritt der Rebellen mit dem seiner Familie verglich, kam es ihm nicht mehr so vor, als wären die Rebellen die einzig bösartigen hier. Doch noch bevor er irgendwie reagieren konnte, hörte er Chaskes Warnung und spürte, wie ihn beinahe zeitgleich jemand am Nackenfell packte und zurückzog. Gin. Knurrend und fauchend sträubte der jüngere sich gegen den Betasohn, doch er war einfach zu kräftig und hielt ihn fest in seinen Fängen. Schnell gab er also nach und hielt erst mal still.

Dabei musste er beobachten, wie scheinbar alle Tyrese's Anhänger auf sein kriegerisches Gehabe ansprangen. Fassungslos sah der Welpe zu, wie sein Vater sich auf den Anführer der Rebellen stürzte, der eben noch versucht hatte das ganze friedlich über die Bühne zu bringen. Es hätte sicher einen Weg gegeben, oder? Konnten die Fronten wirklich so verhärtet sein? Verzweifelt fiebsend trat er von einem Bein aufs andere, als Zetyr sich auch noch auf Khazen stürzte und beide einen Abhang hinab rollten. Nicht, das er zwangläufig um Zetyrs oder gar Khazens Wohl fürchtete, es war einfach die ganze, von Gewalt und Hass triefende Situation, welche dem Welpen zusetzte. Vielleicht hatte er auch einfach eine völlig falsche Wahrnehmung von der ganzen Situation? Selbst Gin schien total pro Kampf zu sein, zumindest wirkte er nicht so, als würde es ihn belasten was hier gerade passierte.

Die einzigen bei denen man vielleicht noch etwas Verstand und nicht nur blinden Hass erahnen konnte, abgesehen von Gwydion, welcher ja immerhin versucht hatte eine friedliche Lösung zu finden, waren Murdoch und Chaske. Doch auch da war die Stimmung bis zum Zerreißen angespannt. Die beiden Wölfe tauschten tiefgehende, intelligente Worte aus, anstatt sich direkt an die Kehle zu gehen. Es fielen viele Worte, dessen Tragweite Deimos nicht verstand, doch er spürte durchaus, das hier viel im argen lag und das es nur noch eine Frage der falschen Bewegung, der falschen Worte oder einfach nur eine Frage der Zeit war, bis auch die letzten Erwachsenen sich an die Gurgel springen würden. Dabei waren sie auf einem so guten Weg, einen Kampf zu vermeiden!
Würde Murdoch wirklich darauf verzichten, seinen Sohn zu retten um einen Kampf gegen einen Rebellen zu führen? Der Alphasohn bemerkte, wie wenig er über den großen Silberpelz wusste. Er redete nicht viel und Deimos hatte auch so noch nicht viel mit ihm zu tun gehabt. Er war halt die rechte Hand seines Vaters und dafür hatte er ihm Respekt zu zollen, was er auch tat. Aber mehr hatte da noch nicht stattgefunden. Doch war es nicht eines Vaters Pflicht, seinen Nachwuchs zu schützen?

Und plötzlich wurde dem Welpen klar, warum Murdoch und Chaske sich noch nicht in einem Kampf befanden. Gin und er selbst waren die Faktoren, die Murdoch wahrscheinlich von einem Angriff abhielten, denn Chaske stand zwischen ihnen und dem Betarüden der Nightfalls. Und solange sie nicht in Sicherheit waren, wollte Murdoch wohl nicht riskieren, den anderen schwarzen Alphasohn anzugreifen.
Er sah zu Gin und musste feststellen, dass jener die Situation längst begriffen hatte. Er fixierte seinen Vater und schien auf eine Gelegenheit zur Flucht zu warten, die Murdoch ihnen schaffen sollte. Doch Flucht wovor und Flucht wohin?! Deimos' ganzes Universum schien in sich zuammen zu fallen, der kleine Welpe wäre noch lange nicht bereit gewesen für so viel grausame Realität, und jetzt befand er sich einfach mitten drin. Murdoch wollte Gin und sehr wahrscheinlich auch ihn selbst auf seiner Seite wissen, weg von Chaske, der offenbar im Weg stand und die Situation ebenfalls ziemlich gut vertand.
Und dann?! Sobald sie aus der Schusslinie waren, würden die beiden übereinander herfallen. Traurige Gewissheit breitete sich in Deimos aus, das konnte doch einfach nicht das erwachsene Leben sein, oder? Schließlich zischte Gin ihm auch noch eindringlich zu, bei ihm zu bleiben und stellte sich quasi über ihn. Mit Sicherheit würde er ihn bei passender Gelegenheit im Zweifelsfall wieder packen und fort zerren, um sie auf die andere Seite zu schaffen. Wie konnte er nur so dumm sein?! Wollte er, dass sein Vater sich einem gefährlichen Kampf aussetze, bei dem er möglicherweise verletzt oder sogar getötet werden konnte? Und sah Chaske das wirklich genauso? Wie gern wüsste Deimos, was zwischen diesen Parteien vorgefallen war, das so viel Hass überhaupt erst hatte Fuß fassen können.
Nichts desto trotz würde es ohnehin nichts nützen, das jetzt zu wissen. Es wurde Zeit zu handeln. Der kleine Zwilling dachte nicht lange darüber nach, bevor er seinen kurzentschlossenen, wenig ausgearbeiteten Plan in die Tat umsetzte. Konsequenzen hin oder her, der Hass und die Verachtung seines Vaters die er ernten könnte oder tatsächlich die Gefahr das er zwischen kämpfende Rüden geraten konnte, darüber machte der kleine Wolfs sich überhaupt keine großen Gedanken. Er wollte das hier stoppen, und selbst wenn er der einzige war der das so sah, würde er es versuchen!
Entschlosen sprang er also, den stechenden Schmerz in seinen Rippen mit zusammengebissenen Zähnen ignorierend, seitlich nach hinten unter Gin hinweg, nur um dann ohne auch nur eine Sekunde zu zögern auf Chaske zu zuspringen und sich dann ganz dicht vor ihn stellte. So dicht, das der viel größere schwarze Wolf ihn ohne weiteres am Nacken packen und zu Tode schleudern könnte. Tapfer zeigte er erst dem Betrüden seines Rudels die kleinen Zähne und anschließend in einer schwierigen Drehung des Kopfes auch Chaske.
"Seid ihr alle völlig daneben?! Wieso tut ihr euch nur so schreckliche Dinge an? Hört auf damit!" wütend und traurig sah er hinüber zu seinem Vater und Gwydion, wo bereits Blut floss und so richtig die Fetzen flogen.
Beinahe panische Sorge um seinen Papa, für den er sich eben noch geschämt hatte, breitete sich in ihm aus. Natürlich wollte er nicht, das er verletzt wurde, doch er wollte genauso wenig, das er andere Wölfe verletzte.
"PAPAA!!" brüllte er, so laut er konnte und machte zwei, drei große Sprünge in die RIchtung der Kämpfenden. Wohl darauf achtend das im Falle des Falles eher Chaske ihn zu packen bekam, als Murdoch. Deimos wusste ganz genau, dass sobald Murdoch ihn hätte, Gin zu seinem Vater laufen würde und der Kampf zwischen den beiden Erwachsenen nahezu unausweichlich wäre. Und, das Chaske ihn nicht töten würde, hatte er sich doch vorhin so dagegen ausgesprochen, als Khazen die Hinrichtung von sich und Gin gefordert hatte.
Oh, wie sie ihn Zuhause alle hassen würden, nur weil er versuchte diese ganze eklige Gewalt zu unterbinden. Ganz langsam nur dämmerten ihm diese Konsequenzen, doch noch ließ er diese finsteren Gedanken nicht zu - es gab ohnehin kein zurück und er konnte jetzt nicht mehr tun, als zumindest zu versuchen sein Vorhaben irgendwie weiter umzusetzen.
"Hört doch auf! Hört doch bitte bitte auf euch weh zu tun!" heulte er verzweifelt und er wollte sich am liebsten einfach mit dem Hintern in den kalten, matschigen Boden fallen lassen. Ihm war kalt und er zitterte, zwang sich auf seinen vier Pfoten zu bleiben und machte ein paar weitere Schritte auf die Kämpfenden zu.
"Papa...." Das Bild, welches sich ihm bot war lange nicht für einen Welpen in seinem Alter gedacht. Fiebsend bemerkte er, wie sein Vater ihn überhaupt nicht wahr nahm und was er in dessen Augen sehen konnte, ließ ihn beinahe auf der Stelle erfrieren. Diese unbändige Lust, seinen Gegner zu töten, niemals hätte er das für möglich gehalten. Ihm war, als regnete seine ganze Welt in Splittern vor ihm auf den Boden.
"Hört doch bitte auf..." jammerte er ein weiteres mal, langsam begreifend, das es nichts gab was er tun konnte um diese beiden Wölfe zu stoppen.

[Kampf um Amdir, erlebt wahrscheinlich grade das Trauma seines Lebens]

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18.01.2017 21:33 Forum: Rol­len­spiel

Es geschah so viel auf einmal, das Deimos im Grunde gar nicht wirklich wusste, wie ihm geschah. Er wusste nur, das da ein fremder Wolf stand, der ihn und seinen Freund töten wollte und das er als Alphasohn das verhindern musste.
Selbstverständlich dachte Gin gar nicht daran, abzuhauen.Eher im Gegenteil. Er machte sich groß und stellte die Nackenhaare auf. Sein Knurren klang schon viel grollender und tiefer als sein eigenes und Deimos staunte allgemein nicht schlecht, wie viel mehr erwachsen als er Gin schon war. Er blickte kurz von Gin zum Fremden und wieder zurück. Nein, auch das wäre noch kein fairer Kampf. Was für eine blutrünstige Bestie musste dieser Fremde doch sein, dass er das wirklich ernst meinte, was er da sagte.
Trotz aller Aussichtslosigkeit wich Deimos von seinem rebellischen Zähne zeigen und Knurren nicht ab. Er würde sich so leicht nicht von diesem Riesen einschüchtern lassen. Oder zumindest würde er es nicht zeigen. Angst verspürte er verborgen hinter dem Trotz nämlich dennoch.

Einen Augenblick später tauchte dann ein weiterer Fremder auf – vermutlich der, nach dem der Blutrünstige eben gerufen hatte. Überraschender Weise stellte dieser sich jedoch zwischen Gin und den anderen – und hielt ihn so davon ab, Gin tatsächlich anzufallen. Irritiert warf Deimos einen Blick zu Gin und anschließend wieder zu den beiden großen Wölfen. Groß war hier ein wirklich wahres Wort, auch der zweite fremde Wolf war ein wirklich großes Exemplar seiner Art.
Kurz versuchte er sich an den Namen zu erinnern, mit dem der andere ihn gerufen hatte, doch er wollte ihm nicht wieder einfallen.
Der Name wurde aber auch plötzlich völlig unwichtig, als der schwarze Rüde zu sprechen anfing.
"Du darfst nicht vergessen, warum wir Rebellen sind, Khazen. Weil wir anders sind als Tyrese"
Unweigerlich begannen Deimos Augen zu leuchten. DAS waren also zwei echte Rebellen? Der kleine Zwilling war trotz aller Gefahr hin und weg. Endlich konnte er sie tatsächlich und in echt kennen lernen, und nicht nur aus Geschichten von ihnen hören.

Gespannt lauschte er den Worten des Schwarzen, die er an Gin richtete. Er kannte Murdoch und Lyra?! Wie konnte das sein? Deimos war sichtlich verwirrt, der Kopf leicht zur Seite geneigt und die Ohren neugierig nach vorn gestellt war von der Drohgebärde eben nichts mehr zu sehen.
Er sah ihm selbst so ähnlich, nur viel größer und stärker – so wollte Deimos auch mal aussehen wenn er groß war! Beschloss er euphorisch in Gedanken, als ihm einfiel, was er noch gesagt hatte. "....anders als Tyrese". Was meinte er damit? Kannte er etwa auch seinen Vater? Deimos war völlig aus dem Häuschen. Tyrese hatte jemanden wie ihn nie erwähnt, Deimos wusste nur, das er alle Rebellen bis auf den Tod hasste. Vor allem diesen Gwydion und seine Welpen, die wohl irgendwann mal zu den Nightfalls gehörten und dann "entkommen" sind. Dabei war es doch gar nicht so schlimm bei ihnen Zuhause. Deimos war völlig verwirrt und aufgeregt, das alles war absolut unglaublich. Was war das denn bitte für ein seltsamer Zufall? Der kleine Zwilling konnte es kaum fassen.

Als der große Schwarze das Wort dann auch freundlich noch an ihn richtete, konnte der Welpe in ihm nicht anders, als freudig mit der Rute zu wedeln und ihn herzlich anzustrahlen. Von ihm ging offensichtlich keine Gefahr aus und der Welpe der er eben noch war empfand keine Skepsis oder Misstrauen, weil der Andere... Khazen hatte er ihn genannt, so ein gegensätzliches Verhalten zeigte. Deswegen machte er sich auch keinerlei Gedanken darüber, dem Fremden alles zu erzählen, wonach er sich erkundigte.
Aufgebracht, in einer Mischung aus Aufregung und Verzweiflung plapperte er also los:
"Woher kennst du Murdoch und Lyra? Und meinen Vater kennst du auch?! Du musst uns unbedingt helfen! Vater wollte mit dem Rudel nach Am... Amdir! Nach Amdir zurück kehren, weil das wohl unser richtiges Zuhause ist und nicht Nasval. Dabei ist es eigentlich schön da..." er musste sich kurz ermahnen, die Reise nicht wieder in Frage zu stellen, ehe er fortfuhr.
"Jedenfalls mussten wir dann diesen irre steilen Berg rauf klettern. Am Anfang ging es noch, aber dann wurde der Weg immer steiler und der Sturm immer heftiger. Meine Geschwister und ich konnten kaum noch laufen, mir tat schon alles weh als es auf einmal furchtbar knallte und schrecklich hell wurde! Deimos Erinnerung war noch so frisch und real, das er vor Aufregung einen kleinen Satz bei dem Wort Knall machte, den er anschließend schmerzlich bereute.
"Alles war auf einmal durcheinander, und dann habe ich Gin gesehen und ihn für meinen Freund Fael gehalten, er ist einfach abgestürzt! Der Boden unter ihm brach einfach weg und rutschte diesen Abhang runter. Ich wollte ihm helfen als er sich am Rand festklammerte, konnte ihn aber nicht erreichen und dann sind wir beide abgestürzt." er warf einen erneuten Blick den Abhang hinauf, um sich selbst nochmal vor Augen zu führen, was er da eben überlebt hatte.
"Gin ist verletzt, seine Schulter tut ihm weh und mir tut die Seite so weh..." erzählte er dann noch weiter und deutete mit der Nase in Richtung seiner linken Flanke.
"Ich weiß nicht genau was passiert ist, aber Razca sucht uns bestimmt schon und Papa sicher auch. Wir müssen unbedingt zu ihnen zurück, wir haben keinen Unterschlupf und es ist so kalt..." jammerte er und legte die Ohren an.

Dann viel dieser Khazen wieder in die Situation ein und lieferte seinem frisch ernannten Vorbild einige Argumente, Gin und ihn eben doch zu töten. Deimos konnte das einfach nicht fassen und wich dieses mal tatsächlich einen Schritt zurück. Wie konnte er das nur ernst meinen? Er würde doch niemals jemanden hilflosen schaden oder gar töten! Wo dachte dieser komische Kerl nur hin, das war so unfair! Er hatte noch nie jemandem etwas getan und hatte es auch nicht vor.
"Lass nicht zu das er uns tötet...Das macht mir Angst. Ich würde nie jemandem wehtun, der mir nichts böses getan hat" sagte winselnd und sah hilfesuchend zu dem großen schwarzen Wolf auf.
"Ich werde nämlich mal so groß wie du und will dann meine Familie und Freunde beschützen können" erklärte er wie selbstverständlich und seufzte leise. Das sich das in der kriegerischen Welt in der er aufwuchs ein wenig widersprach, konnte der kleine Welpe ja nicht ahnen. Wie konnte dieser Khazen nur so etwas schreckliches von ihm denken?


[J3, Gin, Khazen, Chaske. Plappert alles aus]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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16.01.2017 19:43 Forum: Rol­len­spiel

Deimos war nach wie vor noch nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen und darüber nachzudenken, was zu tun war. Er wusste nur, DAS sie etwas tun mussten, doch sein junger Verstand wollte ihm ansonsten nicht weiter auf die Sprünge helfen.
Um so dankbarer war er, als Gin zu ihm kam und das Ruder gewissermaßen in die Hand nahm. Dem kleinen Schwarzen viel allerdings auf, das der Betasohn humpelte. Sorgenvoll legte er die Stirn in Falten und den Kopf schief.
"Du hast dich verletzt, ist es schlimm? fragte er Gin besorgt und machte ein paar tapsige Schritte auf ihn zu. Verdammt, wie ihm die Seite weh tat! Jeder Atemzug verursachte ein unangenehmes Stechen zwischen den Rippen und in der Lunge. Er musste sich die Rippen ziemlich stark geprellt haben, wahrscheinlich war es pures Glück, das sie nicht gebrochen waren und sich gar in seine Lungen gebohrt hatten.
Verzweifelt sah er noch einmal den Abhang hinauf. Niemals würde er unter diesen Schmerzen und bei diesem Sturm dort wieder hinauf kommen. Denn noch immer peitschte Wind und Regen gnadenlos um die Körper der jungen Wölfe und machte vor allem Deimos wirklich noch zu schaffen. Seine Pfoten und Beine taten weh vom harten Marsch, die Knochen und der Rest vom Absturz. Wie gerne würde er sich hinlegen und ausruhen, einfach darauf warten gefunden zu werden. Vielleicht auch einfach aufgeben? Ganz kurz flackerte diese Möglichkeit in Deimos' Gedanken auf, doch er verwarf sie kopfschüttelnd. Er konnte jetzt nicht einfach aufgeben und Gin im Stich lassen, sie mussten zurück zum Rudel finden! Er dachte an seine Geschwister, an Yanthan der sich sicher Sorgen um ihn machte und an Razca, die doch sicher auch voller Sorge war alles daran setzen wird, ihn wieder zu finden. Er konnte all diese Wölfe die ihn liebten und sich um ihn bemühten nicht so vor den Kopf stoßen. Komischerweise dachte er weniger an seinen Vater, er konnte sich nicht vorstellen, das der große Tyrese sich tatsächlich Sorgen um seinen Sohn machen würde – er hatte immer so wenig Zeit für ihn gehabt und wenn er Zeit hatte, war er immer ziemlich reserviert seinen Welpen gegenüber. Aber nichts desto trotz würde er versuchen, ihn und Gin wieder zu finden, da war er sich sicher! Sein Vater war vielleicht nicht der Vorzeigevater, aber er war immer noch Vater und außerdem Rudelführer. Er würde kommen, ganz sicher!

Während Deimos also seinen Überlebenswillen zurück erkämpfte, fasste Gin bereits einen Plan und erklärte ihm selbigen. Auf die Frage, ob er noch marschieren konnte, verzog Deimos gequält das Gesicht.
"Ich... ich weiß es nicht. Ich werde laufen, so schnell ich kann. Meine linke Seite tut so weh.." sagte er fast zu leise um durch den Sturm zu Gin zu dringen und seine Stimme wurde begleitet von einem heiseren Fiepen.
Doch e nutzte nichts – Gin hatte Recht, sie mussten in Bewegung bleiben, solange sie keinen Unterschlupf hatten und im besten Fall mussten sie einfach direkt zum Rudel zurück finden. Dann würde alles wieder gut werden. Noch nie in seinem Leben hatte Deimos sich so in die Geborgenheit seiner Familie zurück gewünscht, wie in diesem Moment. Wenn sie doch einfach niemals von Zuhause fort gegangen wären... Betrübt schaute der kleine Zwilling auf den matschigen Boden, doch bevor er erneut in Gedanken oder Selbstmitleid versinken konnte, machte Gin sich bereits langsam auf den Weg. Deimos zögerte keinen Augenblick, ihm zu folgen als plötzlich...

Deimos konnte einen erstickten Schrei nicht unterdrücken, als da dieses riesige Monster aus den Büschen knurrend auf sie zugesprungen kam. Wie erstarrt starrte er dem großen, furchteinflößenden Wolf entgegen, das Maul geöffnet um Gin's Namen zu rufen, doch kein Laut verließ seine ohnehin heisere Kehle.
Vor ihm stand ein Wolf, der in seiner Erscheinung bald so mächtig erschien wie sein Vater selbst, kein anderer Wolf aus den Reihen der Nightfalls sah so eindrucksvoll und einschüchternd aus, wie der vor ihm – außer Murdoch, Gin's Papa, der war auch unglaublich mächtig.
Vielleicht war Deimos Einschätzung in diesem Moment auch nicht ganz real, Fakt war aber einfach, das dieser fremde Wolf auf ihn wirkte wie ein riesiges, bösartiges Monster.
Und er sagte auch noch etwas, das ihm wahrlich das letzte bisschen Wärme aus seinem erschöpften Leib trieb und ihn schwindelig werden ließ.
"Wir müssen sie töten, bevor ihre Eltern kommen und sie zurück holen wollen."
Wie bitte?! Panisch ging sein Blick zu Gin. Wenn er jetzt los rannte, konnte er ihm vielleicht entwischen, oder? Wenigstens Gin hatte doch eine Chance? Ein erneuter Blick auf den bedrohlichen Wolf lies ihn diese Hoffnung vergessen. Er hatte Gin schon ins Visier genommen und es sah so aus, als würde er jeden Augenblick über ihn herfallen. Aber warum?! Sie hatten doch nichts schlimmes getan, wie konnte er nur so etwas grausames vor haben?! Tatsächlich wich die Angst ein klein wenig so etwas wie trotziger Wut. Und wo war dieser Chaske, den der Fremde gerufen hatte? Was waren das überhaupt für Wölfe, die so schnell über fremde urteilten und gar Welpen töteten? Deimos war wahrlich entsetzt, gleichermaßen darüber, das er sich im Angesicht des Todes befand als auch über diese unwölfische Art, die der Fremde ihnen entgegenkommen ließ.
Er sah erneut zu Gin, wagte jedoch nicht, sich zu ihm zu begeben - es fühlte sich an als könnte jede falsche Bewegung die Letzte sein.
Im Grunde waren erst Sekunden vergangen seit der Fremde aufgetaucht war und diese Gedanken durch Deimos' Kopf rauschten wie ein Wasserfall eine Klippe hinabstürzt.
Langsam wieder bei Sinnen angekommen, besann er sich mehr auf diesen trotz in ihm, als auf die Angst und fixierte nun weniger panisch seinen Gegenüber.
Er straffte die schmerzenden Schultern und machte sich so groß, wie er es sonst nur von Yanthan kannte. Was sollte das hier überhaupt?! Er war Tyreses Sohn, er hatte verdammt nochmal nicht diesen grausamen Absturz überlebt, um jetzt von einem wahnsinnigen, bösen Wolf ermordet zu werden. Und selbst wenn er es nicht verhindern konnte, würde er nicht mit eingeklemmter Rute da stehen und auch noch Schande über seine ganze Familie bringen,, indem er sich winselnd vor diesem Monster ergab. Er war ein großer, starker Wolf!
Ermutigt von seinen heldenhaften Gedanken bleckte er sogar die kleinen Milchzähne und kräuselte den Nasenrücken, während aus seiner Kehle ein brummiges, nicht ganz so furchteinflößend wie erhofftes, Knurren drang.
"Du darfst uns nicht töten!" knurrte er dem Fremden entgegen – durchaus irgendwo mit seinem kurzen Leben abschließend, er würde diesem Wolf nicht davon rennen können, wenn er wirklich auf ihn losging. Aber vielleicht konnte er es noch ein wenig herauszögern und ihn davon abhalten, Gin anzufallen. Er wollte verdammt nochmal ein mutiger Wolf sein!

[J3, Gin, Khazen (Chaske, Gwydion), Gedankenverloren, will dann mit Gin aufbrechen bis Khazen auftaucht, erst panisch, dann wütend]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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02.01.2017 18:44 Forum: Rol­len­spiel

Der Aufstieg wurde immer beschwerlicher, anfangs hatte er noch versucht einfache Gespräche mit seinen Geschwistern zu führen, doch nach und nach schien das gesamte Rudel zu verstummen. Allerdings wurde es nicht still um die Wölfe, wie man hätte annehmen können. Nein, ganz im Gegenteil, das aufgezogene Unwetter heulte ohrenbetäubend um die Köpfe der Welpen.
Demos' Glieder schmerzten vom Aufstieg, doch viel schlimmer war, das er nahezu nichts mehr sehen konnte. Der harte, agressive Regen nahm ihm die Sicht und immer wieder klatschte aufgeschleuderter Matsch vom Boden in sein Gesicht und seine Augen, welche furchtbar brannten. Die kleinen Pfötchen fanden immer schlechter Halt auf dem glitschigen Boden und ihm war, als würde er nur noch auf der Stelle laufen, weil er immer wieder ausrutschte. Er wünschte sich zurück nach Hause, die Euphorie über das Abenteuer war längst verflogen, er fühlte sich hilflos und schwach. Wie gern hätte er jetzt in der warmen Höhle gelegen, mit seinen Geschiwstern und Razca, doch daran war nicht zu denken. Sein Papa führte sie immer weiter den steilen Pfad hinauf, und er würde schließlich schon wissen was er tat, oder? Er konnte nicht leugnen, dass er an der Entscheidung seines Vaters zweifelte, aber das Vetrauen in selbigen war zu groß und unerschüttert, dass er sich gewagt hätte solch einen Gedanken auszusprechen oder gar wirklich zuzulassen. Im nächsten Moment wurde der Alphasohn jedoch lautstark eines besseren belehrt.

Es krachte. So laut, wie Deimos noch nie zuvor etwas gehört hatte. Der Boden schien unter seinen Pfoten zu beben und er verlor erstrecht den Halt. Unsanft viel er auf die Seite und krachte dabei in seinen Bruder Sylar, welcher einen panischen Schrei ausstieß. Alle Welpen hatten sich zu Tode erschreckt und rannten, strauchelten oder vielen durcheinander. Es ging alles so schnell, das Deimos kaum Zeit blieb, auf irgendetwas zu reagieren. Er sah wie einer der Größeren Welpen an einem scheinbar plötzlich auftauchenden Abhang zustürzte und sich verzweifelt an dessen Rand klammerte. War das etwa Fael?! Er konnte es einfach nicht sehen, aber egal wer es war, er musste doch helfen! Verzweifelt rappelte er sich auf, seine Rippen schmerzten vom Zusammenstoß mit Sylar. Unkontrolliert und schillternd stürzte er auf den Abhang zu, mit unbeschreiblicher Angst in den Gliedern. Immer wieder ruschte er aus oder verlor den Halt auf dem rutschigen Boden und so kam es, das der vermeindliche Fael hinabstürzte, bevor er ihn wirklich erreichen konnte. Doch dem nicht genug geschah, was geschehen musste; Deimos' war nicht in der Lage seinen nassen, erschöpften Körper auf dem Boden nahe des Abhangs unter Kontrolle zu bringen. Er rutschte hilflos darauf zu, rief dabei nach seiner Mutter und seinem Bruder, doch der Wind und das aufgebrachte Rudel verschluckten seine zarte Stimme. Er stürzte auf die Seite, versuchte noch sich irgendwie im schlammigen Boden festzukrallen, doch erfolglos. Völlig hilflos stürzte er seinem Welpenfreund hinterher, nur wenige Sekunden nachdem jener abgestürzt war.

"AAAAAHHHHHHH!!

Sein gellender Schrei durchzuckte die Luft, ehe er von allem möglichen erstickt wurde. Unsanft prallte der kleine Welpenkörper gegen Steine, Äste, Felsen und was ihm sich noch in den Weg stellte. Dreck und Schlamm nahm ihm Sicht und Atem und er konnte nichts mehr denken, auser an die lähmende Angst, die ihn ergriffen hatte. Er überschlug sich mehrfach, ehe der Absturz endlich ein Ende fand und er unsanft und begleitet von einem spitzen Stein auf dem Boden zum liegen kam. Für einen kurzem Moment durchzuckte ein stechender Schmerz seinen Brustkorb und ihm wurde schwarz vor Augen. Er wurde still.

Irgendwann danach – der Sturm tobte nach wie vor, es konnte nicht viel Zeit vergangen sein, sog er plötzlich laut die Luft ein und kam panisch wieder zu sich. Erschrocken sprang er auf, nur um im selben Moment laut winselnd wieder zu Boden zu gehen. Seine linke Seite schmerzte auf Höhe der ersten Rippen unglaublich stark, sodass es ihm fast erneut den Atem raubte. Ihm war schwindelig, alles tat ihm weh aber seine linke Seite übertraf all das.
Was war passiert? Wo war er hier? Er blickte sich ängstlich um und erblickte den Abhang, den er offenichtlich hinabgestürzt war. Ihm blieb der Mund offen stehen. Wie sollte er dort jemals wieder hoch kommen? Die Erwachsenen konnten unmöglich diese Klippe hinabsteigen, es war viel zu steil und rutschig. Panik breitete sich aus und sein Atem beschleunigte sich.
Jetzt nur die Ruhe bewahren, ermahnte er sich, doch es viel so unendlich schwer... Bis ihn ein Gedanke wie ein Blitz durchzuckte. "Fael!" rief er panisch aus und rappelte sich – diesesmal vorsichtiger – erneut auf. Er oder jemand anderes war vor ihm hinabgestürzt. Deswegen war das doch alles erst passiert. Verzweifelt sah er sich erneut um. Wo war er nur?!
Deimos!
Er hörte wie jemand seinen Namen rief und sein Kopf flog in die Richtung, aus welcher die Stimme kam. Aber das war nicht Fael, nein... Er formte die brennenden Augen zu schlitzen.
Das war... das war...
""Gin!" erleichtert ging er ihm mit schmerzenden Gliedern und stechenden Rippen entgegen.
"Geht es dir gut?! Ich wollte dir helfen, aber ich hab es nicht geschafft!" polterte er los und immernoch schwang große Angst in seiner Stimme mit.
"Was machen wir denn jetzt? Wir müssen doch zum Rudel zurück!" rief er gegen den immernoch starken Wind an.
Er war, auch wenn der Gedanke ihm falsch und verwerflich erschien erleichtert, das nicht sein guter Freund Fael mit ihm hinabgestürzt war sondern der noch größere und stärkere Gin. Es war ein Wunder das sie beide überlebt hatten und das augenscheinlich ohne tödliche Verletzungen.
Aber was sollten sie jetzt tun? Deimos viel es wirklich schwer, nicht alle Verantwortung an Gin abzutreten. Die Versuchung sich einzubilden, Gin konnte wie ein großer Bruder auf ihn aufpassen war unglaublich groß, der kleine Welpe ihn ihm suchte dringend nach Schutz und Geborgenheit, dabei mussten sie beide einen klaren Kopf bewahren und nach Lösungen suchen. Er war doch auch schon groß.

[Amdir, L8, Gin, rappelt sich auf, ist ängstlich und überfordert]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
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04.11.2016 12:52 Forum: Rol­len­spiel

Die enervierte Stimmung seines Zwillings auf die Älteren entging Deimos nicht. Es machte ihn ein bisschen nervös, dass gerade sein engster Verwandter so gegen die Anderen war, denn gerade Fael mochte er sehr und Gin wollte er so gern näher kennen lernen. Er fürchtete, das Sylar ihm das vermiesen könnte, indem er alle so anfeindete.
Dennoch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen. Souverän ging er voran und wollte sich nicht unterkriegen lassen, denn auch wenn Sylar es manchmal nicht so wahrhaben wollte, hatte er durchaus einen eigenen, starken Willen. Es dauerte daher ein paar Sekunden, ehe er auf die Frage Sylars antwortete.
„ Weil wir viel von ihnen lernen können!“, sagte er nur und blickte erst danach zu seinem Bruder, dem er ein Lächeln schenkte. So richtig verstand er nicht, weshalb sein Zwilling das einfach nicht wahrhaben wollte.

So sehr er es auch versuchte, konnte er doch nicht wegsehen. Er bekam durchaus mit, dass Sylar sich immer wieder zu den Größeren herumdrehte und sich beinahe zähneknirschend den Kopf zerbrach. Es war also kein Wunder, dass der Zwilling sich bald an Deimos wendete und ihn etwas fragen wollte. Er atmete tief durch und ging weiter, während er überlegte, wie er ein womöglich unangenehmes Gespräch umgehen konnte. Er wusste jedoch, dass Sylar nicht locker lassen würde, bis er eine akzeptable Antwort auf seine Frage bekommen hatte. Also versuchte Deimos den Prozess zu beschleunigen, in der Hoffnung, dass sie dieses Thema bald abhaken konnten.
„ Ich denke nicht, dass du etwas von den Älteren befürchten musst. Pass lieber auf, dass du deine Führung behältst. Wir wollen dich doch an der Spitze sehen, du bist Tyreses Sohn!“
Auch, wenn er nicht beabsichtigt hatte Sylars teilweise doch etwas anstrengendes Verhalten zu bestätigen, glaubte Deimos immer noch fest an seinen Zwilling und daran, dass er es einmal weit schaffen konnte und vielleicht in die Fußstapfen seines Vaters trat. Hier und jetzt konnte er das sogar beweisen; Vor ihnen ragte immer höher ein großes Gebirge auf, das ihm bald den Atem verschlug.
„ Meinst du wir müssen da komplett drüber?“, hauchte er atemlos und wurde kurz etwas langsamer. Vielleicht konnte Sylar ihnen ja zeigen, wie sie es am Besten dort hinauf schafften. Und wenn nicht, dann könnte es vielleicht Gin oder Fael. Das würde Sylar zwar sicher nicht so passen, aber Deimos wusste, das er sich ebenso gut auf die beiden verlassen konnte, wie auf seinen Zwilling. Und sie waren zusätzlich einfach nicht ganz so anstrengend, wie Sylar es sein konnte.

[Welpengruppe, spricht mit Sylar]

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22.09.2016 19:55 Forum: Rol­len­spiel

Alles ging so furchtbar schnell, Deimos hatte Mühe, die Situation irgendwie zu überblicken. Dementsprechend froh war er, das Fael sich tatsächlich dazu bereit erklärte, die Gruppe ein wenig unter seine Fittiche zu nehmen.
Der Schwarze blickte aufgeregt von links nach rechts und wartete auf irgendein Zeichen, im Gegensatz zu seinem Bruder wollte er die Reise bedacht angehen.
Gin schien die Gruppe zu sich herüber zu rufen, er hatte seine Schwester bei sich und schien das ganze ziemlich gut unter Kontrolle zu haben. Er wollte sich gerade an Fael wenden, um abschließend zu Gin zu stoßen, als sein Bruder ihm mal wieder einen Strich durch die Rechnung machte. Er benahm sich mal wieder derart ätzend, das Deimos sich wirklich fragte, ob sie von den selben Wölfen erzogen wurden. Seinem schnappen wich er Kopfschüttelnd aus und zeigte seinem Bruder dazu die Spitzen Milchzähne. Dies war nicht der Zeitpunkt für solche Dinge. Er machte sich gar nicht die Mühe, auf seine Sticheleien einzugehen oder sich gar zu rechtfertigen. Stattdessen sah er ihm seufzend nach, als er zu Gin voran trabte. Er war einfach unbelehrbar.
Etwas zerknirscht sah er zu Fael hinauf.
"Er kann auch echt nett sein...." sagte er, etwas weniger überzeugend als angedacht.
"ich würde ja sagen, er hats nicht so gemeint, aber... Naja" er wedelte beschwichtigend mit der Rute. Schließlich konnte er nichts für das Verhalten seines Zwilling. Schließlich straffte er seine Haltung und riss sich zusammen. Ein wenig Recht hatte Sylar ja auch. Er war schließlich kein Höhlenhocker mehr.
"Dann gehen wir wohl mal" sagte er noch, dann bewegte er sich zielstrebig auf Gin zu. Bei seiner Gruppe angekommen Schritt er erhobenen Hauptes an Sylar vorbei und begrüßte seine Schwester mit einem sanften stubser vor den Fang.
"Na das wird ein Abenteuer, oder?! sagte er aufgeregt zu ihr und sah dann zu Gin.
"Hallo, Gin. Ich bin froh, dass ihr uns begleitet" gab er zu und schenkte dem älteren ein aufrichtiges Lächeln.

[J3, Welpengruppe, kurz vor den Aufbruch]

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12.09.2016 19:49 Forum: Rol­len­spiel

Deimos war über den Stimmungseibruch noch nicht ganz hinweg, bekam aber nicht mehr viel Zeit, sich damit auseinander zu setzen. Denn ganz plötzlich wurde aus der spielerischen Umrundung des Rudelplatzes bitterer Ernst. Also zumindest erklärte Fael ihm das so, er selbst hätte den großen Vogel wahrscheinlich gar nicht bemerkt, darüber war er etwas verärgert. Er hatte offensichtlich nicht gut genug aufgepasst. Aber dafür lernte er ja auch von Fael. Die Bewunderung für den älteren Welpen kam langsam zurück, die finsteren Gedanken zwar nicht vergessen, aber immerhin verdrängt duckte er sich auf den Boden, um den Blicken des potenziellen Angreifers zu entgehen. Fael hatte schon recht, sogar Razca hatte ihm und seinen Geschwistern schon häufig erklärt, dass große Greifvögel eine Gefahr für sie darstellen konnten. Deimos konnte sich das zwar nicht so ganz vorstellen, war jedoch auch nicht wahnwitzig genug, es heraus zu finden.
Seine Ohren zuckten und er richtete sich ein wenig auf, als er das Wuffen hörte, welches Gin ausstieß, während er quer über den Rudelplatz auf sie zukam. Tatsächlich kam Deimos nicht umher, auch diesen silbernen jungen Wolf zu bewundern. Er machte noch mehr her als Fael, wirkte fast so stolz wie sein Vater Murdoch. Wow, ob er selbst auch mal seinem Vater so ähnlich würde? Wenn schon nicht die Fellfarbe die selbe war, dann ja vielleicht irgendwann seine Ausstrahlung? Der kleine Prinz zwang sich, solche Gedanken auf später zu verschieben, hier geschah etwas wirklich wichtiges und verdammt aufregendes!
Also nahm er seine leicht geduckte Haltung wieder an und wartete ab, was als nächtes geschehen würde. Was würden sie tun, sollte der Greifvogel wirklich einen Angriff durchführen? Wären die Fael und Gin in der Lage, sie zu beschützen? Schließlich war auch seine Schwester Eyrin bei Gin, hielt sich aber zum Glück ganz dicht an ihn, sodass Deimos nicht akut um ihr Wohl fürchtete.
Apropros! Er spitzte die Ohren und sah sich um. Waren alle seine Geschiwster in Sicherheit? Es schien so, doch noch bevor Deimos nach seinem bösen Zwilling ausschau halten konnte, platzte eben jener auch schon völlig unverfroren und unaufmerksam zu ihm und Fael. Seufzend schüttelte er den Kopf, ehe er sich zu seinem Bruder umdrehte, der endlich sein Tempo verlangsamte und die Ohren spitzte.
"Wir lernen hier, und dort vorn ist ein Greifvogel, pass auf, Fael sagt die können gefährlich sein, Razca hat das auch gesagt!" belehrte er seinen Bruder, wohl wissend, dass jener sich seinem Rat eh nicht annehmen würde. Aber immerhin waren Fael hier und auch Gin auf dem Weg, die würden schon acht geben auf seinen Großkotz.
Die Anspannung in seinem Körper stieg von Sekunde zu Sekunde, was hatten die Älteren nun vor? Ob sie den Vogel einfach verjagen konnten?! Aufgeregt pendelte Deimos Rute hin und her, wischte durch die leicht kauernde Haltung hin und wieder über den Boden.

Und dann, von einem auf den anderen Moment ertönte ein so machtvoller, kräftiger Laut, welcher Deimos automatisch zusammen zucken ließ. Damit hatte er nicht gerechnet. Verdutzt erhob er sich und sah sich um. Der Greifvogel hatte wohl auch nicht mit Tyreses mächtiger Stimme gerechnet, denn der machte sich zwar anmutig, aber dennoch zügig von dannen und wurde immer kleiner, bis er eins wurde mit dem dunklen, wolkenverhangenen Himmel. Deimos sah ihm noch einen Augenblick nach, dann lenkte ihn eine aufkommende Unruhe ab.
Er hatte garnicht mitbekommen, dass sein Vater sich in Bewegug gesetzt und den Rudelplatz überquert hatte.Aufmerksam wandte er sich ihm zu und lauschte dem, was er zu verkünden hatte. Nach und nach kam immer mehr Unruhe unter die Wölfe, und auch Deimos wurde nervös. Aufbrechen? Jetzt?? Nach Amdir? Aufgeregt blickte er zu Fael und sah ihn fragend an. "Wusstest du das, Fael?? Was machen wir denn jetzt? Können wir zusammen laufen?! Warst du schon mal in Amdir? Fragen über Fragen. Deimos hoffte inständig, das Fael ihm nicht mehr böse war und die Situation besser überblicken konnte, als er selbst. Er lauschte der Gruppeneinteilung seines Vaters, nach der er zusammen mit den jungen Wölfen und unter anderem auch Razca in der Mitte laufen sollte.
Wahrscheinlich war es dort am sichersten, und sein Vater wollte nur das Beste, versuchte er den aufkommenden Neid um die Wölfe in der Vorhut zu unterdrücken. Er sah herüber zu Gin und seiner Schwester, wie würden sie damit umgehen? Und dann war da ja auch noch Sylar. Deimos war sich fast sicher, das er mit seiner Position in der Mitte nicht einverstanden war. Vorsorlgich wandte er sich deswegen an ihn.
"He Bruderherz, laufen wir auch zusammen? Was meinst du, wird der neue Rudelplatz was hermachen?!
Er hoffte, das er sich auf das Gespräch einließ. Außerdem war er wirklich aufgeregt und neugierig, was sie in Amdir erwarten würde, und Sylar musste es da doch eigentlich ähnlich gehen, oder? Schließlich kannte er den Ort auch nicht. Aber bei dem großen Zwilling konnte man sich nie ganz sicher sein.
Wie dem auch sei, anscheinend ging es genau jetzt los und Deimos machte sich bereit, um sich mit Fael und hoffentlich auch Sylar in die Gruppe einzuordnen.

[J3, kurz vor dem Aufbruch, Fael & Sylar (Gin und Eyrin)
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25.08.2016 19:49 Forum: Rol­len­spiel

Deimos bekam deutlich zu spüren, wie die Stimmung zwischen den beiden Jungen kippte. Unbehagen machte sich in ihm breit und sein quierliges Umherhüpfen wich einem verhaltenen neben Fael herumstehen. Er hatte ihn sicher mit seinen Gedanken zu den Rebellen verärgert, und obwohl er das nicht richtig begreifen konnte wusste er, dass er mit seinen ausgesprochenen Gedanken wirklich vorsichtiger werden musste. Nun aber war er einmal zu weit gegangen und musste mit dem Schlamasel leben. Dabei bewunderte er Fael doch so sehr! Es missfiel ihm, nun dessen Missgunst auf sich gezogen zu haben und er konnte damit nicht richtig umgehen. Daher entgegnete er nichts auf Faels knappen Worte, sondern schrit nur wortlos ein paar Schritte um den Älteren herum, sah nicht einmal mehr zu ihm hoch. Was für eine blöde Situation, das machte überhaupt keinen Spaß! Enttäuscht stieß er ein leises Schnauben aus. Was war so verkehrt daran, die Dinge zu hinterfragen? Er hätte wissen müsssen, dass der Silberprinz mit seinem Pflichtbewusstsein Deimos denken nicht für gut heißen würde. Der schwarze Welpe spürte förmlich, wie trotzige Bockigkeit langsam von ihm Besitz ergriff.
Als Fael dann erneut das Wort ergriff, hörte er ihm zwar zu, war aber kaum noch im Stande, dieses altkluge Gerede wirklich aufzunehmen. Irgendwo klang es ziemlich sinnvoll, was Fael erzählte, aber Deimos hatte nun einfach keine Lust mehr, sich mit solchen schwierigen Dingen auseinander zu setzen. Der Ältere Wolf verstand es jedoch, so manipulierende Worte zu sprechen, die dem Welpen ein schlechtes Gewissen machten. Seufzend ließ er die Ohren hängen und erhob sich, als Fael dies ebenfalls tat.
Er wusste immer noch nicht, was er sagen sollte, hatte vor allem aber Angst, noch einmal etws falsches zu sagen. Natürlich würde er den schweren Weg wählen, nun da Fael ihm so deutlich gesgat hatte, wie schlecht es war Spaß zu haben. Irgendwann würde er sicher noch mit Gin spielen können, der Tag hatte noch ein paar Stunden und Gin würde ihm auch nicht davon laufen, so hoffte er zumindest.
"Ja, ich komme mit" antwortete er Fael knapp und machte sich bereit, dem Älteren weiter zu folgen. Dabei memühte er sich, gegen seine kindliche Bockigkeit anzukämpfen, und sich erneut auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Er sah sich um und schüttelte den Ärger aus seinem Fell, atmete einmal tief durch und sah Fael dann das erste mal wieder an.
"Also hier scheint mir die Luft rein zu sein, Chef!" stellte er fest und musste auch schon wieder grinsen.
"Wenn du also bereit bist, dann los, zeigen wir allen wie wichtig uns das Wohl des Rudels ist!" dieser Gedanke motivierte ihn tatsächlich wieder und er tapste einmal um Fael herum, um mit ihm losgehen zu können.

[J3 , Fael , zum Aufbruch bereit]

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22.08.2016 19:16 Forum: Rol­len­spiel

Fael hatte so selbstsicher und selbstverständlich geantwortet, dass Deimos ihm zu gern einfach zugestimmt hätte. Natürlich klang das ziemlich logisch und einleuchtend, und wahrscheinlich konnte man wirklich nichts akzeptieren, was die eigene Heimat gefährdete. Aber was wollten die Rebellen denn ausrichten, sie waren sooo viele Wölfe, selbst er kleiner Knirps wusste, dass ein Kampf da völlig unsinnig wäre. Also wenn dem so wäre und die Rebellen so schlau wie ein kleiner Welpe, würden sie sein Heimatrudel nicht angreifen. Das wiederum bedeutete doch vorerst, dass von ihnen keine akute Gefahr für das Leben seines Rudels ausging, oder?! Deimos war völlig verwirrt und verunsichert. Wahrscheinlich sah man ihm das auch an, er konnte seine Gefühle längst nicht so gut verbergen, wie seine ausgewachsenen Artgenossen. Oder konnten die Rebellen gar mehr Wölfe sein, als sie selbst?! Nein, das konnte er nicht glauben, oder? Im Grunde hatte er außer den Nightfalls noch kein anderes Rudel kennen gelernt, wer weiß wie groß die so im Durchschnitt waren?
Deimos wollte Fael zu gern all diese Dinge fragen, doch so recht traute er sich nicht, darauf loszuplappern. Vor allem nicht, als er Faels tadelnden Blick bemerkte. Er bemühte sich um einen beschwichtigenden Blick, ehe er nochmal seine Gedanken ordnete und schließlich mit leiser Stimme antwortete.
"Naja, ich glaube so richtig verstehe ich das alles noch nicht. Aber ich hoffe ich bekomme keinen Ärger, wenn ich solche Dinge frage. Papa hasst diese Rebellen wirklich sehr und ich verstehe einfach nicht, wieso. Ich würde soo gern ein paar von ihnen kennen lernen, dann würde ich vielleicht verstehen warum man sie hassen muss." erklärte er. Fügte dann aber noch eilig hinzu. "Aber ich weiß das Papa das nie zulassen würde und man das nicht darf!

Hoffentlich hatte er jetzt nicht schon wieder etwas falsches gesagt, er wollte Fael nicht weiter verärgern, schließlich sollte er doch sein super cooler Verbündeter werden! Seine Rute pendelte hängend von links nach rechts, als er den folgenden Worten von Fael lauschte.
Yanthan konnte ihnen nichts sagen? Oh, na wenn er das hören würde. Deimos kicherte leise in sich hinein. Aber im Grunde klang das, was Fael sagte ziemlich einleuchtend. Sein Vater war der Chef und solange er niemandem irgendeine Macht gab, hatte auch niemand irgendeine Macht. Ziemlich einfach soweit. Yanthan glaubte aber trotzdem, der Mächtigste von allen zu sein. Vielleicht musst eer mal jemanden treffen, der ihm die Stirn bot? Sicher würden das aber nicht er oder Fael sein. Er dachte eben noch über Yanthans Macken nach, als Fael auf seine Frage zu Gin antwortete. Seine kurze, knappe Antwort war so präzise, dass sie Deimos fast erstaunte. Fehlerfrei? Wow, was musste das ein toller Wolf sein! Auf Deimos Zügen breitete sich ein dickes Grinsen aus.
"Das Gin so ein toller Bruder ist, wussste ich gar nicht! Du musst ihn mir unbedingt mal vorstellen, ich möcht eihn kennen lernen! Unbedingt, Fael!" rief er begeistert aus und hüpfte ein paar mal auf der Stelle, ja drehte sich glatt im Kreis vor lauter Aufregung.
Fael erinnerte ihn während dessen noch an die eigentliche Aufgabe und Deimos folgte brav und lernwillig. Er musste doch auch so ein guter Wolf werden, unbedingt! Wenn Gin so perfekt war, durfte er sich doch in seiner Gegenwart keine Fehler erlauben. Sein Blick lag noch auf Fael, als er darüber nachdachte wie perfekt er eben jenen schon fand. Wie konnte Gin da noch besser sein? Fael war so klug und erwachsen... Er war wirklich gespannt auf Gin und hoffte, Fael würde seiner Bitte nachkommen und ihm seinen Bruder mal genauer vorstellen. Bisher hatte Deimos nur flüchtigen Kontakt zu ihm gehabt, und ihn auch gar nicht so wirklich wahr genommen. Aber wenn er so ein spannender Wolf war wie Fael, hatte er da wohl eine Menge verpasst.
Und plötzlich erblickte er Gin und seine Schwester – sie schienen ebenfalls um den Rudelplatz zu patrouillieren. Seine Augen wurden ganz groß und er rannte völlig außer sich ein paar mal um den Silberprinzen herum. "Fael, Fael guck doch mal, dahinten kommen sie!! Oooh, können wir mit ihnen spielen, wenn wir fertig sind? Das wäre doch toll, oder?!" plapperte er begeistert und hüpfte voller Energie um den Älteren herum. Zugegeben, er tat sich nun schwer, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren, obwohl er doch so gern etwas lernen würde. Noch eine Runde, nein zwei hüpfte er noch um den Älteren herum, dann konnte er sich langsam wieder zur Ruhe zwingen, und ließ seinen Blick über den Rudelplatz schweifen, auf dem immer noch nicht mehr los war, als vorher auch.
Trotzdem würden sie ihre Aufgabe erst beenden müssen, soviel hatte Deimos natürlich schon verstanden.

[J3 , Fael , spricht mit ihm, geht weiter und erblickt Gin und Eyrin]

Thema: Charakterkartei
Deimos

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19.08.2016 21:05 Forum: In­for­ma­tio­nen

Huhu liebes Team Smile
Ich wollte mich mal ganz unverbindlich nach Vivani erkundigen.
Zwar steckt niemand fest und ihr Auftreten ist nicht zwingend erforderlich, doch wächst in mir der Wunsch nach einem zweiten Charakter und ich würde Vivani gern nutzen um mir und auch euch zu beweisen, dass ich den Anforderungen von zwei Charakteren mittlerweile gerecht werde. Smile
Würd mich freuen, wenn wir das so vielleicht probieren könnten, eben durch die Sicherheit das Vivani kein wichtiger Charakter ist, sollte es wieder Erwarten doch nicht so gut klappen.
Was sagt ihr? x)

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18.08.2016 16:37 Forum: Rol­len­spiel

Deimos konnte garnicht verstehen, wieso Fael so wenig um seine Fähigkeiten und Talente gab. Er für seinen Teil fand den Silberprinzen wahrlich beeindruckend, doch es schien fast, als würde jener eher missmutig hinnehmen, dass er einfach tat was man ihm sagte?! So ganz konnte der junge Welpe das alles mit Sicherheit noch nicht verstehen. Aber es missfiel ihm, das Fael so wenig stolz auf sich war. Aber wie dem auch sei, es bot sich für den Kleineren keine Gelegenheit mehr, dagegen vorzugehen und dem Älteren all seine Vorzüge offen zu legen. Aber Fael würde den Zwilling sicher nicht davon abbringen, wahrlich das in ihm zu sehen, was er zuvor gesagt hatte.
Fael wechselte so galant das Thema, dass es dem Jüngeren kaum auffiel und er sich gedanklich nicht länger mit der eigenartigen Situation befasste. Seine Augen begannen zu leuchten, seine Brust hob und senkte sich voller Anspannung und Aufregung, als Fael ihm seine Zukunftspläne präsentierte. Zuerst klang das alles super ober genial, doch dann schwand das Grinsen aus Deimos Zügen und er legte den Kopf schief. Ohne nachzudenken sagte er dann, was hoffentlich niemand sonst zu Ohren bekam.
"Ach.. du willst den Rebellen auch den Gar ausmachen? Warum denn eigentlich? Kennst du sie?" in seiner Stimme schwang Enttäuschung mit, denn entweder kannte Fael die Rebellen und seine Hoffnung, dass jene gar nicht so schlimm waren war gleich dahin, oder er kannte sie eben auch nicht und nahm einfach die gemeinläufige Meinung des Rudels an. Warum zur Hölle nur tat Deimos sich so schwer damit?! Schier jeder Nightfall schien die Rebellen zu hassen, doch ausgerechnet er, einer der Alphasöhne, musste alles in Frage stellen. Er war sich sicher, er würde für so eine Frage wie er sie Fael stellte von seinem Vater mächtigen Ärger bekommen. Und plötzlich wurde ihm klar, was er da eben gefragt hatte. Konnte er Fael schon so weit vertrauen, um ihn so tief in sein Inneres sehen zu lassen? Oder hatte er eben einen riesen Fehler begangen und der Silberprinz würde ihn gleich in die Pfanne hauen. Aber im Grunde hatte er doch nichts schlimmes gesagt, oder? Jedenfalls wollte er jetzt nicht mehr im Kämpfen ausgebildet werden. Sein Rudel zu verteidigen und es zu bewachen erschien ihm sinnvoll und wichtig, aber diese Sache mit den Rebellen? Er hatte noch nie einen derart bösen Wölf erlebt, wie diese Rebellen scheinbar sein mussten. Eher geistesabwesend bekam er mit, wie Fael nach seinen Ohren schnappte und rutschte so langsam wieder in die Realität zurück. Spielen? Es dauerte etwas, bis die Aufforderung bei ihm ankam, und als er darauf reagieren wollte, war es schon zu spät. Fael fuhr mit seinen Zukunftsvisionen fort und in Deimos Ohren klang der Rest von seinen Plänen wirklich gut. Yanthan und Gin.. Ja, da hatte er recht. Mit den beiden an ihrer Seite wären sie sicher ein unschlagbares Team. Aber ob man Yanthan zu einem Teamplayer machen konnte? Deimos verzog das Gesicht zu einem schiefen Grinsen.
"Du meinst, drei supercoole Wölfe unter dem Kommando von einem.... noch supercooleren? Ich glaube nicht das Yanthan einer von uns sein will. Er findet sich immer viiiieel toller als alle anderen. Manchmal ist das ganz schön anstrengend. Aber so ist er eben. Findest du an Gin auch irgendwas blöd?" fragte er schließlich nach. Es interessierte ihn brennend, ob andere Geschiwster auch solche Differenzen hatten, wie er und sein Zwilling manchmal. Die finsteren Gedanken über böse oder nicht böse Rebellen hatte er längst wieder verdrängt und sponn sich nun wieder wahnsinnig spannende Zukunftsideen zusammen.
"Aber ich wette trotzdem, wir würden es allen zeigen die unserem Rudel zu nahe kommen! Weil wir nämlich alles so genau beobachten und dann später immer als erstes die Eindringlinge entdecken, die unserer Familie etwas böses wollen. Und die, ja DIE machen wir dann fertig!" plapperte er begeistert los und schlug mit einer Vorderpfote gegen Faels Vorderläufe. Sein Ziel war zwar dessen Brust gewesen, aber so richtig bis dahin kam er dann irgendwie doch noch nicht.

[J3, Fael, verplappert sich etwas, findet aber in seine Spur zurück]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
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07.08.2016 09:58 Forum: Rol­len­spiel

Es war wahrlich erstaunlich, wie viel Geduld der ältere Welpe im Umgang mit dem Alphasohn an den Tag legte. Auch, wenn Deimos das nicht so wahrnehmen konnte, war er dennoch dankbar um Faels scheinbar ungeteilte Aufmerksamkeit. Allein deswegen empfand Deimos es als seine Pflicht, dem Silberprinzen genau zuzuhören, als er sein Tun erklärte. Außerdem wollte er nach wie vor die Dinge von ihm erlernen, in denen Fael ihm wegen seines Alters bereits vorraus war. Trotzdem kam er nicht umher, zuzugeben dass er nicht alles ganz genau verstanden hatte.
"Das heißt, du passt auf das niemand verloren geht oder jemand fremdes in unser Revier eindringt?!" fasste er fragend zuammen und war erstaunt, wie viel Verantwortung Fael schon mit sich tragen durfte.Vor lauter Spannung trippelte er aufgeregt von einer Pfote auf die Andere, während er darauf wartete, dass Fael fortfuhr.
Als jener ihm dann bedeutete, ihm zu folgen war er stolz wie Oscar, dass er ihm bei dieser scheinbar wichtigen Angelegenheit helfen konnte. Jedoch stellte sich schnell heraus, dass das Ganze weniger einfach war, als Deimos geglaubt hatte. Denn so langsam Fael seine Pfoten auch voreinander setzte, der Kleinere hatte wahrlich Mühe mit seinen viel kürzeren Beinchen mitzuhalten. Hastig trabte er dem Älteren hinterher, bis er endlich ein Tempo gefunden hatte, welches sich dem des Silberprinzen einigermaßen anglich. Schließlich erklärte Fael seine Patroulie genauer und der schwarze Alphasohn war tatsächlich ein wenig erleichtert. Also war das hier im Grunde nur eine Übung für die tatsächliche wichtige Angelegenheit, nämlich die der Reviergrenzen Kontrolle. Jetzt verstand Deimos den Älteren langsam besser und ein breites Grinsen legte sich auf seine Züge.
"Achso! Du scheinst ganz schön klug zu sein, dass du all diese Dinge schon weißt. Ich finde es toll, dass du ein Auge auf alle hast. Grade jetzt, wo Papa so beschäftigt und wütend ist" stellte er fest und vermied es, erneut zu seinem Vater herüber zu sehen. Er würde seinen Blick ohnehin nicht erwiedern und Deimos war diese Nichtbeachtung langsam leid. Da war ihm Faels Gesellschaft 100 Mal lieber, dieser beschäftigte sich wenigstens mit ihm und konnte ihm ein paar wichtige Dinge erklären. Kurz überlegte er, ob Murdoch, welcher ja sein Vater war, ihm all das erkärt hatte und wenn ja, warum Tyrese sich diese Zeit nicht nahm. So jung waren er und seine Geschwister doch nun auch nicht mehr, zumindest fühlte Deimos sich mega-bereit, all die wichigen Dinge zu lernen.
Mit erhobenem Kopf und stolzen Schrittes trabe er also neben seinem frisch ernannten Idol her und versuchte, den Rudelplatz zu beobachten. Doch es viel ihm schwer, sich nicht von raschelnden Bäumen und Sträuchern, oder dem brummenden Donnergrollen zwischendurch ablenken zu lassen, das war doch alles so furchtbar interesant!
Deswegen war er froh, als Fael erneut das Wort ergriff und er sich darauf konzentrieren musste. Kämpfen lernen? Er erinnerte sich erneut an das Spiel, welches sie ausgefochten hatten kurz bevor die Erwachsenen zurück kamen. Wäre das nicht genau das Richtige, um das Kämpfen zu lernen? Der kleine Zwilling hatte keine Vorstellung davon, was man darüber groß lernen konnte. Der Nachsatz Faels ließ den Jüngeren jedoch viel mehr aufhorchen. Der Silberprinz glaubte wirklich, er würdce niemals gut genug sein?! Wie gut wollte er denn noch werden? Fael war in Deimos Augen der absolute Vorzeigewelpe. Er machte keinen Blödsinn, beobachtete das Rudelgeschehen und war somit wirklich nützlich. Was wollte er denn mehr? Deimos beschloss, dass er nun an der Reihe war, Fael etwas zu erklären.
"Aber Fael, schau doch mal wie gut du schon bist! Ich wäre gern so gut wie du, du bist klug und passt auf und kannst Sachen genauso erklären wie die Erwachsenen auch. Ich weiß zwar nicht, was du am Kämpfen noch lernen willst, aber ich bin sicher wenn es darum geht, aufmerksam zu sein um es lernen zu dürfen, bist du der nächste der an der Reihe ist!" erklärte er Freudestrahlend mit leuchtenden Welpenaugen.
"Boah, und dann, und dann...!" seine Stimme übershclug sich bald vor Aufregung "Dann wenn du das alles lernst passe ich solange auf das Rudel auf, wenn du mir das gezeigt hast! Und dann, dann kann ich das Kämpfen vielleicht auch lernen. Aber was lernt man denn da?" er konnte nicht anders, als voller Freude um den Älteren herum zu springen und ihn dabei spielerisch mit den Pfoten anzustubsen
"Man, wir wären ja so ein cooles Team!" stellte er fest und duckte sich sogleich er es ausgesprochen hatte. Hoffentlich hatte Yanthan das nicht gehört, der würde ihm sicher die Hölle heiß machen. Er kicherte leise, es machte ihm Spaß seinen Zwilling zu ärgern, aber er wollte es bei solch wichtigen Angelegenheiten nicht darauf ankommen lassen, dass Yanthan ins Geschehen platzte und Fael danach womöglich nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte.

[J3, Fael, hört ihm zu und ist völlig aus dem Häuschen]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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03.08.2016 19:41 Forum: Rol­len­spiel

Nicht lange hatte er auf eine Reaktion und Antwort von Fael warten müssen. Der Silberprinz hatte ihm augenscheinlich gern seine Aufmerksamkeit geschenkt und Deimos freute sich über eben jene. Er legte den Kopf schief und blickte den älteren aus wachen, aufmerksamen Augen an. Einmal mehr stellte er fest, dass Fael wirklich groß war und noch dazu eine echt abgefahren auffallende Fellfarbe hatte. Ganz wie sein Vater Murdoch, der ja treuer Freund und Beta seines eigenes Vaters war. Kurz glitt sein Blick über den Rudelplatz, um Tyrese auszumachen. Er schien sich mit seiner Ziehmutter Razca zu unterhalten. Einen Augenblick lang schlich sich ein schmollender Ausdruck auf seine Züge, schließlich durften sie in letzter Zeit fast garnicht zu Papa, und ihre Mutter schlich sich einfach so zu ihm. Das war doch unfair! Der kleine Zwilling verstand zwar, dass er seinen Vater nicht stören sollte, schließlich dachte er viel nach und war auch sonst nicht so gut gelaunt. Bevor er sich also einen ordentlichen Rüffel einfing, hörte er lieber auf das was ihm Razca riet.
Schließlich aber huschten seine Gedanken wieder zurück zu ihrem Ursprung. Fael hatte ihm eben gesagt, er würde aufpassen. Aber worauf denn? Er sah sich um, konnte aber nichts entdecken außer mies dreinschauende oder schlafende Wölfe, die er nicht einmal ansatzweise alle kannte. Aber Fael, den kannte er bereits und den mochte er auch, er schien zwar etwas ernst zu sein, aber dafür wirklich nett und vor allem bewunderte Deimos sein Wissen. Denn er schien wirklich ein cleverer junger Wolf zu sein, jedenfalls machte er nicht den Anschein als stünde er seinem Zwilling Yanthan in irgendwas nach - eher im Gegenteil. Yanthan war so furchtbar fies zu allen möglichen Wölfen und so arrogant. In Gedanken schüttelte er den Kopf. Um mal zu werden wie ihr Vater musste er sicher noch viel lernen. Tyrese schien viel besonnener zu sein, als Yanthan es war. Vielleicht lag das aber auch einfach an ihrem Alter. Und überhaupt, so war er nunmal und so liebte er ihn. Für immer und immer, da war Deimos sich sicher. Niemals könnte irgendetwas oder irgendjemand einen Keil zwischen sich und seinen Zwilling treiben. Yanthan würde eines Tages die Nightfalls anführen und Deimos würde ihm dabei helfen. Das war der Plan, jetzt mussten sie nur noch endlich groß werden um ihn umzusetzen und ihren Vater überzeugen, dass sie eines Tages seines Postens würdig waren. Erneut viel sein Blick af Fael. Er wäre sicher ein ebenso guter Berater wie sein Vater es jetzt für Tyrese ist. Er würde Yanthan später mal vorschlagen, ihn mit ins Leader-Team zu nehmen. Das würde ihn sicher erstmal ärgern, denn Fael war einer jener Wölfe, die sicher gut in Yanthans Feind-Bild passten. Er war größer, älter, und der Sohn des Betas, der Silberprinz. Deimos freute sich jetzt schon auf die Rangelei, die sein Vorschlag auslösen würde.
Nun aber hatte er Lust, etwas von Fael zu lernen.
"Aber auf was passt du denn auf? Möchtest du nicht viel lieber etwas spannendes machen? Ich mein, das ist doch ziemlich langweilig, oder? überlegte Deimos laut und löcherte den Älteren mit fragenden Blicken.
"Hat dein Papa dir gesagt das du das machen sollst? Meiner hat garkeine Zeit für mich und spricht garnicht mit uns..." ein trauriger Ausdruck huschte über seine Züge, welcher aber schnell wieder verschwand als er weiter sprach.
"Ja, ich komme mit und helfe dir! Zu zweit wird das sicher prima!" Aufgeregt machte er zwei, drei kleine Hüpfer, Ohren und Rute wippten dabei rhythmisch auf und ab, die Lefzen zu einem breiten Grinsen verzogen.
"Los, gehen wir!" rief er und rannte los. Nur um wenige Meter später stehen zu bleiben und zurück zu laufen. "Warte, wie geht das überhaupt genau?" fragte er und legte den Kopf ein weiteres mal auf die Seite. Wenn sie aufpassen wollten, hatte er sicher das falsche Tempo angeschlagen. Auch, wenn er immer noch nicht so ganz verstanden hatte, worauf Fael nun genau aufpasste. Aber vielleicht würde er ihm das ja gleich noch erklären. Schließlich wollte er hier ja auch was lernen.

[J3 / Fael / Löchert ihn mit Fragen und möchte von ihm lernen]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Deimos

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01.08.2016 19:28 Forum: Rol­len­spiel

Verflixt, war das langweilig! Deimos rollte genervt über seinen Rücken, nur um dann seufzend auf selbigem liegen zu bleiben. Seit sein Vater und die Anderen zurück gekehrt waren, hing der Haussegen ganz schön schief. Tyrese hatte sich kaum Zeit für ihn und seine Geschwister genommen und das ging nun schon eine ganze Weile so. Razca vertröstete ihn auch immer nur auf später und ließ fast garnicht mehr zu, dass die Welpen zu ihrem Vater gingen. Das war so unfair! Natürlich entging dem jungen Alphasohn die angepannte Stimmung im gesamten Rudel nicht, doch was konnte er denn dafür? Was nützte es ihnen denn, wenn sie alle nur miese Stimmung verbreiteten?
Und überhaupt, er verstand das ganze Problem nicht. Die Rebellen waren fort, sein Vater hasst die Rebellen... dann müsste doch nun alles gut sein?
Wenngleich der schwarze Bursche nicht umherkam, das Verschwinden des fremden Rudels etwas zu bedauern. Tief in ihm hatte doch stets die kleine, stumme Hoffnung gekeimt, die Fremden einmal kennen zu lernen. Wie er sich doch danach sehnte, sich ein eigenes Bild von den verrufenen Rebellen zu machen. Der Hass um ihn herum drohte den kleinen Welpen immer wieder zu erdrücken, doch stets strampelte er sich frei aus den finsteren Gedanken und der finsteren Stimmung um ihn herum. Häufig spielte er mit seinen Geschwistern, um sich abzulenken. Es schien bald, als wären er und seine Geschwister die einzigen, die dem Alltag noch etwas das graue Kleid entreißen konnten.
Grau... sein Blick glit in den bewölkten Himmel. Ja wirklich, er spiegelte die Stimmung im Rudel perfekt wieder. Erneut seufzte er, ehe er sich auf die Seite fallen ließ und sein Blick auf Fael viel, der bald ebenso ernst wie die Erwachsenen über den Rudelplatz marschierte.
Deimos Rute schlug freudig über den Boden, als er sich an seine letzte längere Auseinandersetzung mit dem Silberprinzen erinnerte. Im Grunde war es das letzte mal gewesen, dass sich der Rudelplatz unbeschwert und leicht anfühlte. Denn als sie ihren spielerischen Kampf ausfochten, kam Tyrese zurück und die Stimmung im Rudel war scheinbar unwiederbringlich gekippt. Bis heute. Dabei war es schon so lange her... Nein, das konnte so nicht weiter gehen!
Er beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, immer nur mit den eigenen Geschwistern Stimmung machen, reichte einfach nicht mehr. Etwas unwirsch erhob der kleinere Zwilling sich und schritt zielstrebig auf Fael zu, den er eben noch beobachtet hatte. Erhobenen Hauptes marschierte er zu ihm und stellte sich ihm grinsend in den Weg.
"Fael!" rief er freudig und sprang ein paar mal vor dem Älteren auf und ab, streifte dabei mit seiner Pfote ein paar mal seinen Brustpelz. Der Silbergraue war wirklich groß geworden, Deimos staunte nicht schlecht darüber, wie weit er den Kopf in den Nacken legen musste, um ihn anzusehen.
"Was treibst du hier? Kann ich dir bei etwas helfen? Mir ist so langweilig und alle sind schlecht drauf und Papa kommt gar nicht mehr zu uns...." jammerte er und blinzelte den Rüden mit dem besten Welpenblick an, den er aufbringen konnte. Das musste ihn doch einfach schwach machen, oder? Er würde doch außerdem den Alphasohn nicht wieder fort schicken, oder? Gepannt wartete der Kleinere auf eine Reaktion Faels. Ob er eine Idee hatte, was sie tun konnten? Ob er ihm wirklich bei etwas helfen konnte? Oder ob er vielleicht wenigstens einfach nur so mit ihm spielte? Am liebsten aber würde er etwas nützliches tun. Oder... Oder das Gebiet außerhalb des Rudelplatzes erkunden! Auja, das wäre aufregend!
Seine Augen begannen zu funkeln, als hätte Fael schon irgendetwas in die Richtung gesagt, obwohl es dazu weder Anlass noch Indizien gab. Schnell also versuchte der kleine Rüde, auf den Boden der Tatsachen zu bleiben, auch wenn sein welpisches Grinsen wahrscheinlich nur so vor Abenteuerlust strotzte.


[J3, langweilt sich, sieht Fael und beschließt zu ihm zu gehen]

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