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Was bisher geschah ... Topinfos

#07 Plot

Der Druck steigt


# April, Frühling #
# Stark bewölkt, zwischendurch Donner #
# zwischen 10:00 und 12:00 Uhr #

Mit Anbruch des neuen Monats begann sich das Wetter sowohl in Nasval als auch in Amdir schlagartig zu wandeln. Es schlug teilweise einmal täglich um. Doch nicht nur das Wetter wandelt sich... Nach dem Flop der Nightfalls ist die Anspannung im Rudel groß gewesen. Niemand wusste, wie es weitergehen soll nachdem sie die Rebellen verpasst haben. Jedoch traute sich auch niemand Tyrese zu fragen, was sein nächster Schachzug sein würde. Die Stimmung war tagelang angespannt, denn auch der Tyrann selbst musste sich erst einmal einen neuen Plan überlegen. Niemand weiß bis jetzt, was den Nightfalls bevorstehen würde, doch die schwarzen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes. Momentan herrscht nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Rebellen ahnen noch immer nichts von den Geschehnissen bei den Nightfalls, jedoch spüren auch sie eine gewisse Anspannung in der Luft. Obwohl sicher war, dass das Unwetter nicht ewig pausieren würde, beschloss Gwydion, dass er mit seinem Sohn Chaske und Khazen aufbrechen würde, um die Grenzen Amdirs abzulaufen und die Gegend auszukundschaften.


Vergangene Plots

#05 Plot

Lichterspiel im Winterzauber


# Anfang Winter #
# windstill, bewölkt, kühl #
# späte Morgenstunden #

Schwere Verluste haben den Herbst in den Köpfen der Wölfe geprägt. Sowohl die Nasvalianer als auch die Rebellen haben Rückschläge erhalten. Die Rebellen verloren Eloa und auch den verschwundenen Beta Leiard. Die Nasvalianer verloren einander, so dass lediglich Nhor übrig blieb. Dieser ist nun ein Neuling bei den Rebellen. Neue Rekruten braucht die Rebellion. Zwischen all dem Trubel um die Begegnung mit den Nightfalls und den Verlusten, war untergegangen, dass Freya fort war. Niemand will bemerkt haben, warum und wohin die junge Fähe gegangen sei. Chaske nahm sich dieser Aufgabe an und stürzte sich in die Suche nach der Fähe. Sein Verbleib ist genauso ungewiss wie der von Freya und Leiard. Die Nightfalls verloren lediglich die Chance auf einen Sieg über die Rebellen. Doch auch bei den Nightfalls kam es zu einem Todesfall, denn nachdem Bevan Nhor bei seiner Flucht geholfen hatte, nahm Oshae die Schuld für die Flucht des Gefangen auf sich. Und so bestrafte Tyrese sie mit dem Tode. Oshae opferte sich, um Bevan zu decken. Dies wird wohl Bevans düsteres Geheimnis bleiben.
Doch trug der Herbst auch Früchte. Sharon schenkte den Rebellen zwei Welpen, deren Leben in die Obhut der Rebellion gegeben wurde. Während Sharon zwei wehrlose Welpen zur Welt brachte, wuchsen Lyras Welpen zu Kämpfern. Murdoch hatte genug Zeit, um seine Söhne zumindest ein wenig in die Welt eines Krieges eintauchen zu lassen. Während Lyra ihre Tochter auf das Jagen spezialisierte, um sie bei Tyrese gut dar zu stellen, wuchsen Gin und Fael in eine Richtung heran, die Lyra missfiel. Zum Ende des Herbstes begangen Iyiny und Tyrese zur Vermehrung der Krieger beizutragen. Der Tyrann höchstpersönlich würde seine ersten, eigenen Welpen ins Leben setzen, sobald der Winter vorüber war.
Seit dem Kampf zwischen Rebellion und Tyrannei sind 6 Wochen vergangen. Eine Zeit ohne Gewalt. Und dennoch geprägt von vielen Veränderungen. Der Herbst verlor all seine Blätter und nahm dabei einige Wölfe mit sich. Der Winter klopfte an der Tür, aber die vom Herbst verschlungenen Wölfe tauchten nicht mehr auf. Doch dieser Winter war anders. Ungewöhnlich mild und bisher ohne Schneefall. Vielleicht ein Zeichen der Götter? Möchte das Schicksal den Rebellenwelpen das Leben schenken? Für die Rebellen ist es ein gutes Zeichen, da ihre kleinen Schützlinge einen kalten Winter nur schwer überleben würden. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Rudels. Freya, Chaske und auch der Betarüde Leiard sind noch immer nicht zurückkehrt. Nur wenige glauben noch an ihre Rückkehr. Gwydion hat nicht nur einen weiteren Sohn ziehen gelassen, sondern auch einen guten Freund und Berater. Für die Nightfalls war der Winter kein Problem und brachte auch keine Sorgen mit sich. Gin, Fael und Nayara wuchsen tüchtig heran und waren auf ihren ersten Winter gut vorbereitet. Für die Gefährtin des Tyrannen galt nun Schonzeit, immerhin trug sie die Brut der Tyrannei in sich.
Kann man dem Schein eines ruhigen und milden Winters überhaupt trauen?

#04 Plot

Farbenspiel des Winds


# Anfang Herbst #
# leichter Wind, frisch, bewölkt #
# Mittags #

Dieser Herbst war ein ereignisreicher Herbst. Bei den Rebellen wurden Elín und Leiard zu Gwydions Unterstützung zu den Betawölfen des Rudels auserkoren. Und so widmeten sie sich ihren neuen Aufgaben. Während Leiard mit Khazen das neue Tal ein wenig unter die Lupe nahm, erkundigte Elín sich nach dem Befinden des neusten Mitglied der Rebellen: Eloa Tajou. Bisher war sie eher eine ruhige Begleiterin des Rudels, schien jedoch in Elín Gegenwart aufzutauen. Chaske erklärte sich selbst zum Beschützer Sharons und ihrer Welpen. Er versprach immer für sie da zu sein und über ihre Welpen zu wachen. Zugleich nahm er Reza, die offensichtlich mit Gwydion anbändelte, in die Fänge und versuchte mittels Provokationen sie aus der Reserve zu locken. Schnell wurde daraus eine Diskussion über die Liebe, welche zwar kein eindeutiges aber ein friedliches Ende gab. Gwydion hingegen plagte das Gefühl für Chaske kein richtiger Vater zu sein, doch Tinúviel bemühte sich ihren Vater zu motivieren und Chaske Zeit zu geben.

Nachdem Lyra ihre Welpen mehr oder weniger gut in der Höhle hinhalten konnte bis ihr Vater kommt, erfüllte dieser den Welpen ihren Wunsch nach draußen zu gehen. Im Licht der Sonne angekommen beantwortete Murdoch die Fragen seiner Welpen. So beschrieb er seine Aufgaben als Beta und zeigte den Welpen wer der Alpha ist, jedoch kam es noch nicht zu einem Kennenlernen. Als die Rudeljäger – jedoch ohne Harlequin – zurückkehrten, waren sie nicht allein. Sie brachten zwei Fremdlinge mit: Nhor und Celeste. Diese hatte Bevan bereits am See kennengelernt. Sowohl Bevan als auch die Nasvalianer waren froh sich einander wiederzusehen. Noch war den beiden nicht bewusst, dass sie gar keine Gäste, sondern Geiseln waren. Doch schnell wurde ihnen klar in welcher Situation sie sich befanden. Iyiny hingegen hatte ihre Freundin Ilyn aufgegriffen und sie zu Tyrese geführt, welcher diese ins Kreuzverhör nahm. Jedoch tat Ilyn auf unwissend und versuchte somit ihre Freunde zu schützen. Zugleich wagte sie es dem Tyrannen Widerstand zu leisten. Schnell flog die Lüge der Fähe auf und Iyiny erzählte vom Aufgriff der anderen zwei Nasvalianer.
Dieses Gespräch trug zwei Tage später seine Lorbeeren. Tyrese streifte in zwei Gruppen durch Nasval, jeweils mit einem Nasvalianer in der Hinterhand um eine Art Lockvogel für weitere Einheimische zu haben. Nhor wurde derweil bei den Nightfalls zurückgelassen. Dies war jedoch ein folgenschwerer Fehler, denn Bevan verhalf seinem Freund zur Flucht. Er wollte ihn nicht länger Leiden sehen. Dies blieb sogar unbemerkt. Lyra machte nämlich mit Nayara, Gin und Fael einen Spaziergang zur naheliegenden Blumenwiese. Leider musste Lyra ihren Ausflug schneller beenden als geplant, da Gin und Fael versuchten sich aus dem Staub zu machen. Der Rücktritt zum Rudel sollte eine Art Bestrafung sein. Dort angekommen bespaßten Tsume und Ragnarök die beiden Jungrüden. Lyra stellte Bevan ihre Tochter Nayara vor. Diese schlossen einen Band der Freundschaft.

Bei den Rebellen stärkten sich auch die Rudelbeziehungen. Chaske versuchte Sharon bei ihrer Sorge um Khazen zu trösten, während Deven und Reza sich näher kamen. Die trächtige Sharon und ihr neuer Beschützer bekamen unerwünschten Besuch durch eine Raubkatze, welche Chaske zu vertreiben versuchte.
Nachdem Dhiala von ihrem Dilemma berichtet hatte, schickte auch Gwydion zwei Suchtrupps aus. Er war gewillt der Einheimischen Hilfe zu leisten. Gwydion und Eloa trafen dabei auf Murdoch, Iyiny und der gefangene Ilyn. Im Laufe des Kampfes zwischen den gegnerischen Parteien, konnte Ilyn die Gunst der Stunde nutzen und die Flucht ergreifen. Nachdem Ilyn geflohen war, konnte Gwydion jedoch nicht verhindern, dass Murdoch Eloa tötete. Durch ein lautes Fauchen machte sich Besorgnis breit bei Gwydion, die ihn zu Flucht leitete. Schnell führte ihn dies zu seinem Sohn und Sharon. Gemeinsam mit Chaske vertrieb er die Raubkatze und kehrte mit beiden Wölfen zum Rudelplatz zurück. Er hatte ihnen bereits vom Tod Eloas gebeichtet und offenbarte ebenfalls, dass er schuld daran war. Am Rudelplatz angekommen wurde Gwydion regelrecht überfallen von Elín und musste ihr unangenehmer Weise selbiges beichten. Die Betafähe versuchte Gwydion seine Schuldgefühle zu nehmen. Auf seinen Wunsch hin suchte sie nach Reza. Als sie diese gefunden hatte, brachte sie Reza und auch Deven in eine missliche Lage. Diese schienen einander näher gekommen zu sein. Reza wurde zu Gwydion zurückgeschickt und kümmerte sich um ihren verletzten Helden. Deven wurde zur Jagd mit Elín verdonnert und gabelte bei dieser den geflohenen Nhor auf.

Tyrese, Abigail und Celeste bildeten die andere Gruppe. Während Celeste als Lockvogel voraus gehen sollte und die beiden Nightfalls zu den anderen Einheimischen führen sollten, unterrichtete Tyrese Abigail. Celeste versuchte die Nightfalls auf eine falsche Fährte zu locken, da sie Dhiala in einem Versteck bemerkte. Und bei ihr waren Khazen und Leiard. Nachdem Tyrese und Abigail jedoch Celestes Schwindel bemerkten, griffen diese die Fähe an. Überstürzt rannte Dhiala aus ihrem Versteck und versuchte Celeste zu retten. Noch ehe Dhiala ihre Freundin retten konnte, nahm Abigail Celeste das Leben. Khazen hingegen widmete sich dem Tyrannen selbst zu. Es kam zu einem blutigen Kampf. Auf beiden Seiten. Leiard versuchte Khazen zu helfen und schaffte es einen guten Moment abzupassen, in dem beide fliehen konnten. Nachdem sich Khazen und Leiard aus dem Staub gemacht hatten, widmete sich Tyrese den Kämpfenden – Abigail und Dhiala – zu. Schließlich musste auch Dhiala ihr Leben lassen. Während Khazen verletzt aber lebend beim Rudel ankam, war von Leiard keine Spur. Nachdem Khazen Gwydion Bericht erstattet hatte, ließ er sich von seiner Geliebten pflegen.


#03 Plot

Das Spiel mit dem Feuer


# Mitte Sommer #
# schwül, wenig Wind, kaum Wolken #
# Vormittags bis Mittags #

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber ist dem wirklich so? Über Amdir liegt ein fader Beigeschmack vermischt mit der Dunkelheit der Herzen der Wölfe. Sowohl über die Nightfalls als auch über die Rebellen hat das Schicksal sein Unheil gezogen. Ob die letzten Monate, in denen nichts sonderlich Auffälliges geschah, diese Wunden tatsächlich heilen kann, ist fragwürdig. Die Rebellen wurden nach ihrer Flucht von Freya und Chaske zum Lager begleitet, dort wurden alle Wunden so gut es nur ging versorgt. Auch die Wunden der Nightfalls wurden geleckt, so kamen sich Murdoch und Lyra erneut ein Stückchen näher.

Es sind ungefähr drei Monate vergangen seitdem sich Gwydion, Reza und Khazen einen blutigen Kampf mit drei Wölfen der Nightfalls geliefert haben, den nur der Betawolf Murdoch und sein Weggefährte Zetyr überlebten. Drei Monate ist die öffentliche Demütigung Oshaes durch den Tyrannen her. Doch ihre Wunden werden wohl mehr Zeit zur Heilung benötigen als alles andere. In den letzten drei Monaten hat sich nicht sonderlich viel getan. Jedenfalls hat sich keine Katastrophe oder ähnliches zugetan. Es war ja auch für beiderseits Rudel ziemlich turbulent in der letzten Zeit, so dass die letzten Monate zur Ruhe genutzt werden konnten. Die Einzelgängerinnen Sharon und Eloa Tajou wurden in das Rudel der Rebellen aufgenommen und haben sich von nun an eben so an die Netiquette zu halten wie die anderen Mitglieder auch.

Und so zog Frühling vor rüber. Sicher war der Frühling keine sonderlich heitere Jahreszeit für die Bewohner von Amdir, doch trug auch er Früchte, die gedeihen. So ist aus der kleinen verwirrten Welpin Izusa nun ein stattlicher Jungwolf mit eigenem Kopf geworden. Wird Tyrese sie rechtzeitig umpolen können? Ihre Neugierde im Keim ersticken? Sicherlich wird er nun viel Wert auf eine grundierte Ausbildung seiner Wölfe legen. Jetzt, wo er weiß, dass Gwydion überlebt hat und einen Widerstand plant. Ob der Tyrann von Amdir weiche Knie bekommt? Auch Gwydion müsste sich rüsten, nun wo doch sein Geheimnis um die Rebellion entlüftet ist. Doch all diese Dinge benötigen vor allem eines: Zeit. Und die Zeit bleibt nicht stehen. Sie rennt weiter. Genauso wie das Schicksal. Und das meint es bekanntlich nicht gut mit den Wölfen aus Amdir.

Nachdem nun der Frühling von dem Sommer abgelöst worden war, erstrahlte Amdir in seiner vollen Farbenpracht. Flora und Fauna wuchs und gedeihte. Doch dieses Jahr herrschte eine eher trockene Luft in Amdir und die dazukommende Hitze ließ ein nicht absehbares Unheil über das Tal herein. Das trockene Gras fing Feuer, welches sich blitzschnell verbreitet hatte.
Schnell hatten die Nightfalls das Feuer bemerkt und pure Panik war ausgebrochen. Tyrese und seine Betawölfe taten sich ungeheuerlich schwer die aufgebrachte Horde Wölfe zum Zuhören zu bewegen. Tyrese gab den Befehl dem vertrockneten Fluss zu folgen. Sie würden im benachbarten Tal Schutz suchen. Nur ungern verließ der Tyrann seine Heimat und sein Reich, doch das war ihm lieber als zu sterben. Und nach dem nächsten Regen könnte man sich anschauen, wie viel das Feuer zerstört hatte. So flohen die berüchtigten Nightfalls, von Panik und Aufruhr geleitet durch die Flammen am vertrockneten Flussbett entlang, in Richtung fremde Welt. Unwissend dass dieses Feuer bereits Opfer gefordert hatte. Hlín war mit zwei anderen Wölfen abseits des Flussbettes gefolgt. Hlín trennte sich jedoch von ihnen als ihm der Geruch eines Rebellen in die Nase stieß. Kilian. In dem Aufruhr hatte sich der Rebellenjüngling verirrt. Während Hlín die Gunst der Stunde nutzte, um den Sohn Gwydions zu töten, wurde er durch das Flammenmeer von seinen zwei Begleitern abgetrennt und vom Feuer verschlungen. Die beiden Begleiter Hlíns rannten Richtung Flussbett. Ihre Aufgabe war es nun Tyrese von dem heldenhaften Abgang seines Betas zu erzählen.
Noch bevor die Rebellen zur Jagd aufbrachen, bemerkten sie die dunklen Rauchschwaden am Horizont. Gwydion überlegte, ob das Feuer sie auch in die Berge verfolgen würde, doch selbst wenn die Flammen vorher ausgelöscht werden sollten, so wäre ihr Jagdgrund vom Rauch erstickt. Und so wies er an die Berge zu verlassen und gen Osten das Tal zu verlassen. Das Feuer verbreitete sich schnell. Ehe die Wölfe die Berge verlassen hatten, hatte das Feuer schon fast den Fuß des Berges erreicht. Die einzige Chance: Mittendurch. Die Rebellen mussten also durch die Flammen fliehen. Gwydion sagte ihnen, dass sie zur nächstgelegenen Gebirgslandschaft im Osten müssen. Dort würden sie sich treffen, sollten sie sich verlieren.

Man hörte öfter mal von einem benachbarten Tal namens Nasval in Richtung Osten, doch das einzige was den Wölfen nun blieb war die Flucht.

Zu dieser Zeit ahnten die Wölfe von Nasval noch nichts von alle dem. An der westlichen Grenze erkannte man zwar weitentfernte Rauschschwaden, doch war man sich sicher, dass diese nicht herüber nach Nasval ziehen würden. In Nasval war alles so wie immer und doch anders. Der Duft der Veränderung war klar. Und doch schien er schier ignoriert zu werden. Die Wölfe lebten nach wie vor in Freiheit und kannten nur das Gesetz ihrer Welt. In Nasval war die Konstruktion eines Rudels beinahe unbekannt. Die Wölfe lebten entweder alleine oder in einer Zweckgemeinschaft, die einem Rudel ähnlich sah, doch gab es dort keine Ränge und somit keinen Alpha. Sie trafen sie lediglich ab und zu zum Jagen, Geschichten erzählen und um das Bedürfnis nach Gemeinschaft- und Sozialbefinden notgedrungen zu befriedigen. Was kam auf die Wölfe in Nasval zu?

#02 Plot

Wandel der Zeit


# Ende Frühling #
# sonnig & eine frische Brise #
# Mittags #

Es sind 3 Tage vergangen seit dem das heftige Unwetter in Amdir getobt hat. Nun hat sich das Himmelsgemüt beruhigt, doch haben sich auch die Gemüter der Wölfe beruhigt? Noch immer sind die Folgen des Sturmes spür – und sehbar. So auch bei den Wanderern Vaneya und Akash. Erst vor kurzem kamen sie nach Amdir und haben direkt ein schlimmes Erlebnis mitbekommen. Durch den Sturm wurden sie getrennt und suchen nun einander. Vaneya irrt im Wald nahe der Gebirgskette in Amdir umher und sucht ihren Geliebten. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rudelplatzes der Nightfalls. Werden sie ihm helfen seine Geliebte zu finden? Wird Tyrese ihre Liebschaft zu seinen Gunsten nutzen? Werden Vaneya und Akash wieder zueinander finden? Doch nicht nur das mysteriöse Pärchen leidet unter den Folgen des Sturmes. Auch die Nightfalls haben Opfer. Alduin fand durch den Sturm seinen Tod und hinterlässt seine beiden Schwestern Aralil und Izusa. Nibiru Ea gilt nicht mehr als nur noch verschwunden, da ihr Körper gefunden wurde. Jedoch vollkommen leblos. Wie geht das Rudel mit diesen beiden Verlusten um? Aber vor allem wie wird Tyrese den Tod eines hochgeschätzten Mitgliedes und den eines wichtigen Nachzüglers wegstecken? Nahe der Gebirgskette befinden sich Khazen und Sharon. Wird er sie zu den Rebellen führen? Bei den restlichen Rebellen herrscht eher angespannte Stimmung, obwohl Gwydion mit seinen Jüngern sich im noch wohlbehüteten Lager in den Bergen zurückgezogen hat. Gwydion weiß erst seit kurzem von seinen Kindern und hat keine Zeit in die Vaterrolle hineinzuschlüpfen. Durch das Gewitter kam es zwischen Tinúviel und Gwydion auch zu keiner großen Aussprache.

#01 Plot

Flucht ins Glück


# Ende Frühling #
# Bewölkt, leichter Wind #
# Morgens bis Mittags #

Erst seit kurzem hat Gwydion sein geheimes Lager im Hochgebirge errichtet. Dort suchen die Rebellen gemeinsam Schutz vor den Nightfalls. Wie lange sie dort unentdeckt bleiben, ist fraglich. Sie legen jedoch viel Wert darauf, dass ihnen niemand folgt. Insbesondere da seit kurzem ein Paar zu den Rebellen gestoßen ist, welches Nachwuchs erwartet. Gerade aus diesem Grund steht deren geheimer Rückzugsort an höchster Stelle.

Bei den Nightfalls gab es bereits Nachwuchs. Nibiru Ea hat zum Ende des letzten Winters drei Welpen geboren. Auch deren Schutz hat hohe Priorität, schließlich muss die Wolfsarmee wachsen und gedeihen.

Werden die Rebellen in ihr Glück flüchten oder werden die Nightfalls dem Versteck auf die Schliche kommen?


Basisinformation

# Gründungsdatum 22. Januar 2013 #
# Eröffnungsdatum 26. Januar 2013 #
# Rollenspielstart 07. Februrar 2013 #

Rudelübersicht

# Insgesamt 35 Wölfe #
# Nightfalls 20 Wölfe
# Rebellen 13 Wölfe
# Einzelgänger 0 Wölfe
Karte » Nasval
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Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Abigail

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05.08.2017 22:34 Forum: Rol­len­spiel

Stumm lief die Nachtschwarze der kleinen Gruppe voran. Sie wollte das Ganze so schnell wie möglich hinter sich gebracht haben, um endlich für sich zu sein und vor allem das Alleinsein und die Stille genießen.
Während sie marschierte, dachte sie einen Moment lang an die zickige Begrüßung Razca’s, in der unüberhörbar ein eisiger Hauch mitschwang. Augenblicklich richtete sich ihr Nackenfell auf.
Was hatte sie eigentlich für ein Problem? Schließlich war Abigail nur hier, um sie und ihre Welpen sicher zu ihrem Alpha zu bringen und um ihnen Schutz bieten zu können. Das war jedenfalls ihre Aufgabe und alles andere interessierte Abi nicht. Wenn Razca damit ein Problem hatte, sollte sie sich bei Tyrese beschweren und Abigail in Frieden lassen. Diese arrogante Hexe.

Die Gruppe lief schweigend hinter ihr her und Abi genoss die Stille, die zu ihrem bedauern nicht allzu lange anhielt. Einer der Welpen, ein Rüde, kam auf sie zugestürmt und überschüttete sie regelrecht mit Fragen. Es schien fast so, als wären doch nicht alle zu erschöpft vom Abstieg des Berges. Leider. Genervt seufzte sie leise auf und schielte zu dem kleinen schwarzen Wicht hinunter. Merkwürdiges Kerlchen, er schien sie nicht zu kennen, zumindest ihren Namen nicht, und doch freute er sich ungemein, dass sie da war. Abigail musterte ihn leicht verwirrt. Ein leises Schmunzeln, das nur kurz auf ihren Lefzen weilte, konnte die Schwarze allerdings nicht unterdrücken. Er sah schon ziemlich putzig aus, wie er mit wedelnder Rute neben ihr her galoppierte und voller Energie wirkte.
Allerdings, Pech für ihn, Abigail konnte so gar nichts mit Welpen anfangen. Es gehörte schon gar nicht zu ihren Aufgaben sich um diese zu kümmern oder sie sonst in irgendeiner Weise zu bespaßen.

Zunächst ignorierte sie den Schwarzen, schließlich konnte er genauso gut seine Mutter fragen. Abigail wunderte sich, wieso er das nicht tat und lieber sie, Abi, damit nervte. Oder hatte er sie schon gefragt und keine Antwort erhalten? Das konnte sie sich nicht vorstellen. So waren Mütter nicht. Selbst Razca nicht.
Oder war etwas zwischen ihnen vorgefallen? Abigail warf der Anderen, die hinter ihr lief, einen kurzen, misstrauischen Blick zu. Wieder richtete sich ihr Nackenpelz auf. Irgendwie konnte sie Razca nicht ausstehen und diese Situation machte es nicht besser. Eher im Gegenteil. Würde sie den Welpen ihres Alphas etwas antun, hatte die Fähe ein großes Problem. Sie unterdrückte ein Knurren.
Ihr wurde bewusst, dass der kleine Rüde noch immer auf eine Antwort wartete und beugte sich leicht zu ihm hinunter, er würde ihre Ignoranz ihm gegenüber vermutlich eh nicht verstehen und einfach weiter bohren.
„Der Alpha hat gesiegt.“, grummelte Abigail ihm mit leisem Stolz in der Stimme ins Ohr. Das beantwortete immerhin einige seiner Fragen, zumindest nach ihrem Ermessen. Damit musste er sich zufrieden geben. Einen Moment musste sie an ihren Alpha, vor allem an sein entstelltes Gesicht denken. Die Welpen würden womöglich bei seinem Anblick erschrecken, aber würde es etwas ändern, wenn sie vorher davon wussten? Wahrscheinlich nicht.

Als Abigail bemerkte, dass der kleine Schwarze noch immer neben ihr her lief und seinen dünnen Hals reckte, um sie ansehen zu können, fragte sie sich gereizt, was er denn von ihr wollte, warum er hier bei ihr lief statt bei der Mutter. Weshalb er so begeistert schien Abigail zu sehen. Wartete er noch immer auf Antworten von ihr? Wieso lief er nicht bei Razca? Abi konnte ja nicht ahnen, was kurz vorher zwischen ihnen vorgefallen war.
„Abigail.“, brummte sie schließlich noch ihren Namen. „Und ich bin nicht höher gestellt als Murdoch.“, fügte sie nach kurzem zögern hinzu, in der Hoffnung, er würde sich zufrieden geben und zurück zu seiner Mutter gehen und Abigail in Ruhe lassen. Man sollte ihr nicht nachsagen können, zu viel mit den Welpen zu tun gehabt zu haben. Also schwieg Abigail, starrte gerade aus und marschierte weiter.

Kurze Zeit später erreichten sie das Rudel. Endlich! Endlich würde sie die Stille genießen und sich ausruhen können. Ihr Alpha würde sich sehr wahrscheinlich erst um die Fähe und die Welpen kümmern, bevor er überhaupt auf die Idee kam, sie für ihr Verhalten, dass sie ohne die Welpen weiter gegangen war, zu schelten.
Sie beugte sich hinunter und stupste den kleinen Rüden mit der Schnauze an. Verwirrt über ihre Geste beschleunigte sie ihre Schritte. Was sollte das? Abigail konnte nicht einmal beschreiben, was sie bedeutete. Bedeutete sie Abschied? Aufmunterung? Oder war es einfach eine liebevolle Geste? Abi schnaubte abfällig. Nein, letzteres konnte es definitiv nicht sein.
Beim Rudel angekommen, neigte sie an Tyrese gewandt den Kopf, um ihn zu begrüßen, blieb aber nicht einen Moment stehen. Sie bezweifelte, dass er etwas anderes wahrnahm, als die Andere und seinen Nachwuchs.
Abi eilte auch an den anderen Mitgliedern des Rudels vorbei, wollte einen möglichst großen Abstand zwischen sich und ihnen gebracht haben, wollte nicht mit ansehen, wie ihr Alpha die kleine Gruppe begrüßte, wollte nicht die Nähe zwischen ihnen sehen. Sie zog die Lefzen hoch, dass sich das Fell ihres Fangrückens kräuselte, ehe sie wieder ihre ernste Maske aufsetzte.
Sie ließ sich unweit vom Rudel nieder, ihre überanstrengten Muskeln dankten es ihr, denn sofort machte sich eine bleierne Schwere in Abigail‘s Gliedern breit. Es war ihr egal, dass der Boden kalt und matschig war, denn durch den Regen und den matschigen Weg war ihr Fell ohnehin schon komplett von Matsch durchzogen. Da machte es keinen Unterschied, wenn sie sich eine Weile hinlegte. Abi ging davon aus, dass ihnen zumindest eine kleine Pause gegönnt wurde, bevor sie einen geeigneten Platz suchen gingen.

Zwar lag sie nah genug, um nicht einsam, aber weit genug entfernt, um allein zu sein. Denn genau so mochte und brauchte sie es. Dachte sie zumindest und doch beneidete Abigail in diesem Augenblick diejenigen, die herzlich von jemandem aus dem Rudel begrüßt wurden. Denn ganz plötzlich fühlte sie sich doch sehr einsam und sie konnte nicht einmal sagen weshalb. Sie bezweifelte, dass es etwas ändern würde, läge sie näher bei den anderen. Sie seufzte leise.
Abi‘s Blick fiel auf den kleinen Rüden, der neben ihr her gelaufen war, und ein ungewohntes Ziehen machte sich in ihrer Brust breit. Mit einem verächtlichen Schnauben rollte sie sich zusammen, schloss die Augen und blendete alles, so gut es ging, aus.


[verwirrt wegen Yanthans Verhalten - "beantwortet" seine Fragen - bringt Razca und die Welpen zum Rudel - ruht sich unweit des Rudels aus]

Thema: Der Druck steigt - Plot 07
Abigail

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24.07.2017 21:02 Forum: Rol­len­spiel

Abigail führte ihren Trupp in konsequenter Stille voran. Seit sie vor gefühlten zwei Stunden das Siegesgeheul ihres Alphas vernommen hatte, drängte es sie zu ihm und dem Rest des Rudels zurückzukehren. Allerdings spürte sie auch die Erschöpfung ihres Trupps und wollte diesen nicht allzu sehr antreiben. Ihre eigene Erschöpfung, die sich in schweren Gliedern und Müdigkeit bemerkbar machte, ignorierte sie dagegen komplett. Für sie war es von höchster Priorität, die ihr anvertraute Gruppe zurück zu ihrem Alpha zu bringen.

Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, die sie liefen, bis sie endlich ihren Alpha und die anderen, nahe des Waldrandes, erblickte und steuerte direkt auf Tyrese zu. Beim näher kommen neigte sie ihren Kopf, um ihm angemessenen Respekt zu zollen, ihre Rute leicht hin und her schwingend, dann sah sie ihm ins Gesicht. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Blick sein, doch als sie Tyreses zerfetztes Gesicht sah, starrte sie ihn schockiert mit großen Augen an, ehe ein bewundernder Ausdruck in ihren citrinfarbenen Augen aufglomm, den sie nur wenige Herzschläge später hinter einer ernsten Maske verbarg. Schließlich sollte ihr Alpha nicht wissen, wie sehr sie ihn für seine Stärke bewunderte, denn er musste sicherlich höllische Schmerzen erleiden und doch saß er wie entspannt vor ihr und gab nicht ein einzigen Schmerzenslaut von sich. Außerdem war er immer noch derselbe, auch mit verunstalteter Gesichtshälfte. Als ihr bewusst wurde, dass sie ihn noch immer anstarrte, senkte sie augenblicklich den Kopf und besah sich den Erdboden vor ihren Pfoten.
Nur kurz darauf riss die kräftige Stimme Tyreses sie aus ihren Gedanken:

„Seid ihr vollständig? Wo sind die Welpen? Wo ist Razca? Wo sind die Welpen? Warum sind sie nicht bei euch?“

Natürlich. Die Welpen und die andere Fähe waren ihm wichtig. Wie hatte sie nur so dumm sein können, ohne sie weiter zu gehen? Ohne sie bei ihrem Alpha aufzukreuzen? Sie wusste doch, was die Welpen ihm bedeuteten. Wütend auf sich selbst biss sie die Zähne fest zusammen und ein leises brummen konnte sie nicht unterdrücken.

Aber eigentlich war sie doch gar nicht für die Welpen zuständig, oder? Hatte er ihr das nicht sogar selbst gesagt?
Nein, das war nicht ganz richtig, er hatte ihr dir Gruppe samt Welpen und der anderen Fähe anvertraut. Und sie, Abigail, hatte versagt, in dem sie ohne sie hierherkam. Was sagte das über Abigail aus? Was zeigte sie ihrem Alpha durch ihr Verhalten? Dass sie nicht fähig war, von ihm übertragene Aufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen. Ein schwerer ihr unbekannter Druck legte sich über ihr Herz, der sie beinahe aufheulen lies. Sie schob die Gedanken beiseite und ignorierte sie samt dem Gefühl der Enttäuschung.

„Die Fähe ist mit den Welpen einen unbeschwerlicheren Weg gegangen.“, brummte sie mürrisch, die Lefzen leicht hochgezogen. Sie würde ihm nicht sagen, dass die Welpen davongelaufen waren. Sie tat es nicht für die Fähe, was mit ihr war, war Abigail relativ egal, aber sie wollte, nein, musste, die Welpen schützen. Abi konnte nicht sagen, was er ihnen für ihr ungehorsam der Fähe gegenüber antun würde. Aber warum war sie einfach weiter gegangen? Abi konnte es nicht sagen.
Sie bemerkte bereits, wie ihre Muskeln vor Überanstrengung zitterten, doch sie würde sich noch nicht setzen und ausruhen. Erst würde sie ihre Aufgabe erfüllen und ihm den gesamten Trupp bringen.

„Ich wollte ihnen den Umweg ersparen und sie direkt zu euch bringen.“, brummte die Nachtschwarze und warf einen bedeutenden Blick auf die erschöpfte Gruppe. Abi sah schon fast wehmütig dabei zu, wie einer der jungen Silberpelze seine Familie begrüßte. Abrupt wandte sie sich ab.

„Keine Sorge, ich werde dir deine Welpen und die Fähe noch bringen, Alpha“, spottete die sonst so Wortkarge Wölfin mit hochgezogenen Lefzen. Abi wollte ihm keinesfalls drohen, es war eher ein Ausdruck ihrer eigenen Unzufriedenheit. Damit neigte sie tief den Kopf, wandte sich ohne ein weiteres Wort ab und trabte instinktiv in eine Richtung los. Sie vertraute auf ihren Instinkt, denn dieser hatte sie nur selten betrogen. Möglicherweise wirkte ihr Abgang wie eine Flucht, wahrscheinlich war es das auch, denn sie wollte die ihr übergebene Aufgabe zu seiner Zufriedenheit erledigt haben. Natürlich wollte sie ihn auch beeindrucken, wollte, dass er stolz auf sie war, aber in erster Linie verbot ihr Stolz ihr jetzt aufzugeben. Dafür, dass sie die Fähe und die Welpen allein gelassen hatte, konnte er Abi schließlich immer noch zurechtweisen, aber sie hoffte, dass er darüber hinwegsehen würde, oder ihn das immerhin milder stimmen würde.

Allzu weit konnten sie nicht sein, sie hoffte nur, dass ihnen wirklich nichts zugestoßen war. Sie lief am Fuße des Berges entlang, konnte aber weder Razca noch die Welpen wittern, dafür hatte der starke Regen gesorgt.
Das konnte doch nicht sein, sie mussten doch schon längst vom Berg runter sein, oder etwa nicht? Waren sie abgerutscht? Lagen sie womöglich verletzt in einer Felsspalte? Das Bild einer schmalen weißen Fähe, den Hinterlauf eingeklemmt in einem Felsspalt, schlich sich in ihre Gedanken, die sie sich augenblicklich verbot. Ihnen durfte nicht das gleiche Schicksal zuteil werden. Abigail wurde immer unruhiger und beinahe wären ihr die Vorderläufe weggeknickt, als sie ein Loch im matschigen Erdboden übersah. Wütend riss sie sich zusammen, setzte bewusst eine Pfote vor die nächste, und ignorierte die schlaffen, schweren Glieder. Sie musste erst ihren Auftrag erfüllen, dann konnte sie sich immer noch ausruhen. Dennoch blieben die beunruhigenden Gedanken. Was erzählte sie ihrem Alpha, wenn den Welpen tatsächlich etwas zugestoßen war? Sie angegriffen oder die Welpen einfach zu schwach waren? Das durfte nicht sein. Abi jaulte gequält, sie wollte sich gar nicht vorstellen, was Tyrese dann mit ihr anstellte. Angenehm würde es jedenfalls nicht werden.
Entschlossen lief sie weiter, verzweifelte aber immer mehr, als sie sie einfach nicht wittern konnte.
Zur Not erklimme ich diesen verdammten Berg noch einmal. Ein leises Knurren brodelte tief in ihrer Brust.
Sie hatte gerade ihren Entschluss gefasst, als sie in der Ferne Bewegungen ausmachen konnte. Waren das etwa die schwarze Fähe und ihre Welpen? Abi trabte zu ihnen hinüber, bremste aber zu einem gemächlichen schlendern ab, als sie nah genug war, dass die Fähe sie als Mitglied des Rudels erkennen konnte. Schließlich wollte Abi die erschöpft wirkende Wölfin nicht noch mehr stressen oder sich gar mit ihr anlegen müssen, nur weil Abigail sie erschreckte.

Pure Erleichterung durchströmte Abigail. Zum einen, dass sie sie gefunden hatte ohne noch einmal den Berg hinaufzumüssen und zum anderen, dass sie, bis auf die Erschöpfung, die sich bei allen anderen ebenso zeigte, unversehrt schienen, wie sie nach einem kurzen Blick feststellen konnte.

„Der Alpha erwartet euch schon sehnsüchtig.“, brummte Abi schon fast sarkastisch anstelle einer Begrüßung.
Aus sicherer Entfernung betrachtete sie die erschöpften Fellknäule, die sich nur mühsam aufrafften und sich langsam in Bewegung zu setzen schien. Da kam sie ja gerade zum richtigen Zeitpunkt. Irgendwie bezweifelte Abigail es jedoch, dass die Welpen noch genug Kraft für den Rückweg hatten. Glücklicherweise würden sie nicht weit gehen müssen, dennoch würden sie ewig brauchen. Hoffentlich würde ihnen das nicht in irgendeiner Weise zum Verhängnis werden. Sie wandte sich in die Richtung, aus der sie so eben gekommen war.

„Lassen wir den Alpha nicht noch länger warten. Wir brechen auf.“, bellte sie und lief langsam los, ihre müden, überanstrengten Glieder weiterhin ignorierend. Die kleine Gruppe würde Abigail schon folgen, ansonsten würde sie schon dafür sorgen, dass sie es taten. Nach einigen Schritten blieb sie kurz stehen und warf einen prüfenden Blick über die Schulter, ob die Fellkugeln und die andere Fähe ihr freiwillig folgten.


[Amdir – bringt ihre Gruppe zum Treffpunkt – erstattet Tyrese Bericht – geht die Welpen und Razca suchen]

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08.07.2017 20:44 Forum: Nightfalls

Also den Rang hab ich nachgetragen, und das Bild wollte dann Khazi für mich einfügen. ^^"

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Abigail 04.07.2017 21:31 Forum: Nightfalls

AbigailFähe # 3 Jahre # Nightfalls� Weitere Informationen �
Mitglied # //
Schulterh�he # // 78 cm
Gewicht # // 46 kg
# St�rken #
# Loyalität
# Selbsterhaltungstrieb
# Ausdauer
# Selbstsicher
# Selbstkontrolle
# Durchsetzungsstark
# Schw�chen #
# Autoritätsprobleme
# Distanziert
# Wortkarg
# Rastlos
# Kein Einfühlungsvermögen
# Sarkasmus
# Vertrauen aufbauen
# Vorlieben #
# Regen
# Bewegung
# die Nacht
# Einsamkeit
# Rudel nähe
# Abneigungen #
# Einsamkeit
# Aufdringlichkeit
# Heuchler
#Verrat

Aussehen
Sie hat die ausdauernde Statur eines Jägers: schlank, drahtig und doch muskulös, auch wenn sie überdurchschnittlich groß für ihr Geschlecht war, hatte sie ihn perfekt unter Kontrolle. Jeder Schritt, jede noch so kleinste Bewegung ist überdacht und präzise gesetzt, daher würde man bei ihr nie ein Straucheln oder Stolpern bemerken. Ihr Körper ist von dichtem, nachtschwarzem Fell umgeben, welches, aufgrund von Verfilzungen, an manchen Stellen bräunlich wirkt, ansonsten ist ihr Körper weitgehend frei von Narben oder anderen Zeichnungen, die sie zweifelsohne noch beizeiten sammeln wird. Das einzig helle an ihr sind ihre Augen, die wie Citrin Steine in ihrem pechschwarzem Gesicht leuchteten.
Charakter
Abigail ist ein nicht ganz einfacher Wolf, da in ihr das komplette Chaos herrscht. Sie ist zwar loyal dem Rudel gegenüber, allerdings hat sie das Vertrauen, in einer Familie zu leben, längst aufgegeben. Ziemlich genau seit dem Moment, als ihre Familie ausgelöscht wurde und sie keinen von ihnen hatte retten können. Sie liebt es allein zu sein, kann aber die Einsamkeit nicht ertragen. Sie ist gerne beim Rudel, allerdings nur wenn sie nicht zu sehr bedrängt wird. Außerdem lässt sie sich nur ungern etwas vorschreiben, doch ist Abigail nicht töricht und hütet sich ihr Problem mit der Dominanz bei höherrangigen auszuleben, da sie genau weiß wo ihr Platz im Rudel ist. Wenn der Nachtschwarzen jedoch eine Situation zu unangenehm wird, wirft die sonst so wortkarge Wölfin mit beißendem Sarkasmus um sich, den sie sich angeeignet hatte um sich selbst und ihre gepeinigte Seele zu hüten und zu beschützen ebenso aber um alle anderen auf Distanz zu halten. Sie wollte nicht noch einmal diese Trauer durchmachen müssen, als sie alle verloren hatte, vor allem wenn sie an ihre kleine Schwester, Sharon, dachte, verspürte sie einen ganz besonderes schmerzhaften Stich, denn sie wurde nicht einfach umgebracht, nein, sie, Abigail, hatte Sharon schlicht und einfach im Stich gelassen, sie sterben lassen. Sie machte sich noch immer solche Vorwürfe, dass sie sich geschworen hatte jeden in ihrem Rudel zu beschützen und wenn es ihr eigenes Leben kostete. Und trotz alledem hat sie noch eine Seite in ganz tief in sich bewahrt, die ihr wohl niemand zutrauen würde: eine junge und verspielte Abigail, die sie bisher nicht traute jemandem zu offenbaren, denn diese Abigail ist das genaue Gegenteil von der kalkulierenden, distanzierten Abigail.
Vergangenheit
Abigail wurde als erste von vier Welpen geboren. Nicht nur war sie die älteste sondern auch die größte und stärkste aus dem Wurf, konnte man das doch deutlich an ihrem schnellen Wachstum ausmachen. Ihre Mutter behütete und beschützte sie, doch das war nie etwas, das ihr besonders wichtig war, lieber war ihr der Lob, den ihr Vater ihnen zukommen ließ, wenn sie etwas zu seiner Zufriedenheit machte, sie lechzte richtig nach diesem Lob und war umso enttäuschter, wenn er gewisses Verhalten verurteilte. Zu ihren Brüdern hatte sie ein ganz normales Verhältnis, ständig rauften sie sich und lernten so von einander, fanden immer ein neues Abenteuer, in das sie sich stürzen konnten. Zu ihrer Schwester hingegen hatte sie ein eher merkwürdiges Verhalten. Sie hielt sich zwar immer in ihrer Nähe und die ihrer Brüder auf, allerdings hielt sie sich aus ihren Raufereien raus. Lag es nur an ihrer körperlichen Schwäche, oder mied Sharon sie bewusst? Abigail konnte das nicht sagen. Aber es hatte ihr immer eine abartige Freude bereitet Sharon mit ihrer kindlichen Grausamkeit zu dominieren. Bis zu jenem verhängnisvollen Tag hatte Abigail Sharon tatsächlich immer für einen schwachen Sonderling gehalten. Doch das war sie nicht, das wusste Abi mittlerweile und sie hasste sich dafür, dass sie Sharon jemals als solchen gesehen hatte. Denn an diesem einen besonderen Tag, als ihre Eltern sie durch ihren Streit weckten, oder war es doch ihre Schwester, die den Platz neben sie verließ?, war es die kleine Sharon, die sie anführte und Abi und ihre Brüder folgten ihr. War es ihr auftreten, das sie folgen ließ, oder war es nur ihre eigene Unsicherheit? Sie wusste es nicht mehr. Noch unsicherer wurde sie, als ihre Mutter sie an diesem Tag fort, zu einem Versteck, brachte. Aber wozu sollten sie dieses brauchen? Sie hatten nie eins gebraucht. Abi und ihre Brüder wollten nicht dort bleiben, sie wollten zurück zu den Eltern. Und es war Sharon, die sich mit einer ungewohnten Stärke gegen sie stellte. Abigail versuchte sie umzustimmen, wandte auch Gewalt an, doch es kam anders als sie dachte. Ein falscher Tritt an einem ungünstigen Ort und Sharons Lauf steckte in einem Felsspalt fest. Das hatte Abigail definitiv nicht gewollt. Sie wollte ihre Schwester nur umstimmen, sie aber nicht ernsthaft verletzen. Sie und ihre Brüder liefen fort, wollten Hilfe holen, doch es kam anders als sie erwartete. Dies war der Tag, an dem sie alle verlor, die ihr wichtig waren. Ja, auch Sharon war ihr wichtig. Vielleicht war sie sogar die wichtigste von allen. Mittlerweile hatte sie sich gut in ihrem neuen Rudel, die Nightfalls, eingefügt, doch sie vergaß nie woher sie kam und wer Teil ihrer Familie war. Auch wenn die Chance nur gering war, hoffte sie, dass Sharon es irgendwie geschafft hatte und sie sich irgendwann noch einmal sehen würden.
Regeln gelesen? // Ja
Weitergabe? // ohne Steckbrief
Spieler // Jassy
� Bilder # Dawnthieves, Wolf Science Center, Wamblee

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Abigail

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13.11.2016 21:10 Forum: Rol­len­spiel

Seine erste Frage auf ihre Worte sorgte dafür, dass sie sich versteifte. Schock jagte durch ihre Venen. Nein, sie wollte sich nicht um die Welpen kümmern! War es das, was aus ihren Worten herauszuhören war? Vielleicht war es besser so. Vielleicht war es besser, wenn ihr Alpha dachte, dass sie die anderen Fähen um ihre Mutterrolle beneidete. Vielleicht war es besser, wenn er nicht dachte, dass sie daran zweifelte, dass die Nightfalls die Welpen heil zurück Amdir führen konnten und dann auch wieder fort, sollte sich das als notwendig erweisen. Und ja, Abigail glaubte tatsächlich, dass Rudelmitglieder wie Henna und Zetyr sich nicht weniger um das Wohlergehen der Jungen kümmern konnten, als sie es bereits taten. Sie mussten sich um mehr Jungtiere kümmern, als das Rudel fähige Wölfe zählte. In Abigails Augen, eine Torheit, die nach Verlusten geradezu schrie. Tyrese fuhr fort und ihre Verspannung wurde anscheinend nicht als der Ausdruck des Unglaubens aufgenommen, der sie tatsächlich war. Das war in Ordnung, Abigail konnte mit Misscerständnissen umgehen. Sie würde sich nicht davon irritieren oder aufhalten lassen. Was glaubte ihr Alpha? Das sie eine gefühlsduselige Fähe war? Sie hoffte wirklich, dass dem nicht so war, denn sonst… ja, was sonst? Abigail kam mit diesem Gedankengang nicht weiter und beschloss stattdessen mit der einzig richtigen Antwort auf die Worte ihres Alphas zu reagieren. “Natürlich Alpha“, meinte sie mit einem kurzen Nicken. Knapp. Präzise. Er würde ‚bei Bedarf’ auf sie zurückkommen? Gut das sie eine sehr spezielle Art Humor entwickelt hatte, seit sie sich nicht mehr nur vom Rudel versorgen ließ, sondern es im Gegenzug ebenfalls versorgte. Schwarzer Humor erleichterte einem das Leben im Rudel der Nightfalls ungemein, solange man genug Kontrolle über sich besaß, das Lachen nicht einweichen zu lassen. Der Alpha der Nightfalls würde es ihr wahrlich nicht danken, wenn sie als Reaktion auf seine Worte begann zu lachen. Es war traurig, dass sie ihrer Freude so selten Ausdruck verleihen konnte. Ein schiefes Lächeln wollte sich auf ihre Züge schleichen und sie erlaubte sich stattdessen ihrer Umgebung ein wachsames Auge zu schenken.
Der Alpha wollte also nicht, dass sie sich um die Welpen kümmerte? Gut, dann hatten sie dieses Thema abgeschlossen. Seine Welpen, und vor allem die der Fähe, waren also als außerhalb ihres Schutzes zu betrachten. – Es sein denn einer von der Welpen würde den Nachtschatten selbst um Hilfe bitten. Sie wurde sich den Jungtieren nicht verweigern, aber im Falle der Welpen würde sie nun auch nicht mehr ungefragt eingreifen. Es war schließlich die Aufgabe des Alphas und seiner Fähe die Welpen zu schützen. - Seine Worte, nicht ihre. - Abigail hatte nur beschlossen, was sie seine Worte deutlich wörtlicher nehmen würde, als sie wohl gedacht waren. Eine hässliche Seite machte sich bemerkbar. Geboren aus ihrer wachsenden Frustration. Aber sie würde sich nichts anmerken lassen.

"Was aber den Aufstieg betrifft; so wird dies ihre erste Feuerprobe werden. Je weiter sie kommen, desto mehr werden sie mich und das Rudel mit Stolz erfüllen. Wenn doch einer schwächelt haben wir noch genug Fänge, die aushelfen können den Nachwuchs zu tragen, sollte dies erforderlich werden."
Abigail konnte sich ein Lächeln kaum verkneifen. Welcher Optimismus seitens ihres Alphas! Das hatte sie nun wahrlich nicht erwartet. Die Mütter und Murdoch würden einspringen, sicher. Der Rest? Abigail dachte über den Rest nicht positiv genug, um zu glauben, dass die Welpen diese Hilfe überleben würden oder das die potentiellen Helfer überhaupt früh genug erkennen würden, wann ihre Hilfe von Nöten war. Man konnte sie pessimistisch nennen, aber das Rudel hatte bereits Welpen verloren, weil sie nicht wachsam genug waren und nur ein Wolf hatte den Preis gezahlt. Viel, viel später… Die einzige Fähe, die sich um die notwendige Wachsamkeit bemüht hatte! Oshae hatte ihre Fehler gehabt, aber Abigail wusste, dass sie sich um die Jungen des Rudels bemüht hatte, so gut es ihr möglich war.

Nein, es war vermutlich wirklich besser, wenn Tyrese sie für eine Fähe hielt, die den natürlichen Mutterinstinkten verfallen war und kein Rudelmitglied, das überzeugt war, dass die Rückkehr nach Amdir ein Fehler war. Das die Jungtiere für diesen Fehler zahlen würden, in dem Fall, dass Amdir sich als Sackgasse herausstellen sollte. Aschewüste oder zu wenig zurückgekehrte Beute konnten das Rudel zerstören, dass bereits die Folgen des Feuers hatte überstehen müssen. Sie waren wieder erstarkt, doch es gab immer ein ‚aber’ und Abigail hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, solche aufkommenden Probleme in Betracht zu ziehen.

Doch die Worte des Alphas störten sie und sorgten dafür, dass er wieder ihr Alpha war, nicht Tyrese. Ihre Grenzen verzogen sich und diese Grenze war die gleiche, die sie daran hinderte die andere Mutter und schwarze Fähe im Rudel bei ihrem Namen zu nennen. ‚Razca’ war einfach 'die' Fähe. Würde sie an Tyrese Seite stehen? Würde der Alpha sie zum weiblichen Part seines Ranges machen? – Und genau hier lag Abigails Problem. Sie konnte die andere Fähe nicht in einem solchen Rang sehen. Sie war die Ersatzmutter für den Welpen eines Alphapaares. Aber mit Iyinys Ableben war auch die letzte weibliche Autorität über Abigail verschwunden. Lyra war nicht der Typ Fähe, die versuchen würde sich Abigail untertänig zu machen. Die Schwarze glaubte nicht, dass es zwischen ihr und der Silberfähe jemals zu wirklichen Problemen aufgrund der ungeklärten Rangordnung kommen würde. Sie besaßen andere Prioritäten und Lyra würde wohl auch nie eine Alphaposition anstreben, auch wenn Abigail ihr durchaus zutraute ein Rudel fähig zu leiten. Bei der anderen Fähe, jener an der Tyrese nun seinen Gefallen gefunden hatte, glaubte Abigail einiges Konfliktpotenzial zu erkennen und Abigail besaß einen zu großen Stolz, als das sie sich unterordnen würde. Doch die Schwarze war noch nicht bereit, dieses kleine Problem ihrem Alpha gegenüber zu erwähnen, vor allem nicht, nach seinen Worten. Vielleicht später. Es war ohnehin nicht vorherzusehen wie der Alpha auf dergleichen reagieren würde. Sie wollte ihn erkennen lassen, dass sie die höhere Position im Rudel mit Grund erlangt hatte und ihrer auch weiterhin würdig war. Aber sie wusste noch nicht, ob es klug war, ihn auf die Dinge, die sie ihm Rudel sah aufmerksam zu machen und ihren Rat anzubieten oder ob sie sich weiterhin an ihr Schweigen halten sollte.

Sie mochte die Wolkendecke über ihrem Haupt, sie passte zu ihrer Stimmung und wenn es regnen würde… Regen wusch ihre Seele rein, wann auch immer er ihren Pelz benetzte. Doch sollte es regnen, beneidete sie den Trupp hinter ihnen wirklich nicht. Gebirgspfade und Regen konnten gefährlich werden. “Wenn wir Pech haben, eher eine Regentaufe als eine Feuerprobe“, sagte sie schließlich nachdenklich, aber mit einem unüblichen Lächeln. Sie hatte beschlossen, dass sie die Wanderung genießen würde, bis Probleme tatsächlich auftraten. Sie würde an der fast erloschenen guten Laune festhalten, solange sie konnte! Ihre Seele hoffte auf Regen, auch wenn ihr Verstand ihr sagte, dass sie sich solchen nicht wünschen sollte. Noch sah es nicht nach Regen aus, aber in Gebirgen sollte man sich besser auf alles Mögliche gefasst machen. Man wusste nie. Der Wind trug einem nicht das zu, was in nächster Nähe war, sondern die Gerüche der unerreichbaren anderen Seite einer Schlucht und so witterte man Gefahren nicht immer früh genug. Man sah nicht weit genug, um zu wissen, ob man nicht in eine gefährliche Sackgasse lief, denn nicht jeder Pfad führte auf die andere Seite. Und was manch einer für tragenden Boden hielt konnte aus brüchigem Gestein bestehen und für Stürze sorgen. Doch noch fühlte Abigail sich wohl auf diesem Grund und Boden, noch drohte keine Gefahr und es würde dauern, ehe der Schatten an der Seite des Alphas nicht mehr wusste, welcher Weg der sicherste war. Ihre Freude an der Gesellschaft ihrer Wanderung war vom Alpha erstickt worden, aber das würde sie nicht ihrer Erleichterung rauben, die mit der Bewegung einherging.
Sollte sie einen neuen Vorstoß mit Worten wagen? Für jemanden wie sie waren Worte deutlich gefährlicher als ein Kampf, denn sie war kein Diplomat. Ihre einzige Möglichkeit zurück zu rudern war in Form einen ‚Ja Alpha’ und mit jedem Mal, nagten diese Worte an ihrem Stolz. Sie entschloss sich das ihre letzten Worte vorerst genügten.


[ Gespräch mit Tyrese | Vorhut | wägt diverse Szenarien ab ]

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Abigail

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25.10.2016 19:22 Forum: Rol­len­spiel

Es war so leicht ihm einfach zu folgen. Zu ihm aufzuschließen und den zügigen Schritten zu folgen. Sie waren eine kleine Gruppe, die nicht durch irgendetwas gebremst wurde. Irgendetwas… wie beispielsweise Welpen. Sie verstand, dass es notwendig war auf diese Schwäche des Rudels Rücksicht zu nehmen und gleichzeitig widerstrebte es ihr. Sie hatte es nie lernen müssen, diese Rücksichtnahme. Aber ihr Alpha kannte sie und wusste, dass sie besser in einer Vorhut aufgehoben war. Weniger soziale Konflikte und das Risiko eine größere physische Anstrengung auf sich zu nehmen waren der Bonus der Vorhut. Ja, sie war in dieser kleinen Gruppe besser aufgehoben als anderswo. Ihr einziger Zweifel galt nun dem Ziel, dass ihnen glücklicherweise noch nicht vor Augen lag. Noch hatte sie die Möglichkeit sich die Anspannung aus ihrem Leib zu traben. Jeder Schritt war eine Wohltat für ihre Seele, solange sie nicht über die Zukunft nachdachte. Sie hatte die Ausläufer der Berge erkundet, als sie für das Rudel gekundschaftet hatte, während andere sich um die Welpen kümmerten. Ihre Pfoten wollten jubeln, während sie die Erde unter ihnen spürte. Kundschaften war eine angenehme Aufgabe, doch in Gesellschaft laufen, war eine andere Kategorie. Freude floss durch ihre Venen und für einen Moment erlaubte sie sich dieses Gefühl.

Als sie Augen auf sich spürte wandte sie ihre eigenen gelben Iriden dann jedoch in Richtung ihres Alphas.
“Das gilt es zumindest zu hoffen“, antworte sie Tyrese ein wenig perplex. Sie war es gewohnt ihm sofortige Antwort zu geben, aber in der Regel war ihr Wortaustausch förmlicher Natur. Sie hatte in letzter Zeit immer weniger gesprochen. Ihre Aufgaben und die Pflichten, die sie im Rudel übernommen hatte, füllten ihr Leben. Das und zu viele Gedanken, die ihr wahrlich keine rosige Zukunft vorhersagten. Ihr Kopf wandte sich nach vorn und beinahe unmerklich war ihr Haupt gesunken. Defensiv, denn sie war es leid. Die Einsamkeit, die sie selbst zu verschulden hatte, machte sie müde und ihre Beobachtungen ließen sie zweifeln. Sie war niemand der zweifelte! Sie wollte handeln. Sie erinnerte sich an die Anfänge ihres Lebens als sie weniger zögerte. Ja, sie machte ebenfalls deutlich mehr Fehler, aber dennoch… sie wünschte sie könne diesen Teil von sich zurück erkämpfen. Und sei es auch immer nur für wenige Momente. Die winzige defensive Geste verschwand ins Nichts, bevor sie weiter sprach. “Sollten wir nur eine schwarze Wüste vorfinden, so sorge ich mich um die Welpen. Für die Jungwölfe ist der Weg eine bisher unbekannte Anstrengung, eine Übung, die sie überwinden können. Die Grenzen der Welpen vermag ich nicht einschätzen, aber ich würde es bedauern, wenn wir sie über ihre Grenzen hinaustreiben, bevor sie die Möglichkeit haben, die notwendige Stärke aufzubauen, die ein jeder braucht, um das eigene Überleben sichern zu können.“
Ein kühler, sachlicher Tonfall sprach gegen den Inhalt ihrer Worte. Sorge? War es so weit, dass sie sich um den Nachwuchs sorgte? Die Schwarze wollte selbst ein spöttisches Schnauben von sich geben, tat es jedoch nicht, sondern wartete auf die Reaktion ihres Alphas. Wie übel würde er ihr diese Gedanken nehmen, die sie da äußerte? Diese Kritik… man kritisierte Tyrese nicht, aber inzwischen, kümmerte sie derlei nicht mehr. Wenn er fragte würde sie antworten. Ehrlich antworten. Er hatte sie soweit. Natürlich achtete sie darauf wie sie etwas sagte, aber wenn er ihre Meinung hören wollte, so wurde Tyrese sie zu hören bekommen. Nicht weil er ihr Alpha war, sondern, weil sie inzwischen ihrem eigenen Urteil traute, dass ihr sagte, dass sie diesen Rüden respektierte und ihm auf ihre Weise auch traute. Insofern sie noch irgendjemandem traute. Wirkliches Vertrauen war unmöglich. Nicht nachdem es einem zu häufig gebrochen worden war. Nicht von Tyrese, aber das spielte keine Rolle.

Sie verschwieg ihre innere Unruh, ihr Widerstreben gegenüber dieser Rückkehr nach Amdir. Sie wollte nicht zurück und dieses Widerstreben wuchs. Es würde sie einiges an Kontrolle kosten, sich dies nicht anmerken zu lassen. Das Feuer hatte Narben in ihre Seele gebrannt und anscheinend hatte es sie stärker geschwächt, als sie angenommen hatte. Die Distanz hatte geholfen. Sie wusste nicht wie sie auf Amdirs Landschaft reagieren würde und das machte ihr nicht nur Sorgen. Nein, sie hatte Angst.


[ auf dem Weg zum Gebirge; an Tyrese Seite]

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Abigail

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25.09.2016 20:14 Forum: Rol­len­spiel

Sie war müde. Müde davon mit ihren Gedanken allein zu sein. Müde ihre Sorgen und Wünsche in sich hinein zu fressen. Müde in ihrer Rolle als Beobachter, denn sie wusste, dass auch sie beobachtet wurde.
Sie kannte das Rudel und gleichzeitig kannte sie es nicht mehr, denn ihre Interaktion mit den anderen Wölfen war beschränkt. Stehts konnte sie einen rein pragmatisch, sachlich vertretbaren Grund vorbringen, weshalb sie mit einem ihrer Rudelgefährten kommunizierte.
Die Momente, in denen sie sprach, weil sie es konnte und nicht, weil es einem bestimmten Zweck diente, wie beispielsweise der Berichterstattung, waren selten geworden.
Das Feuer war Schuld. Das Feuer, dass sie verändert hatte oder ihr ein Bild von sich selbst vorgeführt hatte, dass sie vorzugsweise verleugnete. Für eine Weile hatte es einen Freund gegeben, der den Dämon besänftigen konnte, ohne das er es vermutlich überhaupt merkte, da er seine eigenen Probleme gehabt hatte. Aber diesen Freund gab es nicht mehr. Tot, das musste sie glauben. Für sie war er gestorben, denn ein anderer Gedanke würde sie an Grenzen drängen von denen sie nicht wusste wie sie mit ihnen umgehen würde.

"Trübsal?" Abigail blickte von Vivani zu den anderen Wölfen. "So kann man es wohl auch nennen", kommentierte sie trocken, ohne den Spott in der Stimme, den sie dabei empfand. Sie schüttelte den Kopf und wandte sich stattdessen dem Alpha zu. Auf nach Amdir? Es ging zurück? Aufbruch?
Ihre Ohren schnellten nach vorne. Ein heiß-kalter Schauer durchfuhr sie. Flammen. Sie spürte ihre trockene Kehle. Ihre brennenden Augen. Eine Kehle zwischen ihren Fängen. Der Gedanke an die Jagd war zurück. Die ruhige, kalte Gewissheit, was zu tun war, um zu überleben. Nur hatte er nicht überlebt, trotz ihrer Bemühungen.
Sie riss sich ohne ein Muskelzucken in die Gegenwart zurück. Amdir. Der Gedanke an die eigentliche Heimat der Nightfalls hatte dafür gesorgt, dass sie Schwarze sich versteifte und für einen Moment in ihrer scheinbar versteinerten Pose verharrte.
"Also sind wir beide nicht die Einzigen, mit der Ansicht, dass wir eine Veränderung brauchen", gab sie mit erzwungener Belustigung von sich und blickte noch einmal zu Vivani. "Gute Reise, pass gut auf den Nachwuchs auf." Abigails Tonfall verriet sie. Sie war froh die Vorhut zu bilden. So trug sie nicht die Verantwortung für die Sicherheit der Jungen auf ihren Schultern, zumindest nicht unmittelbar. Sie musste nur sicher stellen, dass der Weg frei war. Das war eher ein Risiko für ihr eigenes Wohl und damit konnte sie gut leben. Eine Herausforderung mehr sich zu beweisen, dass sie keine hilflose Fähe war.

Sie trat vor uns schloss als schwarzer Schatten zu ihrem Alpha auf. Sie würde ihm folgen bis sie die Grenze erreichten. Amdir... Was war aus dieser Landschaft geworden? Wagte sie es den Feuer-verzehrten Wald zu betreten und würde das diese andere Seite in ihr aktiv werden lassen, die sie selbst nicht kontrollieren konnte.


[J3 , bei Vivani, verabschiedet sich und schließt dass zu Tyrese auf]

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Abigail

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23.08.2016 20:06 Forum: Rol­len­spiel

In den letzten Tagen hatte sie das Dunkle gesucht. Ihre Schatten, die ebenso finster waren wie ihre eigene Gestalt. Ebenso dunkel wie ihre Gedanken und die durchschnittliche Stimmung vieler Rudelmitglieder. Die Schwarze hatte sich von dieser dunklen Atmosphäre anstecken lassen, was angesichts der Umstände nicht besonders schwierig war. Sie hatte inzwischen leider festgestellt, dass sie sich durch ihre vergangene Freundschaft mit einem Verräter im Rudel recht stark isoliert hatte. Nicht das Abigail ein auffallend sozialer Wolf war, sie hatte andere schon immer stark auf Distanz gehalten, doch ihre Isolation schlug selbst ihr auf das Gemüt. Was bedeuteten die meisten dieser Wölfe ihr schon noch? Natürlich wünschte sie niemandem zwangsläufig etwas schlechtes und die Welpen würde sie bis zum letzten Atemhauch verteidigen, aber dennoch… hielt sie mehr als Pflichtgefühl in diesem Rudel? Mehr als der Wunsch nach einer passenden Aufgabe für jemanden ihrer Art? Sie wollte den Wolf verfluchen, der diese Gedanken ins Gang gesetzt hatte und sich anschließend davon gemacht hatte.

Die Schwarze stand auf und schüttelte sich ihre nur scheinbare Schläfrigkeit aus dem Leib. Ruhe im Schatten des Rudelplatzen war ihr in diesen Tagen nicht vergönnt, nicht wenn sie die Stimmung eines jeden Wolfes einfangen und registrieren wollte. Sie analysierte ihre Rudelgefährten und stellte anschließend Thesen auf. Es war absurd. Wann war sie zu diesem ‚was wäre, wenn’-Wesen geworden? Früher einmal hätte sie nie gedacht, dass sie sich in diese Richtung entwickeln würde, doch hier war sie. Jemand, der in seinem Leben Hypothesen eventueller Geschehnisse aufstellte, anstatt sein Leben zu leben. Es war… beschämend! Ihr Ohr schnippte. Hatte sie da ihren Namen gehört? Ihr Kopf fuhr herum. War ihr Name im Gespräch von Tyrese und Razca gefallen? Es schien so. Desinteressiert wandte sie sich ab. Das war keine Unterhaltung, in die sie eindringen wollte, aber ebenso wenig war sie jemand, der zum Zeitvertreib die Spiele der Welpen und Jungwölfe unterbrach. Sie hatte den Nachwuchs nicht ohne Belustigung beobachtet, aber sie ließ die Jungen zufrieden. Vorbereitung für das spätere Leben hin oder her, Abigail war niemand, der ein Soldatendasein wirklich gut hieß. Das war der Grund, weshalb sie sich selbst eher als Kämpfer- oder Kriegerin bezeichnete. In ihrem Kopf erlaubten ihr diese kleinen Wörter deutlich mehr Freiheit. Ob sie irgendwann einmal einen der Jungwölfe an diesem Gedanken teilhaben lassen würde? Vielleicht, wenn sie jemanden sah, der nicht in seine Rolle passte und mit dem sie sympathisieren konnte. Okay, nach diesem kleinen Gedanken erschien es ihr unwahrscheinlich, dass sie ihre eigenen ‚Weisheiten’ jemals mit der Jugend teilen würde.

Sie schritt ohne Eile über den Rudelplatz und mied einen schnarrenden Zephyr. Armer Irrer, aber immerhin bot er Unterhaltung…
“Hallo Vivani“, grüßte Abigail die andere Fähe. Vivani war akzeptable Gesellschaft, anders als Henna, die Abigail seit ihrem unbefriedigenden Ausflug misstrauisch im Auge behielt. Sie brauchte keine Feinde, die dieses nicht auch offen ausleben würden und Henna… nun, Abigail schätzte sie nicht so ein, als würde sie Abigail offen anfeinden. Nein, die Fähe war eher der Typ, der jemandem im Stillen diskreditierte, bis es keine zu rettenden Beziehungen mehr gab. Spiele. Abigail hatte innerpolitische Spiele.
Vivani machte es einem leichter und für einen Moment überlegte Abigail, ob sie aus ihrer Isolation ausbrechen sollte, um sich mit der jüngeren Fähe zu befassen.

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